Dienstag, 9. März 2010

Tunnelblick

Von Seiten des Pendlerparkplatzes zeigte sich der neue Tunneleingang heute früh wie folgt...


Links alt, rechts neu.


Neuer, breiter Tunnel.

...schmucklos aber offensichtlich zweckmäßig. Sogar die Poster/Fahrplanaushangkästen sind schon ins die Wand gegossen...
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Dienstag, 2. März 2010

Kurze Bestandsaufnahme...

Endlich ist der Schnee weg. Man liegt offentbar ca. 2 Wochen hinter dem Zeitplan. Der lange, harte Eifelwinter hat den Projektleitern wohl einen Strich durch den Gantt-Chart gemacht. Ursprünglich sollte das Gleis 2 schon wieder in Betrieb sein - den neuen Aushängen am Bahnhof nach wird aber nicht vor dem 20.3. mit einer Inbetriebnahme gerechnet.


Der Schnee ist endlich gewichen und am Gleis 2...


...beginnen die Pflasterarbeiten auf dem neue Bahnsteig.


Am Gleis 6/7 (keine Gewähr auf die Richtigkeit der Nummern) werden, wie schon an den Gleisen 1-5 geschehen, die Hilfsbrücken wieder ausgebaut und der frisch gegossene Fußgängertunnel mit Erdreich verfüllt.


Auf Gleis 6 hat sich ein Kran in Position gebracht...

...der bereits die Weiche über dem neuen Tunnel herausgehoben hat.

Die Baugrube über dem fertigen Tunnel wird nun verfüllt.




 Als Abschluss noch ein Blick ins Treppenhaus.


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Kurz: Schulausflug...

Der RE12 um 10.02 Uhr ab Euskirchen in Richtung Köln war heute gut besetzt. Nicht zuletzt, weil offenbar mindestens eine Schulklasse auf großer Fahrt war. Die waren wegen ein paar Minuten Verspätung schon etwas nervös, sodass sie schon in Hürth von Ihren Lehrerinnen gebeten wurden zusammenzupacken und zur Ausgangstür zu gehen.
Da es alles brave Schüler waren, waren die Ausganhstüren schon weit vor Köln Süd von der Schulklasse, die aus ca. 25 mit Rucksäcken und Reisetaschen bepackten Schülern bestand,  verstopft - und das, wo sie erst am Hauptbahnhof aussteigen sollten. Es mussten also normal (erfahrene) Mitfahrer in Köln-Süd und in Köln-West an den wartenden Schülern vorbeiquetschen.

Soweit, so unspektakulär...
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Sonntag, 28. Februar 2010

Unwetterschäden auf der Eifelstrecke

Ich hab eben kurz überlegt ob ich heute den Zug nutze um einen Familieausflug zu machen. Ich glaube ich werde es lassen...
Aufgrund des Unwetters kommt es in der gesamten Region (Rheinland - Pfalz und Saarland) zu erheblichen Beeinträchtigungen. Es muss mit Zugverspätungen und Zugausfällen gerechnet werden.
Insbesondere betroffen sind folgende Strecken Trier – Jünkerath, Trier – Koblenz, Würzbach – Zweibrücken und Merzig – Mettlach sind bis auf weiteres gesperrt.
Weiterhin ist durch einen Kurzschluss in der Oberleitung die Strecke St.Wendel – Türkismühle gesperrt.

Es wird versucht auf allen Strecken Schienenersatzverkehr (SEV) einzurichten.

Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.


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Freitag, 26. Februar 2010

Freitagabend...

Ein Arbeitskollege hatte das Vergnügen mich aus Büdingen nach Gelnhausen zum Bahnhof zu bringen. Ich wollte den Zug um Achtzehnuhrpaarundreißig nehmen. Die geplante Verbindung hätte mich gegen kurz vor 10 nach Euskirchen gebracht.

