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Donnerstag, 30. Juni 2011

City Hall

In dem Film "Undercity" macht sich der Dokumentator ja auf, um u.a. die vom restlichen Netz abgetrennte Station City Hall zu besuchen. Fasziniert von dieser Station habe ich mich auch auf die Suche gemacht mehr herauszufinden - zunaechst aber nur im Internet. Fotos, Texte und Berichte. Und, was soll ich sagen - ich wurde fuendig und ich werde in Kuerze auch diese Station besuchen. Leider nicht per Pedes aber man darf  neuerdings in der Bahn (Linie 6) sitzen bleiben nachdem sie Downtown fahrend die Haltestelle Brooklyn Bridge, ihre Endhaltestelle, erreicht hat. Dann geht es in den Tunnel und nach ein paar Augenblicken durchfaehrt man die alte Ubahnstation City Hall.

Die Zeit schreibt im Dezember 2010 auch ueber diese Station
Die New Yorker entdecken einen der schönsten U-Bahnhöfe der Stadt wieder: die 1945 aufgegebene City Hall Station.
http://www.zeit.de/2010/49/Historische-U-Bahn

Samstag, 25. Juni 2011

Undercity

Auf meinen Wegen durch die lokalen Blogs hier bin ich auf eine ziemlich abgefahrene Doku gestossen.

Ein Eingeborener dokumentiert New York aus, für den normalen Touristen und Bewohner, unerreichbaren Blickwinkeln. Nicht ganz legal und auch nicht ungefährlich aber es zeigen sich auf diese Weise Ansichten, die nicht schon hundertfach auf Postkarten und in Bildbänden zu sehen sind.

Der Film beginnt mit einem Gang in die Subway Station Fulton Street (4/5 Express). Da wo der Untergrund mich morgens ausspukt und abends wieder einsaugt. Der Dokumentator und sein tapferer Kameramann starten am Bahnsteig an dem die Downtown fahrenden Züge halten - und zwar am nördlichen Ende. Ich selber steige immer am südlichen Ende Fulton Street aus.

Es geht dann zu Fuß in den Tunnel rein und sie laufen in Richtung Uptown. Die nächste Station, die nur etwa zwei Zuglängen entfernt ist, ist Brooklyn Bridge / City Hall. Und genau um einen Teil der Station City Hall geht es hier. Es gibt eine wunderschöne Bahnsteighalle, die planmäßig nicht mehr von U-Bahnzügen angefahren wird. Er erklärt in dem Film, dass es u.a. am zu engen Kurvenradius liegt, dass die alte Station City Hall nicht mehr genutzt wird.

Hier kann man sehen, welche Station er aufsucht. Der "Loop" wird planmaessig noch von Zuegen benutzt. Hier wendet die Local Linie 6, die Downtown kommend ihren letzten Halt in der Station  Brooklyn Bridge hat.

Der Heimatforscher besteigt noch ein paar andere Tunnel und am Ende klettert er durch die Traversen auf die Brooklyn Bridge und sitzt oben auf einem Pylon und betrachtet die nächtliche Skyline seines New Yorks.

Nehmt Euch die knappe halbe Stunde Zeit und taucht ein in ein New York, dass ihr so sicher noch nicht gesehen habt.


UNDERCITY from Andrew Wonder on Vimeo.


http://www.undercity.org/

Sonntag, 19. Juni 2011

Walkway over the Hudson

1974: Feuer auf der Pougkeepsie Bridge. Die etwas mehr als 2km lange Eisenbahnbrücke, die in 65 Metern Höhe den mächtigen Hudson River überspannt, brannte im Mai 1974 und wurde danach nicht wieder in Betrieb genommen. Das eingleisige Bauwerk wurde Ende 1888 erstmalig von einm Güterzug befahren und war als Entlastungslinie zunächst die einzige Flussquerung südlich von Albany und nördlich von New York City.

