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Freitag, 24. April 2026

New York nach Philadelphia für unter 31 Dollar — mit dem Regionalzug statt Amtrak

New York nach Philadelphia — das geht mit dem Amtrak in anderthalb Stunden, kostet aber gerne mal bis zu 95 Dollar. Wer etwas mehr Zeit mitbringt und sparen will, kann die gleiche Strecke für unter 31 Dollar mit Regionalzügen fahren. Man muss nur wissen, welche Züge man nehmen muss.

Die einzige Hürde bei den Regionalzügen ist die Tatsache, dass es in den USA nicht ein großes Eisenbahnnetz eines einzigen Betreibers gibt, so wie wir es aus Deutschland mit der Deutschen Bahn kennen — auch wenn man fairerweise sagen muss, dass auch dort inzwischen diverse Regionalbetreiber unterwegs sind. Hier an der amerikanischen Ostküste braucht man ein wenig Planung und mehrere verschiedene Tickets, um eine Städteverbindung per Nahverkehr zu realisieren.

New York City liegt im Staat New York, Philadelphia in Pennsylvania — und dazwischen liegt New Jersey. Jeder Staat hat sein eigenes Regionalzugnetz: New York City hat unter anderem die Metro North und die Long Island Railroad, New Jersey hat NJ Transit und Pennsylvania hat SEPTA. Für unsere Route sind aber nur die letzten beiden relevant.

Erster Abschnitt: NJ Transit von New York Penn Station nach Trenton

Wenn man in Manhattan an der Penn Station losfahrt, hat man Glück: NJ Transit fährt hier ebenfalls ab — die Penn Station ist eine sogenannte „Union Station", an der mehrere Bahngesellschaften ankommen und abfahren und man als Fahrgast bequem umsteigen kann.

Man steigt also in einen Regionalzug der NJ Transit ein, Linie „Northeast Corridor", Endbahnhof Trenton. Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten und an Wochentagen fahren die Züge bis zu dreimal pro Stunde. Eine Fahrkarte kostet 19,80 Dollar (Kinder bis 11 Jahre zahlen 9 Dollar).

Umstieg in Trenton

In Trenton muss man Zug und Bahngesellschaft wechseln. In der Regel fährt der SEPTA-Zug nach Philadelphia am gleichen Bahnsteig ab — man muss also nicht ins Bahnhofsgebäude gehen. Man hat allerdings ein paar Minuten Zeit, um sich etwas zu trinken zu kaufen oder die Beine zu vertreten.

Zweiter Abschnitt: SEPTA von Trenton nach Philadelphia

Gut zu wissen: SEPTA bietet derzeit keine Tickets an, die per Telefon gekauft werden können. Stattdessen funktioniert das System per Tap-to-Pay — man hält seine Kreditkarte beim Einsteigen an einen Kartenleser auf dem Bahnsteig und beim Aussteigen erneut. Abgerechnet wird dann nach Entfernung. Alternativ kann man sich eine klassische Fahrkarte am Automaten ziehen.

Die Zugfahrt dauert knapp eine Stunde. An Wochentagen verkehren bis zu zwei Züge pro Stunde. Eine Fahrt als Erwachsener kostet 11 Dollar, Kinder unter 12 Jahren fahren kostenlos mit den Eltern.

Ein kleiner Bonus

Ein Vorteil der SEPTA gegenüber Amtrak: Während Amtrak einen an der 30th Street Station rauslässt, kann man in der SEPTA einfach sitzen bleiben und bis zur Suburban Station weiterfahren — und landet damit direkt auf der Walnut Street, mitten im Herzen der Stadt.

Fazit: Lohnt sich das?

Zusammengefasst kostet eine Fahrt für einen Erwachsenen 30,80 Dollar und dauert unter drei Stunden inklusive Umstieg und Wartezeit in Trenton. Im Vergleich dazu verlangt Amtrak bis zu 95 Dollar für die gleiche Strecke, die allerdings in nur der Hälfte der Zeit zurückgelegt wird. Es gibt zwar günstige Amtrak-Angebote ab 10 Dollar, die verkehren jedoch zu sehr unpraktischen Zeiten — zum Beispiel kurz nach Mitternacht.