Das "hätte" läßt an dieser Stelle schon erahnen, dass es natürlich anders kommen sollte. Der Kollege Fabian fuhr mit mir mehr als rechtzeitig los und peilte grob den Bahnhof Gelnhausen an. Nur leider wusste er nicht genau, wie man denn nun dahin kommt. Und es kam wie es kommen musste - wir irrten durchs Städchen und der Zug fuhr ohne mich. (Seither nenne ich ihn nur noch verFa(hr)bian.) Laut Fahrplan fährt der nächste zwar schon in 25 Minuten, aber das Endziel wird trotzdem erst eine Stunde später erreicht. Und das an einem Freitagabend. Man ist geschafft und will einfach nur noch heim.

Den kommenden Regionalzug nach Frankfurt habe ich dann auch bequem erreicht und bis los und stand kurz vor Hanau vor der Wahl den ICE26 zu nehmen, der durch das Rheintal über Bonn nach Köln fährt. Diese Verbindung hätte mich planmäßig nicht später nach Hausegebracht als die über Montabaur. Ich habe mich aber gegen die Rheinstrecken entschieden - im dunkeln sieht man da eh nix vom Weltkulturerbe Mittelrheintal.

Im Landeanflug auf Frankfurt Hauptbahnhof habe ich dann nochmal kurz den Fahrplan gechecked um nach evtl. verspäteten ICE, die ich noch nehmen könnte, zu fahnden. Und da - der DB Railnavigator verriet mir doch tatsächlich, dass der ICE120 nach Amsterdam etwa 15 Minuten später abfährt. Hooray! Ich konnte noch bequem umsteigen und mir sogar noch einen Cheesburger kaufen. Der Zug war noch nicht am Bahnsteig.

Im Zug angekommen habe ich sogar noch einen Platz auf den bahn.comfort Sitzen gefunden und die Reise ging dann mit etwa 20 Minuten Verspätung los. Nicht weiter tragisch, da mein Anschlußzug in die Eifel in Köln ca. 35 Minuten später fährt als die planmäßige Ankuft des ICE120 ist. Also noch einen Puffer von etwa einer Viertelstunde.

Unterwegs begab sich noch ein kleines Episödchen mit einem Mitfahrer (ebenfalls BC100 Nutzer) der vom Schaffner Nr.1 (ein resoluter, niederländischer Kollege) einen Zangenaufdruck auf irgendwas haben wollte um damit einen Beleg zu haben, dass er im ICE120 sitzt. Wegens des Verspätungsgutscheins. Der Schaffner meinte aber, dass er das erst ab einer Stunde machen darf. Der BC100er wollte noch rumdiskutieren und zog auch gleich (!) die Beförderungsbedingungen zur BC100 aus der Jackeninnentasche, aber der Schaffner war schon weg. Ich versuchte dem anderen 100er Nutzer zu erklären, dass er auf den Zangenabdruck sch**ßen soll - einfach zum Infopunkt gehen und sagen was mal will, dann kriegt man einen freigestempelten Antrag auf Verspätungsdingenserstattung. Auf dem im übrigen auch nochmal haarklein dargeklegt werden muss, wo man mit welchen Zügen hinwollte und letztendlich wann man da angekommen ist. Das füllt man (plausibel) aus, schickts weg und nach ca. 3 Wochen kriegt man als 100er-Kunde seinen 10€ Gutschein. Zack - bums - aus.
Wollte der andere aber alles nicht hören. Er griff sich dann den 2. Schaffner und der tackerte ihm einen Stempel in den "Ihr Reiseplan"-Flyer. Der dicke Holländer hat das auch noch aus der Ferne kommentiert, aber der andere 100er war zufrieden.

Nachdem kurzen Intermezzo rollten wir so mit dem ICE120 gen Amsterdam und irgendwo hinter Montabaur sprachs (in 3 Sprachen - *schnauf*) von der Decke: "Meine Damen und Herren, wegen eines Problems mit dem Triebfahrzeug endet unser Zug heute ausserplanmäßig in Köln Hbf.", "Dames n Heeres...Keulen Centraaal.","Ladies and Genleman...Cologne Central Station." Es ging nach der obligatorischen Wiederholung weiter mit: "Am Bahnsteig gegenüber wird ein ICE gegen 21h20 die Fahr nach Amsterdam fortsetzen."