Ende der Neunzehnhundertneunziger hat eine Bürgerinintiative sich des Bauwerks angenommen und einen spektakulären Fußweg über den Hudson entstehen lassen. Bis 2009 wurde die Stahlkonstruktion überprüft und die Nieten ausgetauscht, die noch verbliebenen Gleise abgebaut und ein Fußweg aus massiven Betonplatten installiert.

Wie schon bei der Highline in New York City (deren zweiter Abschnitt ürbigens vor kurzem eröffnet wurde) hat man hier abermals ein altes Stück Einsanbahninfrastruktur umgewidmet und es zu einem Park umfunktioniert. Zu einem wirklich ganz besonderen Park.

Heute war ich mit meiner Familie dort. Ein Schild am Anfang teilte uns sogleich mit, dass es an der Brückenoberfläche um Mittag rum etwa 35°C war...



Zahlreiche Infotafeln berichten vom Bau der Brücke in den 1880ern...
... und vom aktuellen Wiederaufbau bis zum Jahr 2009.

An beiden Enden der Brücke sind massive Tore die den unkontrollierten Zugang zum Walkway verhindern sollen. Der Park wird abends geschlossen.

Östlicher Eingang zum Park.

Nur zu besonderen Anlässen wird die Brücke auch nach Anbruch der Dunkelheit für den Publikumsverkehr freigegeben. So zum Beipielm am nahenden Unabhängigkeitserklärungsunterzeichnungsfest am 4.Juli. Dann werden wohl viele Menschen den wunderbaren Blick über das Hudsontal nutzen, um das dann stattfindende Feuerwerk zu geniessen.

Fast die Hälfte der Brücke, wenn man im Osten startet, verläuft noch über dem Stadtgebiet von Poughkeepsie.
Man kann in die Baumwipfel blicken...
...und auf die darunterliegende Verkehrsinfrastruktur.

Die Bahn die man hier sieht, führt auf der linken Seite des Flusses weiter nordwärts bis nach Albany. Von da aus - grob gesagt - gehts es nach links in Richtung Canada oder rechts herum nach Boston. Zumindest verkehren auf dem hier zu sehenden Abschnitt nur noch Fernzüge der AMTRAK und es gibt Güterverkehr. Der Regionalverkehr von bzw. nach New York endet an in Poughkeepsie. Die Station liegt hier im Rücken des Fotografen, auf der anderen Seite der Brücke.

In der Mitte der Brücke hat man dann diesen, mit Fotos kaum zu konservierenden Blick, auf den Hudson. Hier nordwärts.
Nochmal ein Blick zurück in Richtung Poghkeepsie, links ist immer noch Norden.
Auf der rechten Flusseite verläuft auch eine Bahnlinie.
Die rechtshudsonische, eingleisige Bahnlinie wird (meinem aktuellen Kenntnisstand nach) nur mit Güterzügen befahren. Bemerkenswerterweise habe ich bisher nur Züge dort gesehen, die südwärts fahren. Ob das eine Art Einbahnbahnlinie ist oder ob das nur Zufall ist und ich bin einfach nicht oft genug an der Strecke - ich kann es nicht sagen. Die Züge sind jedenfalls zum Teil mit 6 Loks bespannt (heute leider nicht) und bestimmt 2 Meilen lang. Aber heute sieht man hier "Güterdostos", also 2-lagig gepackte Containerwagen.

Hoch und lang.

Inzwischen auf dem Rückweg hier eine kleine Verschnaufpause mit Blick in Richtung Süden.

Die wesentlich niedrigere Brücke, die sich südlich der gigantischen EisenbahnFußgängerbrücke über den Hudson spannt, ist zum einen eine gewöhnliche Autobrücke zum anderen Teil des Rundwegs den man machen kann um wieder zurück nach Poughkeepsie zu gelangen. Es ist die Franklin D. Roosevelt Mid-Hudson Bridge. Es gibt dort wohl einen musikalischen Walkway. Was genau das ist, weiss ich allerdings nicht. Die kurzen Kinderbeine der Mitläufer haben die große Runde verhindert.

