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Dienstag, 23. Februar 2010

Hilfsbereite Mitpendler

Der Welt langsamster Aufzug am Bahnhof West hatte heute früh erneut die Aufgabe mich zum unterirdischen U-Bahnsteig zu chauffieren. Wie schon oft, hörte man schon die von Unterwegs das Einfahren einer U-Bahn. Ungefähr einen halben Meter über Endniveau des Aufzugs konnte man schon sehen, wie die Bahn die Türen öffnet. Aber der Aufzug ist so erbärmlich langsam, dass ich heute - wäre ich auf mich alleine gestellt gewesen - der Bahn nur noch hätte nachwinken können.

Aber eine wartende Nutzerin des öffentlichen Nahverkehrs hat sich kurzerhand auf einen kleinen Fingerzeig von mir - gepaart mit einem bittenden (Hunde)-Blick - dazu hinreissen lassen, die Türen der Bahn nochmals per Handauflegung offen zu halten.

So habe ich dann ohne großen Zeitverlust *) die Bahn in Richtung Piusstrasse erwischt. Danke!

*) ...am Morgen sind 5 Minuten länger und vor allem kostbarer als Abends. Am längsten und allerwertvollsten sind 5 Minuten unmittelbar nach dem Weckerklingeln. Ab dann nimmt die Länge von 5 Minuten bis zum Zubettgehen stetig ab. Zeit ist eben relativ!

Donnerstag, 14. Januar 2010

"Züge der Linie 4 sind 10 Minuten zu spät"

...so war heute früh die Ansage von der Leitstelle der KVB. Auch der Ticker auf dem Zugzielanzeiger verbreitete die Nachricht unters fahrende Volk.

Soweit, so unspektakulär und gewöhnlich.

Was ich mich aber schon öfter gefragt habe, ist: "Warum muss man den Fahrgast mit dieser Information belästigen?" Auf der Linie 4 wird tagsüber ein 10 Minutentakt gefahren. Es würde also niemand merken, wenn ein Zug 10 Minuten zu spät ist.

Die einzigen, die das interessieren könnte, sind die Fahrzeugdisponenten der KVB. Die müssen sehen, dass abends bei Betriebsschluss alle Züge wieder in ihrer Ausgangsposition sind, damit der nächste Tag wenigstens reibungslos starten kann. Oder?

Donnerstag, 12. November 2009

Verwirrung im Netz - Nachwirkung vom Elften im Elften?

In Köln am U-Bahnsteig am Hans-Böckler-Platz, der die Bahnen stadtauswärts für die Mitfahrer bereit hält, angekommen. Eine 5 kommt, lädt Leute ein und macht sich auf ihre kurze Reise gen Ossendorf.

Eine 3 folgt ihr auf den Fuß Puffer. Als die Bahn in Sichtweite kommt, sieht man schon die Beschilderung "Nicht einsteigen." Es sind zwar Leute drin, aber offenbar sind keine weiteren Fahrgäste erwünscht. Um das zu unterstreichen greift der Bahnführer auch während des Ankommens zum Mikrophon und teilt den Wartenden am Bahnsteig mit, dass dieser Zug hier endet. Man möge bitte nicht einsteigen. (Interessant übrigens, dass er aus dem Zug heraus Ansagen über die Lautsprecheranlage am Bahnsteig machen kann. Sehr nützlich, das.)

Jedenfalls wechselte der Straßenbahnfahrer dann das Führerhaus und teilte den Pendlern noch im Vorbeigehen mit, dass der nächste Zug nach Bocklemünd schon im Tunnel hinter ihm steht. Der Zug zeigte nun "Holweide" als Ziel an und Zug eine Wagenlänge vor und wartete ein paar Minuten. Auge in Auge sozusagen mit der Linie 4 die im Tunnel lauerte. (Gibt's eine Weiche zwischen Hans-Böckler- und Frieseplatz, dass der Zug auf's richtige Gleis fahren kann?)