Kurz nachdem den Ansager das alles in 3 Sprachen runtergebetet hatte, gingen im Zug alle Reservierungs und Zugzielanzeigen aus. Hoffentlich bleibts dabei und es geht nicht noch mehr aus - dachte ich mir. Nach ein paar Minuten gingen zunächst - einer nach dem anderen - die Reservierungsschilder wieder an und auch der Zugzielanzeiger erwachte wieder. Da stand nun "ICE227 von Amsterdam nach Frankfurt". Hmmmm... 


In Köln angekommen stand auch am Bahnsteig an dem unser Zug hielt "ICE227 mit Ziel Frankfurt/Main". Und ich dachte, der Zug sei kaputt. Es kam auch gleich ein Caterer an mit frischem Futter und der Zug schien sich bereit zu machen für die Rückreise nach Frankfurt. Vielleicht war einfach das gelbe Nummernschild abgelaufen und er durfte nicht ins Niederländle - wer weiß... 


Vom Bahnsteig am Gleis 9 - wo ich auf meine RB24 wartete - beobachtete ich noch die Ankuft der Zuges, der die Reisenden nach Amsterdam bringen soll. Er kam nicht wie versprochen am Bahnsteig gegenüber an sondern auf dem Gleis direkt daneben. Das bedeutete für die Reisenden nach Düsseldorf, Oberhausen, ..., Amsterman: Koffer schultern, Treppe runter, Treppe rauf und rein in den Zug. Doof organisiert. Aber nunja, mir war's Latte. Unterm Strich war ich eine Stunde früher daheim als durch verFa(hr)bians Extratour zunächst befürchtet.
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Dienstag, 23. Februar 2010

Lost in Transportation in Derkum

Bus ist da und inzwischen ein Babysitter zu Hause. Frau auch ... on TwitpicNachdem der heutige Tag ja so rein pendeltechnisch recht gut begonnen hat, hat sich dann am Abend das Blatt nochmal gewendet. In Erftstadt sprach der Zugansager zu uns, dass es zwischen Derkum und Euskirchen zu einem Personenunfall gekommen ist. Der Zug, RE12, endet heute in Derkum. Es werden Ersatzbusse und Taxis bereitgestellt werden.

Nunja, für mich würde es wohl der zweite, unfreiwillige Aufenthalt im Voreifeldörfchen Derkum werden. Zuletzt war ich Anfang 2008 in Derkum gestrandet.

Jedenfalls fing in Erftstadt natürlich der ganze Zug an zu telefonieren und schimpfte über die Scheissbahn und die unhaltbaren Zustände. Nunja, ich find's auch nicht okay, dass die Bahn immer wieder Personenunfälle organisiert nur um dadurch mutwillig den Fahrplan ins wanken zu bringen. Das ist nicht nett von der Bahn.

Es ging dann weiter nach Weilerswist wo der Zug verdächtig lange rumstand - so etwa 10 Minuten. Der Kommentator sprach jetzt nochmal zum Volk: "Vor dem Bahnhof steht ein Bus nach Euskirchen für Sie bereit." Ein Tross von Leuten setzte sich sogleich aus den beiden gut besetzten Zugteilen in Richtung Bahnhofsgebäude in Bewegung. Wegen drohender über-Überfüllung des einen Busses habe ich mich kurzerhand entschlossen nach Derkum weiterzureisen.

Wir hinterlassen einen leere RE in #Derkum. Hier möcht man  ... on TwitpicHier fuhr der Zug nun langsam an den Bahnsteig am Gleis 1 und wies die Leute an auszusteigen. Der Zug endet hier. Wir standen sogleich als vereint wartende Pendlerschar vor dem Derkumer Bahnhof und warteten auf die versprochenen Taxis und Busse. Es regnete und die Menge raunte.
Um die ersten Taxis, die etwa 15 Minuten später ankamen, gab es noch ein bißchen viel Rangelei, sodass ich mich da noch nicht weiter angestellt habe.
Der Zug wurde inzwischen auf das Gleis in Richtung Köln umgeparkt - ich vermutete, dass gleich wohl der Ersatzbus aus Euskirchen hier ankommen wird um die Fahrgäste des Gegen-RE12 in den unsrigen Zug umzuladen und das in Richtung Gerolstein/Trier orientierte Pendlervolk einsammelt.
Ein paar Minuten später kam ein weiteres Taxi angefahren in dem 2 Leute drinnen saßen und auf das zielstrebig der Schaffner und Lokführer unseres Zuges zugingen. Die stiegen auch gleich ein und die beiden aus dem Taxi stiegen aus. Auch Bahner. Aha, man tauscht also die Zugmannschaften aus. Ok, macht Sinn. Die Leute wollen ja auch mal Feierabend haben, und das am besten an dem Zielort, an dem das Schichtende wohl geplant war.

