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Mittwoch, 29. Dezember 2010

Alle wollen nach Hause

Der seven-twenty-one-train-to-poughkeepsie steht schon abfahrbereit am Gleis 34. Aber irgendwie hat der Schaffner noch nicht die Türen aufgemacht. Der ganze Bahnsteig steht voller Leute die einfach nur schnell nach Hause wollen.


Mal sehn, ob ich einen Sitzplatz kriege...

Winterpendel

Wegen dem plötzlichen Wintereinbruch ist es hier wie zu Hause in Deutschland auch: Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren garnicht mehr oder nur noch sehr unregelmäßig. Am Montag kam ich überhaupt nicht von zu Hause weg und am Dienstag hat mich der morgentliche Weg zur Arbeit viel Zeit und Nerven gekostet.


Warten auf den nächsten Zug. Blick in Richtung Peekskill vom Bahnsteig in Cortlandt.

Alleine der Weg zum Bahnhof hier dauert schon viel zu lange, da der Bus nicht den direkten Weg nimmt. Dazu kommt noch, dass die Fahrpläne von Bus und Bahn kein bißchen aufeinander abgestimmt sind. Auch bei schönem Wetter, ist das ganz großer Mist. Nachdem der erste Zug am Bahnhof Cortlandt nicht alle Fahrgäste aufnehmen konnte, war ich gezwungen eine Stunde auf den nächsten zu warten, der dann mit Verspätung nach New York reinfuhr. Hier waren (natürlich) die Ubahn-Linien die mich nach Downtown Manhattan bringen auch aus dem Takt geraten, so dass der erste ug der mich runter gebracht hat erst nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten kam.

An der Oberfläche im Zielgebiet, also dem Financial District, war es nicht möglich trockenen Fußes ins Büro zu kommen. Neben den bis zum 1,50 hohen Schneebergen am Straßenrand bildeten sich riesengroße Schneematsch-Wasserpfützen durch die man durch muss. Und lieber mit kleinen Schritten in den Matsch treten als große Sprüngen machen und sich noch aufs Maul legen.

Einige Seitenstrassen waren noch garnicht vom Schnee befreit. 



Geparkte Autos waren vom Schnee eingeschlossen,


genau wie Fahrräder.


Nunja, nach etwas mehr als 3 Stunden (Tür zu Tür) war ich dann endlich im Büro.

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Liebe Fahrbierleser,

aus der Ferne wünsche ich Euch allen ein tolles Weihnachtsfest und möge mindestens einer Eurer Wünsche in Erfüllung gehen. Haltet die Ohren steif beim Bahn fahren - solange ihr sicher am Ziel ankommt, ist das alles gar nicht so schlimm.

Merry christmas, wherever you are!

Dienstag, 21. Dezember 2010

New Yorker Polizei: Verhaftung wegen Fotos von Zügen

New Yorker Polizei: Verhaftung wegen Fotos von Zügen

Zwei Mitarbeiter vom „Railfan & Railroad Magazine“ wurden durchsucht und von insgesamt fünf Polizisten in Handschellen abgeführt, weil sie Fotos von historischen Museumszügen machten. Die Sache kam erst jetzt ans Tageslicht.

Vollstaendiger Artikel unter http://www.gulli.com/news/new-yorker-polizei-verhaftung-wegen-fotos-von-z-gen-2010-12-20

So ganz normal sind die ja hier nicht, wenn ihr mich fragt...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Neuer Bahnsteig in Betrieb

Da ich nicht mehr selber vor Ort bin, und der designierte, neue Fahrbierautor, leider nicht auffindbar ist, muss ich mir Informationen aus meinem ehemaligen Wirkungskreis leider zusammensuchen.

Seit heute morgen ist nun endlich der Bahnsteig 2 in Weilerswist eröffnet!
Zunächst ist allerdings die Rampe noch wegen des Kanalschachtes in der Trasse gesperrt, so dass nur die Treppe benutzt werden kann.