Die Faustregel ist einfach: Wer Zeit hat und sparen will, fährt Regional. Wer es eilig hat, nimmt Amtrak. Ich persönlich finde die Regionalzug-Variante entspannter — man sieht mehr von der Gegend, und das Umsteigen in Trenton hat fast schon etwas Abenteuerliches.

Ein Video meines kompletten Ausflugs nach Philadelphia findet ihr hier:

In drei Zügen nach Philadelphia 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 1. Mai 2024

Minneapolis / St. Paul bekommt eine neue Fernzugverbindung!

Wir haben ja bereits zusammen das Union Depot in St.Paul besucht - einmal hier im Blog und auch 2018 im Vlog.

Dieser grosse Bahnhof war im Mai 2014 nach einer umfangreichen Restaurierung wiedereröffnet worden, nachdem das einzige Zugpaar in der Twin Cities Gegend lange Zeit an der wenig prunkvollen Midway Station angelegt hat.

Mit nur einem Zugpaar, dem Empire Builder, ist der Bahnhof natürlich völlig unterfordert. Der Zug aus Chicago kommend in Richtung Westen (Seattle/Portland) stoppt spät Abends gegen 23 Uhr und der Gegenzug nach Chicago morgens gegen 8 Uhr.

Genau genommen, ist der eine Zug, zwei Züge: Ein Teil fährt nach Seattle und der andere nach Portland. In Spokane wird der Zug "geflügelt" (=aufgeteilt) und fährt jeweils unter eigener Zugnummer weiter. Wie auch immer, dem Reisenden in St. Paul erscheint er als ein Zug.

Heute, 10 Jahre nachdem der neue alte Bahnhof wieder ans Netz gegangen ist, hat AMTRAK eine neue Linie mit einem neuen Zugpaar angekündigt, das ab dem 21. Mai 2024 am Union Depot in Minneapolis festmacht wird: Den Borealis!

Der neue Zug nutzt die gleiche Strecke wie der Empire Builder - obwohl eine Anbindung der Wisconsin'schen Hauptstadt Madison schon lange gefordert wird. Der Empire Builder lässt Madison "links liegen" (auf der Fahrt nach Westen) da zwischen Chicago und St. Paul die komplette Infrastruktur besteht, fährt auch der Borealis den gleichen Weg. Madison hat Schienenanbindung wie man in dem OpenRailwayMap Ausschnitt sehen kann, aber es gibt entlang der Alternativroute nach Chicago keine Stationen, die so wie sie sind in Betrieb genommen werden können.

Vielleicht kommt die Anbindung über Madison ja später einmal. 

Weiterhin wird bereits seit Jahre auf dieser Route eine Schnellfahrstrecke diskutiert, auf der man die beiden Metropolregionen in etwa 4 Stunden statt in 7 Stunden verbinden könnte. Der Borealis wird zwar schneller unterwegs sein als der Empire Builder, aber auf den alten Gleisen ist im Durchschnitt nicht mehr als 65 mph möglich.

Ein weitere Vorteil bringt der Borealis aber noch mit: Die Fahrplanzeiten an sich und die Stabilität derselbigen. Der Empire Builder fährt ja zu Tagesrandlagen und ist in Ostrichtung, wegen der langen Strecke die er bereits unterwegs ist, oft verspätet. Und das nicht nur um 10 Minuten, das kann sich schon einmal zu mehreren Stunden aufaddieren. Mit dem kürzeren Laufweg des Borealis ist es einfach der Fahrplan einzuhalten und auch die Abfahrtszeiten sind mit...

  • Zug 1334 von St. Paul nach Chicago 11.50 am Vormittag bis 19.14 am Abend
  • Zug 1333 von Chicago nach St. Paul 11.05 am VOrmittag bis 18.29 am Abend

... etwas Nutzerfreundlicher gelegt.

Bis Ende April 1971 gab es eine ähnliche Verbindung: Der Zug Twin Cities Hiawatha hat Chicago mit Minneapolis verbunden. Damals hatte Minneapolis noch direkten Anschluss ans Fernbahnnetz, mit dem Depot in Downtown Minneapolis als westlicher Endpunkt dieser Verbindung. Heute verbindet eine Stadtbahn/Strassenbahn Minneapolis mit dem Depot in St. Paul.

