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Samstag, 30. Juli 2016

Binghamton

Im westlichen Teil von New York unterwegs, haben wir im kleinen Universitaetsstaedtchen Binghamton kurz Halt gemacht. Binghamton hat derzeit keinen schienengebundenen Personenverkehr. Der letzte Personenzug hat Binghamton 1966 erreicht. Die Eisenbahngesellschaft Delaware, Lackawanna and Western Railroad hat den Zug "Phoebe Snow" zwischen Hoboken, New Jersey und Buffalo, New York betrieben. Diese Verbindung war einst die schnellste und kuerzeste zwischen New York City (Hoboken liegt direkt auf der anderen Seite des Hudson River) und Buffalo. Heute muessen die Zuege nach Buffalo einen Umweg via Albany nehmen. Man kann es sich so vorstellen, dass der Zug heute erst nordwaerts bis Albany und dann nach West bis nach Buffalo faehrt wohingegen die Verbindung von Hoboken via Binghamtom nach Buffalo fast diagonal, also in nord-westlicher Richtung, verlief.

Der Bahnhof im historischen Bezirk von Binghamton steht inzwischen unter Denkmalschutz und beherbergt kleine Firmen. Neben der Hauptlinie von Hoboken nach Buffalo zweigen von hier noch 2 weitere Linien ab: Eine nach Oswego und eine nach Utica. Auf allen Strecken ist bis heute noch Frachtverkehr unterwegs und es gibt sogar Ueberlegungen den Personenverkehr wieder aufzunehmen.

Hier ein paar Fotos vom Bahnhofsgebaeude:

Gleisseite des Bahnhofs, Blick in Fahrtrichtung Hoboken und des Abzweigs nach Oswego.
Der Bahnhof befindet sich suedlich der Strecke.

Ein Bauzug ist hier abgestellt.

Blick in die andere Richtung, gen Buffalo und Utica..


Kleines Detail, ein abgeschlossener Hemmschuh.

Bahnhofsvorplatz

Marconi Tower. Aufgestellt im November 1913 um die Moeglichkeit zu testen Nachrichten per Funk and die fahrenden Zuege zu uebermitteln.


Nochmal der Bahnhofsvorplatz

Einst der Haupteingang

Lackawanna Railroad


Empfangsgebaeude und Funkturm

Mittwoch, 27. Juli 2016

The Campbell Apartment

Auf meiner gefuehrten Tour durch die New Yorker Subway Anfang 2014 endeten wir im Grand Central Terminal und wir erhielten vom Tourguide die Empfehlung doch mal einen Cocktail im "Campbell Appartment" zu trinken.

Nunja, wie es viele praktizieren, so auch ich: Man schiebt Sachen vor sich her, die man unbedingt mal machen will, wie dieser Besuch der Bar "The Campbell Apartment", und macht's dann doch nicht. Seit der Tour sind nun ueber 2 Jahre vergangen und jedes mal wenn ich durch das GCT lief - und das ist 2x am Tag - dachte ich mir: "...geh mal auf ein Bier in das Campbell-Dings. Ach ne, mach ich mal am Wochenende wenn ich mit dem Weib hier bin oder Besuch da ist."

Und dann tweetet's gestern in meiner Timeline...

...und es zwitschert, dass die Bar geschlossen wird. Der Bahnhof (die MTA) braucht den Platz. Ende Juli 2016 schliesst die Bar ihre Pforten und das war es dann. Jetzt war also Eile geboten, wenn ich tatsaechlich nochmal dahin wollte.
Kurzerhand habe ich mich nach Bueroschluss mit einem Kollegen noch auf ein letztes Bier in die suedwestliche Ecke des Terminals aufgemacht, um wenigstens mal einen Fuss in die Gaststaette gesetzt zu haben. Man kann sich vorstellen, dass es angesichts des nahenden Endes sehr, sehr voll war. In die Bar kamen wir rein aber bis zum Tresen haben wir es nicht geschafft.

Ich konnte noch den Safe im Kamin und die Menschenmenge mit hochgehaltenem iPad fotografieren und das war's.

Vielleicht noch ein paar Saetze zur der Lokalitaet an sich - in aller Ausfuehrlichkeit kann das jeder gerne auf Wikipedia nachlesen:

Der Raum, der in der suedwestlichen Ecke des Terminals, wo die Vanderbild Avenue auf die 42. Strasse trifft, befindet, liegt etwa 2 Etagen hoeher als die grosse Hauphalle. Wenn man in dieser steht, die Gleise im Ruecken hat und auf die Uhr in der Mitte schaut, ist das Campbell Appartment in the rechten Ecke, hinter dem Restaurant auf dem Balkon. Man kann durch das Restaurant durchlaufen und per Hintertuer in "The Campbell Parlor" gelangen. Eine Art Garderobe im Treppenhaus, die sogar auch einen Bierausschank hat.