Nach ca. 5 Minuten Wartezeit ist dann der Lokführer der falsch rum stehenden 3 wieder ausgestiegen und ins stadtauswärts zeigende Führerhaus gestiegen. Schlüssel rein, Gas, wegfahren. Leer.

Am Bahnsteig standen inzwischen recht viele Leute rum: Das normale Pendlervolk, das stetig von der Oberfläche über die Treppen und den Aufzug auf den Bahnsteig sickerte und die Portion Pendler aus der 3, die hier endete und soeben weggefahren ist.

Man sah im Tunnel die Bahn stehen - und das nochmal ca. 5 Minuten lang. Nichts rührte sich. Die Anzeige am Bahnsteig konnte sich auch nicht entschließen etwas einheitliches zu zeigen und zeigte abwechselnd Ossendorf und Mengenich an. Stadtbahnlotto :).

Als die wartende 4 dann endlich Fahrt aufnahm, gab es einen lauten Knall als sie in die Station kam und man sah im Gegenlicht der Innenbeleutung der Bahn ein paar Schattenrisse schwanken und nicken. Die Bahn hat - warum auch immer - ein unvermittelte Vollbremsung hingelegt.

Nachdem sie dann an den Bahnsteig gekrochen ist, die Pendler verschlungen hat - haben wir (wie soll es anders sein) noch ein paar Minuten bei offener Tür gewartet und sind dann ohne weitere Vorkommnisse abgefahren.

Dienstag, 18. November 2008

Neue Anzeigen auf Linie 3/4




Nachdem die Bahnhöfe entlang der 3/4 jetzt ein paar Tage anzeigenlos waren, gab es heute neue Anzeigen die mehr Informationen für den Fahrgast bereit halten.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Halb 3 morgens um viertel vor 10

Ich fuhr mit dem überlichtschnellen Aufzug am Westbahnhof vom Bahnsteig runter zur U-Bahn und erlebte das in der Überschrift bezeichnete Phänomen - nein, die Fahrt in den Untergrund hat keine Krümmung im Raum verursacht und auch die Zeitumstellung vom Wochenende ist nahezu verdaut.

Als ich unten ankam, war der Bahnsteig voller Leute - und zwar richtig voll. Kölns U-Bahnsteig wirkte erstmals richtig städtisch, fast wie London oder Paris zur Rush-Hour. Viele Leute und ein Zug der Linie 3 der nur halb am Hochbahnsteig stand. Der hintere Teil war noch am nicht mehr genutzten Niederflurbahnsteig.

Zunächst ahnte ich Schlimmes - Personenschaden mit abgetrennten Gliedmaßen und viel Blut.

Aber zum Glück war nichts dergleichen passiert. Da stand ein leere Zug. Der Lokfahrer kam angerannt machte die erste Türe auf und wieder zu und fuhr los - ohne Reisende. Warum das ganze erschloss sich mir nicht.

Im Tunnel Richtung Friesenplatz sah man schon die nachfolgende Bahn, die aber irgendwie nicht losfahren wollte. Da schaltete sich einmal das Licht aus und wieder an und dann rollte sie langsam los und kam in die Station gefahren.

Dann das nächste Maleur - der Zug war ungefähr mit dem ersten Wagen zur Hälfte am Bahnsteig, da machte die Bahn eine Vollbremsung. Der Fahrer, der wie alle Kölner Straßenbahnfahrer ziemlich Rückenunschonend aber betont locker in seinem Stuhl hing und den Joystick festhielt, nickte heftigst nach vorne und die Leute im Zug hinten kamen sich unfreiwillig näher. Spätestens jetzt macht auch das Ess- und Trinkverbot in den Zügen Sinn!

Ob dem leeren Zug vorher das gleiche passiert war?

Wenigsten nahm dieser hier, Linie 4, die wartenden Fahrgäste auf und fuhr dann auch ohne weitere Vorkommnisse weiter.