Jetzt bogen dann auch 2 Busse ums Eck, entließen die Fahrgäste aus Euskirchen in die dunkle Derkummer Nacht und luden uns wartende, nasse Pendler ein mit ihnen nach Euskirchen zu fahren. In der Zwischenzeit hatte ich aber das heimische Notfallmanagment in Gang gesetzt und meine Frau rief an um mir zu sagen, dass sie auf dem Weg ist. Sie hatte in der Zwischenzeit einen Babysitter organisiert und hat den Diesel vorgeglüht um mich in Derkum einzusammen.

Ich stieg als wieder aus dem Bus und wartet neben einem inzwischen eingetroffenen gelbbejackten Bahnmitarbeiter, der die Fahrgäste auf die Busse verteilte und Auskünfte gab.
Ich ließ mich zu einem kurzen Plausch hinreissen und fragte, was genau passiert sei - Unfall oder Selbstmord - und vor allen Dingen: wo. Er erzählte, dass es ganz klar ein Selbstmord war. Direkt am ersten Bahnübergang hinter Derkum in Richtung Euskirchen. Es ist wieder Saison, meinte er. Ich erwiderte, dass ja eigentlich der Herbst eher einen depressiven Beigeschmack hätte wo man sich schonmal umbringt. Aber der Frühling? Nunja, der gelbe Mann meinte nur (betroffen, aber dienstlich trocken) "Wir haben da heutzutage leider das ganze Jahr Saison. Die Leute springen einfach immer." Aber am meisten leid tut's ihm für die Lokführer. Verständlich, die müssen immerhin damit leben.

Der Busfahrer der sich inzwischen auch dazugestellt hatte lies es sich nicht nehmen anzumerken, dass er ja auch schonmal einen Personenschaden hatte. Aber der hat überlebt.

Auf der Heimfahrt im ehefraugeführten PKW sah man dann noch die gruselige Szene von der Strasse aus. Ein "Geisterzug" auf freier Strecke - Licht an, keine Menchenseele mehr drin. Ein paar Dekameter dahinter - in Richtung Euskirchen - ein Blaulichtermeer und eine durch Feuerwehrleute gut beleuchtete Eisenbahnstrecke.

Schlimme Sache das.
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Hilfsbereite Mitpendler

Der Welt langsamster Aufzug am Bahnhof West hatte heute früh erneut die Aufgabe mich zum unterirdischen U-Bahnsteig zu chauffieren. Wie schon oft, hörte man schon die von Unterwegs das Einfahren einer U-Bahn. Ungefähr einen halben Meter über Endniveau des Aufzugs konnte man schon sehen, wie die Bahn die Türen öffnet. Aber der Aufzug ist so erbärmlich langsam, dass ich heute - wäre ich auf mich alleine gestellt gewesen - der Bahn nur noch hätte nachwinken können.

Aber eine wartende Nutzerin des öffentlichen Nahverkehrs hat sich kurzerhand auf einen kleinen Fingerzeig von mir - gepaart mit einem bittenden (Hunde)-Blick - dazu hinreissen lassen, die Türen der Bahn nochmals per Handauflegung offen zu halten.

So habe ich dann ohne großen Zeitverlust *) die Bahn in Richtung Piusstrasse erwischt. Danke!

*) ...am Morgen sind 5 Minuten länger und vor allem kostbarer als Abends. Am längsten und allerwertvollsten sind 5 Minuten unmittelbar nach dem Weckerklingeln. Ab dann nimmt die Länge von 5 Minuten bis zum Zubettgehen stetig ab. Zeit ist eben relativ!
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