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Dienstag, 27. Januar 2026

Metro North fährt dann doch nicht bis nach Albany

Nachdem Amtrak versprochen hat, dass ab März wieder ein vollständiges Zugangebot zwischen New York City (Penn Station) und Albany rollen wird, wird die Anbindung von Albany and New York City (Grand Central) per Metro North überflüssig.

Viele haben sich auf günstigere Preise, Metro North hätte wohl nur halb so viel gekostet wie Amtrak, gefreut andere waren allerdings wenig begeistert eine so lange Fahrt in den ungemütlichen Sitzen eines Metro North Zuges zu sitzen.

Wie dem auch sei, Gouverneurin Hochul bestärkt ihre Absicht, den Verkehr über Poughkeepsie hinaus in Richtung Albany zu verbessern. Warten wir es ab.

Quelle: https://www.governor.ny.gov/news/statement-governor-kathy-hochul-137

Montag, 29. Dezember 2025

Bahnhof Birresborn im Dezember 2025

Eine Momentaufnahme aus dem Dezember 2025 vom Bahnhof Birresborn. Bald wird es hier auch Fahrdraht geben und die Züge werden elektrisch durch's Kylltal fahren. In Vorbeireitung darauf wurden sie Signale im Innenradius der Kurve bereits auf massive Ausleger montiert.

Das neue, elektronische Stellwerk ist allerdings bereits in Betrieb - die alten Signale sind lange abgebaut und neue Ks-Signale stehen am Gleis. Was auch nicht mehr existiert, ist das Birresborner Stellwerk samt Stelltisch. Am Gleis 1 stand ein - zugegeben nicht sehr schönes Gebäude - das neben einem Unterstand für die Fahrgäste auch ein komplettes Stellwerk samt Stelltsich enthielt.

Das Stellwerk war aber meist unbesetzt und wurde von Gerolstein aus ferngesteuert. Nur wenn es technische Probleme gab, hat in Birresborn ein Fahrdienstleiter gesessen.


Am Gleis 2 stehen, Blick in Richtung Mürlenbach/Trier.

Vom Bahnsteig am Gleis 2 aus das Stationsschild, welches am Gleis 1 steht.

Das neue, elektronische Stellwerk in Birresborn: Nur noch ein Container voller Elektronik

Nochmal das Stellwerk zusammen mit dem neuen Wartehäuschen am Gleis 1.

Das Wartehäuschen am Gleis 1 mit einem Infokasten rechts.

Am Ende des Bahnsteigs am Gleis 2, Blick in Richtung Gerolstein/Köln.

Auf Google-Maps kann man noch das alte, heruntergekommene Gebäude am Gleis 1 sehen, in dem das Stellwerk und der Unterstand war. Ich zeige hier einen Screenshot:


Den alten, schönen Bahnhof und die beiden historischen Stellwerke, die es in Birresborn gab kenne ich selber leider nur von Fotos die ich im Moment nicht zur Hand habe um sie hier zu zeigen.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Bahnhof Gerolstein im Dezember 2025

Noch ist nichts von der drohenden Elektrifizierung zu sehen - der Bahnhof liegt an diesem frühen Sonntagnachmittag zuglos da. Die Überführung von der aus die Fotos entstanden sind muss im Zuge der Verstromung noch höher gelegt werden. 

Werden eigentlich alle Gleise im Bahnhof mit Fahrdraht versehen oder nur die Durchfahrtsgleise?  

Blickrichtung Köln/Bewingen - links vorne die BSW Turnhalle, links weiter hinten der Güterschuppen in dem die Fracht umgeschlagen wurde. Rechts das Gebäude ist die ehemalige Post.


Blick Richtung Trier/Prüm.  




Der neue Zugang vom Kasselburger Weg aus. 

Samstag, 22. November 2025

CNYK Southern Tier Line

Ich fahre nun seit über zehn Jahren regelmäßig über die NY Route 17 quer durch die Catskills nach Binghamton. Zwischen Hancock und Deposit verläuft parallel zur Straße auch die Southern Tier Line, eine Bahnstrecke, die von Port Jervis bis nach Binghamton führt.

Viel Verkehr gibt es dort nicht – meist nur ein einzelnes Güterzug-Paar, das irgendwann in den Abendstunden unterwegs ist. Und jedes Mal, wenn ich mit dem Auto an den Gleisen entlangfahre, werde ich ganz aufgeregt und hoffe, endlich einmal einen Zug zu erwischen. Doch in all den Jahren ist es mir nie gelungen.

Heute habe ich dann immerhin den gerade aus Port Jervis angekommenen Zug in Binghamton auf den Gleisen stehen sehen – ein kleiner Erfolg!

