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Donnerstag, 22. Mai 2014

Gerissen

Mein 624 von Cortlandt aus in die Stadt ist in der Regel schon so gut mit Fahrgästen besetzt, dass es nicht immer auf Anhieb einen Sitzplatz gibt.

Aber kein Grund zur Panik. An der letzten Haltestelle, Croton-Harmon, bevor der Zug als Express weiter gen New York City fährt steigen viele Leute aus oder um. Erkennen kann man die Aussteiger an den eingerissenen "Seat-Checks" die die Schaffner als Gedankenstütze bei jedem kontollierten Pendler zurücklassen.

Freitag, 22. Februar 2013

Kurzvorstoppnachvorneläufer

Der Zug schleicht durch den Park-Avenue Tunnel und wird in etwa 120 Sekunden am Bahnsteig anhalten um uns alle in den kalten New Yorker Morgen zu entlassen. An den Abteiltüren bilden sich Schlangen - aber kein Gedränge. Alles ist entspannt und man macht sich bereit gleich zügig auszusteigen um seinen Weg zum Ziel in der Stadt fortzusetzen.

Alles entspannt? Leider nicht alles. Es gibt Mitpendler die in diesem Moment unbedingt an der Schlange vorbei  müssen, um in letzter Sekunde soviele Abteile wie moeglich in Fahrtrichtung zu durchschreiten und den Zug ganz vorne zu verlassen.

Der Profipendler macht das zwar auch so, aber die beginnen die Wanderschaft nach vorne schon viel frueher. Minuten bevor sich die Menschentrauben an den Abteiltueren bilden. Der MetroNorth Profipendler zieht nach der Abfahrt in Harlem/125th Street seine Jacke an, haengt sich seine Tasche um und geht etwa bei Einfahrt in den Tunnel in Hoehe der 96th Street gemuetlich in Fahrtrichtung nach vorne. Ohne Wartende zu behelligen und ohne unnoeting Ruhe in den langsam wieder erwachenden Zug zu bringen.

Die Kurzvorstoppnachvorneläufer gehoert zur Familie der Bahnpendler dessen Art die gleich Wirkung auf Mitreisende hat wie der Direktnachdemausstiegstehenbleiber.


Systematik
Ordnung:Pendler
Familie:Bahnpendler
Gattung:Nachvorneläufer
Art:Kurzvorstoppnachvorneläufer



Freitag, 20. April 2012

Das seltsame Verhalten der Pendler an der Haltestelle "C/E - 50th Street, Downtown"

Die C E Haltestelle an der 50. Strasse nutze ich ein paarmal im Jahr um von der Arbeit aus zum Zahnarzt und wieder zurueck zu kommen. Was in dieser Haltestelle besonders ist, ist das scheinbar seltsame Verhalten der Pendler wenn sie auf den naechsten Zug warten, der sie Downtown bringt.

Normalerweise füllt sich der Bahnsteig peu à peu und man steht schön hintereinander gereiht an der Bahnsteigkante und wartet auf den Zug.

In der Haltestelle der C/E, 50. Strasse ist das nicht so. Kaum jemand steht auf dem Bahnsteig. Die meisten Fahrwilligen stehen gut 5 Meter von der Bahnsteigkante entfernt und lauschen in die vermeintliche Stille der Station hinein. Wenn ein Zug der Linie A vorbei donnert (Linie A ist die Expresslinie der Blauen und haelt nicht an der 50. an) macht die Pendlertraube kollektiv 2-3 Schritte zurueck in Richtung Treppe und horcht angestrengt nach unten.

Zum Teil stehen die Leute auch auf der Treppe und können noch gerade so den Bahnsteig sehen.

Grund für dieses untypische Pendlerverhalten ist, dass an der 50. Strasse die Linie E von Osten kommend in den blauen Strang der südwärts fuehrenden A und C Linie einbiegt. Und zwar unterhalb der Linien C (und A). Erst auf der Weg von der 50. bis zur 42. kommt die E auf die gleiche Höhe wie die A/C und weicht in das gleiche Gleis ein.

Wer also von der 50. Strasse mit der nächsten Möglichkeit downtown fahren möchte, muss entweder den nächsten C oder den nächsten E Zug nehmen. Und diese beiden Bahnsteige liegen, durch 2 Treppen getrennt, übereinander. Aus diesem Grund positioniert sich der Profipendler an dieser Station also nicht an der Bahnsteigkante, sondern in Hörweite der E und Sichtweite der C. So kriegt er dann mit ziemlicher Sicherheit den nächsten downtown fahrenden Local-Train.

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