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Freitag, 8. Juni 2018

Uncommon announcement

Usually Metro North's conductors follow a straight forward announcement template when they speak through P.A. to the people in the train.

This morning, the arrival notice for Grand Central Terminal was a bit off the norm - other commuters in the coach mentioned, that it is his last day at work today, that's why he's so excited. Let me try to remember what he said (Dan on train 830 - 710am from Cortlandt to Grand Central):
Alright folks, we're arriving at the iconic landmark of New York: Grand Central. Please make sure that you look up the racks and around you to gather all your belongings. If you leave it and we find it, it takes in average 2 weeks until you can get it from the "Lost and Found".
Have a wonderful Friday, this is Big Apple. New York, New York.

Dienstag, 3. Januar 2017

Neues

Neben der groessten Neuerung, der langersehnten Eroeffnung der 2nd-Avenue-Line, habe ich heute frueh auf meiner Stamm-U-Bahnlinie andere, an die neuen Gegebenheiten angepassten, Ansagen gehoert.

Am Union Square wird nun auch der Umstieg zur W Linie angesagt.
Die Dabbelju wurde ja in Vorbereitung auf die neu verlaufende Q wieder eingefuehrt und fand nun auch ihren Weg in die automatischen Umsteigeansagen in den Zuegen.

An der Fulton-Street wird auch der Uebergang zum PATH train angesagt.

Nachdem Mitte 2016 der neue Downtown-Bahnhof' "Oculus" eroeffnet wurde, kann man hier nun von einem U-Bahnsystem (PATH) in das andere (MTA) wechseln. Der Bahnhof Oculus ist mit der Station Fulton Street verbunden. Letztendlich wurde nun auch die Zugansage geaendert um den Reisenden besser zu informieren. Wohlgemerkt, der Uebergang PATH/MTA ist nicht kostenlos - da stecken verschiedene Betreiber dahinter.

Bald werden direkt am Oculus auch noch die MTA Linie 1 (westliches Ende) und Linie R (oestliches Ende) anhalten.


Dienstag, 17. Januar 2012

Kurze Verzögerung

Auf dem Nachhauseweg weckte mich eine Schaffneransage "Please come to me. I am in the 2nd car!". Ich schlug die Augen auf und sah draussen im Dunkeln den Schriftzug "Walgreens" - der Zug muss also  kurz vor der Station Tarrytown unterwegs gewesen sein. Der Schaffner, der sich für gewöhnlich am Zugende im Steuerwagen aufhält, schob sich sogleich zwischen den Sitzreihen seelenruhig zu seinem Kollegen. So weit, so ungewöhnlich.

Ein paar Minuten später waren wir unserem ersten Halt - Croton-Harmon - schon sehr nahe. Alle Aussteigewilligen positionierten sich bereits im Mittelgang um möglichst schnell aus dem Zug zu kommen.

Da sprachs auch schon aus dem Deckenlautsprecher: "Next Stop: Croton-Harmon." Aber diesmal ging es noch weiter:  "We're going to open the doors with a slight delay. There is a disagreement with a passenger in the train, that needs police attention."

In Croton angekommen tat sich auch tatsächlich 3 Minuten lang nichts. Aber immerhin waren die Schutzmänner wohl schon am Bahnsteig und konnten sofort zwecks Disagreementbekämpfung einen Fahrgast in Empfang nehmen. Ich habe das ganze nur über die Ansagen mitbekommen, ich sitze normalerweise im letzten, siebten Wagen und der Vorfall war dem Vernehmen nach im zweiten.

Tja, soweit - so unspektakulär. Kein ausgesetztes elfjähriges Büblein, keine Schiesserei - nur ein paar Minuten Verspätung. Wollte ich nur eben erzählen.