Von hier geht es dann weitere 12 Stufen nach oben in das ehemalige Buero des Finanziers John W.Campbell, der im heutigen "Campbell Apartment", 1923 sein Buero einrichtete.



Nach seinem Tod 1957 wurde das Zimmer u.a. als Abstellraum genutzt bevor dann die am morgenigen Donnerstag schliessende Bar hier einzog.

John Campbell's safe, der seither in der Kaminatrappe, steht. Ob hier Geld verbrannt wurde?


Die Theke. Das Fenster ist auf die Vanderbilt Avenue gerichtet.








Freitag, 10. Juni 2016

Throwback

Vor genau 25 Jahren habe ich mich als junger, immobiler Schueler noch ueber die schlechten Fahrzeiten der Bahn in der Eifel beklagt. "Die Bahn zieht sich immer mehr aus der Flaeche zurueck...", "Der letzte Zug der mich von Gerolstein nach Hause bringt geht um halb Sieben...".

Angetriggert durch den damaligen Start der ICE-Superzuege habe ich mich aufgefordert gefuehlt, die Welt per Leserbrief wachzuruetteln:

Ein Fortschritt?


Wenn man sich heute den Bahnverkehr in und um Gerolstein anschaut, so hat sich vieles zum Positiven veraendert - die Zuege fahren getaktet und viel haeufiger als vor 25 Jahren. Im Prinzip hat sich der oeffentliche Personennahverkehr in der Eifel in die Richtung entwickelt, wie ich es mir damals gewuenscht haette.

Nicht, dass ich mir einbilde ich haette massgebliche Beteiligung an diesem Fortschritt - aber wer weiss das schon. Schmetterlingsschlag hier, Tornado da. ;)

Ich erinnere mich, dass ich sogar einen Brief eines anderen Lesers erhalten habe, der mir beipflichtete - leider habe ich den nicht mehr. Den Artikel selber konnte mir zum Glueck das Stadtarchiv in Trier besorgen.

Samstag, 23. April 2016

Umlenkrollen

Ich habe zwar kurz recherchiert, aber auf die Schnelle konnte ich nicht herausfinden, seit wann die Signale und Weichen auf der Hudsonline um Peekskill nicht mehr fern-mechanisch per Seilzug gestellt werden.

Ich bin heute ueber einen neuen Wanderweg, der auf einem Stueck von 200m parallel zur Hudson-Line verlaeuft, nach Peekskill gelaufen.





Zwischen Weg und dem Bahndamm zeigte ich einen grossen Schrottberg von Umlenkrollen wie sie entlang der Gleise aufgestellt waren, um die Seilzuege vom Stellwerk zu den Weichen und Signalen zu fuehren.

Keine Ahnung wie lange die schon hier vor sich hin rosten,







Peekskill - Hudsonline Express to New York City

Hier kommt der Hudsonline Express der um 1.34 ab Peekskill in Richtung Grand Central Terminal fahren soll in einem grossen Bogen aus Garrison angefahren.

Lok 219 schiebt ihre sieben Wagen an diesem fruehen Samstag Nachmittag die Hudsonline runter gen New York City.





Dienstag, 5. April 2016

Neue Haltestellenanzeige

In der U-Bahn 4 auf der Lexington Line ist mir heute eine kleines Detail aufgefallen. Die Folie auf der man die folgenden Haltestellen sieht, ist fuer 2 Linien ausgelegt. Bisher habe ich nur welche gesehen die entweder die Haltestellen der roten Linie 2 aufgedruckt hatten oder die der gruenen 5. War also einmal ein Zug der Linie 2 auf dem Kurs der 5 unterwegst, war die Karte immer als gekennzeichnet mit "This map is not in use".


Da es wohl haeufiger vorkommt, dass die roten 2er Zuege auch auf der gruenen Linie 5 fahren (oder umgekehrt) hat man hiermit eine pragmatische Loesung des Problems gefunden.

Andere Linien wir z.B. die blaue E haben sind Anzeigentechnische bereits in der Gegenwart angekommen und haben ein Display das direkt die kommenten Haltestellen anzeigt.

Aber, es gibt auch noch aeltere Wagen. Auf der blauen Linie C zum Beispiel gibt es noch Zuege, da wird gar nichts angezeigt - hier muss man auf eine halbwegs verstaendliche Ansage des Fahrers hoffen oder aber die Augen aufhalten wenn man in einen Station faehrt.

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