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Dienstag, 20. Dezember 2016

Lotsendienst

Heute frueh nahm ich den 635er Bus. Bei dem Kurs kann ich kurzfristig entscheiden ob ich entweder am Bahnhof Cortlandt aussteige und dort etwa 20 Minuten auf den Zug warte oder weiter fahre bis Croton um dort einen Zug zu nehmen. Die Fahrt nach Croton ist etwa 15 Minuten laenger, aber da ich in Cortlandt nur rumsitzen wuerde, ist es egal. Ein Vorteil, den die laengere Busfahrt bringt ist, dass ich in Croton einen dort eingesetzten Express-Zug nehmen kann. Da ist ein Sitzplatz garantiert und der Uebergang ist praktisch ohne Wartezeit - der Zug steht schon am Bahnsteig wenn der Bus ankommt.

Heute sollte es fuer mich  die 635er-bis-Croton-Tour sein.

Also, rein in den Bus und los geht's. Zwei Haltestellen spaeter ist eine Frau an ihrem Ziel angekommen und der Busfahrer murmelte etwas zum Buspublikum:  "someone - take - over...".Ich war mir zu dem Zeitpunkt aber nicht sicher was er will und dachte er bittet, dass jemand der Dame beim Aussteigen hilft. Ein anderer Fahrgast machte sich auch sogleich nach Vorne auf setzte sich aber nur hin. Die Frau war lange weg. Nunja - der Fahrer und der Fahrgast unterhielten sich und es ging weiter.

Als wir dann auf den Halt in der Naehe des Bahnhof Cortlandt zukamen, drehte sich der vorne sitzende Fahrgast in meine Richtung und sagte zum Fahrer, auf mich zeigend: "That guy usually gets off here." Er fragte dann auch nochmal bei mir nach, ob ich denn nicht aussteigen wolle. Ich hatte keinen Haltewunsch gedrueckt. Nein, wollte ich nicht - war zu kalt, ich fahre bis Croton.
Aber schon beeindruckend - die Pendlerschaft kennt sich untereinander. Man redet zwar nicht, ja man gruesst nichtmal, aber man weiss was der andere tut und ja, irgendwie kuemmert man sich. Find ich dufte.


Aber nun wurde mir klar, was da vorne passierte - die Fahrgaeste wechseln sich ab dem Fahrer die Richtung zu zeigen und die Haltestellen anzukuendigen. Da der aktuelle Lotse in der Klinik, die der Bus durchfaehrt, raus muss und ich gerade in ein Gespraech mit ihm verwickelt war, wurde ich kurzerhand zum nachfolgenden Buslotsen berufen. Ha! Also dann, ich habe mich vorne in Position gebracht und den Busfahrer, der die Linie 14 noch nie gefahren ist, zunaechst mal durch den Klinikkomplex gelotst. Alleine auf dem Gelaende gibt es 4 Haltestellen - und wenn man nicht aufpasst, ist man an den richtigen Wegverzweigungen vorbei oder falsch gefahren.



Wieder zurueck auf der Route 9, also der Hauptstrasse nach Croton, war es dann weniger problematisch da es nur geradeaus geht - ich hab ihm nur die Haltestellen angesagt. Insbesondere die, wo Leute gewoehnlich einsteigen oder wenn im Bus ein Haltewunsch bimmelte.

In Croton selber werden ein paar Haken durch Seitenstrassen gefahren, sodass ich wieder mehr Abbiegehinweise geben musste als zuvor auf der Landstrasse - wir haben es aber ohne weitere Vorkommnisse bis zum Bahnhof Croton geschafft. Hier musste ich dann raus. Letzter Hinweis an den Fahrer war noch, dass er gleich hinter der Bruecke, unter der er anhielt, links auf den Highway muss um zum naechsten Dorf "Ossining" zu kommen. Er bedankte sich, ich stieg aus und er fuhr los.

Hier bin ich gerade ausgestiegen und der Bus haette gleich hinter dem Mast links abbiegen sollen 0 er ust aber gerade weiter. Ob er wohl je an seinem Ziel "White Plains" angekommen ist?