Freitag, 7. Oktober 2011

Türenlotto

Normalerweise ist es so, dass die Bahnsteige an denen die Hudsonline Expresszuege halten, die nördlich von Croton liegen, für die verkehrenden Siebenwagenzüge zu kurz sind. Nach der Abfahrt in Croton erfolgt immer die (viel zu schnelle und schwer bis kaum verständliche) Ansage, dass man an allen Stationen nur aus den letzten sechs Wagen aussteigen kann. Der direkt hinter der Lok wird ab da verriegelt.

Aber eine Bahngesellschaft wäre auch hier im Serviceland Nummer Eins keine Bahngesellschaft, wenn es nicht etwas komplizierter ginge. Es gibt da einige, wenige Züge die auch am Bahnsteig in Manitou anhalten. Der ist wohl so kurz, dass dier in der Regel nur eine Tür aufgemacht wird. Welche das ist, wird per Ansage nur grob umrissen. Eine Tür der ersten beiden Wagen hinter der Lok.

Und ja, Manituo liegt auch nördlich von Croton und fällt somit eigentlich unter die Türen-des-ersten-Wagens-bleiben-zu Regel. Hier entscheidet wohl aber der Fuss des Lokfahrers auf dem Bremspedal und man weiss erst unmittelbar vor dem Aussteigeereignis, wo es raus geht. Und - es ist auch hier so wie überall - die Ausnahmen bestätigen eben die Regeln. Soviel zur Dauerausnahme Nummer eins.

Ausstiegschikane Nummer zwei: Aktuell wird in Peekskill gebaut. Und zwar wird der Bahnsteig saniert. Das wiederum hat zur Folge, dass hier nicht 6 Wagen (der Dauerausnahme Nr.1 folgend) andocken, sondern nur vier im aktuellen Alltagsbetrieb bestiegen werden können.  Und zwar um genau zu sein, die vier Wagen direkt hinter der Lok. Die temporäre Ausnahme Nummer 2 überdeckt also Dauerausnahme 1 und man könnte dieser Tage sehr wohl in den ersten Wagen hinter der Lok gehen um in Peekskill den Zug zu verlassen.

Diese etwas konfuse Regelung wird zum Wohl des Fahrgastes aber oft und in aller Ausführlichkeit von den schnellsprechenden Konduktoren in die Mikrofonanlage des Zuges gesäuselt. Und ja, es wird fast in der gleichen Ausführlichkeit wie ich es hier tue erklärt, wie nördlich von Croton die Aussteigeverfahren sind.

Zusätzlich dazu gibt es beim Fahrkarte kontrollieren nochmal einen Einzelhinweis direkt an den (ansonsten mündigen und aufmerksamen) Fahrgast.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Fangen spielen

Auf dem Weg zum Flughafen Newark konnte ich heute folgenden Schaffner-Dialog, der ueber die Ansagenanlage im Zug gefuehrt wurde, belauschen:

Conductor 1: "We have a female runner right in your way."
Conductor 2: "Roger. I'll catch her."

Leider geschah weiter nichts beschreibenswertes. Keine Schwarzfahrerin, die an meinem Platz vorbei huschte und auch keine Polizei am Bahnsteig des folgenden Haltes.

Montag, 25. Juli 2011

Zug kaputt

Heute früh am Union Square. Die 4, die auch mich transportierte, wartete nach dem Fahrgastwechsel ungewöhnlich lange bevor es weiterging. Am gleichen Bahnsteig gegenüber hatten inzwischen 2 Züge der Linie 6 angehalten, von deren Pendlern auch jeweils mindestens ein Drittel zu uns in den Zug kam. Es wurde also zusehens enger in der 4.

Der Fahrer sagte irgendwas von Türstörung im hinteren Teil, und bat um Geduld. Nach einer weiteren Ladung Menschen aus der Linie 6 und von der Erdoberfläche, war der Zug nun vollends belegt. Menschen so dicht gepackt wie Moleküle in gefrorenem Wasser. Das ganze nur bei einer Tempereatur deutlich über 0°C.

