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Samstag, 6. September 2014

CSX an der Bear Mountain Bruecke

Aus dem Einschnitt den die River Line durch die Halbinsel "Iona Island" zieht, kommt hier ein Gueterzug gezogen von 2 Lokomotiven der CSX...



...der zunaechst die Doodletown-Bucht und anschliessend unter der Bear Mountain Bridge seine Fahrt gen Norden fortzetzt.





Freitag, 1. August 2014

Union Station Kansas City

Kansas City, Missouri besitzt - südlich der Innenstadt gelegen - ein eindrucksvolles Bahnhofsgebäude: Die Union Station.
Die vor nicht allzu langer Zeit komplett restauriert Station, wurde 1914 eröffnet und erlebte ihren Höhepunkt 1945, als täglich um die 670.000 Reisende den Bahnhof nutzten. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges im gleichen Jahr, nahm die Zahl der Reisenden kontinuierlich ab und der Bahnhof schloss 1985, also 40 Jahre später, seine Pforten.

Elf Jahre später gründete sich eine Interessengemeinschaft, die das Geld aufbrachte um den alten Bahnhof wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Zunächst wurde die Kansas Union Station allerdings noch ohne Zugverkehr im Jahr 1999 wiedereröffnet und diente nur als Herberge für ein Museum und Ort für öffentliche Veranstaltungen.

Im Jahre 2002 kehrte dann letztendlich die AMTRAK zurück, und der Bahnhof konnte wieder seiner eigentlichen Aufgabe gerecht werden - wenn auch nicht in dem Umfang wie etwa 60 Jahre zuvor. Bis heute hat sich die Kansas Union Station mit etwa 450 Reisenden täglich zum zweitgrössten Bahnhof von Missouri entwickelt. Unglaublich, aber das sind weniger als 0.07% der Reisenden 1945. Es gibt also noch Potential...

Für die nahe Zukunft ist zudem eine Anbindung der Station an den Stadtkern per Strassenbahn (Lightrail) geplant. Bereits im nächsten Jahr sollen die Streetcars zur Union Station rollen um Passagiere bequem zu den Fernzügen nach St. Louis, Chicago und Los Angeles zu bringen.

Derzeit verkehren 2 Linien der AMTRAK:


Wie auch in St.Paul, Minnesota, erinnert man sich allmählich wieder an die alte, verlässliche Infrastruktur, setzt sie instand und bindet die alten Trassen mit ihren Fernzügen der AMTRAK wieder an die Stadtkerne der amerikanischen Großstädte an.

Der Bahnhof von aussen





Diese Art und Weise die Parkgebühr zu entrichten kennen wir ja schon von der Bostoner MBTA. Man merkt sich die Nummer der Parktasche, und steckt den entsprechenden Betrag in den dafür vorgesehenen Schlitz. Wunderbares System. Klappt auch bei Stromausfall! 

Die Wartehalle


Heute mit Restaurants, Austellungsflächen und kleinen Boutiquen bestückt.



Unter der grossen Uhr entlang geht/ging es zu des Gleisen. Heute kann man auch wieder per Zug hier ankommen und losfahren, aber neben Bahnsteigen gibts es dort auch ein Kindermuseum zu entdecken.


Wunderschöne Decke...

... mit lecker Lampen.

Der Übergang zu den Gleisen






AMTRAK


Der kleine Teile des Bahnhofs, der sich mit Zugreisen und den Zugreisenden beschäftigt. Immerhin waren die Schalter mit 2 Bahnern besetzt die beraten, das Gepäck einchecken, Tickets verkaufen und mit Rat und Tat zur Stelle sind.





Strassenbahn

Und zum Schluss noch ein Blick in die Zukunft. Vom Skywalk aus, der den Bahnhof mit dem Crown Center verbindet, hat man einen guten Blick auf die Baustelle in der Main Street - hier entsteht die Strassenbahn, die den alten, ehrwürdigen Bahnhof mit Kansas City Downtown verbindet.




Quellen:

  • http://www.kcata.org/light_rail_max/kansas_ctiy_streetcar
  • http://en.wikipedia.org/wiki/Union_Station_(Kansas_City,_Missouri)

Donnerstag, 31. Juli 2014

Cowboy Trail

Auf der aufgegebenen Trasse der Chicago and North Western Railway zwischen Norfolk und Valentine (Chadron) im nördlichen Nebraska, ist der derzeit längste Rail-Trail der USA. Auf einer länge von 517 km (321 Meilen) kann man radeln, reiten oder wandern. 


Brücke über den Niobrara River südöstlich von Valentine NE



Kabelloser Telefonmast an der Strecke mit Kilometrierung. Nun, eigentlich ja "Meilierung".

Meile 240 - gemessen von Norfolk NE aus.

Der Rail Trail ist vollständig unbefestigt, er dürfte sich als eher zum reiten als zum radeln eignen.

Murdo MacKenzie

Auf unserer Fahrt durch die USA haben wir in South Dakota in dem kleinen Nest Murdo eine Nacht im Motel verbracht. Während wir den kleinen Ort erkundeten, bin ich auch auf ein paar, nicht mehr genutzte Bahnanlagen gestossen.

Kartenausschnitt, Quelle siehe [1]


Murdo liegt an einer Strecke von Chamberlain nach Deadwood, der Chicago, Milwaukee, St. Paul and Pacific Railroad und wurde 1907 gegründet.

1906 wurde mit dem Bau von Chamberlain aus in Richtung Westen bis in den Ort Murdo begonnen, 1907 ging es weiter bis nach Rapid City [2]. Ich habe keine Belege dafür, aber ich vermute stark, dass Murdo eigentlich eine alte Eisenbahnersiedlung ist und nur wegen der Bahn entstanden ist.

