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Dienstag, 9. Juni 2009

E-Ticket Lesegerät im Bus

Bisher musste man in den Bussen in Euskirchen einfach immer nur sein Plastikkärtchen hochhalten und der Busfahrer lies einen das Gefährt besteigen. Ob das Ticket überhaupt gültig war, konnten nur die Kontrolleure mit ihren Gameboys feststellen.
Das scheint sich nun geändert zu haben. In den Stadtbussen hängt am Eingang jetzt so ein kleines Gerät in das man seine Karte stecken muss. Die Technik scheint aber noch so neu zu sein, dass sie noch ganrnicht richtig funktioniert. Ich steckte mein Kärtchen in den Schlitz - die kleine Kiste überlegte kurz und antwortete: "Karte nicht lesbar oder ungültig." Eine doofe Fehlermeldung übrigens. Auch wenn das Ding nicht lesbar ist, kann es ja gültig sein.

Wie dem auch sei - es klappte nicht. Eine weitere Aboinhaberin hat die gleiche Fehlermeldung bekommen. Es schien also ein Problem mit dem Gerät zu sein. Um den Verdacht zu erhärten, hielt der Buspharao einen vorbeikommenden Kollegen an und ist mit uns zum 2. Bus gelaufen. Hier haben wir nochmal unsere Karten ins Gerät geschoben. Mit dem gleichen Ergebnis.

Neue Technik die nicht funktioniert. So liebe ich das :D.

Im Zug später waren übrigens auch wieder einmal Kontrolleure unterwegs und da gab's kein Problem mit dem Auslesen der Kartendaten.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Omagen Norden

Ich saß mit dem 872 gen Norden während sich eine alte Dame mit ihrem Rollator ins Beförderungsmittel schob und sich schnaufend hinsetzte.

Nachdem wir dann los sind, schaute sie sich schon in Höhe das Amtsgerichts unsicher um und wurde zusehens nervöser. Am Burgerking zog sie dann, quer über den Zwischengang langend, an meinen Kopfhörern und wollte wissen, wohin dieser Bus denn fährt und ob es überhaupt der 872er sei.

Ja, es war tatsächlich der 872er aber mit Fahrtziel "Nordstadt". Die gute Frau wollte aber in die Südstadt. Quasi das andere Ende der Linie 872. Ich sagte ihr, dass das ja nicht so schlimm sei. Der Bus dreht ja am Nordende der Linie und fährt wieder zurück.

Die Frau, davon unbeeindruckt, wurde allerdings immer hektischer zückte ein mobiles Telefon um wohl Hilfe zu rufen. Aber unter der Nummer die sie gewählt hatte ging niemand ran bzw. es tat sich garnichts. Ich vermute, sie hat die Vorwahl vergessen. Aber egal. Ich habe ihr nochmal gesagt, dass das alles ja nicht schlimm sei. Euskirchen ist ein Dorf, da machts nix wenn man mit dem Bus nordwärts statt südwärts fährt. (Wenn man mit dem Auto nach Euskirchen rein kommt und nicht rechtzeitig bremst, dann ist man schon wieder raus aus dem Ort. Alles sehr überschaubar hier.)

Indes ich die Frau zu beruhigen versuchte und ihr sagte, sie soll einfach sitzen bleiben. Der Bus kommt irgendwann schon da an wo sie hin will, da schaltete sich der Buspharao ein und meinte, dass er am Ende der Linie 'ne halbe Stunde Pause macht. Die Frau kann nicht im Bus bleiben. Am Ender der 872 steht aber schon ein anderer Bus, der sofort nach Ankunft losfährt und die Rückleistung bedient. Allerdings war sich der Fahrer nicht sicher, ob der wartet. Immerhin hatten wir ja 5 Minuten Verspätung.

Die Frau beruhigte sich indes nicht wirklich. Sie war völlig fertig mit der Welt. An der vorletzten Haltestelle empfahl der Fahrer dann, dass sie da aussteigen solle um den zurück fahrenden Bus auch ganz sicher zu erwischen. Er hat zwar die Kollegen angefunkt, aber der antwortete nicht.

An der Endhaltestelle angekommen stand der 2. Bus noch da und unser Busfahrer fing an zu schimpfen. Tür auf, Bremse rein und direkt man den Kollegen angefratzt. Hier trafen dann 2 Kulturen aufeinander. Die deutsche Gründlichkeit unseres Fahrers und die russische Gelassenheit des anderen Buslenkers.

Bevor die beiden sich dann ausgekäst hatten bin ich aber heim - wird schon alles gutgegangen sein in der Voreifelmetropole Euskirchen. :)

Montag, 22. Oktober 2007

Nette Busfahrer

Heute morgen fuhr ich mal wieder mit dem 872. Auf dieser Linie sind wohl die nettesten Busfahrer unterwegs die das Unternehmen zu bieten hat. Heute morgen haben wir ein Ömchen (für die Elektriker unter uns: kleiner Widerstand) mit Rollator unterwegs aufgesammelt weil sie es wohl nicht mehr bis zur Haltestelle geschafft hätte. Sehr nett ,das.

Mir selber ist ähnliches vor etwa einem Jahr passiert. Da wohnte ich noch am anderen Ende der 872 und an der Haustüre vorbei ging die Linie 872. Ich war morgens auf dem Weg zum ersten Bus und recht spät dran. Als ich aus der Tür trat bog der Bus schon um die Ecke. Und meine nächste Haltestelle war noch etwa 500m weit weg. Auf ein kurzes Winken hin hield der Bus aber an und sammelte mich auf. Auch sehr nett, das.

Montag, 27. August 2007

Schüler - Mütter - Rentner


Ich habe ja schon eininge Fahrplanlagen durch. Mal um 7 Uhr, mal um 8. Gegen 9:30 oder um die Mittagszeit. So richtig alleine ist man nie. Ausnahme: Schulferien. Starte ich morgens um 7 Uhr kann man vor Schülern kaum treten. Bus ranvoll, Bahnhof übervoll, Zug ziemlich voll.

Fährt man so gegen 9 Uhr los sind die Schüler von der Strasse und die Rentner machen mobil, nunja - was man so mobil nennt. Heute morgen war der Multifunktionsstellplatz im Bus mit 3 Rollatoren samt dazugehörigem Rentner belegt. Wo morgens coole Klingetöne und raubkopierte Spiele den Besitzer wechseln wird am Vormittag dann "Mein Bandscheibenvorfall, meine Arthrose und mein Blutbild" gespielt. Wer hat die meisten Zipperlein und werd muss zu welchem Arzt. Alle Rentner sind auf den Beinen, bzw. Rädern um einmal quer durch die Stadt hin zu Ihrem Medizinmann zu fahren.

Sitzen dann gegen 11:00 Uhr alle alten Menschen in Wartezimmern sind versorgt und lesen, kommen die Mütter. Schnell was zum Mittag kaufen, eine Runde auf den Spielplatz oder einfach nur den öffentlichen Nahverkehr mit voll gepackten Kinderwagen blockieren und Mitfahrern das nervige gequengel ihrer Plagen zuzumuten.

Als nächstet muss ich dann mal testen was so los ist wenn ich schon um 6 Uhr losziehe. Da stehen sich vermutlich die Pendler selber im Weg. :)

Montag, 16. Juli 2007

872


Das Abenteuer ÖPNV-Pendler kann beginnen. Für knapp 140 Euro im Monat lasse ich mich jetzt durch die Gegend fahren, beobachte meine Mitfahrer, freue mich über bekannte Gesichter und hoffe auf nette kleine Geschichten die ich hier aufschreibe.

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