Durchsuche diesen Blog

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Begehbarer K...schrank

Ohne Bezug zum Pendeln und/oder Bahn fahren und daher auch ohne weitere Worte.

Nichtsdestoweniger aber mit den allerbesten Wünschen für das neue Jahr 2009 und einen guten Rutsch an alle (beiden) treuen Fahrbierleser (und -trinker).







Dienstag, 30. Dezember 2008

Herrenloser Koffer

In der einteiligen, gut besetzten RB in Richtung Köln hat wohl ein Fahrgast seinen großen Koffer nicht ins Gepäckfach über dem Sitz bekommen und ihn stattdessen im Mehrzweckabteil stehen lassen.

Soweit, sogut.

Ein aufmerksames Pärchen stieg wohl in Derkum ein und wunderte sich offesichtlich über das alleine rumstehende Gepäckstück.

Kurz nach Abfahrt kam die Frau nach vorne zum Lokfahrer gelaufen und hat ihn darauf hingewiesen, dass ein Koller mutterlseelenalleine im Mehrzweckabteil rumsteht. Ist ja in der heutigen Zeit auch verständliche, wenn man sich da Sorgen macht, führte sie erklärend hinzu.

Zufälligerweise war der Kofferinhaber auch in der Nähe und löste das Rätsel gleich auf. Er gab sich als Besitzer des Gepäckstücks zu erkennen, und die Frau zog wieder von dannen.

Keine Minute später kam der Typ (übrigens der seltsame Fleischmützenmann (FMM), über den ich schon seit Monaten mal ausführlicher schreiben will) auch an un zitierte den Kofferbesitzer zu sich und erklärte ihm, dass es ja wohl eine Unverschämtheit sei ... leider sidn die beiden dann weggegangen und ich konnte das Gespräch nicht weiter verfolgen. Der Inhaber des Reisegepäcks kam aber kurz darauf kopfschüttelnd und lachend wieder.

Der FMM ist im übrigen kein VRS-Kontrolleur (die waren aber auch im Zug unterwegs) oder ein DB-Sicherheitsdienstler sondern irgend ein sich wichtig fühleder Privatmann. Ich glaube, ich habe den auch schonmal mit einer "SECURITY" Jacke im Zug sitzen sehen.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Frohes Fest

Liebe liebe Lokführer, liebe Schaffner, liebe Stellwerker...

alle Ihr, die Ihr im vergangenen Jahr dafür gesorgt habt, dass ich und viele hundert Mitpendler, immer Sicher und trockenen Fußes an unseren Zielort gekommen sind, Euch ein ganz tolles Weihnachtsfest und vielen Dank für Eure Arbeit!

Jede Verspätung oder Überfüllung für sich genommen ist sicher ärgerlich und lässt viele über die Scheiss Bahn schimpfen. Aber unterm Strich auf's ganze Jahr gesehen funktioniert das mit dem Zug fahren schon ziemlich gut, sicher und reibungslos.

Weiter so! Vielleicht auch wie die Einzelhandelskollegen der Revisionsverband der Westkaufgenossenschaften: Jeden Tag ein bißchen besser!



Freitag, 19. Dezember 2008

Stinkende Bremse

Ich bestieg den RE12 der sich gegem 10 Uhr in Euskirchen auf die Reise nach Köln macht. Beim Einsteigen roch es im Zug nach verbrannter Kupplungsscheibe oder sowas in der Art. Ich fühlte mich ein klein wenig an die Fahrschulzeit mit Anfahren am Berg zurück erinnert...

Na jedenfalls setzte ich mich und an mir vorbei stapfte der/ein Lokführer nach draussen - der just in dem Moment einsteigende Schaffner rümpfte auch die Nase und schaute den Lokfahrer verdutzt an. Dieser erklärte ihm, dass der Gestank von den Bremsen kommt. Das sind die Bremsscheiben. Die E-Bremsen sind kaputt und der Zug bremst nur auf den Scheiben. Das ist aber nicht schlimm. Damit mit kann man noch fahren.

Und dieser Dialog spielte sich vor allen Fahrgästen ab und mit dem Wissen, dass die Bahn ja aktuell mit dem einem oder anderen Sicherheitsproblem in den Schlagzeilen ist. Ungeschickt wie ich finde.

Aber egal, wir sind in Köln angekommen - auch trotz kaputter E-Bremse.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Seekrank

Unser Zug (Plan: 8.29 ab in Richtung Köln) heute morgen kam schon mit ca. 10 Minuten Verspätung in Euskirchen an. Der Gegenzug nach Kall, kam irgendwie garnicht - es wurde nämlich die aus Bonn kommende RB23 geteilt und die eine Hälfte fuhr als RB24 nach Kall und die andere Hälfte als RB23 nach Bad Münstereifel weiter.

Unser verspäteter Zug kam dann endlich angefahren und lies die Wartenden schon wegen seiner Länge - es gab nur einen Triebwagen - auf das kuschlige Miteinadern bis Köln freuen.

Natürlich ist es an solchen Tagen wie heute auch so, dass gleich 2 Schulklassen nach Köln zum Weihnachtsmarkt wollen und so den eh schon zu vollen Zug so richtig voll machen.

Soweit so gut, der Grund für die Verspätung war wohl irgendwie in der Bremse des Zugs zu suchen. Der Zug bremste nämlich ständig ab und beschleunigte wieder - man wurde fast Seekrank. Sogar der Lokfahrer sah sich gezwungen zwischendurch anzusagen, dass nicht er für das Gebremse zuständig ist sondern der zug das Selbstständig macht.

Bis nach Köln hatten wir dann eine Verspätung von ca. 25 Minuten auf der Uhr. Wegen dem Gezuckel und der viel zu vielen Leute die beim Einsteigen nicht aus den Lichtschranken der Türen gingen.

Sonntag, 7. Dezember 2008

In 116 Bieren um die Welt

Manomann, da kann ich ja nur vor Neid erblassen. Around the World in 116 Beers. Und alles sauber per Foto dokumentiert.

Dan kann ich mit meiner handvoll Fahrbier International Einträge nur staunend und beschämt in der Ecke stehen. Aber eine gute Gelegenheit die kommenden Tage mal nach dokumentarischen Bierfotos zu forschen - so ein, zwei sollte ich noch auftreiben im Urlaubsarchiv :D

Derweil Prost und eine erholsame Vorweihnachtszeit!

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Erstbesteigung in Euskirchen



Nachdem ich gestern Abend gesehen habe, dass die Behelfsüberführung fertig ist, war sie dann heute in der Früh auch schon beleuchtet und für den Publikumsverkehr geöffnet.



Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen die Stufen empor zu klettern und in windiger Höhe einen völlig neuen Blick auf den Euskirchener Bahnhof zu ergattern. So ergibt sich auch ein neuer Fotostandpunkt für die zugfotografierene Zunft. :)

Donnerstag, 27. November 2008

Mit Sicherheit falsch informiert

Ich musste zum Flughafen CGN und bin mit dem ersten Zug 4.44 ab Euskirchen gefahren. Am Hbf muss ich schnell in die S-Bahn wechseln. Und da ich schon recht knapp dran war, hatte ich keine Zeit mehr den Fahrplan genau zu studieren. Ein S-Bahn kam an Gleis 10 an und ein Sicherheitsmensch stand wartend am Gleis. Ich habe ihn gefragt, ob die S-Bahn auch am Flughafen vorbei fährt. Er tat ziemlich wichtig und schaute sich runzelnd die Zugzielanzeige an... "Ja, die fährt über den Flughafen." Prima. Also einsteigen.

Beim Überfahren der Hohenzollernbrücke habe ich mich dann nochmal selber vor den Linienplan gestellt um die Auskunft zu verifzieren. Man ist ja von Haus aus skeptisch. Und tatsächlich: Diese S-Bahn fährt nicht am Flughafen lang sondern nur über Porz-Wahn. Tolle Wurst. Zum Glück konnte ich durch ein rettendes Aussteigemanöver in Deutz diese falsche S-Bahn wieder verlassen und nach 10 Minuten warten in der Kälte die richtige erwischen.

Ich kam recht knapp am Flughafen an, aber ick hab den Flija nach Balinn noch jekriegt, wa?

Mittwoch, 19. November 2008

Drei, to find the right ticket!


Drei Automaten sollt ihr sein um den Fahrgästen den Nahverkehr so ähnlich komplex vorkommen zu lassen wie es in der Luftfahrt seit je her Ouzo (Prost!) ist.


In Köln-West steht seit gestern ein neuer, zusätzlicher Fahrkartenautomat. Ein Automat der Firma transregio. Aus verschiedenen Pressemitteilungen der jüngeren Vergangenheit war zu vernehmen, dass ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 die Firma transregio auf der Strecke zwischen Köln und Mainz den Nahverkehr betreiben wird.

Neue Fahrpläne, neue Züge, neue Fahrkarten, mehr Verwirrung (?). Grundsätzlich ist es absolut einleuchtend, dass man mit einem Ticket der Firma A nicht eine Dienstleistung der Firma B erwarten kann. Mit einer Eintrittskarte zum Kölner Zoo kommt man schließlich auch nicht ins Phantasialand.

Ich vermute aber, dass es hier (hoffentlich nur Anfangs) zu einiger Verwirrung unter den Fahrgästen kommt. Haben Sie doch die Möglichkeit eine von 3 verschiedenen Fahrkarten zu kaufen.

1.) Eine Karte aus dem Automaten des VRS (leider nicht im Bild)
Hiermit, würde ich zumindest erwarten, kann ich einen beliebigen Nahverkehrszug - egal ob Deutsche Bahn oder transregio - benutzen. Allerdings nur innerhalb des Tarifgebiets des VRS. Also z.B. von Köln nach Bonn.

2.) Eine Karte auf dem Automaten von transregio (linker Automat)
Hiermit kann man sicherlich nur Fahrkarten kaufen, mit denen man über das Tarifgebiet des VRS hinausfährt und einen neuen, gelben transregio Zug benutzen möchte. Also z.B. von Köln nach Koblenz.

3.) Eine Karte aus dem Fernverkehrsautomaten der Deutschen Bahn (rechter Automat)
Diese Karte kann natürlich nur mit Zügen der Deutschen Bahn benutzt werden. Ich kann damit nach Bonn fahren - zwar mit einem Fernverkehrsticket - aber auch gerne mit einer Regionalbahn der DB (rote Züge). Mindestens eine Linie - ich glaube die von Wuppertal nach Bonn Mehlem - fährt nämlich auch noch zwischen Köln und Bonn als Leistung der Bahn. ALternativ zum Nahverkehr der von der Bahn betrieben wird, kann mit der Fernverkehrskarte natürlich auch ein IC/ICE der Bahn (weisse Züge) zwischen Köln und Bonn genutzt werden.

Das man von Köln nach Bonn auch noch mit der Stadtbahn (Linie 16 und 18) kommen kann, wollen wir jetzt mal außer Acht lassen. Diese Linien könnte man aber Punkt 1.) zuschlagen, da hier VRS Karte benutzt werden können/müssen.

Lange Rede kein Sinn: Von Köln nach Bonn habe ich eine - für den Normalgelegenheitsbahnnutzer - eine zu große und meiner Meinung nach auch zu komplizierte Auswahl an Ticketsystemen.