Nachtrag, Maerz 2014: Nachdem ein findiger Leser die Analogie mit dem Eis und den Molekuelen als unmoeglich entlavt hat, hier nun eine natuwissenschaftliche Richtigstellung. Wenn Wasser gefriert, sind die Molekuele nicht enger gepackt als im fluessigen Zustand sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Die Dichte nimmt ab. Das ist auch der Grund, warum gefrorenes Wasser (=Eis) schwimmt. :-)

Nachdem also aus Platzmangel die Bewegungen im inneren des Zugs im Prinzip zum erliegen kamen, waren nur noch Hammer, Amboß und Steigbügel im Innenohr in der Lage sich zu regen. Und das war auch wichtig, denn die nächste Ansage kündigte sich mit einem knacken im Lautsprecher an: "Ladies and Gentleman. This train is out of customer service. Please leave the train. This train is out of customer service. Please leave the train." 

So kam also wieder Bewegung in die erstarrte Menschenmasse und die Pendler tröpfelten langsam wieder aus dem Zug zurück auf den Bahnsteig.


Die Linie 6 entludt auch unentwegt Leute am Union Square, aber es half nichts. Der Zug wurde geleert und fuhr dann weg.





Für mich dauert es nun noch 2 Expresszugabfahrten lang bis ich mich wieder in einer 4 an die übrigen Pendlermassen schmiegen konnte um weiter gen Downtown zu fahren.

Und das alles in der Rush hour, im Anzug, im Sommer.

Donnerstag, 7. April 2011

Showtime mit George

Einer der Kondukteure auf der Hudsonline, George steht auf seinem Namensschild, ist ein resoluter kleiner Schaffner, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Insbesondere ein immer zusammensitzendes Damengrüppchen wird mit einem lässigen "Mor'n ladies, hope you doing fine!" begrüsst.

Er baut sich beim Betreten eines jeden Waggons hinter der Schiebetür auf, rückt die Mütze gerade und stemmt seine Hände in die Hüften. Mit einem Ich-bin-Zugchef-Und-Du-Nix-Grinsen im Gesicht weckt er die schlafenden Pendler indem er ein lautes "Tickets please!" in den Wagen ruft, um dann jede Fahrkarte sorgsam zu kontrollieren. Jeder Fahrgast wird mit einem "Thank you." bedacht und alle paar Sitzreihen gibt er ein nettes "Have a great day!" dazu.

Das Highlight aber, wenn George Schicht hat ist, wenn er hinter Croton-Harmon zum Mikrofon greift und die im Zug sitzenden Fahrgäste darauf einschwört, dass er jetzt vorbei kommt um die Fahrkarten zu kontrollieren.

Der Text ist im wesentlichen immer der gleiche. Folgende Bausteine sind immer enthalten. "125th Street will be next ... Tickets ready for collection....Showtime!". Um nun endlich zum Highlight zu kommen: Nach dem "...colletion." macht er eine künstlerische Pause von ein paar Millisekunden um dann wie ein professioneller Theateransager das "Showtime!" in die Zug-PA zu hauchen. Man sieht bei vielen Mitfahren ein zufriedenes Grinsen und die Fahrkarten werden rausgekramt. Showtime mit George, und der Tag kann beginnen!

Wenn George es, warum auch immer, mal nicht in gewohnter Manier ansagt fragen die Leute sogar besorgt nach, "...no showtime today, George?".

Ich habe gestern mein Handy auf Aufnahme gestellt um einmal die markante Ansage mitzuschneiden. Er redet sehr schnell und es ist ein fürchterliches Genuschel. Man versteht ihn schon schwer, wenn man im Zug drin sitzt. Aber das wichtigste kommt hoffentlich zur Geltung - "It's shhhhhowtime!"

Showtime MP3

Donnerstag, 17. März 2011

Pat, Rick and Luke

Heute ist St. Patrick's day. Mit einer grossen Parade in der grossen Stadt. Leute freuen sich, dass vor vielen Jahrzehnten die Iren hier unter extremen Bedingungen die Stadt mit aufgebaut haben. Und ihnen zur Ehr wird dem St. Patricks Day, der ja einer ihrer Feiertage ist, hier recht intensiv zelebriert. In jeder Hinsicht.

