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Sonntag, 21. Juni 2009

ICE26: Eine zweite Chance für die Bordgastronomie

Beim letzten Versuch sich gemütlich im Restaurant des ICE26 zwischen Frankfurt und Bonn niederzulassen um zu Essen, Trinken und zu Quatschen haben wir ja eine Pleite erlebt. Die Küche blieb kalt und leer.

Aber auch die Bahn und ihre fahrenden Gaststätten haben eine zweite Chance verdient. So verabredet man sich wieder an einem Freitag den ICE26 zu nehmen um in der mobilen Gastronomieeinrichtung zwischen Frankfurt und Bonn, direkt am Rhein entlang fahrend, zu Essen, zu Trinken und auch zu Quatschen.

2. Chance am 19.06.2009 im ICE26 zwischen (Hanau)-Frankfurt und Bonn:

Um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen und zur Not noch selber für Verpflegung zu sorgen bin ich gleich in Hanau (war dort 3 Tage in der Gegend unterwegs) in den Zug gestiegen um evtl. noch Bier und Nüßchen in Frankfurt beim Zusteiger nachzuordern.

Erstes Problemchen... der Zug war außerplanmäßig nur einteilig unterwegs. An einem Freitagnachmittag ist zudem ohnehin eine hohe Zugauslastung zu erwarten. Ich ahnte also schon schlimmes. Der Zug kam 1 Minute später als geplant in Hanau an und ich bin gleich ins Restaurant gestiegen. Alle Tische belegt - aber noch Platz. Ich setze mich wo dazu und frage gleich, ob das Restaurant noch Ware hat. Der in sein Buch vertiefte Mitfahrer schaute mich verständnislos und fragend an und meinte nur: "Ich glaube schon."

Inzwischen schon die erste Nachfrage per Mobiltelefon aus Frankfurt. Ich konnte nichts sagen, kein Kellner zu sehen und die Rolladen im Restaurant/Bistro sind zu. Eieieie - was nun? Da öffnete sich die Tür zur Kombüse in der 3 blau berockte Bahner standen und zusammenräumten. Auf Nachfrage, ob der Kühlschrank noch was hergibt erwiderte man: "Das Team wechselt und in Frankfurt gibt's frische Ware."

Ok, das hat man ja schonmal versucht. Aber gut. Wir waren so mutig die 2.Chance zu geben, jetzt sollten wir auch darauf vertrauen, dass es neues Futter in Frankfurt gibt.

In Frankfurt füllte sich der eh schon sehr volle Zug noch mehr, da ein vorausfahrender ICE wohl einen Motorschaden hatte und dessen Reisende auch in den unsrigen wollten. Gut, immerhin saßen wir, eine Bedienung machte sich auf Bestellungen aufzunehmen. Bisher scheint alles gut.

Kurz vor dem Fernbahnhof am Flughafen war die Dame mit dem Block dann bei uns und wir bestellten zwei Käseplatten und zwei Bier. Sie schrieb und ging.

Ein paar Minuten später kam die Damen mit dem Block wieder an und nahm Kurs auf unseren Tisch. Mein Gegenüber, der sie kommen sah, meinte nur zu mir: "Pass auf, sie sagt uns jetzt, dass es nur eine Käseplatte gibt." Er lachte. Ich auch. Sie kam. "Meine Herren, es tut mir leid. Darf ich einem von Ihnen eine Wurstplatte anbieten? Dann können Sie ja mal jeder von jedem. Geht das? Ich habe nur noch eine Käseplatte da...", sprach sie.

Kurzes Schweigen - Haare raufen und noch lauteres Lachen. Verständnisloser Blick vom Blockmädchen - aber wir akzeptierten das Angebot.

Immerhin gab es dann kurz vor Mainz 4 frisch aufgebackene Brötchen, Butter, 4 Scheiben Körnerbrot, eine Wurstplatte und eine Käseplatte. Frisch gezapftes Pils und wir waren im Prinzip mit dem rollenden Lokal wieder versöhnt.















In Frankfurt wurden eben keine Käseplatten nachgeladen. Nur Bier und Nüßchen, die es im späteren Verlauf - ich glaube ab Oberwesel, auch noch gab. Geröstet Mandeln bekamen wir geschenkt und NickNacks. Die mussten allerdings bezahlt werden.