Was auffällt: Grosse Änderungen im Eisenbahnwesen in der Twin City Gegend finden alle um den ersten Mai herum statt - alles neu macht der Mai :)

Mittwoch, 25. Mai 2022

Amtrak Empire Service von Bulls Hill aus gesehen

Auf einer Wanderung in Cold Spring, hinauf auf den Bulls Hill, konnte ich von einem Aussichtspunkt, nach Süden blickend, einen vorbei fahrenden Amtrak Empire Service 284 auf seinem Weg nach New York City in die Moynihan Hall/Penn Station fotografieren.





Montag, 31. Dezember 2018

Endspurt: Albany bis Croton Harmon

Hiermit beende ich rechtzeitig zum Jahresende meine kleine Serie über meine erste Amtrak-Lang-Bahnfahrt von St.Paul bis nach Croton NY.

Viele Eindrücke vom Indian-Summer der sich Ende Oktober im Hudson Valley ausgebreitet hat auf den letzten 2h (auf 15 Minuten zusammengedampften).

Ich hoffe, es hat gefallen und ich freue mich natürlich über Feedback jeder Art. War es zu langatmig? War es zu kurz? Was habt ihr vermisst? Was sollte ich anders machen? Soll ich es ganz lassen...?

Vielleicht entwickle ich ja noch eine Routine, damit ich keine Latenz von 2 Monaten von Aufnahme bis Veröffentlichung habe...

Wie dem auch sei: Ich wünsche all meinen Lesern hier einen guten Rutsch nach 2019!



Sonntag, 30. Dezember 2018

Cleveland bis Albany

Gegen 6 Uhr morgens bin ich in Cleveland aufgewacht und habe versucht einen Blick auf die "Rock'n'Roll Hall of Fame" zu werfen. Leider war es zu dunkel - man hat kaum was gesehen.

Ansonsten haben ich den ganzen Tag in Schlafklamotten rumgegammelt, lecker Frühstück gegessen, eine Room-Tour dursch ett Räumschen, gemacht, einen Salat zu Mittag gegessen und schliesslich zwecks Zugtrennung eine WiFi-lose Zwangspause in Albany gehabt.

Das hier sollte dann wohl das vorletzte Video zu der Reise sein:


Dienstag, 25. Dezember 2018

Chicago bis zur Nachtruhe

Nach ein paar Entspannungsmomenten in der AMTRAK Lounge in Chicago geht es schliesslich gegen halb Zehn am Abend los in Richtung Heimat. Ich mache es mir ein einem Schlafabteil "Roomette" im Lake Shore Limited bequem, esse eine Kleinigkeit, schau den Klingonen auf Deep Space Nine zu und schlummere dann schliesslich ein.

Viel Spass mit und auf dem vorletzten Teil meiner kleinen Bahnreise von Minneapolis/Minnesota nach Croton/New York.


Mittwoch, 12. Dezember 2018

Fünf Stunden Chicago - nur etwas für Schlagenliebhaber

Nachdem der Empire Builder mich mit 20min Verfrühung in Chicago ausgespuckt hat, habe ich eigenlich vor gehabt in den etwa 5 Stunden Pause die Stadt ein wenig zu erkunden. Leider habe ich mich für die falsche Attraktion entschieden. Wenigsten gab es bei den ganzen Schlangenbegegnungen wenigsten einen tollen Blick auf die "Windige Stadt".

Mit der kleinen Kamera kann man leider nicht so viele Details einfangen, aber für einen groben Überblick reichts.

Viel Spass mit dem kleinen, eisenbahnarmen Clip aus Chicago!


Donnerstag, 22. November 2018

Sieben Stunden im Empire Builder

Es ging auf die Minute pünktlich los. Der Empire Builder setzte sich in Bewegung und fuhr südwestwärts aus den Twin Cities raus in Richtung Illinois.

Ich hatte zwar eine Reservierung für einen Sitzplatz, aber die garantiert nur, dass man einen Platz hat - nicht welcher und wo der ist. Es hingen ein paar handgeschriebene Notizen im Waggon, mit dem die Schaffner die Leute so ungefähr nach Zielbahnhof gruppiert haben. Weiterhin gab es ein paar Doppelplätze die für gemeinsam Reisende freigehalten wurden.