Der provisorische Mittelbahnsteig hat somit ausgedient.
Auch der niveaugleiche Übergang über Gleis 1 ist bereits sauber "vom Gleis" genommen worden.

Somit heißt es nun aus beiden Richtungen in Weilerswist:
"Ausstieg in Fahrtrichtung rechts".
 gefunden hier: http://forum.rail-server.de/viewtopic.php?f=33&t=32841

Montag, 13. Dezember 2010

Fahrbeer

Hier ist es ja nicht so gerne gesehen, wenn man auf der Strasse mit einer Flasche oder Dose Bier rumläuft. Innerhalb öffentlich Verkehrsmittel gilt sicherlicht das gleiche Gesetz, aber das scheint den einen oder anderen nicht davon abzuhalten ab und an ein lecker Fahrbier zu trinken.
Im Express raus auf der Huson Line habe ich in den letzten Tagen immer mal wieder Mitfahrer gesehen, die sich am GCT noch mit einem kühlen, gebrauten Getränk ausgerüstet haben um es dann auf dem Weg in den Feierabend zu trinken.

Fein! Also habe ich es am Freitagabend denen gleich getan. Mein erstes, offizielles Fahrbier auf amerikanischen Gleisen. Prost!


Achja, Fahrwasser scheint es hier ganz offiziell und ohne Zusatzkosten in den Zügen zu geben...

Freitag, 10. Dezember 2010

Bahnhofserweiterung

Tja, nennen wir es Schicksal. An meinem neuen Heimatbahnhof "Cortlandt" wird, wie schon an meinem alten Heimatbahnhof Euskirchen, gebaut. Cortlandt besteht aus 3 Gleisen, 2 davon mit einem Mittelbahnsteig. Gleis 1 (das östliche) für die Züge in Richtung Norden (Poughkeepsie), Gleis 2 für die Züge in Richtung New York und Gleis 3, das von Zügen genutzt wird, die nicht in Cortlandt halten. Ich glaube allerdings, es wird nur von Zügen die in Nord-Süd Richtung verkehren genutzt. Zumindest fahren die nicht haltenden Fernzüge in Richtung Norden auch über Gleis 1 am Bahnsteig vorbei - genau wie die Regionalzüge.

Na lange Rede, kein Sinn: Von den beiden unmittelbar an den Bahnhof angrenzen Ortschaften aus - Montrose und Buchanan - gibt es jedenfalls keinen direkten Zugang zum Bahnsteig. Es muss ein Umweg gefahren werden um über eine weiter südlich gelegene Strassenbrücke auf die Seite zu gelangen auf der ein großer Pendlerparkplatz ist und auch der Zugang zur schon bestehenden Überführung zum Mittelbahnsteig.
Jetzt hat man wohl erkannt, dass man es den Bewohnern der Orte Montrose und Buchanan etwas einfacher machen könnte, wenn man die Überführung auch noch über die beiden Gleise 2 und 3 verlängert, damit man von beiden Seiten des Bahndamms die Züge bequem erreichen kann.



Auf dem Foto, Blick in Richtung New York, sieht man das Gebäude in dem der Aufzug und die Treppen und evtl. noch ein Kiosk eingerichten werden. Von da aus wird eine Überfürhung offenbar direkt an die schon über Gleis 1 führende angebaut werden. Das im Bild rechte Gleis ist übrigens das bahnsteiglose und das links gerade noch zu erkennende ist Gleis 2, von dem aus ich morgens in Richtung Grand Central Terminal aufbrechen.
Da, schonwieder eine Parallele - in Euskirchen bin ich auch immer von Gleis 2 zur Arbeit gestartet. Scheint also die gleiche Modellbahn zu sein auf der ich unterwegs bin, nur mit einem neuen Diorama und anderen Zügen :) Ähh, ja...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

This Morning's Delays

Donnerstag früh hat mein ohnehin schon arg lange dauernder Pendelweg noch mehr Zeit gekostet als sonst. Wir sind im Schritttempo unter der Park Avenue lang zum GCT geschlichen. Nun gut, Verspätungen kommen vor. Passiert, gerade in der Peak und auch gerne mal in einer großen Großstadt.