Permutieren wir doch mal durch:

  1. DB, Fernverkehrsticket, Fernverkehr (weiße Züge)

  2. DB, Fernverkehrsticket, Nahverkehr (rote Züge)

  3. TR, transregio-Ticket, Nahverkehr (gelbe Züge)

  4. DB, VRS Ticket, Nahverkehr (rote Züge)

  5. TR, VRS Ticket, Nahverkehr (gelbe Züge)

  6. KVB/SWB, VRS Ticket, Stadtbahn (bunte Züge) - aber andere Haltestellen als die übrigen - daher zunächst mal unproblematisch)



So, und nun schicken Sie mal einen Gelegenheitsbahnfahrer auf die Reise - spontan zum Bahnhof und einen Zug nehmen ist nicht mehr so einfach wie früher (als noch alles besser war).

Manchmal wünsche ich mir schon die gute alte Deutsche Bundesbahn zurück. Aber wirklich nur manchmal.

Dienstag, 18. November 2008

Lahmer Güterzug

Die RB24 nach Euskirchen hat an allen Unterwegsbahnhöffen auffällig lange gestanden, sodass wir kurz vorm Ziel eine Verspätung von etwa 15 Minuten auf der Uhr hatten.

Der Fahrer hat dann in Großbüllesheim zu uns gesprochen und meinte nur: "Die Weiterfahrt unseres Zuges verzögerte sich leider ein wenig durch einen Güterzug vor uns, der neddesu richtig aus den Füßen kam."

Neue Anzeigen auf Linie 3/4




Nachdem die Bahnhöfe entlang der 3/4 jetzt ein paar Tage anzeigenlos waren, gab es heute neue Anzeigen die mehr Informationen für den Fahrgast bereit halten.

Leerfahrt mitten in der Ansturmstunde *)

Ich kam heute früh entpannt um 8h40 am Bahnhof Euskirchen angeradelt und sehe beim anketten meines Drahtesels, dass auf dem Kölner Gleis ein Talent abfahrbereit steht. Es wird wohl die leicht verspätete RB sein, die sich planmäßig um 8h29 auf den Weg macht. Normalerweise macht es keinen Sinn sich jetzt zu sputen und hinzuhetzen. Die Bahn fährt einem eh vor der Nase weg. Ich habe also gemütlich und ohne Eile den das Drahtdesel festgemacht, die reflektierenden Sporen in die Tasche gelegt und die Handschuhe ausgezogen.

Beim Schlendern zur noch benutzbaren Unterführung zum Gleis 2 stand der Zug - im übrigen völlig Leer - immer noch tuckernd am Bahnsteig. Ich konnte erkennen, dass der mit RE22 und Ziel Köln-Deutz beschriftet war. Hmmm... war es der Ergänzungstriebwagen des normalerweise an der um 9h01 fahrenden RE22 hinten angehängt wird? Als ich an den Banhsteig kam, konnte man ganz normal einsteigen und sich hinsetzen.

Das Foto entstant tatsächlich im RE22 gegen 8h45 Uhr zwischen Euskirchen und Weilerswist. Kein Feiertag und auch sonst nichts ungewöhliches im Kalender.

Gegen 8h43 fuhr der Zug dann los. Mit mir allein als Passagier (hoffentlich nicht nach Nirgendwo!). Ich rätselte ja schon, was das für ein Zug ist, der um 8h43 als RE22 ohne Fahrgäste (mich ausgenommen) in Richtung Köln fährt.

In West am Zugzielanzeiger las ich dann des Rätsels Lösung am örtlichen Zugzielanzeiger: Ich saß im ca. 50 Minuten verspäteten Eifel-Express (RE22) der in Euskirchen um 7h51 hätte losfahren sollen.

In Weilerswist und Erftstadt haben wir noch insgesamt 5 Leute mitgenommen die aber ob der ungewöhnlichen Abfahrtszeit recht unsicher und fragend den Zug enterten.

*) Ansturmstunde

Mittwoch, 12. November 2008

Überbrückung


In Euskirchen baut man gerade in Höhe des Stellwerks eine Fußgängerbrücke aus Holz und Baugerüsten zusammen. Die Schließung des alten Tunnels scheint also unmittelbar bevorzustehen.

Dienstag, 11. November 2008

Voll im Zug

Es ist noch nicht 10 Uhr Vormittags und da sind die Bauarbeiter, Zimmermädchen, Fußballer, Pippi Langstrumpfs, Kapitäne, Matrosen ... schon so derart betrunken, dass die armen von dem Hauptakt - nämlich der Sessionseröffnung um 11h11 in Köln - nicht mehr viel mitkriegen dürften.

Heute früh im Zug hat man eine Vorstellung von der Völle am sich ankündigenden Hochfest der Narren - Weiberfastnacht - bekommen. Warm, eng, gut gelaunt und der Duft von frisch transpiriertem Alkohol.

Jaha, das ist Köln. Prost.

Montag, 10. November 2008

Was für ein Start :(

Heute morgen war ich mal wieder Richtung Köln unterwegs. Ich hatte nur knapp den Zug um 6.51 Uhr verpaßt und wartete also auf den RE11402. Zug kam, eingestiegen und wir zuckelten los. So nach und nach füllte er sich auch, erst in Weilerswist, dann in Erftstadt. Dort stand er eine Weile einfach nur herum. Dann irgendwann die Durchsage des Zugführers, dass sich die Weiterfahrt wegen einer Störung am Zug ein wenig verzögert. Alle blieben noch entspannt. Dann wenige Minuten später die Durchsage, dass er keine Luft in die Bremsen bekäme und deshalb noch nicht klar wäre, wie es weitergeht. Mittlerweile vergingen so ca 20 Minuten und man wurde doch ein wenig unruhig. Dann endlich eine neue Durchsage: Alle Fahrgäste bitte aussteigen, der Zug könne nicht weiterfahren. Unter Grummeln wurde also der Zug geräumt. Jeder sah sich wohl bereits in Gedanken im nächsten, dann hoffnungslos überfüllten Zug sitzen. Es war ein sehr ungemütlicher regnerischer Morgen und wir standen also auf dem Bahnsteig und warteten, wie es weitergeht. Plötzlich rief der Zugführer allen zu, wir sollten wieder einsteigen, er fährt doch weiter. Also alle wieder rein in den Zug. Der Zugführer entschuldigte sich vielmals und fuhr weiter. Unter den Mitfahrern stellte sich wieder Entspannung ein. Die Leute, die wie ich einen Termin zu erreichen hatten, telefonierten drauflos, um Bescheid zu geben, dass sich die Ankunft verzögert.

Wir kamen in Hürth-Kalscheuren an und fuhren wieder los. Bis - ja bis wir dann auf freier Strecke stehenblieben. Sofort die Durchsage des Zugführers, dass wir wieder ein Bremsenproblem haben und er sich bemüht, es wieder hinzubekommen. Seufzen und Stöhnen unter den Mitfahrern, aber jeder hoffte darauf, dass sich die Wartezeit in Grenzen halten würde. Aber falsch gedacht, es ging einfach nicht mehr voran. Wir sahen einen Zug nach dem anderen vorbeifahren, aber bei uns tat sich nichts. Nach ca 50 Minuten dann die Ansage, dass der Zug evakuiert werden würde, also ein Ersatzzug in ca 15 Minuten neben uns stehenbleiben würde und wir so umsteigen könnten. Die Ansage war noch nicht verhallt, da fuhr der Zug plötzlich langsam an. Also doch keine Evakuierung. Mittlerweile hatte jeder schon fast Mitleid mit dem Zugführer, der einfach immer mal wieder Statusberichte durchgab und sich vor allem dauernd entschuldigte. Irgendwann kamen wir also ganz langsam in Köln Süd an, es dauerte ne Weile und wir warteten erst einmal wieder, bis dann die Durchsage kam, dass dieser Zug nun für heute endgültig aus dem Verkehr gezogen würde. Auf dem Gegenbahnsteig war bereits die RE26 aus Koblenz nach Köln Deutz angeschlagen und ich hoffte, dass sich meine Verspätung ein wenig eingrenzen liess. Aber unser Zug hatte anscheinend alles durcheinander gebracht. Der RE26 trudelte erst ca 20 Minuten später ein und brachte uns wohlbehalten nach Köln Deutz. Zu guter Letzt kam ich also mit fast 2stündiger Verspätung bei meinen Kollegen im Büro an und war wieder einmal enttäuscht von der Deutschen Bahn.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Halb 3 morgens um viertel vor 10

Ich fuhr mit dem überlichtschnellen Aufzug am Westbahnhof vom Bahnsteig runter zur U-Bahn und erlebte das in der Überschrift bezeichnete Phänomen - nein, die Fahrt in den Untergrund hat keine Krümmung im Raum verursacht und auch die Zeitumstellung vom Wochenende ist nahezu verdaut.

Als ich unten ankam, war der Bahnsteig voller Leute - und zwar richtig voll. Kölns U-Bahnsteig wirkte erstmals richtig städtisch, fast wie London oder Paris zur Rush-Hour. Viele Leute und ein Zug der Linie 3 der nur halb am Hochbahnsteig stand. Der hintere Teil war noch am nicht mehr genutzten Niederflurbahnsteig.

Zunächst ahnte ich Schlimmes - Personenschaden mit abgetrennten Gliedmaßen und viel Blut.

Aber zum Glück war nichts dergleichen passiert. Da stand ein leere Zug. Der Lokfahrer kam angerannt machte die erste Türe auf und wieder zu und fuhr los - ohne Reisende. Warum das ganze erschloss sich mir nicht.

Im Tunnel Richtung Friesenplatz sah man schon die nachfolgende Bahn, die aber irgendwie nicht losfahren wollte. Da schaltete sich einmal das Licht aus und wieder an und dann rollte sie langsam los und kam in die Station gefahren.

Dann das nächste Maleur - der Zug war ungefähr mit dem ersten Wagen zur Hälfte am Bahnsteig, da machte die Bahn eine Vollbremsung. Der Fahrer, der wie alle Kölner Straßenbahnfahrer ziemlich Rückenunschonend aber betont locker in seinem Stuhl hing und den Joystick festhielt, nickte heftigst nach vorne und die Leute im Zug hinten kamen sich unfreiwillig näher. Spätestens jetzt macht auch das Ess- und Trinkverbot in den Zügen Sinn!

Ob dem leeren Zug vorher das gleiche passiert war?

Wenigsten nahm dieser hier, Linie 4, die wartenden Fahrgäste auf und fuhr dann auch ohne weitere Vorkommnisse weiter.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Zu früh fahren ist Scheisse

Mit Ausnahme der Haltestelle "Bahnhof Euskirchen" fahren die Busse hier meistens nicht nach Plan. Besonders hoch ist die Quote des Nicht-Nach-Fahrplan-Fahres auf der Linie 869. Morgens in Richtung Stadt immer zu spät und Abends der letzte Bus nach Hause in 90% der Fälle schlicht zu früh.

Gerade auf so einer (von Bussen) so schlecht frequentierten Linie ist ein zu früh fahren ein echtes Ärgernis. Warum denkt man sich einen Fahrplan aus in dem steht Kessenich ab 8.03 Uhr? Oder abends Spiegelstrasse ab 18.19 Uhr? Warum hängt man nicht einfach einen Zettel hin mit "Bus 869 fährt 4x am Tag und zwar immer so ungefähr um 7, 8, 12 und 16 Uhr hin und ca. ne halbe Stunde später wieder zurück. Dann würde man sich wenigstens nicht auf einen Fahrplan verlassen, auf den die SVE selber nicht achtet.