Von der LOVES-Tankstelle aus konnte ich den Zug mit drei Lokomotiven erkennen. Es kann nur die Southern Tier Line gewesen sein; ich habe es auf der OpenRailwayMap nachgeprüft. Die Strecke aus Scranton ist von der Straße aus nicht einsehbar. Rot markiert meinen Standort, und die drei gelben Balken zeigen die Lokomotiven, die in Fahrtrichtung Westen (im Bild nach links) standen.


Lange Rede - hier sind die Fotos die ich eilig im vorbeifahren aus dem Auto geschossen habe:





Freitag, 24. Oktober 2025

Der Herbst bringt Neues für Pendler auf der Hudson Line

Der diesjährige Herbst hält einige interessante Änderungen für uns Pendler bereit. Neben den üblichen Preiserhöhungen gibt es diesmal aber auch einige positive Nachrichten.

Seit Anfang Oktober sind einige Züge auf der Hudson Line schneller unterwegs – neue Signaltechnik ermöglicht es, dass man nun in sogenannten Super-Express-Zügen von Poughkeepsie bis zum Grand Central Terminal in nur noch 90 Minuten fahren kann. Außerdem wird es zwar insgesamt teurer, die Bahn zu nutzen, aber es gibt auch neue Sparmöglichkeiten. Und schließlich steht für das Frühjahr 2026 eine echte Premiere an: Metro-North wird zum ersten Mal seit 1967 wieder über Poughkeepsie hinaus bis nach Albany fahren.


Neue Super-Express-Züge

Super-Express-Züge auf der Hudson Line gibt es schon länger – sie unterscheiden sich vor allem in der Anzahl ihrer Halte. Während „normale“ Express-Züge im nördlichen Abschnitt zwischen Croton-Harmon und Poughkeepsie an allen Stationen (Poughkeepsie, New Hamburg, Beacon, Cold Spring, Garrison, Peekskill und Cortlandt) halten und nur zwischen Croton-Harmon und Harlem ohne Halt durchfahren, nehmen die Super-Express-Züge nur Fahrgäste in Poughkeepsie, New Hamburg und Beacon auf und fahren dann ohne weiteren Halt direkt nach Manhattan.

Die Fahrzeit hat sich deutlich verbessert: Von Poughkeepsie aus ist man jetzt in unter 90 Minuten am Ziel – etwa zehn Minuten schneller als vor der Änderung der Signalanlagen. Im Vergleich zu einem normalen Express-Zug, der bis zu 115 Minuten braucht, ist der schnellste Super-Express also ganze 25 Minuten früher im Grand Central Terminal.

Folgende Super-Express-Züge verkehren derzeit (Stand Oktober 2025):

Richtung New York:

  • Poughkeepsie ab 6:08 – Grand Central an 7:37 (89 Minuten)
  • Poughkeepsie ab 6:44 – Grand Central an 8:13 (89 Minuten)
  • Poughkeepsie ab 7:05 – Grand Central an 8:40 (95 Minuten)

Richtung Norden:

  • Grand Central ab 17:09 – Poughkeepsie an 18:37 (88 Minuten)
  • Grand Central ab 18:12 – Poughkeepsie an 19:40 (88 Minuten)
  • Grand Central ab 17:30 – Poughkeepsie an 18:58 (88 Minuten)

 


Neue Preise

Wenn sich zum Jahresende die Bahnpreise ändern, bedeutet das in der Regel: Es wird teurer. Und auch diesmal ist das so. Die Fahrpreise bei Metro-North steigen zwischen 4 % und 5 %. Eine Peak-Fahrt von Beacon in die Stadt kostet mich bisher $24 und wird künftig $25 kosten – also rund 4,5 % mehr.

Neu ist jedoch eine Rabattmöglichkeit für Peak-Fahrkarten, die es bisher nicht gab! Bislang konnte man der teuren Peak-Preiszone nur mit Zeitkarten (Wochen- oder Monatskarten) entgehen. Zwar gibt es Zehnerkarten für Peak-Züge, aber im Gegensatz zu Off-Peak-Zeherkarten sind diese nicht rabattiert.

Und genau diese Zehnerkarten werden jetzt abgeschafft. Sie waren bisher sechs Monate gültig – also recht flexibel – und vor allem im Off-Peak-Bereich rabattiert. Ersetzt werden sie durch ein neues „Pay-as-you-go“-Rabattmodell, ähnlich dem System der New Yorker U-Bahn: Wer innerhalb von 14 Tagen zehn Fahrkarten über die Metro-North-App kauft, bekommt die elfte Fahrt kostenlos. Metro-North verkauft dieses System als kundenfreundlicher, da man keine zehn Fahrten im Voraus bezahlen muss – und weil der Rabatt auch für Peak-Zeiten gilt.