Heute Abend komme ich dann wieder zum Zug und habe de Vormittag und die 15 Minuten Verspätung schon lange vergessen und finde auf dem Sitz einen Brief...



To Our Customers
December 9, 2010

The delays of up to 15 minutes that you may have experienced during your morning commute were caused by debris (=Geröll, Bauschutt) that blocked train traffic on two of four tracks in the Park Avenue Tunnel.

This incident left us two tracks on which to operate inbound and outbound service at height of our rush hour.

The debris was caused when a pantograph (=Stromabnehmer) on the 5.36am from Stamford malfunctioned and was raised in the Tunnel. While the train crew initiated emergency procedures to stop the train and prevent further damage, debris from the pantograph and Tunnek ceiling fell on the two tracks.

We immediately de-energized the affected tracks and dispatched emergency crews to quickly clear the debris. One track was brought back in about one hour; service was restored on the second affected track about 30 minutes thereafter.

We are investigating the cause of this incident, and apologize for any inconveniance you may have experiance due to this service disruption.



Was mir nur komisch vorkommt ist, dass die Stromabnehmer hier (wie z.B. bei der S-Bahn Berlin) unten am Zug montiert sind. Es gibt Stromschienen neben dem Gleis. Zumindest auf der Hudson River Line. Das mag offenbar in Richtung Stamford anders sein. Muss ich mir mal ansehen.

Montag, 6. Dezember 2010

Heimpendeln in New York

Das schoenste am Arbeitstag hier ist, wie in Deutschland auch, der Feierabend. Bevor es dann wieder auf die Fahrt mit der Hudson River Line geht, geht's als erstes wieder per Subway zurueck zum Grand Central Terminal. Abends verteilen sich die Pendlermassen ein bisschen besser als morgens - die Untergrundzuege und die oben fahrenden sind nicht ganz so voll.
Der schoenste Teil der Heimreise ist auch wieder das GCT. Es faengt schon auf dem Zwischengeschoss an, das auf dem Weg von der U-Bahn zur Haupthalle liegt. Hier steht jeden Abend ein anderer Musiker, der das gestresste Pendlervolk angenehm unterhaelt. Letzten Freitag gabs z.B. diese kleine Jazzband hier zu hoeren...




Oben in der Halle herrscht auch am Abend ein gewohnt schnelles Treiben. Allerdings hat man das Gefuehl, dass es in den ehrwuerdigen Mauern des GCT ein wenig "wuerdevoller" zugeht.


Aber hier taeusche ich mich gewiss. Die Menschen wollen nach Hause, werfen einen hastigen Blick auf die Anzeigetafeln um zu sehen, auf welchem Gleis der geplante Zug heute abfaehrt. Abends scheint das Gleis recht "stabil" zu sein - will sagen, es ist immer das gleiche. Morgens beim Ankommen ist das nicht so, da wird der Zug offenbar da rein gelasse, wo gerade Platz ist.


Am Bahnsteig angekommen steht der Zug dann schon bereit und in Kuerze geht es dann durch den langen Tunnel unter der Park Avenue Richtung Norden. Durch Harlem - wo nochmal kurz gahalten wird - ueber Yonkers - dann wieder dicht ran an den Hudson River.

Freitag, 3. Dezember 2010

I'm a commuter - going Downtown

Liebe Blogleser, ich bin dann mal drueben angekommen und habe auch schon mit dem Arbeiten angefangen.