Warum mich das heute so "berührt"? Weil die 869 mir gestern 2x vor der Nase weggefahren ist! Einmal stadeinwärts am Morgen. Plan 8.03 Uhr. Ich kam um 8.05 an die Haltestelle und habe bis 8.12 Uhr gewartet und mich geärgert, dass der Bus wohl ausnahmsweise mal pünktlich war und ich dann wohl mit dem Rad zum Bf. muss. Also gewendet und ab nach Hause.
Ich bin noch keine 10 Meter vom Linienweg des 869 entfernt, da kommt der Dr*cksbus mit über 10 Minuten Verspätung an und natürlich an der Haltestelle vorbei. Grunz.

Am Abend dann Bus verpasst, wegen zu früher Abfahrt. Ich schlenderte gegen ca. 18.15 durch die Fuzu gen Spiegelstrasse. Um kurz vor der geplanten Abfahrtzeit bog ich beim Deichmann um die Ecke und sah nur noch den blau-gelben 869 ohne Halt durch die Spiegelstrasse sausen. An der Haltestelle angekommen sprang die Uhr am örtlichen Parscheinautomaten auf 18.19 Uhr um. Und ein Blick auf den (offenbar irrelevanten) Fahrplan vor Ort bestätigte mir: Letzte Fahrt 869 stadtauswärts um 18.19 Uhr. Örks.

Zu früh kommen ist eben einfach Scheisse.

Samstag, 25. Oktober 2008

Ende der Sommerzeit


Es ist kalt geworden, die Lebkuchen stehen in den Regalen und wir bekommen endlich die Stunde wieder zurück, die uns im Frühjar zum Zwecke der Umstellung auf Sommerzeitumstellung geklaut wurde.

In der kommenden Nacht werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Für den Verkehr auf den Strecken durch die Eifel ist das nicht weiter tragisch, da in dieser Zeit der Betrieb ruht.

Auf den bedeutenden Strecken werden die Nachtzüge einen geeigneten Bahnhof anfahren und dort eine Stunde warten.

In Euskirchen ist man bereits jetzt auf die Leiter gestiegen und hat die Uhren zurückgestellt ;-).

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Erstklassiger Sicherheitsdienst in der Eifelbahn


Gestern in der RB um 18h50 ab Köln-West in Richtung Gerolstein fuhr wohl "zur Verbesserung der Sicherheit" ein DB-Sicherheitsdienst-Pärchen mit.


Gemerkt hat man das als Fahrgast aber auch nur daran, dass die beiden erstklassigen Sicherheitskräfte sich in Euskirchen aus den bequemen Sitzen der 1.Klasse erhoben haben um den Zug zu verlassen.

Zwei Kontrolleure, die sich in Erftstadt zum Zug gesellten, kommentierten den Anblick der First Class Security mit einer abfälligen Bemerkung... "Guck, da sitzen die in der ersten Klasse..."

Zunächst wusste ich garnicht wen oder was die meinen. Erst in Euskirchen konnte ich den Spruch der Prüfer zuordnen.

Ich meine, es ist ja nett, dass man die normalerweise unbegleiteten Züge mit sporadisch auftauchenden Sicherheitspatroullien beschickt, aber es nützt ja niemandem wenn die sich in der Ersten Klasse verstecken.

Irgendwie wäre es das Mindeste gewesen, wenn man einmal hin- und her gelaufen wäre um a) den redlichen Reisenden zu zeigen, dass jemand an Bord ist und helfen kann und b) den unredlichen Mitfahren warnend vor Augen zu führen, dass hier zwei Aufpasser an Bord sind.

So kosten die beiden unmotivierten Leute nur Geld, blockieren hochwertige Reiseplätze und nützen nix.

Ich will hier auf keinen Fall die gesamte Zunft von DB-Sicherheit schlecht machen - aber es sind eben leider immer einzelne, die eine ganze Berufsgruppe doof dastehen lassen. Und sobald ich uniformierte sehe, dann erwarte ich nicht nur dass die alle gleich aussehen sondern sich auch uniform (=gleich) verhalten. Und bei Sicherheitsleuten gehört da sicher nicht gelangweiltes-aus-dem-Fenster-schauen dazu.

Nachdem ich in dann Euskirchen ausgestiegen war und am Bahnsteig am Gleis 1 noch ein wenig das Treiben im Euskirchener Bahnhof beoachtete sah ich dann auf Gleis 2 die RB nach Köln-Deutz abfahren. Tja, werte Leser: Ratet mal wer da in der ersten Klasse saß und Löcher in die Luft geguckt hat...

Dienstag, 21. Oktober 2008

Im Taxi durch die Nacht...


Letzte Nacht war ich zum ersten Mal in der Situation, dass es keinen Zug mehr gab, der mich nach Hause hätte fahren können. Und es ging erstaunlich gut und völlig unproblematisch mit der Besorgung eines Taxigutscheins am Service Point.

Ich war in Düsseldorf und wollte die letzte Möglichkeit nach Hause zu fahren nutzen. ICE 809 um 23.27 ab Düdo Hauptbahnhof. Hätte auch mit der letzten RB ab Köln in Richtung Eifel gepasst.

Wie der Zufall es aber will war der ICE wegen einer Bombenentschärfung in Bielefeld ca. 30 Minuten verspätet. Der letzte Anschluß nach Hause also dahin. Örks. Beim ersten Besuch des Düsseldorfer Servicepoints hat man mich dann zum einen gebeten den gerade noch im Bahnhof stehenden Nachtzug zu erwischen und falls das nicht hinhaut in Köln nochmals zum Servicepunkt zu gehen.

Ich bin also die Treppe hoch zum Bahnsteig und der Nachtzug stand noch da - allerdings waren die Türen schon verriegelt. Der Schaffner lugte noch aus einer raus und ich konnte noch meine Bitte formulieren, dass er mich doch mitnehmen soll. Aber es ging kein Weg an Ihm vorbei. Er sagte noch, dass gleich ein ICE (mein verpäteter) kommt und ich den nehmen soll und machte die Tür zu.

Doof. Mit dem Zug hätte ich den Anschluss noch gekriegt.



In Köln am Servicepunkt hat man mir dann ohne großen Aufwand einen Taxigutschein gegeben und mir noch erklärt, dass ich dem Taxifahrer auf keinen Fall Bargeld geben soll. Trinkgeld sei natürlich meine Sache, aber was am Ende auf der Uhr steht braucht mich nicht zu interessieren.

Eine Stunde und 77 Euro später war ich dann zu Hause. Der Taximann lud mich aus, ich musste noch auf dem Zettel unterschreiben, dass ich angekommen bin und das wars dann auch schon.



Hervorragender Service und sehr kundenfreundliches Verhalten der Bahn. Und das bei einer Verspätung, für die die Bahn noch nichtmal was konnte. Daumen hoch! Verdient hat die Bahn an dem Abend an mir nix ... 8 Euro für eine per Bahncard rabattierte Fahrt von D nach K von mir eingenommen und 77 Euro fürs Taxi wieder ausgegeben. Aber zufriedene Kunden sind auch was wert - und für zumindest heute und die nächsten Tage bin ich einer!

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Talent kaputt

Heute Abend ist wohl der Talent, der den Verstärker um 18h15 ab West fährt, in Euskirchen auf dem Gleis 1 defekt liegen geblieben. (Mein Super-Talent ist im übrigen auch liegen bleiben - ob ich mal beim Herrn Bohlen in Köln vorstellig werden sollte?)

Na jedefalls kam ich mit dem nachfolgenden RE22 (18h25 ab West) gen Heimat gefahren und nach einer aufällig langen Wartezeit am Einfahrtsignal von Euskirchen wurden wir dann ausserplanmäßig ins Gleis 4 geroutet.

Manchmal hat es dann doch Vorteile, wenn die sparwütigen Bahnmanager doch ein bis zwei Gleise mehr betriebsbereit halten als für den Normalbetrieb nötig sind. Andernfalls hätte der RE22 nämliche keinen Platz mehr im Bahnhof Euskirchen gehabt.

Freitag, 10. Oktober 2008

Baufortschritt


Ein kleiner Handybilderbogen vom aktuellen Stand des Nebengebäudeabrißes am Euskirchener Bahnhof. Jetzt kann man, wartend auf den Zug, ungetrübt den Blick aufs Euskirchener Parkhotel genießen.

Ansonsten verläuft das Berufspendeln derzeit irgendwie unspektakulär. Das einzig bemerkenswerte sind die üblichen Verspätungen zum Herbstbeginn. Das herunterfallende Laub scheint die Züge wirklich arg zu behindern. Schmierflim auf dem Gleis verhindern zügiges Anfahren und erschwert wohl auch das Bremsen.

Gestern ist dann noch ein Triebfahrzeugschaden aufgetreten sodass der RE12 von Trier mit ca. 50 Minuten Verspätung gen Köln röhrte. Meiner Meinung nach gehören diese alten Züge mit den furchtbar lauten und stinkenden Loks und dem schäbigen Wagenmaterial eh auf den Schrott. Lieber heute als morgen.

Montag, 29. September 2008

Fensterplatz



Dieser Anblick bot sich in den letzten 2 Wochen desöfteren. Die Buszielanzeige am ZOB in Euskirchen versagte Ihren Dienst. Offenbar eine Javaanwendung die hier auf einem Windows 2000 System ihren, zugegebenermaßen nicht anspruchsvollen, Dienst versieht.

Was ich persönlich bemerkenswert finde, auf dem Foto aber leider nicht zu sehen ist, ist: Von den 8 Flatscreens an meinem Bussteig waren 2 in Betrieb, 2 zeigten diesen Windows-Desktop und die 4 übrigen einen Suse Linux Desktop. Und von den 4 Linuxrechnern gibt es auch noch zwei verschiedenen Varianten.

Also kann man darauf schließen, dass bei der SVE für je 2 Flatscreens ein Rechner seinen Dienst tut. Ob das sinnvoll ist...? Immerhin könnte man erwarten, dass die sich nicht alle gleichzeitig wegschmeissen sondern die Bildschirme immer nur paarweise ausfallen - oder aber es gibt einen Hauptrechner der die anderen Subrechner mit den Busdaten versorgt, der seinerseits nach Feierabend auf stur schaltet.

Wie dem auch sei, ich weiss es nicht und wollte einfach nur mal noch was "spannendes" schreiben. *Hüstel*

Donnerstag, 25. September 2008

In einer Nebelbank entschwunden...

Heute morgen war es mal wieder kuschelig im RE22. Wie schon Anfang August wurde ab Euskirchen kein Verstärkerzug an den RE22 angehängt.

Gegen 10 vor 9 machte sich allerdings der Verstärkertriebwagen für den RE 9h01 auf um im Gleis nach Düren auf die Ankunft des RE22 aus Richtung Gerolstien zu warten und sich dann an dessen Zugschluß zu anzuhängen. So weit - so normal.

Wegen des dichten Nebels verschwand der Anhangzug allerdings aus dem Blickfeld und parkte in der Nebelwand. Vermutlich wartet hier ...eine Flotte der Cardassianer und hat sich des NCC RE22 habhaft gemacht... Entschuldigung, ich schweife ab.

Jedenfalls blieb der Verstärkerwagen verschollen und zu der Pendlerbesetzung kamen heute noch 2 Reisegruppen dazu und es wurde nicht nur eng, sondern richtig eng im Zug.