Ich war nun alleine und hätte um einen Fensterplatz zu ergattern eher einsteigen müssen. Aber mit meiner Filmerei war ich bei den letzten, die eingestiegen sind. So blieb mir zunächst nur ein Gangplatz.

Glücklicherweise hat der junge Mann, der schon am Fenster saß, mit mir den Platz getauscht. So konnte ich die erste Stunde ein paar Clips filmen. Das Wetter war jetzt ohnehin nicht so doll, als daß ich grossartig was verpasst habe.

Im Verlauf der Fahrt habe ich etwa dann noch eine Stunde in der Lounge gesessen und die graue Herbstlandschaft genossen. Unter der Lounge befindet sich das Cafe, eine kleine Snackbar mit kalten und warme Getränken und ein paar Mikrowellengerichten. Man kann auch da unten sitzen, aber oben im Aussichtswagen war genug Platz, sodaß ich mit meinem augenscheinlich labbrigen Mikrowellen-Cheesburger dahin zurück bin. Ich muss allerdings sagen, dass der Burger deutlich besser geschmeckt hat, als er aussah!

Wir sind mit etwa 20 Minuten Verfrühung in Chicago Union Station angekommen und nachdem ich mein Gepäck eingelagert hatte, bin ich dann in meinem 5-stündigen Aufenthalt ein wenig durch Chicago strabertzt... aber dazu später mehr.

Hier nun erst einmal mein cineastisches "Meisterwerk" mit stellenweise sehr schlechtem Ton. Aber gut, ich lerne ja noch:



Dienstag, 13. November 2018

Im Union Depot und Fahrgastwechsel

Das Einsteigen in den Zug ist beim Fernverkehr hier etwas anders als man es aus Deutschland kennt. Hier wird sich ordentlich in einer Reihe am Ausgang zum Bahnsteig ("Gate") aufgestellt und erst nachdem alle Aussteiger raus sind, geht es rein. Wie am Flughafen.

Das gilt zumindest für die Halte in grösseren Städten. An kleineren Bahnhöfen, wie zum Beispiel an meinem Heimat-AMTRAK-Bahnhof "Croton-Harmon", geht es nicht ganz so förmlich zu - liegt aber sicher daran, dass die Zahl der Fernreisenden doch vergleichsweise klein ist. Allerdings muss man auch da seine Fahrkarte vor Einstieg dem an der Tür wartenden Schaffner zeigen.

Ein"grosser Fahrgastwechsel" wie er hier in St. Paul stattfindet kostet natürlich Zeit. Zumal auch Gepäck eingechecked werden kann, das dann in einem separaten Gepäckwagen reist. Aber wer in den USA Bahn fährt, braucht ohnehin viel Zeit. Da kommt es auf 15 Minuten Aufenthalt zum Ein-/Aussteigen nicht an.

Ein kleiner (verwackelter und tonmässig nicht so toller) Videoclip zeigt den Fahrgastwechsel und ein paar Impressionen von der wunderschönen Halle des Union Depot in St. Paul:



Fotos hatte ich bei meinem ersten Besuch vor 4 Jahren schon gemacht und auch hier gezeigt.

Freitag, 9. November 2018

Tram von Minneapolis nach St. Paul

Per Metroline Tram, genauer der Green Line, kommt man in etwa 40 Minuten vom "Mini-Manhattan" wie die Minnesotans ihr Minneapolis nennen, zum Union-Depot nach St.Paul.

Die Fahrt geht entlang alter Mühlen, vieler kleiner Geschäfte durch den Stadtteil der vorwiegend aus  Uni-Campus besteht und letztlich vorbei am Capitol - dem Regierungssitz von Minnesota in der Hauptstadt St. Paul.

Ortskundige werden beim ansehen dieses Clips feststellen, dass da irgendwas nicht ganz stimmt. Aber im Grunde ist es Richtig, nur eben falsch.

Na, wer kommt drauf? Ortskundige hier? :)



Donnerstag, 1. November 2018

Mickey's Diner

Es beginnt... und bevor ich mich fast 2 Tage in Zügen einschliessen lasse, muss ich erst einmal noch anständig amerikanisch Essen gehen.