Seit 3 Tagen fahre ich morgens runter nach Manhattan und Abends wieder raus nach Cortlandt. Ein ganz schoen weiter Weg, aber der gemeine New Yorker kommt wohl damit klar. Dann werde ich es auch. Man kann es - um mal Eifler Massstaebe anzulegen - mit einer taeglichen Anfahrt aus Birresborn nach Koeln vergleichen allerdings mit der Modifikation, dass ich in Birresborn starten wuerde, einmal in Gerolstein noch gehalten wird und ab da der Zug ohne Halt bis zum Hauptbahnhof durchfaehrt. Das macht die Sache recht angenehm. Es gibt keine Unruhe stiftenden Fahrgastwechsel. Es geht hier in Cortlandt am Bahnhof per Expresszug los um dann etwa 5 Minuten spaeter in Croton-Harmon nochmals zu halten. Ab hier laeuft der Zug dann ohne weiteren Stopp bis zum Grand Central Terminal an der 42. Strasse auf Manhattan.


Dann kommt der schoenste Teil der Reise: Es geht einmal von hinten rechts im Bahnhof nach vorne links in die U-Bahn. Durch die fantastische Haupthalle durch, die im Moment schlicht-schoen-weihnachtlich geschmueckt ist. In der U Bahn geht's dann in den fruehen Morgenstunden etwas robuster zu. Viele, viele Leute quetschen sich in die Zuege - fuer mich geht es mit einer der Express Linien 4 oder 5 weiter bis mitten in den Financial District. Fulton Station heisst mein Ziel. Und in spaetestens einer Woche werde ich beim Aussteigen auch den richtigen Ausgang erwischen, der meinem Buero am naechsten ist. Im Moment mache ich morgens immer mal noch einen Spaziergang um den Block :)

Alles in allem brauche ich etwa 2 Stunden von Haustuer (EG) zu Buerotuer (10.Etage). Ganz schoener Ritt, aber was tut man nicht alles.

Mittwoch, 17. November 2010

Auf Wiedersehen und Welcome!

Meine lieben Fahrbierfreunde - wer mich auf Twitter verfolgt, weiss sicher schon bescheid. Ich hatte gestern meinen letzten Kontakt mit dem Bahnhof Euskirchen im Speziellen und der Eifelbahn im Allgemeinen. Ich ziehe mit meiner Familie um.

Meine letzte Tour startete gestern früh um 7h25 Uhr in Birresborn und sollte mich mit dem RE12/RE22 nach Mechernich zum Zahnarzt bringen. Lustigerweise war der Zug der, der mich vor 20 Jahren bereits zur frühen Stunde in die Schule gebracht hat. Damals noch richtig mit dieseligen Lokomotive und silbernen und grünen Personenwagen. Heutzutage kommt da ein roter Talent aus dem Dunkel und bringt die Fahrgäste Richtung Köln.

Bahntrivia: Der Zug kommt als RE12 2-teilig aus Trier und wird in Gerolstein auf eine Einheit verkürzt und fährt dann als RE22 gen Köln.

Witzigerweise ist genau dieser Zug auch der, der mich bis vor ein paar Tagen jeden morgen von Euskirchen aus zur Arbeit gefahren hat. Ein doppelte Kreisschluss also irgendwie. :o) 

Bahntrivia: In Euskirchen wir der RE22 wieder auf 2 Teile verlängert und fährt dann bis zu seinem Endbahnhof Messe/Deutz.

Am Abend ging es dann mit dem RE11411 (RE22) und einem Fahrrad im Gepäck dann zum letzten Mal per Zug raus aus Euskirchen. Tja, das war's dann wohl mit uns, Euskirchen. Schön wars doch irgendwie in den letzten 8 Jahren.

Soviel zum "Auf Wiedersehen." In Sachen "Welcome" geht's für uns in den englischen Sprach- und "Pendelraum". Und zwar in den ohne Linksverkehr. Es geht in die USA. Ich werde ein paar Jahre in New York arbeiten aber nicht direkt im Städchen leben. Zu teuer und für uns Landeier mit Landkindern sicher nicht so dolle. Wir haben uns an den Expresszuglinien, die vom Grand Central Terminal ausgehend ins Umland führen, entlang ein paar Wohnungen uns Häuser angesehen und auch ca. 50 Minuten Zugfahrt (nur ab GCT) weit draussen ein lauschiges Plätzchen im Schatten eines Atomkraftwerks (zu spät gemerkt!) gefunden.