Sonntag, 7. Juni 2009

Restlos leeres Restaurant

Ich war für Freitagabend mit einem Freund zum Essen und 2-4 Bier verabredet. Wir wollten uns im Speisewagen treffen und von Frankfurt nach Köln fahren.

Da ja seit einingen Jahren die ICE Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Köln und Frankfurt in Betrieb ist, ist man für ein gemütliches Abendessen mit ein paar Takten Quatschen und 2 Pullen Bier einfach zu schnell am Ziel.

Also, wir nicht doof: Reservierung im ICE26. Der fährt nämlich schön gemütlich durch's beschauliche Rheintal. Eine Stunde mehr Zeit zum klönen, trinken und essen. Prima Plan und gedacht, vorgeschlagen, reserviert und getan.

Ich bin am Fernbahnhof in Frankfurt zugestiegen und habe vorher schon eine SMS des bereits am Hauptbahnhof zugestiegenen Mitfahrers erhalten: Es gibt wohl nichts mehr zu Essen im Speisenwagen. Hmmm... aber in Frankfurt Hauptbahnhof kann man den Zug ja neu befüllen. Immerhin kommt der ICE aus Wien und man sollte doch schon etwas länger wissen, dass der Kühlschrank leer ist. Darauf hofften wir...

Der geneigte Leser wird schon ahnen, dass es keinen Blogeintrag wert wäre, wäre alles glatt gegangen. Ausserdem lässt die Überschrift bereits vermuten, was uns auf der extra von uns gewählten längeren Fahrt nach Köln blühte.

Wir waren bereits kurz vor Mainz im Speisewagen und die Kellnerin war auch ruck zuck zur Stelle. Allerdings fragte sie uns gleich "Möchten Sie etwas zu trinken bestellen?" Mit einer seltsamen Betonung auf "zu trinken". Unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich in Sekunden. Es gibt nur noch ein Paar Wiener mit Senf und Spargel mit Kartoffeln ohen Kartoffeln.

Yeah!

Nochmal langsam: Wir haben hunger. Wir wollten gemütlich im Rheintal essen. Wir nehmen eine Stunde mehr Fahrzeit in kauf. Nix zu Essen gibts im Zug. Schöne Scheisse.

Ok. Wir bestellten erstmal ein Becks. Leider war das richtige Becks bereits hinter Gau-Algesheim ausverkauft. Seufz. Immerhin gab's noch ausreichend Becks Gold. Wir erkundigten uns nach Erdnüssen. Erdnüsse müssten doch da sein! Und was macht die Bedienung? Ja, sie weiss nicht ob es Erdnüsse gibt. Sie muss mal schauen. Bitte? Die Küche ist leer und die Bedienung weiss nicht ob's noch Alternativen gibt die hungrigen Reisenden zu befriedigen? Schlecht vorbereitet - kommt mir aber irgendwie bekannt vor.

Nunja, das mosern nützt nix. Es ist nix da, der Bedienung zufolge hat man auch Nachschub bestellt aber in Frankfurt hat man es nicht geregelt bekommen das Futter auch zum Zug zu bringen. Sie hat sich ausführliche entschuldigt... aber gut, was will sie auch machen? Nix! Es ist ärgerlich, aber mehr auch nicht. So haben wir ein paar Pullen vom Seifenwasser Becks Gold getrunken und gut war's.

Auch wenn ich mich wiederhole: Die Bahn hat als primäre Aufgabe die Leute von A nach B zu bringen. Das mit dem Speisewagen ist ein Nebenkriegsschauplatz der eigentlich unwichtig ist. Der Zug war pünktlich und wir hatten einen Sitzplatz. Mehr hatten wir uns mit unserer Fahrkarte nicht erkauft.

Mahlzeit! Niemals hungrig Zug fahren! Aber immerhin hatte wir noch genügend Bier im Zug: Das geht ja auch anders! :)

Montag, 18. Mai 2009

Frühstücken im ICE

Ich musste kurzfristig mit dem Zug über Hannover nach Magdeburg. Von Köln um 7.49 Uhr mit dem ICE 855 setzte ich meine um 6.40 per AST begonnene Reise fort. So langsam entwickelte sich in meinem Magengegend ein kleinen Hungergefühl sodass ich in Köln auf direktem Weg in den Speisewagen bin um dort in Ruhe zu frühstücken.