Dienstag, 9. September 2008

Untergrundmusik im 3/4 Takt

Ich stand, noch ein wenig vor mich hin dösend, in der Haltestelle "Hans-Böckler-Platz" und wollte in Richtung Körnerstrasse auf Arbeit fahren. Auf einmal drang ein liebliches lautes Stimmchen in mein Ohr. Es klang so ähnlich wie Pottsens Paul, der ja allgegenwärtig im Fernsehn für die Telekom "Nessum Dorma" singt. Nunja, ähnlich wäre geschmeichelt. Es klang schräg, laut, hallig. Scheußlich. Aber es sollte wohl eine Imitation des Liedes sein - werden.

Was war also los, im Kölner Untergrund? Ich wandte meinen Höhrorganträger nach rechts, wo ich die Schallquelle vermutete. Und richtig. Von da kams.

Gleisarbeiter im Tunnel. Auf den Gleisen der Linien 3/4 sangen um die Wette. Weils vermutlich so schön hallig klingt, in der Betonröhre.

Exkurs:
Aus meiner Tontechnikerzeit weiss ich noch, dass der Hallregler am Mischpult gerne mal zum "Ausbessern" unschöner Stellen im Gesamtwerk genutzt wird. Den gleichen Effekt machten sich heute morgen also die singenden Gleisbauer zu nutzen. Mit Hall klingt alles besser :)
Selbst der recht kurze Hall in einer Durschkabine animiert ja viele Menschen dazu zu singen - obwohl sie es eigentlich garnicht können :)
Diese Ausbesserung funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad - danach gibts nur noch eins: rausschneiden, leise drehen oder bei zukünftigen Aufnahmen ein Holzmikro nutzen.

Freitag, 22. August 2008

Live Kommentar aus dem U-Bahn Tunnel

Freitagabend, Feierabend - schnell nach Hause. Ich bin recht knapp auf dem Weg zum Bahnhof den RE22 um 18h25 zu erwischen. Wenn alles glatt läuft, kriege ich ihn auch. Wenn...

18h15 Uhr: Unsere Linie 4 steht vor dem Hans-Böckler-Platz im Tunnel. Ansage vom Fahrer: "In der Station vor uns steht noch ein Zug der Linie 3."

18h18 Uhr: Der Fahrer meldet sich nochmals zu Wort: "In der Station vor uns steht immer noch ein Zug der Linie 3. Wegen 'nem Türschaden. Die Leitstelle sagt aber, daß es in wenigen Augenblicken weiter geht. Gleich geht's weiter."

Ich sehe meinen Zug ins Wochenende schon ohne mich losfahren, weil wenn wir dann in der U-Bahnstation sind, wird der Aufzug wahrscheinlich nicht funktionieren oder auf Grund seiner unendlichen Langsamkeit die Mitfahrer nicht rechtzeitig auf dem Bahnsteig ausspucken.

18h21 Uhr: Unser verkannter Sportmoderator der die U-Bahn steuert greift wieder zum Mikrofon und verkündet: "Der Zug vor uns hat Fahrt aufgenommen."

Wir stehen immer noch und lauschen gespannt der nun folgenden Livekommentare aus der Fahrerkanzel: "Liebe Fahrgäste, wegen der Türstörung mussten alle Fahrgäster aus dem Zug vor uns aussteigen und die werden jetzt in unseren Zug einsteigen. Das könmnte ein bißchen eng werden. Seien Sie nett zueinader."