Die erste gute Nachricht für diesen Blog hier: Es geht auf jeden Fall weiter. Ich "commute" (to commute = pendeln) ja weiterhin mit dem Zug zur arbeit und aus den USA gibt's sicher auch noch viel interessantes zu berichten.

Die zweite gute Nachricht für diesen Blog hier: Es geht auf jeden Fall auch im Dunstkreis der Eifelbahn weiter. Ein Mitpendler aus Zülpich wird sich den Themen rund um Euskirchen und Köln annehmen und per Blogeintrag an bekannter Stelle kundtun. Das freut mich persönlich am meisten - das Projekt hier geht weiter!

Tja, das wars für heute - morgen früh geht's los über'n Teich. Sobald ich wieder kann (online bin) rechnet mit dem ersten Bericht auf Schienen von der Hudson River Line - meine neue Pendlerheimat.

"I'm in a New York state of mind."

Dienstag, 26. Oktober 2010

Streikfolgen

Heute haben mich die streikenden Kutscher bei der Bahn volles Programm erwischt. Genau der Zug, der mich heute zur Arbeit bringen sollte, ist nicht gefahren.

Ich habe dann auf gut Glück und mit Rückversicherung bei einem in Euskirchen rumlungernden Kontrolleur (also  dass wenigstens meine Karte gilt) einen gerade abfahrbereite RB23 in Richtung Bonn genommen. Ich wurde zwar auch unterwegs schon von @clekis angetwittert, dass in Bonn nichts fährt - aber zu spät. Ich war schon drin. Glücklicherweise konnte ich dann in Bonn nach einem Hindernissprint von Gleis 5 zu Gleis 1, einen RE5 nach Köln erwischen. So war ich immerhin 10 Minunten früher in Köln als der nächste erwartete Zug der in Euskirchen gefahren wäre.

Und nein, ich habe kein Verständnis für Streik.

Freitag, 22. Oktober 2010

Weilerswist - Umbaustatus

Hatte gestern nochmal die Gelegenheit ein paar Handyfotos vom aktuellen Stand des Bahnhofsupgrades in Weilerswist zu schiessen. Hier nun weitgehend kommentarlos die Bilder:




Mittwoch, 20. Oktober 2010

Neues Stellwerk

Neben dem Bahnhofsumbau in Euskirchen, gibt es noch ein anderes großes Projekt: Es wird ein neues (elektronisches) Stellwerk errichtet. Zunächst nur um die Strecke nach Bonn zu betreiben aber auf Lange Sicht auch um die Eifelhauptbahn konkurrenzfähig zu machen.

In diesem Zusammenhang musste vor einigen Monaten schon die alte Bahnmeisterei weichen um Platz für ein neues Stellwerksgebäude zu schaffen.

Nachdem alle Bomben geborgen und ein Fundament errichtet ist, war nun heute Nacht ein riesen Kran und div. Tieflader mit den fertigen Bauteilen zugegen. Das Gebäude wurde bis in die frühen Morgenstunden hinein in Lego-Manier zusammengebaut.

Donnerstag, 30. September 2010

Ich ziehe um

(Sollte ich dann auch solch nette Flyer verteilen, wenn's soweit ist? ;)

Von Fahrbier

Der Fahrscheinautomat im Zug zieht um - ab sofort Ticket vor Fahrtantritt lösen.

Der Automat im Zug geht nach 10 Jahren in Rente

  • Im Gebiet des VRS übernehmen 168 neue Fahrscheinautomaten den Verkauf.
  • Ab sofort bitte gültiges Ticket vor Fahrtantritt lösen.
  • Ohne gültigen Fahrausweis ist ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 40 Euro zu zahlen.
  • Die neuen Automaten an allen Bahnhöfen bieten Ihnen eine einfache Bedienung und sorgen für einen schnellen Kauf.
Wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt.