Wir kennen das von den sakral induzierten Feierlichkeiten auch aus Deutschland. Beispielsweise die Tage vor dem Beginn der roemisch katholischen Fastenzeit vor Ostern. Auch als Karneval bekannt. Wem auch immer zur Ehr' wird da sehr viel Alkohol konsumiert.

Dem stehen die Eingeborenen hier in nichts nach. Seit 2 Tagen sagen die Schaffner in den Zuegen schon durch, dass in den Zuegen das Trinken von Alkohol strengstens untersagt ist. An den Bahnhoefen haengen gleichlautende Texte, die den Genuss von alkoholischem verbieten. Aber ... nuetz nix. Wer feiern will, der macht das auch. Und zwar so wie ueberall auf der Welt: Mit ein paar stimulierenden Stoffen im Hirn.

Der 815 Express to Grand Central war heute frueh ungewoehnlich voll - genau so wie einige der Mitfahrer. Diese waren zwar nur mit Saft- und Wasserflaschen ausgestattet, aber es lag der Duft von konsumiertem Trink-Ethanol in der Luft. Junge Leute standen in den Gaengen und waren in lauter, aber nicht unangenehmer Feierlaune.

Es mag sein, dass volle Zuegen mit ebenso vollen Fahrgaesten fuer mich, ale einen Ex-Pendler aus dem Grossraum Koeln, nichts besonderes sind - denn an Weiberfastnacht in den Oeffis um Koeln geht es weit schlimmer zu als heute hier. 

In Croton wurde ein Verstaerkerzug aufs Gleis gesetzt, da unser Express (der Partyexpress) schon mehr als gut besetzt war. Bis zur 125. ging dann auch alles reibungslos. Singende und lachenden, gruen bekleidete junge Leute, ein auffaelliger Run auf die Toiletten, aber ansonsten alles im Lack.

An der 125. dann die Durchsage vom Schaffner: "Hey guys. Please come to the first car and pick up Luke Freeman. We know, that he's not alone in this train." Die Gruppe bei uns im Wagon bricht in lautes Gelaechter aus. Einer schreit. "Luke is an asshole. Cheers." Ein Wagon spaeter singt man "Happy birthday, dear Luhuke...". Und so wurde der arme Kerl zum Gespoett des ganzen, feiernden Zuges.

Aber gut, er hat sich offenbar zu schnell am fruehen Morgen volllaufen lassen, und sein St. Patricksday war damit vorbei. Es wurde noch 2x per Lautsprecher darum gebeten, dass endlich mal jemand nach vorne kommt um Luke ins Krankenhaus zu bringen. Erfolglos. Als der Zug abfuhr sah man ihn dann auf dem Bahnsteig hocken. Einfach nur strunzend blau und 6 Polizisten um in herum.

Ich bin mal gespannt wie es heute Abend auf der Rueckfahrt aussieht. Wie hoch mag die Schnapsleichenzahl wohl sein?

Nichtsdestotrotz: Happy St. Patricksday an alle. Besonders an Luke. Moege die Macht mit dir sein. nichts draus.

Montag, 14. Februar 2011

Are you ok, Bernie?

Auf der Fahrt nach New York, kurz vor Croton-Harmon kam einer der Schaffner in unser Abteil um die Tickets zu kontrollieren. Bei einer Dame bemängelte er, dass sie nur ein Off-Peak Ticket habe, und dass sie bitte 3 Doller nachzahlen soll. Leider hatte die Damen offenbar kein Bargeld, noch akzeptiert man in den Zügen irgendwelches Plastikgeld.