Mittwoch, 24. September 2008

www.spezialtickets.de

Endlich eine Seite auf der ich gezielt nur nach Spartickets der Bahn suchen kann. Bei der bahn.de Homepage war das immer etwas mühsam sich eine Sparticket-Reise zusammenzustellen.

http://www.spezialtickets.de/

Freitag, 19. September 2008

Ausgedacht



Jetzt hat's sich auf den ersten Metern ausgedacht in Euskirchen. Über dem stadtseitigen Abgang in den Fußgängertunnel wurde bereits das Dach entfernt. Ebenso am Bahnsteig 2 auf den ersten Metern.



Wahrscheinlich ist das der Bereich, in dem die Überdachungen zunächst einmal weichen müssen und der Rest bleibt - dem ansonsten Wind und Wetter ausgesetzten - Pendler noch ein wenig erhalten. Immerhin bricht die kalte Jahreszeit an - heute Morgen war kratzen angesagt! Brrrr.

Donnerstag, 18. September 2008

Weniger Lautsprecherdurchsagen

Deutsche Bahn minimiert Lautsprecherdurchsagen

Weniger Fahrgastinfos am Gleis: Die Deutsche Bahn will an Tausenden Bahnhöfen die regulären Lautsprecheransagen streichen. Mit schlechten Passagierzahlen hat das nichts zu tun - dank hoher Spritpreise ist die Zahl der Bahnfahrer 2008 deutlich gestiegen.


Sonderlich vermissen werde ich's irgendwie nicht. Als Aussteiger am Bf sind die Ansagen eh meistens schon vorbei wenn man den Zug verläßt. Die lieben Ansager erzählen irgendwie immer schon "Willkommen in Euskirchen, Ihre nächsten Reisemöglichkeiten..." wenn der Zug noch im Landeanflug ist.

Und ansonsten würde ich eine funktionieren Anzeige am Bahnsteig oder in der Wartehalle eher begrüßen als dialektlastiges Genuschel aus dem Bahnsteiglautsprecher.

Montag, 15. September 2008

Ziegengemecker

Kurze Begebenheit heute morgen im RE11400 (6.51 Uhr ab Euskirchen). Der Zug war wieder recht voll, aber letztlich fand in unserem Abteil jeder einen Platz. Um diese Uhrzeit kann man ja fast nur 2 Gruppen Menschen beobachten. Die, die müde lesen und die, die vor sich hin dösen. Genauso war es heute morgen. Es war also tatsächlich sehr ruhig im Abteil. Irgendwann, kurz vor Hürth, dann Ziegengemecker, erst 1x, dann 2x und der größte Teil der Mitfahrer schaute sich um, woher das wohl kam. Plötzlich schrak ein junger Mann hoch, der vorher noch selig vor sich hingeschnorchelt hatte und riß sein Handy aus der Jacke. Er wurde kurz rot, als er sah, dass ziemlich viele zu ihm schauten. Aber dann fing er sich und beim 4. Ziegengemecker meldete er sich fröhlich am Telefon mit den Worten: Guten Morgen, mein Schatz!

Noch Fragen? ;-) Ich fand es herrlich! Ein ganzes Abteil war somit grinsend in den Morgen gestartet.

Freitag, 12. September 2008

Widerhaken am Pippes

Die folgenden Ereignisse spielen zwischen 10 und 11 Uhr im RE12 ab Euskirchen in Richtung Köln. Mein Name ist Jack Bauer... Ok, ok - falscher Film...

Im von mir anvisierten Abteil saßen bereits ca. 10 Jungs mit leckerem Fahrtbier in der Hand. Und das am Vormittag. Der geneigte Leser könnte nun annehmen, daß es sich hier wohl um eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg ins Ferienlager handeln muß (September scheint da ein begehrter Monat für zu sein) oder erwerbslose, Oettinger trinkende Tagediebe. Doch weit gefehlt.

Alles normaldurchnittsspießige Familienväter aus der Eifel. Seeeehr lustig, den Mädchen Sprüche hinterher rufend, albern und laut wie ne Schulklasse 14-jähriger.

Das Bemerkenswerte ist, es waren ausnahmslos die typischen Männer, die wenn sie morgens im Zug mit Aktentäschlein und Zeitung zur Arbeit fahren, ähnlich gut gelaunten und ebenso lauten Jugendlichen den Mund verbieten wollen würden.

Es scheint ein Gesangverein auf Wochenendfahrt zu sein. Zwischen Weilerswist und Erftstadt stimmte man dann noch ein Lied an:

"Wo man Bier trinkt und ein Lied singt, da ist es herrlich, herrlich auhauf der Welt."

Das allerdings in einer so unvorstellbaren Lautstärke, wie es nur angeheiterte Chorsänger eines Männergesangverein aus der Eifel können. Jeder muss den Rest der Gruppe übertönen. Ein Eifler Männerchor klingt meist wie türkisches Fernsehen. Nicht so osmanisch, dafür aber so laut und übersteuert. Dynamik - nicht nur nicht in der Hose - auch nicht in der Stimme.

Tja, und wo wir gerade am Tiefpunkt, nämlich unter der Gürtellinie, der heutigen Geschichte angekommen sind, zitiere ich noch Pitter - ein Mitsänger der in Hürth die Gruppe mit einem Schüttelreim erheiterte: "Was haben die Männer in Nippes? Widerhaken am Pippes."

Nunja.

Mittwoch, 10. September 2008

www.abfahrtstafel.de


Unter dem Link www.abfahrtstafel.de verbirgt sich eine sehr gute Alternative zur Fahrplanauskunft (An- und Abfahrtstafeln nach Haltestelle) der Bahn.
Schneller, schöner und - ganz nach Web 2.0 Art - smarter zu bedienen. Am besten finde ich persönlich die Mobilversion für's Händi.

Sehr gut, so macht Internet Spaß! Hoch leben die Mashupper!

Dienstag, 9. September 2008

Untergrundmusik im 3/4 Takt

Ich stand, noch ein wenig vor mich hin dösend, in der Haltestelle "Hans-Böckler-Platz" und wollte in Richtung Körnerstrasse auf Arbeit fahren. Auf einmal drang ein liebliches lautes Stimmchen in mein Ohr. Es klang so ähnlich wie Pottsens Paul, der ja allgegenwärtig im Fernsehn für die Telekom "Nessum Dorma" singt. Nunja, ähnlich wäre geschmeichelt. Es klang schräg, laut, hallig. Scheußlich. Aber es sollte wohl eine Imitation des Liedes sein - werden.

Was war also los, im Kölner Untergrund? Ich wandte meinen Höhrorganträger nach rechts, wo ich die Schallquelle vermutete. Und richtig. Von da kams.

Gleisarbeiter im Tunnel. Auf den Gleisen der Linien 3/4 sangen um die Wette. Weils vermutlich so schön hallig klingt, in der Betonröhre.

Exkurs:
Aus meiner Tontechnikerzeit weiss ich noch, dass der Hallregler am Mischpult gerne mal zum "Ausbessern" unschöner Stellen im Gesamtwerk genutzt wird. Den gleichen Effekt machten sich heute morgen also die singenden Gleisbauer zu nutzen. Mit Hall klingt alles besser :)
Selbst der recht kurze Hall in einer Durschkabine animiert ja viele Menschen dazu zu singen - obwohl sie es eigentlich garnicht können :)
Diese Ausbesserung funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad - danach gibts nur noch eins: rausschneiden, leise drehen oder bei zukünftigen Aufnahmen ein Holzmikro nutzen.

Donnerstag, 4. September 2008

Wiedererkannt!

Der nette Fahrer der vor ca. einem Jahr bereits ausführlich erklärt hat warum man die Füße aus der Tür nehmen soll, war heute wieder im selben Zug (RB24 K-West ab 18h50) wie ich und sprach ins Mikrofon: "An der offenen Tür bitte aus dem Erfassungsbereich des Personenfußmelders heraustreten."

20 Sekunden baggern (Speed-Dating)




So, jetzt geht's so langsam mal richtig zur Sache. Heute musste der erste Teil vom Bahnhofsvorbau dran glauben - der ehemalige FvDL. War eigentlich immer lecker da.

Hier nun ein 20-Sekunden-Abriß-Mitschnitt, der mir vor Ankunft meines Zuges noch gelungen ist:

Donnerstag, 28. August 2008

Zaghafter Abriß von rechts

So langsam bemerkt auch der Nicht-Insider, daß sich am Bahnhof Euskirchen etwas tut. Die Nebengebäude, die vor einem Jahr noch einen Kiosk und einen türkischen Fleisch-vom-Drehspieß Handel beherbergten, sind mitlerweise ihrer Fenster beraubt und der vorsichtige Bagger nähert sich von rechts der festen Bausubstanz.




Freitag, 22. August 2008

Live Kommentar aus dem U-Bahn Tunnel

Freitagabend, Feierabend - schnell nach Hause. Ich bin recht knapp auf dem Weg zum Bahnhof den RE22 um 18h25 zu erwischen. Wenn alles glatt läuft, kriege ich ihn auch. Wenn...

18h15 Uhr: Unsere Linie 4 steht vor dem Hans-Böckler-Platz im Tunnel. Ansage vom Fahrer: "In der Station vor uns steht noch ein Zug der Linie 3."

18h18 Uhr: Der Fahrer meldet sich nochmals zu Wort: "In der Station vor uns steht immer noch ein Zug der Linie 3. Wegen 'nem Türschaden. Die Leitstelle sagt aber, daß es in wenigen Augenblicken weiter geht. Gleich geht's weiter."

Ich sehe meinen Zug ins Wochenende schon ohne mich losfahren, weil wenn wir dann in der U-Bahnstation sind, wird der Aufzug wahrscheinlich nicht funktionieren oder auf Grund seiner unendlichen Langsamkeit die Mitfahrer nicht rechtzeitig auf dem Bahnsteig ausspucken.

18h21 Uhr: Unser verkannter Sportmoderator der die U-Bahn steuert greift wieder zum Mikrofon und verkündet: "Der Zug vor uns hat Fahrt aufgenommen."

Wir stehen immer noch und lauschen gespannt der nun folgenden Livekommentare aus der Fahrerkanzel: "Liebe Fahrgäste, wegen der Türstörung mussten alle Fahrgäster aus dem Zug vor uns aussteigen und die werden jetzt in unseren Zug einsteigen. Das könmnte ein bißchen eng werden. Seien Sie nett zueinader."

18h23 Uhr: Unser Ubahnkommentator ergreit das Wort - schonwieder: "Jetzt hat sich noch ein Zug der Linie 5 vorgedrängt. Wir haben ja auch erst 6 Minuten Verspätung. Das bauen wir dann gleich nochmal aus, wenn die vielen Leute einsteigen. "

Der Zug rollt endlich los. Ich positioniere mich an einer Tür die nächst des Aufzugs anhalten und aufgehen wird. Wir rollen in die Station und ab jetzt geht alles recht schnell und wider erwarten reibungslos - für mich. Der Aufzug ist unten und 3 Leute schon drin. Ich passe noch rein und es geht los.
Um es noch spannender zu machen, müssen natürlich die 3 Mitfahrer auf Straßenniveau aussteigen und verzögern dadurch meine Weiterfahr zum nur noch 6 Meter entfernten Bahnsteig um kostbare Sekunden.
Wenige Momente später sind meine Augen auf Bahnsteigkantenhöhe und ich erblicke zum Glück keinen am Bahnsteig stehenden Zug. Aber ich sehe auch keine Leute! Zug schon weg? Nein! Es regnet und die meisten Mitfahrer stehen rechts unter Dach und der Zug ist auch noch am Anzeiger angezeigt.