Ich war bereits vor etwa 4 Jahre hier. In St. Paul. Bei Mickey's Diner. Und es passt nichts besser zu einer laaaangen Zugfahrt als ein Vorabendmahl in einem Speisewagen, der seit 80 Jahren mitten in der Stadt steht und ununterbrochen geöffnet ist.

Guten Appetit:


Samstag, 27. Oktober 2018

30 Stunden AMTRAK

An diesem Wochenende habe ich es getan. Endlich. Schon seit ich hier in den USA bin wollte ich einmal eine laengere Tour mit der Bahn machen als immer nur Cortlandt - New York und zurueck.
Dieses Mal halb-quere ich den ganzen Kontinent von den Twin Cities in Minnesota bis ins Hudson Valley nach New York. Per Amtrak.

Die Reise startet Minneapolis Downtown und geht per Metro Line nach St. Paul Union Station und von da per Empire Builder in 7 Stunden nach Chicago. Nach einem fuenfstuendigen Aufenthalt in der "windigen Stadt" geht es dann per Nachtzug im Schlafwagen mit dem Lake Shore Limited nach Hause.

Der Flug hin, nach Minneapolis hat knapp drei Stunden gedauert. Plus Taxizeit zum Flughafen, eine Stunde frueher am Gate sein und nochmal eine Stunde dann am Ziel bis Downtown Minneapolis.

Die Reise zurueck war deutlich laenger: Downtown Minneapolis zur Union Station etwa 40 Minuten, halbe Stunde eher am Gate zum Zug sein und dann von um 8 Uhr am Morgen, Central Time bis um 5 Uhr am Nachmittag des naechsten Tags, Eastern Time. Die Gesamtzeit liegt also bei etwa 30 Stunden - incl. des Aufenthalts in Chicago und einer Zugteilung in Albany, die fuer meinen Zugteil knapp eine Stunde gedauert hat.

Ich werde diese Reise auch zum ersten Mal dazu nutzen, das ganze per Video zu dokumentieren. Heutzutage vlogged man ja wenn man etwas auf sich haelt. Und da ich ja auch zu den coolen Leute dazu gehoeren moechte, wird diese Reise meine Vlog Premiere. Es dauert allerdings wesentlich laenger da etwas halbwegs interessantes zusammenzuschnippeln, als einen Blogartikel zu schreiben - daher kann es gut und gerne bis Weihnachten dauern, bis ich alles verarbeitet und veroeffentlicht habe.

Ich wuensche mir und Euch schonmal eine Gute Reise!


Freitag, 3. August 2018

Des Teufels Spucke - Schwimmkran bei Spuyten Duyvil

Wie schon im letzten Sommer, fertigt die AMTRAK auch dieses Jahr Züge am Grand Central Terminal ab. Und zwar dieses Mal nicht nur die 4 Zugpaare des Empire Service von Albany nach New York City, sondern alle AMTRAK Züge die via Hudson Line nach New York kommen und wieder fahren.

Grund dafür ist: Die Drehbrücke bei Spuyten Duyvel wird erneuert und über ebendiese Brücke geht die Strecken zur Penn Station, die alle AMTRAK Züge die durch das Flusstal kommen, normalerweise nehmen.

Ein riesengrosser Schwimmkran steht an der Mündung vom Harlem River zum Hudson River um das drehbare und begleiste Stahlmonster zu renovieren.

Heute früh war mir ein Fensterplatz im Zug vergönnt, sodass ich im Vorbeifahren ein paar Fotos mit dem Handy machen konnte.





Dienstag, 1. August 2017

AMTRAK ist zurück am Grand Central Terminal

1991 legte der letzte Fernreisezug der Amtrak am Grand Central Terminal in New York ab. Seither ist die Pennsylvania Station an der 34. Strasse der einzige Bahnhof in New York City, von dem man seine Bahnreise über die Grenzen der Stadt und des Staates New York antreten kann. (Korrektur: Vom Grand Central Terminal kann man per "New Haven Line" den Nachbarstaat Connecticut erreichen...)

Seit dem 10. Juli diesen Jahres nun, schickt die Amtrak wieder 3 Zugpaare (also 6 Züge aus 3 Ankünften und 3 Abfahrten) zum und vom Grand Central Terminal an der 42. Strasse auf Reisen. Der Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten an den Gleisanlagen der Penn-Station die diesen Sommer durchgeführt werden.