Der Conductor bat um die ID (ein Dokument vergleichbar mit dem deuschen Personalausweis) der Mitfahrerin um dann ein Formular auszufuellen. Inzwischen war der Zug schon in Croton am Bahnsteig angelangt und an den Ausgängen bildeten sich Menschtrauben aussteigewilliger Mitfahrer. Ein ähnliches Bild bot sich auf der Aussenseite das Zuges. Fröstelnde Metro-North-Kunden blicken durch die Fensterscheiben der noch geschlossenen Tueren in den Zug hinein.

Nichts passiert.

Der Schaffner steht noch mitten im Abteil und füllt, gefangen in seiner Amtshandlung, das Formular aus. Er lässt die Dame unterschreiben. Vergleicht sorfältig mit dem Ausweis. Kostbare Sekunden, die sich in solchen Situationen wie Minuten anfühlen, verinnen. Gespannte Blicke von den Tueren aus auf den Schaffner. Aber keiner beschwert sich. Nach Aufnahme der Anzeige rückt der kleine Mann seine Mütze gerade und geht in Richtung Ausgang. In diesem Moment sprichts über die Lautsprecheanlage: "Are you ok, Bernie?" - die Kollegen die mit im Zug arbeiten machen sich wohl auch schon Sorgen, ob es dem Kontrollmenschlein gut geht.
Wortlos zückt er seinen Schlüssel und öffnet zunächst die Seite in Fahrtrichtung rechts um Leute rauszulassen. Dann geht er einen Schritt zurueck zur anderen Waggonseite um dort auch die Türen aufzumachen und die auf dem Bahnsteig wartenden Fahrgäste ins Warme zu lassen.

Es erfolgt eine kurze Ansage, dass dieser Zug jetzt ohne weiteren Halt bis zum Grand Central Terminal durchfährt.

Warum nicht der eigentlich immer noch an Bord befindliche Zweitschaffner die Türen aufgemacht hat? Oder der Lokführer? Wer hat hier nach Bernies Wohlbefinden gefragt?

Ich weiss es nicht. Aber wie dem aus sei - es geht ihm gut und wir sind wohlbehalten im New Yorker Hauptbahnhof angekommen.

Montag, 27. September 2010

Bombenfund am Bahnhof Euskirchen - schonwieder

Am Euskirchener Bahnhof wird ja bekanntermaßen gebaut. Heute wurde nun bei Erdarbeiten wieder einmal eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Das hat dazu geführt, dass der Bahnhof gesperrt wurde und auch die Züge natürlich den Bf. nicht anfahren konnten. Ich war auf dem Weg nach Köln und wollte eigentlich den RE22 um 9.00 ab Euskirchen nehmen.

Ein Streifenhörnchen wartete aber - wie schon beim letzten Mal - am Verteilerkreis an der Kölner Straße und ließ niemanden passieren. Auf Nachfrage, wie ich am schnellsten nach Köln komme, sagte der Polizeimann mir, dass die Züge zwischen Köln und Derkum pendeln. Ok. Gesagt, hingefahr'n. Gegen kurz nach 9 war ich in Derkum und fand mich inmitten vielener Pendler vor dem Bahnhof, die aus Köln kamen um weiter wollten, und ein paar weniger Pendlern am Bahnsteig, die wir ich nach Köln wollten.

Gegen zehn nach 9 sind dann die Bahnschranken runtergekurbelt worden und das Signal stellte sich auf Durchzug. Und siehe da - ein Zug näherte sich aus Richtung Euskirchen. Hmmmm... aus Euskirchen. Wie kann das sein? Zeitmäßig müsste das mein RE22 sein, den ich nehmen wollte. Nun gut, die Bombe scheint entschäft zu sein und man fährt wieder.

Der RE22 dachte natürlich auch nicht daran, die wartenden in Derkum mitzunehmen. Mit Vollgas durch den Bahnhof. Ein älterer Herr stand noch mit erhobenem Schirm am Bahnsteig und schimpfte wie ein Rohspatz. Er käme aus Rheinbach (RB23) und man hat seinen Zug in Odendorf angehalten. Alle raus und die mit Reiseziel Köln hat man nach Derkum geschickt, da hier ja Züge nach Köln fahren. Tja, tun sie zwar irgendwie aber vorbei. Alles sehr ärgerlich.