18h26 Uhr: Ich lehne entspannt am Treppengeländer und warte auf meine RE22. Tippe die Livekommentare unseres Ubahnfahres ins Händy und der Zug kommt mit ca. 3 Minuten Verspätung angerollt.

Sehr gut.

Dienstag, 19. August 2008

Jetzt aber wirklich

Seit Anfang August tut sich ja ein bißchen was in Sachen Bahnhofsumbau.

Halteverbotsschilder und Bauzäune sind rundherum aufgestellt und ein Bagger stochert seit ein paar Tagen unmotiviert und lieblos rechts vom Bahnhof in altem Gemäuer rum. Gerade so, als würde man eine römisches Badehaus oder eine 5-Zentnerbombe aus dem 2. Weltkrieg unter dem Beton erwarten.

Fahrradfahrer werden seit Anfang August auch per laminiertem Schild gebeten, woanders zu parken...



...da wegen der vielen Verschiebungen und leeren Ankündigungen in der Vergangenheit offenbar niemand mehr angekündigte Baubeginntermine ernst nimmt, wird weiter munter an den gekennzeichneten Fahrradständert geparkt.

Jetzt nun wird's offenbar ernst. Man ergänzte die Beschilderung um folgende Aufforderung...



...Fahrräder, die am 25.8. immer noch dort parken, werden vom Ordnungsamt entfernt.
Ob dann die endlich große Abrißbirne anrückt?

Freitag, 8. August 2008

Unwetter Köln/Bonn

Nachdem ich inzwischen (längst) wieder daheim bin, hier noch ein paar Worte zum Unwetterchaosabend gestern:

Ich stand in West und wartete auf den RE12. Abfahrt 19h25 Uhr. Das Wetter wurde schon zusehens schlechter und hat innerhalb kürzester Zeit zu einem Gewitter umgeschlagen wie ich es noch nicht erlebt habe. In der Mitte des Bahnsteigs konnte man noch stehen ohne zu sehr naß zu werden, aber der Regen peitsche so dolle auf die Erde, dass es eigentlich keinen wirklich trockenen Fleck mehr auf dem Bahnsteig gab.

Als der RE12 recht pünktlich am Gleis ankam, bin ich auf den 4 Metern von der Mitte bis zur Zugtür derart naß geworden, dass meine Gegenüberin im Abteil mich mit "Na, Sie brauchen heute aber nicht mehr duschen." begrüßte.

Der Zug fuhr los und in Süd luden wir weitere naße Zeitgenossen ein. Es ging weiter nach Hürth. Man merkte allerdings schon, dass es langsamer ging. Entweder war's wegen dem starken Regen, dass der Lokfahrer einfach nichts sah oder die Signale standen schon auf Halt.

In den Bahnhof Hürth sind wir schon verdächtig langsam reingefahren und der Zug hielt am Bahnsteig an. Mittlerweile war der Regen vorbei und es tauchten schonwieder blaue Stellen am Himmel auf.

Aber die Ansage sagte an: "Wegen umgesetürzter Bäume zwischen Erftstadt und Weilerswist verzögert sich unsere Weiterfahrt um unbestimmte Zeit."
Die Türen wurden freigegeben und die Raucher konnte wenigstens ein qualmen gehen.

Am Bahnsteig gegenüber wartete ein ICE der auch seine Türen auf hatte. Die Reisenden dort hatten aber wenigsten ein Restaurant an Bord und man prostet mit Bierflaschen zu uns rüber. Neid.

Im Zug begann die Telefoniererei und einige Mitfahrer ließen sich mit dem Auto abholen. Die Dame neben mir telefonierte im Halbstundentakt mit Ihrem Freund der wohl immzu angeboten hat sie abzuholen. Sie hat ihn immer mit "...in 5 Minuten geht es sicher weiter..." abgewehrt. Am Ende hat er sich dann doch auf den Weg gemacht und was soll ich sagen, fünf Minuten später rollte der Zug wieder :D

Nach ca. 40 Minunten Stillstand kam wieder eine Ansage: "Die Feuerwehr hat die Gleise zwischen Derkum und Euskirchen jetzt wieder frei. Man beginnt jetzt zwischen Erftstadt und Weilerswist mit den Aufräumarbeiten."

Die Stimmung im Zug war vorwiegend entspannt. Die Leute haben gelesen oder sich eben abholen lassen. Gut, dass wir am Bahnsteig standen und nicht auf der Strecke irgendwo. Man unterhielt sich zwar und fand es unverständliche, dass man nicht wenigstens bis Erftstadt fahren könnte ... die Bäume liegen ja laut Ansage erst hinter Erftstadt im Gleis. Der Grund dafür ist einfach... vor uns stauten sich noch mehr Züge und die Gleise waren besetzt.

Nach ziemlich genau 100 Minuten stehen in Hürth setzten wir uns dann langsam wieder in Bewegung. Der Ansage der kleinen Schaffnerin zufolge "... müssen wir als der erste Zug der den Abschnitt befährt bis Euskirchen auf Sicht fahren.". Von Hürth bis Erftstadt hat es so ca. 25 Minuten gebraucht.

Ab da ging es aber wieder in normalem Tempo weiter. In Euskirchen kam der Zug dann mit einer Verspätung von etwa 130 Minuten, um 22h10 Uhr an.

Donnerstag, 7. August 2008

Live von der Strecke

Umts sei Dank. Wegen Unwetter steht alles still. Ich im RE12 und derzeit +75. Hier in Hürth steht am Nachbargleis auch ein ICE. Und man prostet sich mit lecker Warsteiner zu. Hmpf.

Mittwoch, 6. August 2008

Der kleine August möchte aus dem Smorland abgeholt werden

Wartend auf den 5h29 Zug gen Köln. Stimmungsvolle Morgenkulisse beim Blick nach Osten.

Der Ansager heute morgen am Euskirchener Bahnhof hatte in der früh den Finger am falschen Knopf. Ein (unser) Zug rangierte durch Gleis 4 in Richtung Trier um von da aus an den Bahnsteig an Gleis 2 zu fahren und uns nach Köln zu bringen.
Na jedenfalls kam korrekter Weise auch eine warnende Ansage "Achtung: Zugfahrt an Gleis 4.". Allerdings aus den Lautsprechern bei uns - am Gleis 2. Und als der Zug dann auf Gleis 2 an den Bahnsteig fuhr, sprach's an Gleis 4 aus dem Megaphon: "An Gleis 2 wird für Sie bereit gestellt: Reginalbahn 24 nach Köln Deutz.".

Hoffentlich verwechselt der Mann nicht auch im Laufe des Tages nochmal 2 Weichenknöppe auf seinem Stellwerk :)

Es gelang aber noch folgende, bemerkenswerte und aus dem richtigen Lautsprecher tönende Ansage: "Herr August B. 1) bitte beim Fahrdienstleiter Euskirchen melden."

Entweder ist August B. ein persönlich bekannter des Fahrdienstleiters und hat seine Handynummer. Oder August B. ist ein Kollege und soll mal eben den Turm hoch steigen.
Es könnte sogar wirklich der Kontrolleur gewesen sein, der heute in der Früh im Zug war... ich als normaler Fahrgast wüsste jedenfalls nicht, wie ich mit dem Fahrdienstleiter überhaupt Kontakt aufnehmen sollte. Ich weiss zwar wo das Stellwerk steht, aber ich wüsste nicht'mal wo der Eingang ist.

1) Name zwar dem Fahrbierblogger bekannt aber natürlich geändert!

Montag, 4. August 2008

Letze Ölung

Man redet und schreibt ja schon seit einigen Tagen Wochen Monaten Jahren davon den Bahnhof Euskirchen zu modernisieren. Unter anderem soll es eine neue Unterführung geben. Die alte wird schlicht zugeschüttet.

Am 17.Juli 2008 war ja offiziell der langersehnte Baubeginn.

Warum man jetzt noch 2 Leute damit beschäftigen muß mit Hochdruckreinigern die ollen Kaugummis von den Treppenstufen zu entfernen, ist mir allerdings ein Rätsel. Das hat all die letzten Jahre niemand gemacht - warum also 2 Monate vor Stilllegung des Tunnels?

Nachtrag 5.8.: Die Treppe ist noch genauso dreckig und mit Kaugummi verklebt wie immer. Was hab'n die da nur gestern gemacht?

Freitag, 1. August 2008

SOS Knopf auf dem WC

Der Tag hat bahntechnisch bescheiden Angefangen. Warum also soll er nicht auch bahntechnisch bescheiden aufhören.

Auf der Rückfahrt kam die RB24 (West ab 18h51) bereits 5 Minuten zu spät an den Bahnsteig gefahren. In West wurde dann noch ca. 5 Minuten gewartet. Keine Ahnung warum.

Wir fuhren dann schließlich los und kurz vor Süd sprach's von der Decke: "Im 3. Triebwagen ist jetzt zum wiederholfen mal der SOS Knopf gedrückt worden. Das hat zur Folge, dass wir jetzt noch mehr Verspätung kriegen."

In Köln-Süd sah ich dann den Fahrer am Zug entlang spazieren um das Klo im 3. Wagen zu überprüfen. Es war offensichtlich nichts los da, nur ein doofer Streich. Sonst hätten wir da wohl noch länger gestanden.

Dank der Klonotfälle hatten wir bis Euskirchen 10 Minuten Verspätung.

Ohne Anhang

Der August hat mich gleich mal mit Störungen im Betriebsablauf begrüßt... in Euskirchen wird der RE um 9.00 Uhr morgens noch um einen Triebwagen verlängert. Der Zusatzwagen lauerte auch schon im Dürener Gleis auf den aus der Eifel herannahenden Zug. Nachdem der am Bahnsteig war, setzte sich der Verlängerer auch in Bewegung sich mit dem angekommenen Zug zu vereinen.

Das Pendlervolk, das um dieses Ritual weiß, steht geduldig am noch zuglosen Bahnsteig hinter dem wartenden Vorderteil und wartet. Der Zug kommt, fährt langsam an den Vorderteil ran und man starrt gebannt auf den Türöffner der, sobald er grün aufleuchtet, den schwitzenden Beförderungsfällen Einlaß in den klimatisierten Zug gewährt. Aber er wollte nicht aufleuchten. Der Zug setzte nochmal zurück und nochmal vor. Und nochmal zurück und nochmal vor. Und nochmal - und Ende.

Der Lokfahrer winkte die Leute in den ersten, schon sehr vollen, mit Schweißduft durchsetzen Triebwagen da das Ankuppeln nicht funktioniert hat. Es ging mit ca. 3 Minuten Verspätung auf die Reise gen Köln. Immerhin gab die Klimaanlage im Zug ihr bestes, aber angenehm geht irgendwie anders.

In Weilerswist gings dann weiter. Wir warteten ungewöhnlich lange auf die Weiterfahrt. Als es dann losging, sprach's von der Decke zu uns: "Wegen BÜ Störungen müssen wir jetzt auf dem Weg nach Erftstadt noch 2-3 Mal anhalten. Das wird dazu führen, dass wir etwa 6-7 Minuten später in Köln ankommen werden."

Gut fand ich, dass es wenigstens eine Ansage gab. Wenn auch mit Fachchinesisch, aber fein - ich will nicht an allem rummeckern!

