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Freitag, 8. Juni 2018

Uncommon announcement

Usually Metro North's conductors follow a straight forward announcement template when they speak through P.A. to the people in the train.

This morning, the arrival notice for Grand Central Terminal was a bit off the norm - other commuters in the coach mentioned, that it is his last day at work today, that's why he's so excited. Let me try to remember what he said (Dan on train 830 - 710am from Cortlandt to Grand Central):
Alright folks, we're arriving at the iconic landmark of New York: Grand Central. Please make sure that you look up the racks and around you to gather all your belongings. If you leave it and we find it, it takes in average 2 weeks until you can get it from the "Lost and Found".
Have a wonderful Friday, this is Big Apple. New York, New York.

Samstag, 28. Januar 2012

Born to be a clown...






I was born to be clown, but I found this job instead."

Dieser Schaffner auf der New Haven Line unterhält eine handvoll Jugendliche - wunderbar. Mundharmonika, Mützentricks und flotte Sprüche.

Der Titel dieses Videos ist ein wenig irreführend. Das ist weder eine Subway noch ist das ein Polizist. Das ist ein Zug der Metro North.

Freitag, 11. November 2011

Cool you off?

Heute Abend im Hudsonline Express 4.45 ab Grand Central. Im zweiten Wagen war es ziemlich warm. Warm und unangenehm. Aber mit einem kühlen Fahrbier in der Hand und ohne Jacke konnte man es aushalten. Und je voller der Waggon wurde, desto stickiger wurde es und das Heizgebläse blies unbeirrt weiter. Wir fuhren schliesslich los.

Nachdem wir aus dem Tunnel raus waren und 125th/Harlem hinter uns gelassen hatten, baute sich mein Lieblingsconductor Showtime-George hinter der Glasscheibe der Abteiltür auf um letztendlich reinzukommen und die Tickets zu kontrollieren.

Nochmal schnell die Brille zurechtrücken, die Krawatte über die vom Bauch getrafften Knopfleiste seines MTA Hemdes legen und mit einem verschmitzen Lächeln die Tür aufziehn.

Dieses Mal gab es jedoch kein "Tickets please..." sondern es schnaubte, schob die Brille hoch und sprach "Oh man, damn hot here...". George hob die Stimme ein wenig an: "What a hot audience tonight!." Kurze Pause, er dreht sich kurz zur Seite um dann zu fragen: "Should I cool you off here?". Um dann nach verhaltenem Nicken aus den Pendlerreihen die Lippen zu spitzen und die Augen zu schliesen um ein kurzes "Pfffft..." in den Wagon zu pusten. "Is that cold enough, guys?" Er freut sich über seine obercoole Geste und die Beförderungsfälle freuen sich mit ihm.

Ja, ich mag George. Ein richtiger kick ass conductor mit gutem Kern :).

Irgendwie musste ich gleich an das Filmzitat "Ist es kalt hier, oder bin ich das?" denken.
Na welcher Schauspieler sagte das in welchem Film?
Antworten gerne als Kommentar in diesen Post hier - die ersten 5 richtigen Antworter bekommen von mir eine Postkarte aus New York geschickt! Adressen sammel ich dann ggf. später per Mail ein :)

Lösung (Nachtrag 14.11.2011):
Es war Sylvester Stallone alias John Sparton im Film Demolition Man.

Von den 5 Einsendern war nur einer komplett richtig - aber, hey, es ist Weihnachtszeit. Ich sach' mal: derjenige der Kommentatoren hier, der mir seine Adresse e-mailt *), kriegt ne Weihnachtskarte (Richtig mit Papier, Stift und Briefmarke).

*) Fineprint: Ich werde Euch selbstverständlich bei allen erdenklichen Katalogversendern die ich finde anmelden und Euch ein paar Zeitungsabovertreter ins Haus schicken. Datenschutz wird bei mir zwar groß geschrieben, aber das auch nur, weil der Duden es so will :)
Happy Holidays! :)

Freitag, 7. Oktober 2011

Türenlotto

Normalerweise ist es so, dass die Bahnsteige an denen die Hudsonline Expresszuege halten, die nördlich von Croton liegen, für die verkehrenden Siebenwagenzüge zu kurz sind. Nach der Abfahrt in Croton erfolgt immer die (viel zu schnelle und schwer bis kaum verständliche) Ansage, dass man an allen Stationen nur aus den letzten sechs Wagen aussteigen kann. Der direkt hinter der Lok wird ab da verriegelt.

Aber eine Bahngesellschaft wäre auch hier im Serviceland Nummer Eins keine Bahngesellschaft, wenn es nicht etwas komplizierter ginge. Es gibt da einige, wenige Züge die auch am Bahnsteig in Manitou anhalten. Der ist wohl so kurz, dass dier in der Regel nur eine Tür aufgemacht wird. Welche das ist, wird per Ansage nur grob umrissen. Eine Tür der ersten beiden Wagen hinter der Lok.