Da keine Ansagen und Anzeigen den ahnungslosen Pendler erhellen, bin ich zur Infosäule und habe den "Info" Knopf gedrückt. Eine blecherne Stimme kündigte an, dass nun eine Verbindung zur nächsten 3S Zentrale aufgebaut wird. Es klingelte irgendwo am anderen Ende genau 16x und keiner ist rangegangen. Ja, so wünscht man sich das.

Ob der "SOS" Knopf, der an der gleichn Säule hängt, genausogut funktioniert? Ich habe es nicht getestet...

Nachdem der RE nun durch war, schimpfte das Pendlervolk noch ein bißchen vor sich hin, aber was nützts. Nüscht. Kontrollierte Desinformation ist ja eines der Unternehmensziele des Eisenbahnbetriebs :)

Die RB24 die in Derkum planmäßig um 9.37 ablegt, kam mit 5 Minuten Verspätung an und man ließ die Wartenden nun endlich in einen warmen Zug gen Köln steigen.



Presse:

Mittwoch, 22. September 2010

Sonderansage

Heute früh bei der Ankunft des RE22 in Köln Hbf (9.39 Uhr) wurde am Gleis 1 die übliche "Willkommen in Köln..."-Ansage abgespult und gleich danach folgender Zusatz: 
"Achtung eine Personenmeldung. Wir wünschen der Gesamtschule Weilerswist viel Spaß im Römisch-Germanischen Museum. Ich wiederhole, wir wünschen den Schülern der Gesamtschule Weilerswist viel Spaß im Römisch-Germanischen Museum."
 Ob hier wohl eine Mutter aus Weilerswist, deren Nachwuchs ebendiese Schule besucht, heute Ansagerinnendienst hatte? :o)

Donnerstag, 24. Juni 2010

Personenfußmelder reloaded

Von Fahrbier
Er war wiedermal mit mir unterwegs :)

In der RB24 Köln Hbf ab um 20.29 war heute mal wieder der lustig, redselige Lokfahrer den ich schonmal vor etwa 3 Jahren im Blog verarbeitet habe. Erkannt hab ich ihn am schönen Wort "Personenfußmelder". Gibt's das Wort wirklich im Bahnjargon? Schlimmi schlimmi schlimmi...

Es ging zunächst am Hfb los mit "Ja junge Frau, wenn Sie sich entschließen könnten einzusteigen könnten wir dann auch die Türen schliessen und losfahren."

Bis Köln Süd kamen wir dann verzögerungsfrei. Beim Losfahren dann aber wieder die Meldung "Bitte aus dem Bereich des Personenfußmelders raustreten."

In Erftstadt sprach der Ansager: "Bitte beachten Sie, dass wir erst dann losfahren können wenn Sie sich aus dem Erfassungsbereich des Personenfußmelders entfernt haben."

In Weilerswist - als abermals etwas in der Lichtschranke rumstand - nochmals etwas ausführlicher die Erklärung: "Vielleicht haben Sie schon festgestellt, dass sich de Türen erst schliessen wenn alle Personen und Gegenstände aus dem Abtestbereich des Personenfußmelders entfernt sind."

Bis Euskirchen gab es dann keine weiteren Vorfälle mehr.

Zum Abschluss dann noch die Ansage, dass der hintere Zugteil in Euskirchen verbleibt und nur der vordere nach Trier weiterfährt.

Dienstag, 20. April 2010

Sicherheitseinrichtung

Feierabend, Heimweg. RB24 Abfahrt 17h15 in West. Soweit, so unspektakulär. Dann im Landeanflug auf den Bahnhof Weilerswist halten wir kurz vorher einfach so an. Ruppige Bremsung des Zugs und sogleich eine Ansage: "Veehrte Fahrgäste. Ich hab' leichte Probleme mit der Sicheheitseinrichtung. Wird aber sicher gleich weiter gehen."