Es geht voran!

Habe lange kein Update mehr bzgl. des Baufortschritts gezeigt, daher jetzt nochmal eine handvoll per Handy gemachter Schlechtwetterbilder vom Bahnhof Euskirchen.


Von Fahrbier
Die Überdachungen über den Abgängen in den neuen Tunnel sind nun alle fertig. rechtzeitig zum Herbstanfang und den regnerischen Tagen. Jetzt hat auch der Regen keine Chance mehr in den Tunnel zu tropfen und dieser Baumangel hier wird wohl hoffentlich nicht mehr so sehr auffallen.



Von Fahrbier
Die Einhausungen für die Aufzüge stehen ebenfalls fertig auf den Bahnsteigen und die Installateure sind fleißig dabei, dem Innenleben Funktion zu geben. Leider scheint nicht geplant zu sein, dass man vom Aufzug trockenen Fußes unter die Bahnsteigüberdachungen kommt. Schade. Wäre eine gute Gelegenheit gewesen.



Von Fahrbier
Der parkplatzseitige Tunneleingang wid auch langsam ansprechend, und natürlich auch barrierefrei, hergerichtet. Der alte Tunneleingang ist hier schon verfüllt und versteckt sich hinter einer Betonmauer.


Von Fahrbier
Was ich ein bißchen bedenklich finde, ist das der neue Tunnel schon aussieht "wie Sau". Der Dreck scheint hier besonders gut am Boden zu kleben. Und natürlich ist hier auch das Volk dran schuld. Müll, Kippen und Kaugummis haben sich sehr schnell auf der neuen Bausubstanz angesiedelt. Echt schade, das Volk kriegt einen neues, schönen Bahnhof geschenkt (nunja, fast ;) und geht schon vor der Fertigstellung sehr lieblos mit ihm um.

Montag, 27. September 2010

Bombenfund am Bahnhof Euskirchen - schonwieder

Am Euskirchener Bahnhof wird ja bekanntermaßen gebaut. Heute wurde nun bei Erdarbeiten wieder einmal eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Das hat dazu geführt, dass der Bahnhof gesperrt wurde und auch die Züge natürlich den Bf. nicht anfahren konnten. Ich war auf dem Weg nach Köln und wollte eigentlich den RE22 um 9.00 ab Euskirchen nehmen.

Ein Streifenhörnchen wartete aber - wie schon beim letzten Mal - am Verteilerkreis an der Kölner Straße und ließ niemanden passieren. Auf Nachfrage, wie ich am schnellsten nach Köln komme, sagte der Polizeimann mir, dass die Züge zwischen Köln und Derkum pendeln. Ok. Gesagt, hingefahr'n. Gegen kurz nach 9 war ich in Derkum und fand mich inmitten vielener Pendler vor dem Bahnhof, die aus Köln kamen um weiter wollten, und ein paar weniger Pendlern am Bahnsteig, die wir ich nach Köln wollten.

Gegen zehn nach 9 sind dann die Bahnschranken runtergekurbelt worden und das Signal stellte sich auf Durchzug. Und siehe da - ein Zug näherte sich aus Richtung Euskirchen. Hmmmm... aus Euskirchen. Wie kann das sein? Zeitmäßig müsste das mein RE22 sein, den ich nehmen wollte. Nun gut, die Bombe scheint entschäft zu sein und man fährt wieder.

Der RE22 dachte natürlich auch nicht daran, die wartenden in Derkum mitzunehmen. Mit Vollgas durch den Bahnhof. Ein älterer Herr stand noch mit erhobenem Schirm am Bahnsteig und schimpfte wie ein Rohspatz. Er käme aus Rheinbach (RB23) und man hat seinen Zug in Odendorf angehalten. Alle raus und die mit Reiseziel Köln hat man nach Derkum geschickt, da hier ja Züge nach Köln fahren. Tja, tun sie zwar irgendwie aber vorbei. Alles sehr ärgerlich.