Und tja, was soll ich sagen - er hat die Auffahrt verpasst und fuhr weiter in Richtung Bahnhof. Da kommt man leider nicht weiter - und es ist voll mit Autos die gerade ankommen. So musste der Arme inmitten des Morgenverkehrs am Bahnhof seinen Bus in 3 Zuegen wenden um dann nochmal zu versuchen die Highway-Auffahrt zu treffen. Er hat's geschafft. Aber ob er am Ziel angekommen ist?


Dienstag, 7. Juli 2015

Pendelexperiment: Bus14 - MNR#724 - Subway4

Zug MNR#724 ab Croton.
Der Pendelplan heute: Per Bus dieses Mal bis zum Bahnhof Croton - eine Tarifzone näher an NYC ran. Hier in einen Zug der mich auch wirklich an der Station "Yankees Stadium" rauslässt und dann da in die Subway Linie 4, die mich direkt zur Fulton Street bringt.

Auf den ersten Blick: Weniger Umstiege als gestern und nochmal ein paar Dollar günstiger, da ich eine Tarifzone mit der Bahn spare. Der Bus kostet hier (wie die New Yorker U-Bahn) immer gleich viel, egal wie weit die Reise geht.

Das scheint mir eine gute Route zu sein. Also los!

Um Fünfnach raus aus dem Haus und mein Bus Nr. 14 liest mich um 6.08 auf und zuckelt gemütlich übers Land. Mit dem Auto wäre es auf direktem Weg etwa eine Viertelstunde bis zum Bf Croton. Der Bus dreht aber noch ein paar Schleifen durch bewohntes Gebiet und durch einen grossen Klinikkomplex der alleine 3 eigene Haltestellen hat. Es dauert also etwa doppelt so lange bis ich in der Nähe des Bahnhofs in Croton aussteigen kann. Gegen 6.37 steige ich aus und muss noch etwa 5 Minuten gehen bis zum Bahnhof. Aber wie man dem Screenshot links schon entnehmen kann habe ich einen komfortablen Zeitpuffer. Der nächste Local MNR Zug, der auch in Yankees stopped geht erst in einer knappen halben Stunde. Also erstmal ein Ticket ziehen...



...und den Zugverkehr beobachten. Man erahnt schon, dass die Tour heute eher nicht so optimal ist: Langsamer Bus, lange Wartezeiten - das alles braucht man nicht auf dem Weg zur Arbeit. Aber gut, ich tue es ja der Pendelwissenschaft (das klingt so esoterisch - Christus Kolumbus und so) zu Liebe - das Pendelexperiment2015.

Um 7 Uhr wird dann auch Zug 724 bereitgestellt und natürlich nicht am Gleis 2, wo ich warte, sondern heute abweichend auf Gleis 4. Um 7.03 geht's dann auch pünktlich los. Um 7.50 haette ich auch - wie bereits gestern - in Marble Hill aussteigen können. Aber ich will ja bis Yankees und eben eine andere Route testen. Knapp 10 Minuten später sind wir dann auch an der Stadionsbahnhaltestelle und ich steige aus. Hier ist jetzt ein etwas längerer Fussmarsch zu absolvieren als gestern von Regionalbahn zur U-Bahn. Nochmal etwa 10 Minuten bevor ich am Bahnsteig stehe und auf eine 4 warte, die mich dann - schwupps - zur Fulton Street bringt.

Aufgang zur U-Bahn Station am Yankees Stadium. Leider is der her verschlossen - wird vermutlich nur bei Spielen geoeffnet. Man muss hier, trotzdem das eine Hochbahn ist, unter die Erde und durch das riesige Labyrinth der Station durch. Das dauert alleine durch den U-Bahnhof durch so lange wie der komplette Uebergang vom Zug zur U-Bahn in Marble Hill!


Ja, Schwupps - druff geschissen.




Um 8.11 (vor über 2 Stunden bin ich in den Bus gestiegen und ich bin noch nichtmal auf Manhattan!) rollt dann eine pickepacke volle 4 ran. Und die soll auch im weiteren Verlauf nicht leerer werden - ganz im Gegenteil. Gegen 8.41 passieren wir Grand Central Terminal. Hier steige ich ja im Normalmodus erst in die U-Bahn ein. Etwa 8.52 bin ich dann endlich an der Fulton Street.