Tstststs...

In Zeiten von fliegenden Türen, brechenden Achsen und berstenden Radreifen keine Ansage, die man bei der Bahn als Fahrgast gerne hört.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Reiseruf im Regionalexpress

Heute früh bin ich mit dem RE22 9:01 ab Euskirchen in Richtung Domstadt aufgebrochen, mein Tagwerk zu verrichten. Im Zug war wieder einer dieser redseeligen Lokfahrer, die das ganze Programm an Ansagenspektrum runterbeten:

"Guten Morgen meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir begrüßen alle in Euskirchen zugestiegenen Fahrgäste im RE0815 auf der Fahrt nach Köln Messe/Deutz mit Unterwegshalt in Weilerswist, Erftstadt, Köln-Süd, Köln-West und Köln Hauptbahnhof. Unser nächster Fahrplanmäßiger Halt ist Weilerswist. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise."


Es ist zwar nett und hat ein bißchen Fernreiseverkehrsfeeling, aber ich finde diesen ellenlangen Text für einen normalen, ungeputzten Regionalzug eigentlich ein bißchen zu lang. Aber sei's drum. Wenn nicht informiert wird, wird gemeckert und wenn zuviel erzählöt und informiert ja offenbar auch. Dem gemeinen Bahnfahrer ist es einfach nicht recht zu machen - und mir schon garnicht! ;)

Aber das wars ja garnicht was ich erzählen wollte. Es ging um einen "Reiseruf" der alsbald folgte. Unser ansagenaffiner Lokfahrerfreund griff kurz hinter Weilserswist erneut zum Mikrofon und gab folgendes zum Besten (Name geändert, Ort nicht):

"Meine Damen und Herren ein Reiseruf. Herr Hubert Becker aus Birresborn, bitte einmal beim Lokführer melden. Herr Hubert Becker aus Birresborn, bitte einmal beim Lokführer melden. Danke."


Da scheint wohl ein Bekannter/Kollege des Lokfahrers im Zug gewesen zu sein... :)

Sonntag, 6. September 2009

Bitte in Fahrtrichtung rechts einsteigen

Neulich in Frankfurt-Hauptbahnhof. Personal kommt an Bord des ICE. Ein Zugbegleiter kommt angeschlurft und begrüßt den Zugchef (der mit der roten Binde am Arm) mit: "Guten Tag, mein Führer."

Tststs...

Freitag, 24. Juli 2009

Ein Fall für den Gleichstellungsbeauftragten?

Auf der Heimfahrt im RE22 (18h25 ab West) ist mir heute Abend aufgefallen, dass die Haltestellen sowohl von einer männlichen Stimme als auch von einer weiblichen angesagt wurden.
"Nächste Station" von einer männlichen Stimme und "Weilerswist" (und alle anderen Orte natürlich) von der altbekannten Dame.

Zudem hat sich auch das Wording geändert - hieß es früher noch "Nächster Halt" spricht's heute "Nächste Station" von der Decke. Passend hierzu ist auch die Anzeige im Zug geändert. Dort liest man jetzt auch "Nächste Station: Weilerswist".

Donnerstag, 8. Januar 2009

Gesungene Ansagen

Mit dem Lied „Üvverall op der Welt jitt et Kölsche - Wir verbinden Köln“ wurde eine neue Kooperation zwischen den Höhnern und der Deutschen Bahn eingeleitet. Von nun an können Passagiere der S-Bahnen des öfteren kölschen Klängen lauschen.

Eieieieiei... und ohne weitere Worte.

Quelle: S-Bahn-Gruß von den Höhnern

Mittwoch, 7. Januar 2009

Winterfreuden... II


Die kalten Temperaturen machen dem Alle-reden-vom-Wetter-wir-nicht-Unternehmen "Die Bahn" zusehens mehr zu schaffen. Heute früh hat keiner der Talente, die mich auf meinem Weg zur Arbeit gekreuzt haben, die Treppen ausgefahren. Sowohl in Euskirchen am Bahnsteig warnte die Ansagerin die Fahrgäste, dass die Treppen nicht rauskommen und in den Zügen sprach der Lokführer, dass wegen der Witterung die Tritte nicht ausgefahren werden können. Man soll bitte vorsichtig sein beim Aussteigen. Immerhin waren die Züge so annähernd pünktlich.