Da keine Ansagen und Anzeigen den ahnungslosen Pendler erhellen, bin ich zur Infosäule und habe den "Info" Knopf gedrückt. Eine blecherne Stimme kündigte an, dass nun eine Verbindung zur nächsten 3S Zentrale aufgebaut wird. Es klingelte irgendwo am anderen Ende genau 16x und keiner ist rangegangen. Ja, so wünscht man sich das.

Ob der "SOS" Knopf, der an der gleichn Säule hängt, genausogut funktioniert? Ich habe es nicht getestet...

Nachdem der RE nun durch war, schimpfte das Pendlervolk noch ein bißchen vor sich hin, aber was nützts. Nüscht. Kontrollierte Desinformation ist ja eines der Unternehmensziele des Eisenbahnbetriebs :)

Die RB24 die in Derkum planmäßig um 9.37 ablegt, kam mit 5 Minuten Verspätung an und man ließ die Wartenden nun endlich in einen warmen Zug gen Köln steigen.



Presse:

Mittwoch, 22. September 2010

Sonderansage

Heute früh bei der Ankunft des RE22 in Köln Hbf (9.39 Uhr) wurde am Gleis 1 die übliche "Willkommen in Köln..."-Ansage abgespult und gleich danach folgender Zusatz: 
"Achtung eine Personenmeldung. Wir wünschen der Gesamtschule Weilerswist viel Spaß im Römisch-Germanischen Museum. Ich wiederhole, wir wünschen den Schülern der Gesamtschule Weilerswist viel Spaß im Römisch-Germanischen Museum."
 Ob hier wohl eine Mutter aus Weilerswist, deren Nachwuchs ebendiese Schule besucht, heute Ansagerinnendienst hatte? :o)

Montag, 20. September 2010

Ups, ein Bus!

Ein Bus, der dem Vernehmen nach ausser Kontrolle war, konnte sich nur stoppen, indem er gegen einen geparkten Lieferwagen fuhr und diesen 10 Meter vor sich her schob.

Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt und alle kamen mit dem Schrecken davon!

Bus war nicht mehr kontrollierbar
Von Thomas Schmitz, 20.09.10, 13:39h
Vor dem Euskirchener Rathaus stieß ein Bus frontal gegen einen Transporter eines Paketdienstes. Insgesamt wurden dabei zum Glück nur zwei Menschen verletzt, die Busfahrerin war eingeklemmt.
http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1284751473993.shtml

Sonntag, 5. September 2010

Die High Line in New York City

Hierzulande ist es nicht unüblich auf alten, nicht mehr benötogten Eisenbahnstrecken, einen Rad- und Wanderweg anzulegen um dem (Rad-)Wanderer die Möglichkeit zu geben abseits der mit Autos befahrenen Strassen oder der meist zu steilen Wanderpfaden, per Rad oder per Pedes die Gegend zu erkunden.
Die Schienen werden abgebaut und eingeschmolzen und der Bahndam wird planiert. Ein paar Brücken ideralerweise saniert und dann ist der Bahntrassenradweg fertig.


Eine Umnutzung die der hier üblichen recht ähnlich ist, findet sich seit kurzem in New York City. Und zwar im Meatpacking District auf Manhattan. Dieser Ende des 19.Jahrhunders so entstandene Stadtteil war der Fleischverarbeitenden Industrie gewidmet und hier fand sich die größte Dichte an Schlachtereien der Stadt New York.
Um den An- und Abtransport der Fleischwaren nicht über die damals schon verstopften Strassen laufen zu lassen, baute man zunächst eine Güterstraßenbahn, die aber wegen der vielen Unfälle zu einer Güter-Hochbahn umgebaut wurde. Der sogenannten High Line.