Und ja, Manituo liegt auch nördlich von Croton und fällt somit eigentlich unter die Türen-des-ersten-Wagens-bleiben-zu Regel. Hier entscheidet wohl aber der Fuss des Lokfahrers auf dem Bremspedal und man weiss erst unmittelbar vor dem Aussteigeereignis, wo es raus geht. Und - es ist auch hier so wie überall - die Ausnahmen bestätigen eben die Regeln. Soviel zur Dauerausnahme Nummer eins.

Ausstiegschikane Nummer zwei: Aktuell wird in Peekskill gebaut. Und zwar wird der Bahnsteig saniert. Das wiederum hat zur Folge, dass hier nicht 6 Wagen (der Dauerausnahme Nr.1 folgend) andocken, sondern nur vier im aktuellen Alltagsbetrieb bestiegen werden können.  Und zwar um genau zu sein, die vier Wagen direkt hinter der Lok. Die temporäre Ausnahme Nummer 2 überdeckt also Dauerausnahme 1 und man könnte dieser Tage sehr wohl in den ersten Wagen hinter der Lok gehen um in Peekskill den Zug zu verlassen.

Diese etwas konfuse Regelung wird zum Wohl des Fahrgastes aber oft und in aller Ausführlichkeit von den schnellsprechenden Konduktoren in die Mikrofonanlage des Zuges gesäuselt. Und ja, es wird fast in der gleichen Ausführlichkeit wie ich es hier tue erklärt, wie nördlich von Croton die Aussteigeverfahren sind.

Zusätzlich dazu gibt es beim Fahrkarte kontrollieren nochmal einen Einzelhinweis direkt an den (ansonsten mündigen und aufmerksamen) Fahrgast.

Mittwoch, 28. September 2011

Freundlich

Bisher habe ich die amerikanischen Mitpendler als freundliche, geduldige und nette Menschen kennengelernt. Man hat es zwar immer eilig, aber es funktioniert allesgesittet. Beim Aussteigen am GCT z.B. lässt man, wenn man im Waggon im Mittelgang steht, die Mitfahrer aus den Sitzreihen vor einem immer erst raus, bevor man dann selbst zum Ausgang geht. So leert sich der Zug geordnet und vor allem zügig. Beim Einsteigen warten alle geduldig bis das Gepäck verstaut ist und niemand drängelt sich im engen Waggon vorbei. Und berührt man doch mal jemanden, wird sich sofort entschuldigt. Also, alles wirklich sehr freundlich und gesittet.


Aber es geht auch anders. Heute früh auf der Fahrt rein ins Städtchen ist's zwischen 2 Herren fast eskaliert. In einem Vierersitz, je 2 vis a vis, saß ein kräftiger Mensch und schlief. Er hatte seine Beine unter den Sitz gegenüber geklemmt. Ein weiterer Mitfahrer setzte sich zu ihm versetzt, so dass beide ihre Beine unter den jeweils gegenüberliegenden Sitz schieben konnten. Der Zugestiegene stellte zudem noch seine Tasche auf den Sitz unter dem die fleischigen Beine seines schnarchenden Gegenübers lagen.


Nach einiger Zeit wurde der dicke Erstsitzende wach und er fuhr den Gegenüberdösenden an weil dessen Tasche wohl gegen seine Knie gefallen ist - er wolle schlafen. "You fucking asshole, keep your damn bag away from my knees." Er schob die Tasche weg. Anwort prompt: "Get your sticky fingers off my stuff and stop yellin' at me". "You fucking asshole, I try to sleep here. Or do you have a train ticket for your damn bag, too?" ... die beiden haben sich noch ca. 5 Minuten mit verbalen Nettigkeiten bedacht bevor der eine seine Tasche nahm und loszog einen Schaffner zu holen. Der Dicke ist gleich wieder weggenickt. Ein paar Minuten später Durchsage von Schaffner 1 über die PA, dass der Kollege mal bitte kommen soll. Kurz darauf kam das "fucking asshole" mit seiner "damn bag" und einem Schaffner im Kreuz wieder an. Der zweite Schaffner kam auch. Die Jungs haben noch was rumgemosert und der Schaffner fragte, ob es nicht einfach möglich wäre sich umzusetzen. Er kann hier nicht den Zug anhalten oder sonst irgendwas für die beiden Herren tun. Eine Frau, die eine Reihe weiter saß, hat sich dann tapfer dazwischengeworfen und mit dem "fucking asshole" den Platz getauscht. Der Dicke hat sich wieder hingelegt und weitergepennt.


Ach so, das waren 2 Mittelalte, normal gekleidete, erwachsene Männer um die 40. Aber man(n) gebar sich wie endpubertierende Halbstarke.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Fangen spielen

Auf dem Weg zum Flughafen Newark konnte ich heute folgenden Schaffner-Dialog, der ueber die Ansagenanlage im Zug gefuehrt wurde, belauschen:

Conductor 1: "We have a female runner right in your way."
Conductor 2: "Roger. I'll catch her."