Bereits in Köln-Mülheim stand die nette Bedienug ab meinem Tisch und nahm meine Bestellung auf. Es sollte ein Frühstück zu 9.90 Euro sein mit 2 Brötchen, einem Croissant und 3 Scheiben Brot. Als Belag Honig, Nutella, Schnittkäse, Frischkäse Schinken und Salami. Dazu 2 Tassen Kaffee. Preis und Menge absolut okay (für Bahnverhältnisse).
Das ganze dauerte jetzt ca. 30 Minuten und kurz nach der Abfahrt in Hagen hatte ich schonmal mein Essen vor mir stehen. Der Kaffee fehlte noch. Der kam dann auf Nachfrage mit ca. 10 Minuten Verspätung (wir sind halt bei der Bahn ;) )

Zu dieser Zeit frühstücken etwa 8 Leute im Speisewagen. Gegen neun Uhr kommen weitere Fahrgäste mit hungrigem Gesichtsausdruck ins Bordrestaurant und wollen lecker frühstücken. Leider waren alle Brötchen und alles Brot bereits ausverkauft. Man reagierte etwas verständnislos - aber wer rechnet auch damit, dass die Leute am Vormittag Frühstück essen wollen.

Ich habe zwar alles restlos weggefrühstückt, aber am Nachbartisch hat ein Ehepaar 2 Brötchen und ein paar Scheiben Brot über gelassen. Die Nachfolgenden 2 Damen, die auch gerne hätten frühstücken wollen aber schon nichts mehr bekammen, nahmen das Angebot des Vorgängers gerne an, sich an den übrig gebliebenen Backwaren zu vergreifen.

Mitfahrer die sich (wohl aus lauter Verzweiflung) einen Salat zum Frühstück bestellt hatten, bedienten sich an den anderen Brotkörben die stehen geblieben waren. Anderen konsumwilligen Anwesenden wurde als Alternative ein fertig abgepacktes Sandwich angeboten. Auf die Frage nach dem Preis wusste die nette Bedienung leider keine Antwort und musste vor ins Bistro gehen um nachzusehen. Etwas peinlich...

Das Chaos setzt sich fort: Um ca. halb 10 kommt die junge Kellnerin mit einem Tablett voller Kaffeebecher aus der Kombüse. Kaffee gibt's zwar noch - nur keine Tassen mehr. Die Spülmaschine ist kaputt. Was für ein perfekter Tag für eine Speisewagenbesatzung. Der Bordtechniker der seine runde durch den Zug gedreht hat, wurde sogleich in die Küche gerufen - er konnte das Problem aber offenbar nicht lösen. Die Tassen blieben schmutzig.

Kurz vor Hannover sprach's dann noch von der Zugdecke: "Wegen einem defekten, vorausfahrenden Sonderzug erreichen wir Hannover leider erst 10 Minuten später. Über Ihre Anschlußzüge informiere ich sie später."

Die 10 Minuten Verspätung haben mir aber nicht weh getan - ich habe meinen Anschlußzug bekommen und bin pünktlich und entpannt an meinem Zielort aus dem Pendolino gestiegen.

Als Fazit bleibt mir eigenlich nur zu sagen: Das was man von der Bahn erwartet, nämlich das Transportieren von Gut und Personen von A nach B hat sie gut drauf. Nebenkriegsschauplätze wie ein Restaurant im Zug zu betreiben funktioniert in Grenzen auch zufriedenstellend. Man darf eben nur nicht vergessen, dass man eben im Zug sitzt und nicht in Rachs Tafelhaus in Hamburg. Von der Warte aus war das alles völlig okay heute. Die Bahn hat ihrer Kernkompetenz folgend, einen Haufen Menschen sicher ans Ziel gebracht.

Dienstag, 24. Juni 2008

Scheiße, das Bier ist alle.





Gefunden habe ich das Bild hier, und der Bahn-Spass-Blogkollege hier.

Und da es so schön zum Thema dieses Blogs hier passt, musste ich es einfach auch nochmal mit aufnehmen.

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