In der Zeit vom 10.7. - 1.9.2017 ist also der Duft der grossen weiten Welt, oder vielmehr des weiten, wilden Westens, wieder am Grand Central zu spüren.

Und zu sehen...

Zug 239 nach Albany reiht sich in die Pendlerzüge auf der Hudson Line ein
Nunja, die Züge die so richtig weit fahren - nach Chicago, Toronto, Montreal - verkehren nach wie vor an der Penn. Vermutlich wegen der Umsteiger dort, die beiden grossen Bahnhöfe in New York sind nämlich nicht per U-Bahn direkt verbunden.

Aber egal - nach alter Amtrak-Manier müssen sich die Fahrgäste hintereinander aufreihen bevor sie überhaupt auf den Bahnsteig gelassen werden. Die Fahrkarten werden bei der Amtrak kontrolliert, bevor man in den Zug rein kommt. Es geht also etwas ruhiger und geordneter zu als bei den gestressten Metro-North Pendlern, die wie überall auf der Welt das ungeschriebene Gesetz "Erst aussteigen lassen..." bei ankommenden Zügen nicht kennen.

Die Amtrak ist voll integriert in alle zugzielanzeigenden Gerätschaften

Natürlich auch am Gleis. Rechts vom Display ist der Zugang zum Gleis - und hier wie man sieht sind die Türen noch zu. Die Fahrgäste reihen sich hier am Gleis 38 links in dem Gang hintereinander auf. Dann kommt der Zug, Leute steigen aus und dann beginnt der Checkin. Bei der Amtrak läuft das eher so wie beim Fliegen als beim Bahnfahren!

Vom Bahnsteig am Gleis 37 aus ist es mir gelungen eine handvoll wackliger Bilder von einem ankommenden Amtrak-Zug zu machen. Die 3 Zugpaare die derzeit hier andocken sind mit 2 Loks bespannt, vorne und hinten. Nicht weil der Zug übermässig schwer ist sondern weil im GCT kein Platz und auch keine Zeit ist die Lok umzusetzen und zu drehen.




Schichtwechsel in der Stadtauswärtslok. Dieser Lokführer steigt aus - und da er in der hinteren Lok auf dem Weg in die Stadt war, hat er sicher schon in Albany seine Schicht beendet.

Der Kollege wartet hier schon um die Lok die mit dem Emblem des "Empire Service" geschmückt ist, zu besteigen.

Auch wenn der Zug einen Speisewagen mitführt - ich glaube auf der "Kurzstrecke" nach Albany ist der nicht als solcher in Betrieb.


Mittwoch, 26. August 2015

Lake Shore Limited - Parallelausfahrt in Croton

Heute auf dem Nachhauseweg gab es in Croton Harmon eine Parallelausfahrt meines Metro North Zuges gen Pougkeepsie und des AMTRAK Lake Shore Limited auf seiner taeglichen Fahrt von New York nach Chicago.

Bemerkenswert fand ich die kleine Plattform am Ende des Zuges. Ob die wohl fuer die Passagiere waehrend der Fahrt zugaenglich ist?








Samstag, 1. August 2015

Albany - Rensselaer

Der "Hauptbahnhof" von New York's Hauptstadt liegt in Albany's Stadtteil Rensselaer und ist verhaeltnismaessig neu. Unweit des Zentrums, allerdings auf der anderen - der linken - Hudsonseite.

Am Bahnhof werden 5 Linien der AMTRAK abgefertigt die von hier aus in Richtung New York, Boston, Montreal, Toronto, Niagara Faelle und Chicago abfahren. Weiteren, regionalen Schienenverkehr gibt es von diesem Bahnhof ausgehend nicht.

Leider hatte ich keine Zeit den Bahnhof genauer unter die Lupe zu nehmen oder gar von hier eine Zugreise zu beginnen. Wir waren mit dem Auto unterwegs und wir nutzten am Samstagmittag die ueber 12 Uhr gehenden Oeffnungszeiten der Poststelle im Bahnhof aus um ein paar Postkarten loszuschicken.



Freitag, 17. Juli 2015

Pendelexperiment: Der Abschluss

Nachdem meine 2 Wochen ohne die "geliebte" Monatskarte in der Tasche heute zu Ende gehen, habe ich mir eine letzte, noch ungefahrene  Routenvariation auf den Experimentiertisch gelegt.