Franklin D. Roosevelt Mid-Hudson Bridge vom Walkway aus gesehen.
Auf dem Rückweg konnte man aus einer Ausbuchtung heraus noch einen Blick auf die alte Stahlkonstruktion mit den neuen Betonelementen erlangen. Alt trifft neu und macht aus der Brücke das, was sie heute ist.



Bevor wir nun die Brücke wieder verlassen haben, noch schnell einen Blick auf den Bahnhof von Pougkheepsie in dem die Regionalzüge aus New York ihren Endpunkt haben und die AMTRAK Züge auf ihrem Weg nach Albany, Montreal oder den NicaraguaNiagara Fällen Halt machen.

Sonntagsruhe mit abgestellten Hudson Line Express Zügen.
Wir drehen den Kopf noch ein Stück weiter zurück und der Blick fällt nochmal auf die Mid Hudson Bridge. Nun aber geht es, von der Sonne anständig gegrillt und verbrannt, runter von der Brücke und rein in unseren alten, rostigen Dodge.



Fazit: Ein sehr schöner Ausflug der nicht sehr anstrengend ist von von alten und jungen, grossen und kleinen Mitmenschen bequem gemacht werden kann. Die Brücke ist vom Parkplatz, der für 4 Stunden 5$ kostet, barrierefrei zu erreichen. Es dürfen Inliner, Fahrräder, Dreiräder, Einräder, etc. mit auf die Brücke.

Hundebesitzer sind auch eingeladen ihren treuen Begleiter mit auf den Walkway zu nehmen. Für Herrchen und Frauchen und das Tier gibt es an beiden Brückenenden Trinkmöglichkeiten.

Der Zugang zur Brücke selber ist kostenlos. Man sollte eine Flasche Wasser mitnehmen und sich um Sonnenschutz bemühen. Auf der Brücke ist man dem Zentralgestirn unseres Sonnensystems gnadenlos ausgeliefert.

Weitere Infos zum Walkway over the Hudson gibt's hier:

Donnerstag, 9. Juni 2011

Die Brücke brückt

Wie gestern schon angenommen, hat man den Uebergang ueber Gleis 2 und 3 mit dem grossen Kran an seinen Platz gebracht.




Mittwoch, 8. Juni 2011

Überweg zum neuen Stationsteil...

Heute morgen hat sich ein schicker (Liebherr) Kran am Bahnhof Cortlandt aufgebaut. Es sieht so aus, als wuerde man den fertig gebauten Überweg in Kuerze installieren.


Donnerstag, 2. Juni 2011

Moving Platform

An den Bahnsteigen der downtownwärts fahren Ubahnen am Union Square (Linie 4,5 und 6) gibt es eine Besonderheit zu beobachten. Die Station liegt in einer Linkskurve (wenn man von Norden nach Süden fährt) und das bedeutet, dass wenn ein Zug anhält ein beonders großer Spalt zwischen Tür und Bahnsteigkante befindet. Um hier jetzt denjenigen, die der Aufforderung "Mind the gap!" - also "Erinnere Dich an den Spalt!", nicht nachgekommen sind und stattdessend verträumt mit einem Fuß zwischen Zug und Bahnsteig zu geraten würden genau diese Erfahrung zu ersparen, bewegt sich hier kurzerhand die Bahnsteigkante.
Wenn ein Zug reinkommt dauert es ein paar Sekunden bis mit einem lauten Geschepper der Bahnsteig an den Zug heranklappt. Dann geht die Tür auf und der Fahrgastwechsel wird vollzogen. Nachdem die Türen wieder zu sind, fährt der Zug los und indem er Anfährt, klappt die Bahnsteigkante wieder zurück. Also nicht vorher.

Wie das aussieht, habe ich heute mal gefilmt:

Ankunft einer Bahn:
 

Und die Abfahrt:

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