Leider geschah weiter nichts beschreibenswertes. Keine Schwarzfahrerin, die an meinem Platz vorbei huschte und auch keine Polizei am Bahnsteig des folgenden Haltes.

Donnerstag, 7. April 2011

Showtime mit George

Einer der Kondukteure auf der Hudsonline, George steht auf seinem Namensschild, ist ein resoluter kleiner Schaffner, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Insbesondere ein immer zusammensitzendes Damengrüppchen wird mit einem lässigen "Mor'n ladies, hope you doing fine!" begrüsst.

Er baut sich beim Betreten eines jeden Waggons hinter der Schiebetür auf, rückt die Mütze gerade und stemmt seine Hände in die Hüften. Mit einem Ich-bin-Zugchef-Und-Du-Nix-Grinsen im Gesicht weckt er die schlafenden Pendler indem er ein lautes "Tickets please!" in den Wagen ruft, um dann jede Fahrkarte sorgsam zu kontrollieren. Jeder Fahrgast wird mit einem "Thank you." bedacht und alle paar Sitzreihen gibt er ein nettes "Have a great day!" dazu.

Das Highlight aber, wenn George Schicht hat ist, wenn er hinter Croton-Harmon zum Mikrofon greift und die im Zug sitzenden Fahrgäste darauf einschwört, dass er jetzt vorbei kommt um die Fahrkarten zu kontrollieren.

Der Text ist im wesentlichen immer der gleiche. Folgende Bausteine sind immer enthalten. "125th Street will be next ... Tickets ready for collection....Showtime!". Um nun endlich zum Highlight zu kommen: Nach dem "...colletion." macht er eine künstlerische Pause von ein paar Millisekunden um dann wie ein professioneller Theateransager das "Showtime!" in die Zug-PA zu hauchen. Man sieht bei vielen Mitfahren ein zufriedenes Grinsen und die Fahrkarten werden rausgekramt. Showtime mit George, und der Tag kann beginnen!

Wenn George es, warum auch immer, mal nicht in gewohnter Manier ansagt fragen die Leute sogar besorgt nach, "...no showtime today, George?".

Ich habe gestern mein Handy auf Aufnahme gestellt um einmal die markante Ansage mitzuschneiden. Er redet sehr schnell und es ist ein fürchterliches Genuschel. Man versteht ihn schon schwer, wenn man im Zug drin sitzt. Aber das wichtigste kommt hoffentlich zur Geltung - "It's shhhhhowtime!"

Showtime MP3

Montag, 21. Februar 2011

Zangenkunst

Hierzulande, bei Metro North, wird noch ganz klassisch per Lochzange der Fahrschein entwertet. Und eine weitere, fuer uns deutsche Bahnfahrer, Besonderheit faellt hier auf: Nach der Fahrscheinkontrolle bekommt man ein kleines, farbiges Papierfaehnchen in eine kleine Lasche am Sitz gesteckt. Und, wenn die Fahrkarte mit dem aktuellen Lochungsvorgang vollends entwertet wurde, nimmt der Schaffner die gleich mit. Ab dann hat man also nur noch den "Seat Check", der einen als Mitfahrberechtigt ausweist. Wie so ein Ding aussieht kann man sich hier (http://www.flickr.com/photos/triborough/4131851643/) anschauen.

Damit man sich nicht einfach diesen Seat check in die Tasche steckt um ihn bei der naechsten Zugfahrt zum Schwarzfahren zu verwenden, gibt es die Dinger in verschiedene Farben und die Schaffner haben verschiedene Lochmuster in ihre Zangen. So wird es  schwer, einen richtigen Kontrollstreifen (Kombination aus korrekter Farbe und richtiger Lochform) fuer den jeweiligen Zug in petto zu haben.

Um den Bogen zum Titel dieses Eintrags hier nun zu spannen: Heute waren wir mit der ganzen Familie ins Staedchen um uns eine Show im Madison Square Garden anzuschauen. Als der Schaffner in Hoehe der Sitze unserer beiden Kinder war, blieb er recht lange dort stehen und man hoerte das schnelle, fuer einen normalen Entwertungsvorgang viel zu haeufigem, Klappern der Schaffnerzange.

Es dauerte 30 Sekunden und der Schaffner drehte sich stolz zu uns Eltern um um uns sein Kunstwerk zu zeigen, dass er in den Kontrollstreifen der Kinder reingetackert hat.

Hat er schoen gemacht :) Kinderfahrkarte auf amerikanisch. Pass irgendwie zum Rest dessen, was sich hier so Bahn nennt. Pragmatisch, klapprig gut faehrt schon irgendwie ;).



Aber, wir haben uns gefreut - die Geste zaehlt!

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