Nächste (fast schon obligatorische) Wartepause: Hürth. Wir müssen mal wieder einen Zug überholen lassen. Aber auch hier eine freundliche Ansage vom Fahrer: "Sehr verehrte ...[bla]. Wenn der Block vor uns wieder frei ist, geht's sofort weiter." Und auch hier: wieder Fachchinesisch was nur Insider verstehen. Aber gut. Er redet wenigtens mit uns.

Letztendlich kam ich naßgeschwitzt und mit eingeschlafenen Beinen mit 12 Minuten Verspätung in West an.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Letzte Fahrt im Metropolitan zwischen Köln und Hamburg


Auch hier gab es offensichtlich schon Fahrbier. :)

Verspätung, Zugfolge vertauscht

Einen Personenschaden hat es wohl wieder gegeben. Hatten wir ja auch lange nicht mehr auf meiner Route. Ich hab nur noch das Abklingen der Ansage in West gehört, als ich die Treppe hochkam. Eigentlich in der Absicht die RB24 ab 18h51 zu nehmen. Ich war nocht recht früh dran - aber schon zu spät um den RE22 18h25 oder den Vorläufer 18h15 zu erwischen. Zumindest dachte ich das.

Am Bahnsteig oben war an der Anzeige die RB24 mit 20min Verspätung angezeigt. Fein, die würde ich ja dann noch kriegen - dank der beschädigten Person.

Der RE22 war aber ebenso verspätet und die Fahrplanstrategen haben wohl die beiden Züge kurzerhand vertausch. Eine sinnvolle Sachen meiner Meinung nach - der RE kann auf der langen Fahrt nach Trier sicher eher noch ein paar Minuten gut machen. Allerdings nicht, wenn er bis Eu hinter der verspäteten RB herzuckeln muss.

Na jedenfalls war ich früher zu Hause als erwartet... wenn auch für einen hohen Preis den ein anderer zahlen muß. :|

Samstag, 26. Juli 2008

10 Tage später

Seit 10 Tagen wird der Bahnhof Euskirchen nun schon modernisiert....

Nur leider sieht man noch rein garnichts. Man ereifert sich wohl noch an den Vorarbeiten. Ich bin mal gespannt, wann es denn wirklich offensichtlich losgeht.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Blumenpflückertempo

Ich stehe in der Hitze am Gleis 1 in West. Die RB24 um 18h15 ist mit 10 Minuten verspätung angezeigt. Nun gut, nicht weiter schlimm. Der Zug war gewohnt voll - nicht zuletzt weil er ja dank der Verspätung in der Fahrplanlage des nachfolgenden RE fuhr - und bis auf den letzten Stehplatz mit Beförderungsfällen bestückt.

Wir sind bis Hürth gekommen und haben dorft ungewöhnlich lange gewartet. Gefühlte 10 Minuten aber ich glaube, es waren nur 4-5 Minuten. Dann gings weiter. Allerdings im Schritttempo. Irgendwas war offenbar nicht in Ordnung. Leider teilte uns der Kutscher aber nicht mit, warum er im Blumenpflückertempo in die Eifel rauffuhr.

Kurz vor Kierberg bremste er dann nochmal tüchtig ab und schlich an den Bahnsteig. Kurz vor dem Bahnsteig sah man am Rand 2 Bundespolizisten am Gleis lang laufen. Es musste also irgendwer oder was im Busch sein.

Nach Kierberg ging es genau so langsam weiter wie zuvor. Schrittgeschwindigkeit bis nach Erftstadt. Kurz vor Erftstadt begegnete uns der RE12 aus Trier. Auch ziemlich verspätet. Den hätte ich eigentlich schon in Hürth erwartet.

Ab Erftstadt gings dann ein wenig zackiger weiter. Normaltempo. Weilerswist - keine besonderen Vorkommnisse. Derkum, vor dem Bahnhof. Der Zeug hält wieder an. Mitlerweile haben wir fast eine halbe Stunde Verspätung auf der Uhr. Die Leute werden unruhig und man fragt sich, was wohl los ist.

Aber der Kutscher läßt sich immer noch nicht herab zu seinen "Fahrgästen" zu sprechen. Als es dann kurz Zeit - gefühlte 10 Minuten, mal wieder - weiter ging stand in Derkum im Bahnhof die ebenfalls verspätete RB24 nach Köln und wartete. An diesem Zug sah man an der letzten Tür, die im Gegensatz zu den anderen, offen stand, dass sich ein paar Leute an herunterhängenden Kabeln zu schaffen machten. (?) Ich konnte es nicht genau erkennen, da wir schon wieder mit Wahnsinniger Geschwindigkeit losfuhren.

Weit kamen wir aber nicht - wir haben den Ort noch nicht verlassen, da standen wir schonwieder. Und was soll ich sagen? Keine Ansage was denn nun ist. Schon irgendwie doof.

Wir sind dann doch noch irgendwann in Euskirchen am Gleis 4 angekommen und dann sprachs kurz vom Führerstand aus zur schwitzenden Meute: "Für Anschlußzüge achten Sie bitte auf die Ansagen am Bahnsteig."

Als ich dann so in Richtung Unterführung schlenderte, lehnte der Kutscher vorne aus seinem Fenster und eine Mitfahrerin vor mir ging gleich auf ihn zu und fragte ihn, warum er nicht wenigstens mal angesagt hätte warum wir so langsam fuhren. Da lachte der olle Lokführer und antwortet nur: "Da muss die Beschallungsanlage im Zug kaputt gewesen sein, ich kann da nix dran machen. Ich hab immer alles angesagt."

Das fand ich ja schon sehr frech von ihm. Nicht dass er irgendwas für die Verspätung kann, aber er muss ja nun nicht den gestressten Pendlern noch ins Gesicht lügen. Das war nicht nett, lieber Lokfahrer!

Für mich persönlich hatte es am Ende aber doch noch etwas Gutes: Als ich heim kam war das Kind (derzeit in einer sehr schwierigen Lebensphase ;) gerade eingeschlafen. Wäre ich nur 10 Minuten früher da gewesen, hätte der Sproß wohl wieder voll aufgedreht und Mama und Papa bis 22h00 auf Trab gehalten.

Dienstag, 22. Juli 2008

Fahrbier - mal anders


Da kriegt der Begriff "Fahrbier" gleich eine sowas von andere Bedeutung :). Wenn ich mal ganz viel Geld und Zeit über hab, dann will ich auch sowas.

Bild ausgeliehen von www.meteoreisengummioxid.de

Montag, 21. Juli 2008

Ein Jahr VRS Pendler - 1 Jahr Fahrbier

Hallo meine, inzwischen, 3-4 Leser. Ein Jahr (arbeits-)täglich mit Bus und Bahn im Kölner Raum unterwegs. Ein Jahr Berichterstattung über lahme Aufzüg, volle Bahnen und schleichende Omas.

Ein Jahr und fast 1.800 Euro fürs Abo des VRS bezahlt.

Die Theorie, dass man sich für den Preis gerne mehrmals (nämlich etwa 45x) erwischen lassen kann und als Schwarzfahrer besser davonkommt, könnte rein rechnerisch passen. Aber ich denke, spätestens beim 10. Mal wo ein Krontrollmann einen aufgreift bekommt man irgendwann Haus- bz. Zugverbot und noch ein teures Verfahren an den Hals. Schwarzfahren lohnt also nicht wirklich.

Aber 1.800 Euro ist ne Menge Geld.

Ich frage mich nur, ob es für mich nicht sinnvoller wäre gleich eine BC100 zu kaufen. Die kostet pro Jahr 3.500 Euro, also weniger als das doppelte von dem was ich eh schon zahle. Ich kriege zudem noch ein BC25 für meine Frau und Kinder dazu und kann auch, dank City Ticket, alles Strabs in Köln nutzen die ich brauche. Und hier in Eu fahre ich ohnehin Rad.
Und wenn man es als Familienzweitwagen ansieht, ein recht günstiger solcher. Da muss ich echt mal drüber nachdenken.
Frage an die Leser: Das VRS Abo hat ja eine Mindestlaufzeit von 1 Jahr. Ist es ab jetzt monatlich kündbar oder wird das automatisch wieder ein Jahr verlängert? Und ja, ich weiss - es ist ohnehin monatlich kündbar - aber man muss im ersten Jahr die Differenz zum normales Nicht-Abo-Monatspreis zahlen.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Jetzt geht's lohos, jetzt geht's lohos...


Sollte sich tatsächlich das Bahnhofsrenovierprojekt in Bewegung setzen? Ein weiteres Schild steht seit heute früh in der Eingangshalle.


Nachtrag: Als ich am Abend gegen 20 Uhr wieder am Bf ankam war noch nichts (offensichtliches) zu entdecken.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Dienstag, 15. Juli 2008

Bahn unternimmt etwas gegen "Blinde Passagiere"

Heute morgen wurde in Euskirchen ein Bauarbeiter gesichtet der die Blindenleitstreifen mit Hilfe eines Preßlufthammers entfernte.




Es könnte allerdins auch mit dem drohenden Bahnhofumbau zusammenhängen.

Montag, 14. Juli 2008

Liegewagen auf der Eifelstrecke

( Foto ausgeliehen im Eifelbahnforum, fotografiert von René Dalke )

Die lokale Presse schreibt dazu:

Leerer Personenwagon auf Bahngleis umgekippt

Trier (bw) Ein leerer Personenwagon ist am Montagmorgen auf dem Trierer Bahnhofsgelände umgekippt. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion in Koblenz.

Der Wagon sei gegen 7.30 Uhr auf einer Weiche umgefallen. Der Umfall (;) habe keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr, und Menschen seien nicht verletzt worden. „Es handelt sich um einen sogenannten Rangierunfall“, sagte die Sprecherin. Die Bergungsarbeiten sollen noch bis in den Nachmittag dauern.

Stempelkisten im Zug



Oft habe ich mich gefragt, warum in den Zügen der Bahn nicht auch die Entwerter hängen wie sie z.B. in der Strassenbahn in Köln zu finden sind. Die Orangen Stempelkisten an den Bahnsteigen sind nämlich oft kaputt oder Jugendliche, mit einem IQ der knapp über der Zimmertemperatur liegt, stecken da Laub, Zigarettenstummel oder Kaugummis rein.

Man hat also als rechtschaffender Fahrgast keine Gelegenheit sein Ticket ordnungsgemäß zu entwerten.

Ich habe mir das Fehlen der Entwerter im Zug immer mit der Tatsache zu erklären versucht, dass die Züge - im Gegensatz zur Strassenbahn - weit über die Grenzen des VRS hinausfahren. Hinter Gerolstein (im VRT) steigt z.B. wieder ein Schaffner zu und begleitet den Zug druch Rheinland Pfalz.

Aber offenbar ist es doch günstiger die Dinger im Zug zu montieren und nicht auf gottverlassenen Eifelhaltestellen bei Tag und Nacht der Witterung und der Zerstörungswut halbstarker Jugendlicher zu überlassen. Wenn es tatsächlich zur Regel wird: Bravo!

Umbau des Bahnhofs Euskirchen beginnt...

...laut Pressebericht aus dem Blickpunkt von gestern am Donnerstag, den 17.7.2008.








Warten wir es ab...