Ich nehme ab Croton-Harmon einen AMTRAK Zug in die City. Ich erhoffe mir mehr Komfort, einen Kaffee und Eibroetchen im Speisewagen und eine kuerzere Reisezeit.

Das wird zudem meine "Premierenfahrt" mit einem AMTRAK Zug. Woohoo!


Die Route soll von daheim wie ueblich im 6.09 Uhr Bus starten, den ich bis Croton nutze. Hier kann ich dann in 5 Minuten zum Bahnsteig eilen um um 6.43 den "Empire Service 230" zu erwischen.
Der Zug ist planmaessig gegen 7.30 an der Penn Station an der 34th Street in New York City und somit schonmal am Uebergabepunkt in das U-Bahnsystem 8 Strassen naeher dran als Grand Central mit seinem Standort in ther 42nd Street.

Den Uebergang in Croton habe ich knapp geschafft - der Bus hat natuerlich heute frueh ein wenig getroedelt - aber egal, ich bin mit qualmenden Socken am Bahnsteig und die AMTRAK aus Albany bimmelt ran.


Die Schaffner steigen aus und checken meine Fahrkarte bevor ich ueberhaupt in den Zug rein darf. Hier setze ich mich gleich in den (meschenleeren) Speisewagen, in der Hoffnung gleich einen kleinen Snack in mich zu stopfen.



Leider ist das "Cafe" in diesem Zug nicht bewirtschaftet. Also, kein Kaffee, kein Mampf. Egal. Aussicht geniessen.

Die George Washington Bridge. Per MTA Zug kann ich die auch nur aus der Ferne sehen da der Weg zm Grand Central Terminal ein andere ist. Die MNR Zuege biegen kurz vorher bei Spuyten Duvel links ab um noch ein wenig durch die Bronx zu fahren.



Der Zug stoppt tatsaechlich um 7.30 Uhr am Bahnsteig in der Penn Station als ich noch ein wenig drin bleibe um ein paar Fotos zu machen. Dann irre ich durch die Verteiler-Ebene um die U-Bahn zu finden. Ganz schoen unuebersichtlich, dieser Bahnhof. Was ist das Grand Central Terminal dagegen doch schoen aufgerauemt und nicht mit irgendwelchen Konzessionsstaenden zugemuellt!



Um 7.39 fahre ich dann per Subway 3 (Express) in Richtung Fulton Street ab - Zehn Minuten spaeter steige ich schon aus der Bahn und bin um 7.51 im Buero.

Diese Zeit schaffe ich zwar im Normalmodus auch, aber fuer das Pendelexperiment was das absolute Rekordzeit.

Die Kosten:

Ich hatte das Glueck als AAA Mitglied (das US-Aequivalent zum ADAC) einen Sparpreis zu buchen - 10% Rabatt wenn man 3 Tage vorher kauft: $16.20 (Normalpreis waere $18). Mit $2.75 fuer U-Bahn und Bus kommen wir zu einem Einfachnormalpreis von $20,75. Somit $1.50 teurer als das Einzelticket zum Grand Central Terminal.

Nicht die guenstigste, aber sicher die schnellste und auch die bequemste Art zu Pendeln.

Zum taeglichen Zur-Arbeit-Fahren ist die AMTRAK fuer Angestellte in meiner Gehaltsklasse leider zu teuer - es werden  weder Wochen- noch Monatskarten fuer die Strecke die ich braeuchte angeboten. Man muesste also einen Arbeitsmonat mit Einzeltickets - und es braucht ja 2 pro Tag - bestreiten.


Sonntag, 27. Juli 2014

Saint Paul Union Depot

Nachdem in in den Twin Cities ja schon ein bisschen Eisenbahnzeug besuchen konnte, war ich heute endlich am Union Depot in St. Paul. Der Bahnhof wurde bis Ende 2012 komplett renoviert um in Zukunft wieder eine wichtigere Rolle als Knotenpunkt im Bahn und Busverkehr zu spielen als noch im Moment.

Union Depot St. Paul

Derzeitiges Ende der "Green Line" kommend aus Minneapolis.