Um von diesem Angebot zu profitieren, muss man allerdings in zwei Wochen an mindestens sechs Tagen den Zug nutzen. Für Pendler mit drei Bürotagen pro Woche ist das durchaus attraktiv – sie sparen eine Fahrt pro zwei Wochen. Gelegenheits- und Ausflugsfahrer bleiben hingegen außen vor und zahlen weiterhin den vollen Preis. Ich selbst übrigens auch – mit meinen zwei Bürotagen pro Woche profitiere ich davon nicht.


Tageskarten und Familienrabatte

Ich will mich aber nicht beschweren, denn es gibt noch eine weitere Neuerung: Tageskarten!
Diese werden 10 % günstiger sein als zwei Einzelfahrten – und das sogar zur Peak-Zeit. Eine Tageskarte kostet also $45 statt 2 × $25. Das entspricht immerhin dem Wert eines halben Biers! Und mit dieser Karte darf man bis 4 Uhr morgens des Folgetags beliebig oft hin- und herfahren.

Für mich sind Tageskarten vermutlich die beste Option – vor allem, weil sie die Nutzung der Super-Express-Züge ermöglichen, die alle in der Peak-Zeit verkehren.

Eine weitere gute Nachricht: Familienfahrkarten gelten künftig für Kinder bis 17 Jahre!
Bisher war die Grenze bei 11 Jahren, und Peak-Züge waren ausgeschlossen. Künftig kostet die Familienkarte (sofern ein Erwachsener mitfährt) nur $1 pro Kind – und das in allen Metro-North-Zügen.


Hinweis: Aufschlag beim Ticketkauf im Zug

Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis: Kauft eure Fahrkarten nicht im Zug!
Bisher wurde dafür ein Aufpreis von $1 erhoben – künftig sind es $2. Diese Strafgebühr soll auch dann gelten, wenn man das Ticket erst im Zug über die Metro-North-App kauft oder aktiviert. Man muss es also bereits vor dem Einsteigen am Bahnsteig aktivieren. Ich bin gespannt, wie das technisch umgesetzt wird.


Neue Verbindung nach Albany

Zum ersten Mal seit fast 60 Jahren will Metro-North wieder über Poughkeepsie hinaus bis nach Albany fahren – zunächst mit nur einem Umlauf:
Am späten Vormittag geht es von Grand Central nach Albany, am Nachmittag wieder zurück.

Geplante Zwischenhalte sind Rhinecliff und Hudson. Andere ehemalige Haltestellen wie Hyde Park oder Germantown stehen derzeit nicht auf dem Plan – vermutlich, weil dort keine Infrastruktur mehr vorhanden ist.

Das Angebot richtet sich zunächst nicht an Pendler, sondern ist ein Testlauf. Wenn die Verbindung gut angenommen wird, könnten künftig weitere Fahrten dazukommen. Preislich ist von rund $40 pro Fahrt die Rede – deutlich günstiger als bei Amtrak, wo die Strecke aktuell bis zu $109 kostet.

Donnerstag, 25. September 2025

Neue Loks auf der Hudson Line

Seit dieser Woche pendelt auf der Hudson Line eine der ersten neuen Siemens Lokomotiven, die in Zukunft die alten GE Loks ersetzen sollen. Zufälligerweise hatte ich am Dienstag und am Mittwoch die erste Lok (Nummer 301) die Metro North in Empfang genommen hat an meinem Nach-Hause-Zug.

 Auch wenn ich mit den Amerikanischen Lokomotiven ein "Ästhetik-Problem" habe: Ich finde es sehr gewöhungsbedürftig, dass die Lokomotiven hier in der Regel nur einen Führerstand haben - ich bin eben mit Deutschen Loks wie der 215 oder110 etc. sozialisiert worden. 

Aber egal, die neue Siemens Charger sieht im Vergleich zu den alten GE Loks toll aus und sie ist super leise. Beides sind Diesel-Elektrische und zudem Hybride Loks. Das heisst, dass der Dieselmotor Strom erzeugt und mit dem Strom die elektrisch betriebenen Achsen antreibt. (Diesel-Elektrisch) zudem können die Loks auch Strom von aussen aufnehmen um die Fahrmotoren direkt anzutreiben (Hybrid). Metro North nutzt dazu auf den allermeisten Strecken eine Stromschiene. 

Hier ein paar Fotos die ich kurz vor der Abfahrt in Grand Central Terminal geschossen habe:




Und hier eine "Draufsicht" von der Fussgängerbrücke in Beacon aus:
 

 Abschliessend noch ein kurzes Instagram Reel der Lok von der Abfahrt in Beacon: 

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