Was ich aber nicht ganz begriffe habe: Heute frühe habe ich den RE22 ab 9h01 in Euskirchen genommen. Er kam mit 2 Triebwagen angefahren wobei der letzte mit "Nicht einsteigen" beschildert war und auch die Ansagerin den Leuten mitteilte, man solle in den ersten Wagen einsteigen.

Ab Weilerswist wurde es so natürlich wieder unerträglich eng im Zug. Zumal heute auch noch Schulanfang hier in NRW ist. Immerhin war es kuschlig warm im überfüllten Triebwagen :).

In Köln-West habe ich dann noch gesehen, dass in Euskirchen wohl noch eine 3. Triebwageneinheit angehangen wurde - natürlich auch nicht mir Volk besetzt. Alle Leute quetschten sich also in 33% der verfügbaren Wagenkapazität - waren da die Türen zugefroren?

Dienstag, 6. Januar 2009

Winterfreuden...


Fröstelnd bei -12°C wartet man in Euskirchen auf den RE22 der um 9.01 Uhr nach Köln fährt. Dann die Ansage: "In 5 Minuten fährt die verspätete RB24, planmäßige Abfahrt 8.29 Uhr, ein". Die Bahn kam also mit 20 Minuten Verspätung auf der Uhr in Euskirchen an.

Nachdem dann die fröstelnde Pendlerschar im Zug saß sprach's von der Decke zu uns:"Ja meine Damen und Herren, et is emal wieder soweit. Wir ham wieder ne Türstörung. Ich geh mal nach hinten und guck mal wat wir da machen können." Um 9.02 sind wir in Eu dann losgefahren. In der Fahrplanlage des nachfolgenden RE22. Die Tür scheint dann auch der Grund für die bereits eingefahrene Verspätung zu sein.

Derkum, 9.10 Uhr. Ansage:"So meine Damen und Herren. Isse mal wieder soweit. Wir haben schon wieder ne Türstörung. Die Trittbretter fahren net richtig rein. Ich muss mal gucken gehen."

Derkum, 9.15 Uhr: Ansage: "So meine Damen und Herren. Hier spricht nochmal der Lokführer. Jetzt hamwer die Türen zu, jetzt müssen wir noch warten bis wir die Ausfahrt bekommen."

Es ging knapp eine Minute später weiter. Die weitere Fahrt verlief dann soweit reibungslos.

Kurz vor Köln-Süd knacken dann nochmal die Lautsprecher. Ansage:"Ja, mein Dam...". Ansage reißt ab, Zug bremst scharf.

Zug fährt weiter, Ansage:"So meine Damen und Herren, jetzt hatten wir noch eine kleine Störung aber die macht's jetzt auch nicht mehr. Wir haben jetzt 44 Minuten Verspätung aber Köln ist in Sicht - mir hannet jeschafft. Unser nächster Halt ist Köln-Süd. Danke für ihre Mitarbeit und Ihre Geduld. Einen schönen Tag noch."

Abschließend frage ich mich allerdings: An welcher Stelle haben wir mitgeholfen?

Dienstag, 18. November 2008

Lahmer Güterzug

Die RB24 nach Euskirchen hat an allen Unterwegsbahnhöffen auffällig lange gestanden, sodass wir kurz vorm Ziel eine Verspätung von etwa 15 Minuten auf der Uhr hatten.

Der Fahrer hat dann in Großbüllesheim zu uns gesprochen und meinte nur: "Die Weiterfahrt unseres Zuges verzögerte sich leider ein wenig durch einen Güterzug vor uns, der neddesu richtig aus den Füßen kam."

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