1980 ist der letzte Zug über diese Trasse gefahren und die Stadt hat geplant die alte, stählerne Trasse durch den District abzureissen um Platz für neue Häuser zu schaffen. Eine Bürgerinititive für den Erhalt der Highline hat es sich zur Aufgabe gemacht die Trasse zu erhalten. Die Schienen blieben auf dem Stahlgerüst liegen und es wurde ein Fußweg auf der vorwiegend 2-gleisigen Trasse angelegt. Im übrigen Bereich wurden Grünanlagen, Sitzbänke und auf einem Abschnitt Sonnenliegen angelegt bzw. aufgebaut. Einige der Liegen sind mit Rädern versehen und können auf den Gleisen hin und her geschoben werden können. So gibt es sogar noch Schienenverkehr ;).

Dieser grüne Streifen zieht sich seither also als ca. 12 Meter hoher Park quer durch den ehemaligen Meatpacking District New Yorks, der heute vorwiegend von Künstlern und jungen Familien bewohnt ist. (Anmerkung am Rande: Für die Freunde von Sex and the City: Nicht weit weg von der High Line befindet sich die Adresse 66 Perry Street. An diesem Haus befindet sich die Treppe, die zu Carrie's Filmwohnung führt.)

So, genug erzählt - hier ein paar Fotos vom Spaziergang um und über der High Line in New York:


Das (heutige) südliche Ende der High Line und der Beginn des High Line Parks:






Der aktuelle und geplante Verlauf des Hoch Parks:




Die Wanderung beginnt.


Gleisreste in den Grünanlagen zeugen von der ehemaligen Nutzung der Trasse:








Sonnenliegen laden zum Verweilen ein:


Und hier, wie schon berichtet, ein der rollbaren Liegen:


Hier kreuzt die High Line die 10th Avenue und man hat eine Aussichtsplattform mit großen Fenstern errichten durch die man einen weiten Blick die 10.Strasse hinauf werfen kann:




Und von unten, dem Fußgängerüberweg ein Häuserblock weiter, sieht die Aussichtsplattform so aus:



Alles in allem ist die Highline echt einen Besuch wert. Auch für Nicht-Eisenbahninfrastrukturinteressierte.

Hier noch ein paar Links zum Thema:



Zum Abschluss noch ein interessantes kleines Video:



Und als "Zugabe" noch ein Bild dieser berühmten Treppe, die auch gerne mal als Fotokulisse für die Fans herhalten muss. Sozusagen für die geplagten Partner der Eisenbahninfrastrukturinteressierten.

Donnerstag, 2. September 2010

Grand Central Station - GCT

Ich bin etwas ab von der täglichen Route und treibe mich gerade in New York rum. Gestern war ich am Abend mit der U-Bahn noch zum Hauptbahnhof dem Grand Central Terminal - GCT unterwegs und habe mich dort ein bißchen umgesehen.



So wenig prunkvoll und ebenso wenig einladent wie die U-Bahn von New York ist, umso großartiger ist der New Yorker Hauptbahnhof.

Das Grand Central Terminal ist beim Durchschreiten der prunkvollen Hallen gar nicht als ein Gebäude auszumachen, in dem auch Züge halten. Kein Gleis ist zu sehen und keine Bahntypischen Durchsagen zu hören.





Es gibt dann allerdings doch noch das eine oder andere Bahntypische Detail. Nur lange nicht so vordergründig wie man es von zu Hause in Deutschland kennt. Man scheint sich für die Züge und Gleise zu schämen, so gut tritt das alles hier in den Hintergrund.

Hier eine Abfahrttafel der nächsten Züge einer Linie mit einer Batterie von Ticketcountern darunter.



Die Station hat mehrere Ebenen, die alle aussehen, als wäre man in einem Schloss unterwegs. Aber Gleise gibts auch. gut versteckt in den unteren Ebenen gibt es Zugänge zu den einzelnen Bahnsteigen. Die Bahnsteige selber sehen nicht annähernd so einladend aus wie der Rest der Station.



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