Noch 5 Minuten laufen und dann bin ich um 2 Minuten vor 9 Uhr im Büro.

Zwei Stunden und Dreiundfünfzig Minuten von Tür zu Tür. Das ist zu lange. Damit hat sich diese Route schon als Alternative dauerhaft disqualifiziert.

Hier nochmal die Fakten in Kürze:

6h05 Haus verlassen, 6h08 Einstieg in den Bus 14, 6h37 Ankunft Croton, 6 Minuten Laufen, 20 Minuten warten, 7h03 Einstieg in Zug #724 und Abfahrt, 7h59 Ankunft Yankees Stadium, bis 8h09 - 10 Minuten - Fussmarsch zur Subway 4, 8h11 ab per Subway 4, 8h52 Ankunft Fulton Street, 8h58 Ankunft Buero
Man sieht schon wo die Mehrzeit steckt. In den Übergängen. Warten und Laufen.

Preis Einzelfahrt

$8 (Bus, MetroNorth und Subway) das sind $11 (etwa 58%) Ersparnis zum Einzelfahrpreis von $19 (Bus, MetroNorth und Subway) wenn ich per Metro North bis Grand Central fahre und dann per Subway weiter. Zeitmässig spare ich - wie ausgeführt - gar nichts. Aber das hier scheint mir die kostengünstigste Variante zu sein.


Rückfahrt am Abend

Um etwa halb 7 bin ich los und habe um etwa 5 Minuten nach halb eine Subway der Linie A gekriegt. Express, Uptown. Bisher ging es per A-Express noch am schnellsten einmal quer über Manhatten. Etwa 10 Minuten nach 7 konnte ich auch schon an der 168. Strasse in die Linie 1 umsteigen, die mich nach Marble Hill bringt. Da ich mitten in der Heimfahr-Rush-Hour bin, dauert der Übergang von A zu 1 etwa 7 Minuten (hier muss man einen Aufzug nutzen, und das dauert wesentlich länger bei Hochbetrieb als Rolltreppe oder laufen). 

Viertel nach 7 steige ich dann in einen Zug der Linie 1 und fahren bis kurz vor halb 8 mit ihm bis 225th Strasse/Marble Hill. Ein paar Minuten später bin ich dann schon am MNR Bahnhof und warte auf meinen Zug der planmässig 7.43 fahren soll und mit 6 Minuten Verspätung an den Bahnsteig rollt.

Zeit ein paar Handybilder von anderen Zügen zu machen, die hier lang kommen...

Zwei U-Bahnen der Linie 1 treffen sich auf den Zugbrücke über den Harlem River. Diese Brücke ist übrigens das nördliche Ende des Broadways der sich vom Süden Manhattans bis hierher einmal quer über die Insel zieht.


Hier kommt ein Express nach Poughkeepsie - einer der Züge die ich normalerweise nehme und die von Manhattan bis Croton ohne Halt durchfahren.


Zug #777 bringt mich schliesslich nach Croton wo ich kurz vor halb 9 ankommen. Hier muss ich jetzt nochmal warten bis ein Express aus NYC kommt, der ab hier bis zur Endstation als Local fährt und mich bis Cortlandt mitnimmt.

Laut plan kommt der Zug 7.39 und mit seinen 3 Minuten Verspätung setzt er mich letztendlich um 8.49 in Cortlandt ab.

Der nächste Bus würde in etwa 45 Minuten fahren, nach Hause laufen dauert etwa genau so lange. Aber ich habe ja zum Glück mein Weib samt Auto, die mich am Bf aufliest und gegen kurz nach 9 zu Hause abliefert.

Freitag, 12. Dezember 2014

Busgenostfahrromantik

So lecker sieht hier der Morgen oft aus, wenn ich per Bus gen Bahnhof fahre.

Freitag, 18. Januar 2013

Beste Busfahrerin

Morgens im 14er Bus nach White Plains, der mich um kurz nach 6 Uhr zum Bahnhof Cortlandt bringt, lenkt seit etwa einem halben Jahr sehr oft eine Busfahrerin. Diese Busfahrerin ist eine der freundlichsten, kundenorientiertesten und zuverlaessigsten Buslenker, die mir je untergekommen sind.