Hier nun ein paar Fotos, wie der Bahnhof Murdo heute aussieht:

Ich stehe westlich vom Empfangsgebäude und blicke nach Osten.

Blick nach Osten, die Streckengleise liegen nördlich vom Empfangsgebäude. Die Gleise hier führen demnach nach Chamberlain.

Das Lade- Abstellgleis das südlich vom Emfangsgebäude entlang führt. Hier Blick nach Westen. Das Empfangsgebäude liegt im Rücken des Fotografen.

Streckengleis in Richtung Osten, via Rapid City nach Deadwood.

Bahnhof Murdo Mackenzie

Abgenutztes Schienenstück


Quellen:

  1. http://www.davidrumsey.com/luna/servlet/detail/RUMSEY~8~1~24458~900014:Chicago-Milwaukee-&-St--Paul-Railwa
  2. http://history.sd.gov/preservation/OtherServices/SDRailroad.pdf
  3. http://en.wikipedia.org/wiki/Murdo,_South_Dakota

Sonntag, 27. Juli 2014

Saint Paul Union Depot

Nachdem in in den Twin Cities ja schon ein bisschen Eisenbahnzeug besuchen konnte, war ich heute endlich am Union Depot in St. Paul. Der Bahnhof wurde bis Ende 2012 komplett renoviert um in Zukunft wieder eine wichtigere Rolle als Knotenpunkt im Bahn und Busverkehr zu spielen als noch im Moment.

Union Depot St. Paul

Derzeitiges Ende der "Green Line" kommend aus Minneapolis.

Vor dem Haupteingang befindet sich die Anbindung an das Stadtbahnsystem der Städte Minneapolis und St. Paul. Die "Green Line", die seit dem 14. Juni 2014 am Union Depot in St. Paul ihre Endstation hat, bindet somit seit langer Zeit nochmals das Stadtzentrum von Minneapolis an das kontinentale Schienennetz der USA an.

Die Vorderseite des Bahnhofs lässt schon erahnen, dass die wiedereröffnete Station einst viel Verkehr zu bewältigen hatte. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es hier fast 300 Zugbewegungen täglich bei denen an neun Bahnsteigen mit 18 Gleisen die Züge abgefertigt wurden.

Wenn man die Haupthalle betritt, blickt man zunächst auf eine Batterie von (nicht mehr genutzen) Fahrkartenschaltern. Die enorme Grösse der Wartehalle lässt ohne weiteres den Schluss zu, dass hier einmal hunderte von Passagieren ihre Reise durch die USA antraten oder beendeten. Heute befindet sich in der ehemaligen Haupthalle ein Restaurant in dem man das Ambiente bei griechichem Essen auf sich wirken lassen kann.

Von den Sitzplätzen des Restaurants eingeschlossene Fahrkartenschalter.

Blick nach links

Blick nach rechts, über das Restaurant hinweg.

Blick in den Übergang zu den einst 18 Gleisen.

Der heutige Wartebereich ist in den Übergang, der zu den Gleisen führt, integriert. Immer noch sehr grosszügig für die 2 (ja, richtig - zwei Zugbewegungen) und die handvoll Busse die hier täglich verkehren.

Wartesaal

Abgänge zu den Gleisen und Bussteigen. Allerdings sind nicht mehr alle in Betrieb. Die beiden im Bild vorne verfügen z.B. nicht mehr über eine Treppe nach unten.

Blick zurück aus dem Übergang.
Im vorderen Bereich befinden sich als erstes die Abgänge zu den Bussteigen. Hier halten Linien der Greyhound, Megabus und andere regionale Buslinien.


Der im Moment noch einzige Zugang zum Schienenverkehr ist ganz am Ende der Halle. Hier fahren die beiden Züge der Amtrak ab. Genau genommen ein Zugpaar pro Tag - also ganz genau genommen sind es 2 Zugpaare. Nämlich das Zugpaar von Chicago nach Seattle/Washington (Nr. 7/8) und das Zugpaar von Chicago nach Portland/Oregon (Zug Nr. 27/28). Allerdings fahren hier in St. Paul beide Züge noch als ein Zug, der später geflügelt wird.


Übersichtlicher Zugzielanzeiger.

Der Vollständigkeit halber noch ein Blick auf die Gleise des neu angelegte AMTRAK Bahnsteigs. Leider waren die Abgänge verschlossen, sodass ich von oben knipsen musste.

Gleise ohne Bahnsteig in Richtung Portland/Seattle.

Bahnsteig, Blick in Richtung Chicago (also die Gleise führen da hin)

Die Wartebänke in der Halle sind, vorbildlich, mit normalen Strom-Steckdosen und USB Buchsen ausgestattet um seine mobilen Geräte aufladen zu können. Kostenloses WiFi gibt es natürlich auch.



Neben den vielen zweckmässigen Einrichtungen im neu renovierten und wiedereröffneten Union Depot, gibt es viele liebevoll gestaltete und erhaltene Kunstwerke, tolle Fresken und auch ein Abgang, der nicht renoviert, noch im Zustand erhalten ist, wie ihn die letzten Reisenden 1993 erlebt haben. Am oberen Ende der noch erhaltenen alten Treppe, gibt es einen kleinen Raum mit ausgestellten Fundstücken, die während der Renovierung gefunden und für erhaltenswert erachtet wurden.






Der orginal erhaltene Abgang zu den (nicht mehr vorhandenen) Gleisen. Die gelbe Bahnsteigkante und das Snoopy Hundehaus sind meiner Meinung nach aber nachträglich hinzugefügt worden. Aber ich kann mich irren ;)

Leider stand an diesem Ausstellungsstück kein Beschreibung was es ist bzw. war. Ich vermute aber, dass es das Ende eines Rohrpostsystems ist, das auf den Bahnsteigen installiert war.




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