Donnerstag, 10. Juli 2008

Sex, Bier and Rock'n' Roll



Bin ein paar Tage an der Küste im Urlaub. Aber zum Einjährigen dieses Blogs hier bin ich wieder da :).

Donnerstag, 3. Juli 2008

Kinder, Kinder

Gleich zwei Erlebnisse mit Kindern und der Bahn im Kontext. Gestern und heute war ich mal wieder nördlich des Kölner Südwesten unterwegs und hatte das Vergnügen IC bzw. ICE zu fahren.

Auf der Hinfahrt nach Essen, gestern Mittag im IC um 14 Uhr irgendwas ab Köln saß ich neben einer stillenden Mutter die ohne Scheu und Scham ihr Söhnlein (brilliant) verköstigte. Ich als aktiver Familienvater bin den Anblick stillender Mütter gewöhnt und finde da weder was schlimmes bei noch ist das irgendwas "pornomäßiges" wie zwei halbstarke, maximal 14 Jahre alte Jungs, die wohl auch in Sichtweite der Brust im Zug saßen. Die fanden das wohl so sensationell, dass die gleich ihre Kumpels per Händi informiert haben. Die Mama und ihr trinkender Zwerg sagen das Treiben der pubertierenden Jungs eher gelassen. Ich übrigens auch. :)

Meine Frau fuhr mal irgendwann mit dem Auto abends in Köln los und hatte beim Scheinwerfer einschalten einen strullerndern Kerl im Scheinwerferlicht stehen.

Da frage ich mich doch was besser ist? Im Zug einer Mutter auf die stramme Brust zu glotzen oder im Auto einen schlaffen, urinierenden Fink zu betrachten?


Das Zweite kinderrelevate Thema der Essenreise gab's heute auf der Rückfahrt im ICE ab kurz vor 15 Uhr ab Essen nach München. Ich habe mich im Kleinkinderabteil in die Ecke gesetzt da ich keine Reservierung hatte und da meistens Platz ist.

Gleiches tat eine Familie aus Essen. Tochter mit Mutter, Vater und Freund. Großes gelaber und Dummverzähl. Bis in Duisburg eine Frau mit zwei wirklichen Kleinkindern kam und das Abteil nutzen wollte. Der Schaffner überlegte nicht lange und bat die Essener Familie doch woanders Platz zu nehmen. Das Kleinkinderabteil ist immer und ausnahmslos nur für ebensolche da.

Murrend haben die Leute das Weite gesucht. Ich durfte bleiben da ich eh nur bis Köln fuhr und weil ich eben ein netter Kerl bin ;).

Mittwoch, 2. Juli 2008

Selbst ausgetrickst

Ich war gestern so gegen 19.30 Uhr am Westbahnhof um in den wohlverdienten Feierabend zu fahren. Ob der großen Hitze gestern wollte ich an einem schattig, lauschigen Plätzchen noch ein Fläschchen trinken.

Leider hat der Kiosk am Westbahnhof Ferien und nun war guter Rat teuer. Kurzentschlossen bin ich aber dann in den RE der um 19.35 von der Eifel kommend in Richtung Hauptbahnhof gefahren ist rein.

Theoretisch hätte ich in Köln Hbf knapp 10 Minuten Zeit gehabt den Zug zu wechseln und mit noch was zu trinken zu kaufen.

Theoretisch... allerdings haben wir vor dem Hbf wegen Baumaßnahmen im selbigen warten müssen, sodass ich meinem Zug nach Hause - den ich eigentlich nehmen wollte - nur noch hinterher schauen konnte.

So hatte ich einen unfreiwilligen - aber ausreichend langen - Aufenthalt in Hbf um in aller Ruhe meinen Reiseproviant aufzustocken.

Ergo: Verlasse Dich nie im raum eines großen Bahnhofs, dass der Fahrplan von niederwertigen Regionalzügen im Falle eines Falles eingehalten wird.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Rehgional Express


Heute früh war der RE Abfahrt um 7.51 Uhr ab Euskirchen in Richtung Köln, ein wenig zu spät - wir mussten in Hürth warten und 2 Züge überholen lassen.

Die Verspätung hat er sich eingefangen als wir seeeeehr langsam und behutsam zwischen Erftstadt und Kierberg unterwegs waren.

Da habe ich heute früh 13 Rehe gezählt. Eininge von den kleinen gehörnten Wesen standen sogar direkt am Gleis und frühstückten - völlig unbeeindruckt vom vorbei ratternden Zug.

Ich nehme an, das hat sich schon recht schnell unter den Lokfahrern herum gesprochen, sodass man hier lieber etwas langsam macht um nicht noch ein Reh platt zu fahren.

Foto von www.pixelio.de

Dienstag, 24. Juni 2008

Scheiße, das Bier ist alle.





Gefunden habe ich das Bild hier, und der Bahn-Spass-Blogkollege hier.

Und da es so schön zum Thema dieses Blogs hier passt, musste ich es einfach auch nochmal mit aufnehmen.

Freitag, 20. Juni 2008

Fahrbierpreisniveau



Hannover Hbf: 0,5 Liter Becks 1,67 Euro. Deutlich günstiger als Köln!

Notdurft


Wenn am Bahnhof die Natur ruft, kann man sich wirklich glücklich schätzen wenn es überhaupt einen Abort gibt. An großen Stationen, wie auch in Köln, hat sich die Klokette "Mc Clean" niedergelassen.

In Köln kostet das zweifelhafte Vergnügen sich auf dem stillen Örtchen zu erleichtern 1,10 €. Hastiger Preis, aber der Name verspricht ja wenigstens Sauberkeit. Leider weit gefehlt. Dreckig wie ein Bahnhofsklo isses. Bremsspuren des Vorbesetzers in der Schüssel und Spritzer auf der Brille. Kaum Klopapier und das vorhandene ohnehin zu dünn und zu rau.

Da leisten die Kollegen von Sanifair an den Autobahnen für weniger als die Hälfte - nämlich 50 Cent - deutlich mehr. Obendrein kriegt man die auch noch in Form eines Gutscheins zurückerstattet.

Fazit: Das "Mc" hat weder was mit günstig und "Clean" etwas mit sauber zu tun.

Freitag, 13. Juni 2008

VRR kündigt Vertrag mit Deutscher Bahn fristlos

Nicht schlecht.

Das betrifft mich zwar nicht direkt, aber das könnte (und hat hoffentlich) den Effekt haben, dass entweder der VRS dem VRR gleich tut - von überfüllten und ausgefallenen Zügen gibt es schliesslich auhc oft genug zu berichten, oder aber die Bahn diesen Warnschuß verstanden hat, und im Sinne der Kundenbindung (also für die Bahn sind ja die Verkehrsverbünde die zahlenden Kunden) neben den Leistungen die vereinbart sind, vielleicht auch mal spontan einen Wagen mehr anhängt oder auch mal einen gereinigeten Talent mit funktionierender Toilette auf die Reise schickt.

Ansonsten freue ich mich schon auf eine Connex Verbindung in die Eifel.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Kuscheln bei gefühlten 30°C

...als in Erftstadt dann der Zug vollends zu bersten schien sprach's vom Cockpit her:"Sehr geehrte Fahrgäste. Wegen fehlender Fahrzeuge konnte heute in Euskirchen keine dritte Triebwageneinheit angehangen werden. Ich entschuldige mich hiermit bei Ihnen dafür."

Nungut, davon hatten wir jetzt nicht wesentlich mehr Plazt oder Sauerstoff zum atmen aber immerhin gab es Mitgefühl aus dem Führerstand. Das Problem wurde wahrgenommen und auch anerkannt. Das macht's in der Tat ein bißchen erträglicher.

Kommunikation ist ein wahrhaft wunderbares Mittel zur Frustationsbekämpfung! Hier, wie dort!

Freitag, 6. Juni 2008

Das Leben in vollen Zügen genießen

Heute auf der Nachhausefahrt (RE22 14h25 ab West) hatten wir wieder einen redseligen Lokfahrer. Ein kleiner verkannter Radiomoderator :).

Zunächst in Köln-Süd:

5 Radfahrer wollen in den hinteren Zug rein da der vordere Zugteil bereits hoffnungslos überfüllt ist. Sie stehen verzweifelt vor verschlossener Tür und schimpfen. Das sieht wohl der Lokfahrer und ließ sich zu folgender Ansage verleiten:

[Knack:Lautsprecher an] "Den Knopf bitte drücken und nicht streicheln. Dann jeht die Tür och opp." [Knack:Lautsprecher aus]

Dann kurz vor Erftstadt packte ihn die Redelust:

[Knack:Lautsprecher an] "Herzlich Willkommen - auch im Namen der Bahn - im Eifelexpress RE22. Wir hoffen sie geniessen ihr Leben auch in vollen Zügen. " [Knack:Lautsprecher aus]

Ein lauter Lacher geht durch den Zug.

[Knack:Lautsprecher an] "Unser nächster Halt ist Erftstadt." [Knack:Lautsprecher aus]

[Knack:Lautsprecher an] "Wegen des hohen Fahrgastaufkommens sind wir leider 3 Minuten zu spät. Bitte achten sie beim Aussteigen darauf, daß Sie nichts vergessen und weil der Zug so voll ist, gehen Sie am besten jetzt schonmal in Richtung Tür." [Knack:Lautsprecher aus]

[Knack:Lautsprecher an] "Beachten sie bitte weiterhin, daß der Zug in Gerolstein getrennt wird. Der vordere Zugteil fährt weiter nach Trier und der hintere verbleibt in Gerolstein." [Knack:Lautsprecher aus]

Vom Stil hier könnte das der gleiche Lokfahrer gewesen sein der auch das hier ansagte.

Es geht doch nichts über einen Lokfahrer mit stets einem lockeren Spruch auf den Lippen :)

Lok(k)er zum Bäcker



Euskirchen, 5.17 Uhr am Morgen. Eine große rote Rangierlok kommt an den Bahnsteig eins gesaust. Handbremse gezogen, Motor aus und ersteinmal Frühstück holen. Auch Lokfahrer haben hunger. Kein schlechter Auftritt mal eben mit einer Riesenlok zum Brötchen holen vorzufahren :)

Donnerstag, 5. Juni 2008

Wucher!


Da steigt man auf die Bahn um weil man sich kaum noch den Diesel zum fahren leisten kann, und dann wird man auch noch von raffgierigen Kioskbetreibern schamlos ausgebeutet.

Eine handwarme Flasche Beck's kostet am Hauptbahnhof Köln schlappe 2,50 €. Sachtmal geht's noch?

Freitag, 30. Mai 2008

Buchtipp: "senk ju vor träwelling"

Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen.
Bahnfahren - das letzte große Abenteuer in unerem Land. Und eines mit ungewissem Ausgang.


Seit gestern verschlinge ich dieses hervorragend lustige Buch von Mark Spörrle und Lutz Schumacher. Es beschreibt ziemlich genau das Leid, das viele Bahnfahrer auf ihrem alltäglichen Weg über Deutschlands Schienen zu ertragen haben. Ich muss gestern im ICE von Hannover nach Köln mit einem Dauergrinsen im Gesicht im Zug gesessen haben als ich es las.

An alle Bahnfahrer: Unbedingt kaufen!


Samstag, 24. Mai 2008

Belly-Touch-Screen

Wie schon geschrieben, stand ja an Fronleichnam eine Fahrrad(tor)tour durch die Eifel auf dem Plan. Und zwar über den Maare-Mosel-Radweg von Daun nach Wittlich. Nachdem wir in Gerolstein wegen der Verspätung unfreiwillig am Bahnhof auf die nächste Bimmelbahn nach Daun warteten, wollte ich mich am DB Automatem informieren, wann ab Wittlich denn wieder Züge in Richtung Köln fahren.