Die Beste Busfahrerin weiss, dass die 14er Linie eigentlich keine Zubringerlinie zum Zug ist und der Fahrplan des Busses im Prinzip nicht auf den der Zuege abgestimmt ist. Entweder superknappe Umsteigezeit oder fast eine Stunde warten. Zudem gibt es direkt am Bahnhof keine Bushaltestelle, so dass ein mindestens 5minuetiger strammer Fussmarsch schon mal dazu beitraegt, den Zug zu verpassen.

Die Beste Busfahrerin weiss auch, dass morgens im ersten Bus - einer derer, der einen sehr knappen Uebergang zur Bahn hat - mindestens 2 Leute drin sind, die den Zug um 6.24h nach New York City kriegen wollen.

Mit diesem Wissen sorgt die Beste Busfahrerin dafuer, dass der Bus mindestens 3 Minuten vor Plan faehrt. Die Beste Busfahrerin legt sich geschwindigkeitsmaessig auch ganz schoen ins Zeug, sodass ein freihaendiges Mitfahren im Stehen kaum moeglich ist. Es geht zu wie in der Formel 1.

Wenn dann an der Zielbushaltestelle kein Einsteigewilliger steht und nur wir Eisenbahnpendler schnell raus wollen, um zum Zug zu hechten, faehrt die Beste Busfahrerin an der Haltestelle vorbei und laesst uns etwa 150m weiter an der Kreuzung zum Bahnhof raus. Leider muss der Bus hier nach rechts und zum Bahnhof geht's links. Aber egal, dieses kurze Stueck ist morgens oft entscheidend.

Die Beste Busfahrerin meint es nicht nur mit uns Bahnern gut. Sie winkt auch regelmaessig die Fahrgaeste einfach rein, wenn sie entweder zu spaet oder aber ihr Fahrkartenleser kaputt ist. Es geht dann alles zackiger und die Einsteigenden muessen nicht lange mit ihrer Metrokarte in dem Apparat rumstochern.

Ein weiteres Beispiel warum die Beste Busfahrerin die Beste Busfahrerin ist:
Oft ist ein Handwerker mit im Bus, der ein paar Haltestellen vor dem Bahnhof raus muss. Der war an diesem Morgen im Bus eingenickt und vergaß den Halteknopf zu druecken. Die Beste Busfahrerin kennt ihre Kunden und sie hat an seiner Aussteigehaltestelle ohne expliziten Haltewunsch angehalten und ist nach hinten gekommen, um den Mann zu wecken. Der war sehr froh, dass sie nicht einfach vorbei gerauscht ist und ihn stattdessen rausgelassen hat. In dem Moment haette ich am liebsten applaudiert!

Und dank des Zeitpuffers und der uns gut gesonnenen Ampeln haben wir sogar noch der Zug erreicht.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Bushaltestellenromatik im Winter

Morgens, kurz nach 6. Ich warte auf meinen Bus, der mich hoffentlich rechtzeitig am Bahnhof Cortland (also an der Bushaltestelle die dem Bahnhof am naechsten ist) absetzt.



Gegen 20 nach 6 spukt mich der Bus an der Albany Post Road, in der Naehe des Veteran Hospitals, aus und ich schlittere den nicht geraemten Weg ueber den neuen Pendlerparplatz auf der Westseite zum Bahnhof hinunter.
Ich hab nur etwa 5 Minuten Zeit bis der Zug planmaessig um 6.24 abfaehrt. Habe ich mich eigentlich schon einmal ausfuehrlich darueber aufgeregt, wie schlecht hier die verschiedenen Nahverkerhrssysteme - Bus und Bahn - auf dem Land miteinander verknuepft sind? Es ist furchtbar.



Eine anstrengende Schlitterparie spaeter stehe ich dann punkt 6.24 am Glais und warte auf den zum Glueck immer etwa 2 Minuten verspaeteten Zug. Ohne diese Verspaetung wuerde ich den Zug wohl niemals kriegen. Auch ohne Schnee nicht.


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