Vor dem Haupteingang befindet sich die Anbindung an das Stadtbahnsystem der Städte Minneapolis und St. Paul. Die "Green Line", die seit dem 14. Juni 2014 am Union Depot in St. Paul ihre Endstation hat, bindet somit seit langer Zeit nochmals das Stadtzentrum von Minneapolis an das kontinentale Schienennetz der USA an.

Die Vorderseite des Bahnhofs lässt schon erahnen, dass die wiedereröffnete Station einst viel Verkehr zu bewältigen hatte. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es hier fast 300 Zugbewegungen täglich bei denen an neun Bahnsteigen mit 18 Gleisen die Züge abgefertigt wurden.

Wenn man die Haupthalle betritt, blickt man zunächst auf eine Batterie von (nicht mehr genutzen) Fahrkartenschaltern. Die enorme Grösse der Wartehalle lässt ohne weiteres den Schluss zu, dass hier einmal hunderte von Passagieren ihre Reise durch die USA antraten oder beendeten. Heute befindet sich in der ehemaligen Haupthalle ein Restaurant in dem man das Ambiente bei griechichem Essen auf sich wirken lassen kann.

Von den Sitzplätzen des Restaurants eingeschlossene Fahrkartenschalter.

Blick nach links

Blick nach rechts, über das Restaurant hinweg.

Blick in den Übergang zu den einst 18 Gleisen.

Der heutige Wartebereich ist in den Übergang, der zu den Gleisen führt, integriert. Immer noch sehr grosszügig für die 2 (ja, richtig - zwei Zugbewegungen) und die handvoll Busse die hier täglich verkehren.

Wartesaal

Abgänge zu den Gleisen und Bussteigen. Allerdings sind nicht mehr alle in Betrieb. Die beiden im Bild vorne verfügen z.B. nicht mehr über eine Treppe nach unten.

Blick zurück aus dem Übergang.
Im vorderen Bereich befinden sich als erstes die Abgänge zu den Bussteigen. Hier halten Linien der Greyhound, Megabus und andere regionale Buslinien.


Der im Moment noch einzige Zugang zum Schienenverkehr ist ganz am Ende der Halle. Hier fahren die beiden Züge der Amtrak ab. Genau genommen ein Zugpaar pro Tag - also ganz genau genommen sind es 2 Zugpaare. Nämlich das Zugpaar von Chicago nach Seattle/Washington (Nr. 7/8) und das Zugpaar von Chicago nach Portland/Oregon (Zug Nr. 27/28). Allerdings fahren hier in St. Paul beide Züge noch als ein Zug, der später geflügelt wird.


Übersichtlicher Zugzielanzeiger.

Der Vollständigkeit halber noch ein Blick auf die Gleise des neu angelegte AMTRAK Bahnsteigs. Leider waren die Abgänge verschlossen, sodass ich von oben knipsen musste.

Gleise ohne Bahnsteig in Richtung Portland/Seattle.

Bahnsteig, Blick in Richtung Chicago (also die Gleise führen da hin)

Die Wartebänke in der Halle sind, vorbildlich, mit normalen Strom-Steckdosen und USB Buchsen ausgestattet um seine mobilen Geräte aufladen zu können. Kostenloses WiFi gibt es natürlich auch.



Neben den vielen zweckmässigen Einrichtungen im neu renovierten und wiedereröffneten Union Depot, gibt es viele liebevoll gestaltete und erhaltene Kunstwerke, tolle Fresken und auch ein Abgang, der nicht renoviert, noch im Zustand erhalten ist, wie ihn die letzten Reisenden 1993 erlebt haben. Am oberen Ende der noch erhaltenen alten Treppe, gibt es einen kleinen Raum mit ausgestellten Fundstücken, die während der Renovierung gefunden und für erhaltenswert erachtet wurden.






Der orginal erhaltene Abgang zu den (nicht mehr vorhandenen) Gleisen. Die gelbe Bahnsteigkante und das Snoopy Hundehaus sind meiner Meinung nach aber nachträglich hinzugefügt worden. Aber ich kann mich irren ;)

Leider stand an diesem Ausstellungsstück kein Beschreibung was es ist bzw. war. Ich vermute aber, dass es das Ende eines Rohrpostsystems ist, das auf den Bahnsteigen installiert war.




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