Das war schwierigen als ich dachte ... der Durchschnitts-Eifler scheint über die Jahre geschrumft zu sein. Jedenfalls war der Touchscreen des Automaten bei mir fast in Bauchhöhe. So ein Scheiß. Die Toucscreens sind wegen der Parallaxe eh schon schlecht zu bedienen und wenn man noch von oben schräg drauf gucken muss, geht's fast garnicht.

Freitag, 23. Mai 2008

Fragen die ich mir stelle...

"Warum in aller Welt müssen die Leute, die die ganze Woche Zeit haben auch noch an einem Feiertag aufbrechen um mit dem Zug in die Eifel zum radeln zu fahren? Ja, ich meine Euch - ihr radelnden Rentner."


"Warum in aller Welt wirbt ein Verkehrsunternehmen mit sehr günstigen Angeboten für die Fahrradmitnahme und schafft es nicht an Tagen mit zu erwartendem hohen Radleraufkommen die - selbst erzeugte - Nachfrage zu bedienen? Ja ich meine VRS und Die Bahn."


Fragen auf die ich keine Antwort bekomme. Aber der Zug am vergangenen Fronleichnamsdonnerstag den wir in Euskirchen erwischten, war voll bin unter's Dach und hatte bis Gerolstein eine Verspätung von 35 Minuten eingefahren.

Ein wirklich entspannter Start in den Feiertag war das nicht. Beim nächsten Mal ist es eine Überlegung wert mit dem Auto zu fahren. Ein bißchen die schöne Eifel verpesten. Noch ist es ja - trotz sauhoher Spritpreise - günstiger mit dem Auto zu fahren. Wenn man zwei Fahrkarten-Vollzahler an Bord hat.

Prost!

Dienstag, 20. Mai 2008

Ausser hui, innen pfui...

Heute morgen hing als dritte Garnitur ein augenscheinlich neuer Triebwagen am 6.29 Zug von Kall nach Köln. Neues Bahnlogo, neu lackiert, neue Seriennummer. Wie frisch zur See gelassen sah das gute Ding aus.

Nach dem Einstieg aber der gleiche ernüchternde Anblick wie immer. Dreckiger Fußboden, versiffte Scheiben, abgerissene Linienpläne, unbequeme Sitze, fehlende Notsitze...

Warum - frage ich mich - wird ein Heidengeld für einen neuen Lack augegeben und den ganzen anderen Schnickschnack? Warum tut man nicht etwas für die Kunden die viel Geld zahlen und damit den Betrieb letztendlich am Leben halten?

Ich begreif's nicht :(

Dienstag, 6. Mai 2008

Kontrolleurszicken

Heute war ich in Köln mit der 16 unterwegs und hatte auf der Fahrt von Rodenkirchen zum Hbf drei Kontroleusen in der Bahn. Vorneweg: Ich habe absolut nichts gegen die häufigen Kontrollen in den Zügen des VRS. Immerhin zahle ich als Aboinhaber ja für das ganze Schwarzfahrervolk mit. Und wenn da durch Kontrollen auch nur ein paar Prozent ihre Quittung über 40 Euro kriegen, ist das nur fair.

Aber trotzdem finde ich, sind bei den Kontrolleuten viele sehr unfreundliche - ja zum Teil auch unverschämte - Zeitgenossen unterwegs. Besonders schlimm sind echt die Frauen. Und am besondernsten schlimmsten wenn die im Rudel unterwegs sind. So wie heute. Kein "Bitte", kein "Danke". Einfach nur ein "Fahrkartenkontrolle" hingerotzt und wenn man nicht schnell genug sein Ticket rausgekramt hat, eine hektische Handbewegung.

Und wenn die Kontrolleusen mal einen erwischen, dann schlagen sie gnadenlos zu und das in einem so schnippischen Ton, dass man sich wie ein richtiger Straftäter fühlen muss. Schwarzfahren ist aber nunmal keine Straftat und die Kontrollmenschen sind keine Polizisten - genau genommen muss man denen nichtmal einen Ausweis zeigen, wenn die einem blöd kommen.

Ich hatte heute nur das Vergnügen zuzusehen, wie eine K-Frau einer Mittfünfzigerin vor mir ein Ticket verpasste. Es ist wie gesagt ok wenn Schwarzfahrer erwischt werden, aber auch mit Fahrkartenlosen Zeitgenossen kann man vernünftig reden - zumal wenn der Beförderungserschleicher das auch tut. Wenn der auch frech wird ist das nochmal was anderes.

Also liebe Kontrolleusen und Kontrolleure: Betrachtet nicht jeden Fahrgast generell erst einmal als Fahrkartenloses Opfer - denk einfach mal daran, dass die Mehrheit der Mitfahrer mit deren Abo und deren Tickes auch das Gehalt der Kontrollmeschen bezahlt.

Samstag, 3. Mai 2008

Bahnhofsumbau verzögert sich

Im Stadtanzeiger von heute versteckt sich ein kleiner Artikel zum Thema Bahnhofsumbau:

"Im vergangenen Dezember wurde mit viel Tamtam der Beginn der Umbauarbeiten am Euskirchener Bahnhof eingeläutet. Es gab Sekt und Schnittchen, ... Getan hat sich seither so gut wie nichts.... Das Vergabeverfahren tritt auf der Stelle.... Fertigstellung im Sommer 2010."

Irgendwie sehe ich mich selbst nicht verwundert...

Montag, 28. April 2008

Wer hätte das ge ... Dach ... t

Zugegeben - es ist sehrst unwahrscheinlich, dass es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Posting und der Anmerkung über das seit 3 Monaten fehlende Dach gibt ... aber die Blogtinte war noch nicht ganz trocken, da rückte eine Hundertschaft orange bejackter Stahlbauer an und machte sich an die neue Unterführungsüberdachung. Am heutigen Morgen stand schon ein Stahlskelett über den Treppen.

Es geht voran! Zumindest in G-Büllesheim. Aber wir wissen ja: "Hier ist die Welt noch in Ordnung."

Donnerstag, 24. April 2008

Morgens halb-5 in Büllesheim



...da ist die Welt noch in Ordnung. :)

Nur die Unterführung ist noch nicht wieder hergerichtet - wie man auf dem unteren Bild sieht.

Vor über 3 Monaten hat man damit begonnen die Unterführung neu zu bedachen. Mehr als eine neue Mauer zu gießen hat man bisher nicht geschafft.

Mittwoch, 23. April 2008

Tag des Deutschen (Fahr-)Bieres



Na welch ein schöner Feiertag doch heute ist. Der Tag des Deutschen Bieres. Da häng ich mich doch mal einfach ran und stoße heute auf den Tag des Deutschen Fahrbieres an. Prost!

Postzug ... abgefahren?

Heute Morgen sind in Euskirchen ca. 40 Postler in den Zug gestiegen. Vermutlich streikt man mal wieder. Man kann ja von Streik halten was man will (ich halt da nix von...) aber der Poststreik darf gerne noch ein paar Wochen anhalten. Die Damen und Herren in Gelb bringen eh zu 90% nur Altpapier nach Hause, das die Herren in Orange dann (aus der blauen Tonne: buntes Deutschland!) wieder wegschaffen dürfen.

Alles was wirklich wichtig ist kommt per E-Mail. Und Pakete bringt mir auch auch Hermes, TNT, German Pascal, transoflex ... nach Hause.

Das Postmonopol war gestern. Wenn mir als Briefträger mein Arbeitsplatz etwas bedeuten würde, würde ich Briefe austeilen und nicht streiken und mit'm Zug durch die Gegend fahren.

Dienstag, 22. April 2008

Schonwieder ein Diktirgerät

Diktirgeräte .. .sind die wieder schwer in Mode?

Heute sah ich wieder einen Mitfahrer mit einem solchen transportablen Tonaufzeichnungsgerät am Bahnsteig stehen. Diesmal war ich schon im Zug, auf dem Weg nach Köln, als in Weilerswist (warum heisst der Ort eigentlich nicht Swistweiler? - wäre irgendwie logischer oder vielmehr: geläufiger) ein Mann im besten Alter (60+) und gelbkariertem Sakko in den Zug stieg. Während er reinkletterte sprach er irgendetwas in sein Memogerät.

Warum nur muss man sowas immer machen, wenn ein lärmender Zug in der Nähe ist?

Montag, 21. April 2008

Endlich wieder Fahrbierwetter

Heute war ja ein Wetterchen zum Zinder keugen! Es ist zwar noch ein bißchen frisch am Bahnsteig, aber ich habe heute Abend das erste Fahrbier (eigentlich ja ein Wartbier) am Westbahnhof gekauft und getrunken. Es geht aufwärts. Prost

Montag, 31. März 2008

Hörspiel

Heute habe ich einen bemerkenswerten Zeitgenossen in West beobachten dürfen.

So langsam wird das Wetter ja wieder schöner und die Eisenbahnfotografen schwärmen wieder aus. In West stand allerdings heute ein junger Mann, der bei jedem vorbeifahrenden Zug ein (ich nehme an) Diktiergerät zückte und während der Zug mit lautem Getöse vorbeifuhr in selbiges reinsprach.

Ich könnte ja echt noch verstehen wenn man erst ein Foto schießt und sich dann, an Stelle einer Notiz in ein Buch, ein Memo auf Band spricht. Würde Sinn machen um die Fotos die sich im Laufe der Jahre ansammeln vernünftig zu archivieren.

Aber nur und ausschließlich im Lärm eines vorbeirollenden Zuges irgendwas in ein Gerät zu sprechen sieht schon sehr, sehr "freakig" aus :)

Schlafwagen?

Heute morgen stand, wartend auf den 8.29 Uhr Zug in Richtung Köln, ein mit Pyjama und Morgenmantel bekleideter junger Mann am Bahnsteig in Euskirchen.

Natürlich ergatterte er einen Haufen interessierter Blicke ob seines ungewöhnlichen Outfits.

Was war los? Zeitumstellung nicht verkraftet? Wette verloren? Pyjamaparty? Neuer Modetrend...?

Mittwoch, 26. März 2008

Anonymität in der Großstadt *)

Auf dem Land, im einem Dorf geht es immer noch persönlicher von Statten als in der anonymen Großstadt. Das spiegelt sich auch bei kleinen Dorfbahnhöfen wider :)

Heute morgen habe ich mich entschieden nicht nach Euskirchen Hbf zu radeln sondern den - von meinem Haus genau so weit entfernten - Bahnhof Büllesheim zu nehmen. Selbst zum ersten Zug stehen auch hier schon 5-6 Menschen die es nach Köln zur Arbeit zieht. Und in Büllesheim begrüßt man sich auch nocht mit einem munteren "Moin!" Und die Gruppe wartender Pendler antwortet mit einem munteren: "Moin!" zurück. Herrlich familiär.

Auf dem Großstadtbahnhof Euskirchen stehen zwar auch früh um 4:30 Uhr schon verhältnismäßig viele Leute am Bahnhof, aber die sind alle stumm. Jeder für sich. Zigarette rauchend. Musik hörend. Mitwartende anglotzend.

*) in diesem Zusammenhang: bedeutendes, Voreifel-Mittelzentrum.

Beliebte Posts