18h23 Uhr: Unser Ubahnkommentator ergreit das Wort - schonwieder: "Jetzt hat sich noch ein Zug der Linie 5 vorgedrängt. Wir haben ja auch erst 6 Minuten Verspätung. Das bauen wir dann gleich nochmal aus, wenn die vielen Leute einsteigen. "

Der Zug rollt endlich los. Ich positioniere mich an einer Tür die nächst des Aufzugs anhalten und aufgehen wird. Wir rollen in die Station und ab jetzt geht alles recht schnell und wider erwarten reibungslos - für mich. Der Aufzug ist unten und 3 Leute schon drin. Ich passe noch rein und es geht los.
Um es noch spannender zu machen, müssen natürlich die 3 Mitfahrer auf Straßenniveau aussteigen und verzögern dadurch meine Weiterfahr zum nur noch 6 Meter entfernten Bahnsteig um kostbare Sekunden.
Wenige Momente später sind meine Augen auf Bahnsteigkantenhöhe und ich erblicke zum Glück keinen am Bahnsteig stehenden Zug. Aber ich sehe auch keine Leute! Zug schon weg? Nein! Es regnet und die meisten Mitfahrer stehen rechts unter Dach und der Zug ist auch noch am Anzeiger angezeigt.

18h26 Uhr: Ich lehne entspannt am Treppengeländer und warte auf meine RE22. Tippe die Livekommentare unseres Ubahnfahres ins Händy und der Zug kommt mit ca. 3 Minuten Verspätung angerollt.

Sehr gut.

Dienstag, 4. März 2008

Rollt nich!

Heute Morgen, Haltestelle Piusstrasse. Die Rolltreppe, die vom Bahnsteig nach oben führt ist nun schon seit einer Woche kaputt.

Heute morgen waren 2 junge Teenagerinnen (aus der Kategorie weiße Jacken, weiße Stiefelchen, riesen Creolen an der äußeren Hörorganen, Steinchen in die Oberlippe gepierced, IQ knapp über Zimmertemperatur und schon ne Kippe hervorgezogen) vor mir die sich gleich als erste auf die Rolltreppe stellten.

Man muss wissen, dass diese Treppe - wie viele andere hier in Köln - erst ihren Dienst versieht sobald ein aufstiegswilliger die Lichtschranke zur Rolltreppe passiert. Daher geht man als Nahverkehrsnutzer in Köln meist zielsicher auf stehende Rolltreppen zu, da sie meist unmittelbar anfangen zu rollen - steht man mal drauf.

So, genug Vorgeplänkel. Die beiden Teenagerinnen stellen sich also drauf auf die Treppe und die rollt einfach nicht los. Man schaut sich an und die linke sagt zu der rechten: "Scheisse. Die is kaputt." Die rechte sagt zu der linken: "Komm lass uns ein paar Meter weiter laufen, da ist ne normale Treppe." Sprachs und die beiden drängten sich an mir vorbei zurück um dir normale Treppe zu suchen.

Ich dachte kurz über den Sinn der Aktion nach, runzelte die Stirn und nutze die Rolltreppe - wie eine normale Treppe. Ich Fuchs, ich.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

7 Bahnen auf einem Klumpen

U-Bahnstau vom feinsten. Angekommen auf dem U-Bahnsteig an Hans Böckler Platz vernahm ich noch die Ansage "Wegen eines Stellwerkausfalls kann es auf alles Strecken zu Verzögerungen kommen."

Es stand auf dem Gleis in Richtung Innenstadt eine Bahn am Bahnsteig, eine Bahn war im Tunnel in Fahrtrichtung zu erkennen und zwei Bahnen standen aus der anderen Richtung und wollten rein in die Station. An dieser Haltestelle laufen 2 Linien zusammen, daher 2 Bahnen die gleichzeitig rein wollten.

Gottseidank war das Gleis stadtauswärts frei und eine 3 kam recht bald. Auf dem Weg zur Piusstrasse standen im Tunnel noch 2 weitere Züge und natürlich einer in der Station Piusstrasse. Weiter bin ich heute leider nicht gefahren.

Insgesamt also 7 Züge zwischen und in 2 U-Bahnstationen. :)

Mittwoch, 29. August 2007

Urlaubs - Fahrbier


Bevor ich mich ins lange Wochenende verabschiede gab's ntürlich noch ein obligatorisches, leckeres Fahrbier. Prost, meine nicht vorhandenen Leser :)

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