Ich habe für ein Familienmitglied jwd eine Kurzreise per Bahn gebucht und die Fahrkarte per Post zustellen lassen. Das haben wir schon öfter so gemacht und es hat immer tadellos funktioniert. Spätestens 2 Tage später lag ein Brief in der Tagespost mit Fahrkarte, Reiseverbindung und ggf. Platzreservierung.
Bei der jüngsten Bestellung war das leider nicht so. Es kam nur die Fahrkarte und für die an der Reise beteiligten Fernzüge auch eine Platzreservierung. Was fehlte war eine detaillierte Reiseverbindung vom Startbahnhof bis zum Ziel.
Nach einem Spaziergang zum jwd gelegenen Reisezentrum um sich die Verbindungsdaten ausdrucken zu lassen, erfuhr man dann, dass ein Reisplan nun mit einem Euro berechnet werde.
Starkes Stück - die Bahn versuchts aber auf allen Wegen, die Leute von ihren Mitarbeitern fern zu halten. Ich selber bin vom Reisezentrum nicht so wirklich abhängig. Von ein paar Spezialfällen abgesehen, hilft mir das Internet meist weiter. Kostenlos und rund um die Uhr.
Hat denn noch wer in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass man selbst für eine Auskunft zahlen muss oder war das Willkür des örtlichen Personals?
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Montag, 3. Mai 2010
Mittwoch, 3. Juni 2009
Servicequalität im DB Reisezentrum
Es sollten zum jüngst erstandenen Tchibo Ticket Reservierungen dazu gekauft werden. Als kleine Herausforderung: Eine Fahrt sollte im ICE von Frankfurt nach Köln gehen. So weit, so unspektakulär: Aber wir wollten hinter dem Lokführer sitzen. Es musste also ein Zug gefunden werden, der mit der 2.Klasse in Richtung Köln fährt.
Da das Platzreservierungsprogramm im Internet einfach nur einen beliebigen freien Platz bucht, bin ich also zum Reisezentrum am Euskirchener Bahnhof. Und ja, man bestätigte mir: Man kann mich gezielt auf einen Platz buchen. Super. Dann wollte ich noch, dass man natürlich einen Zug nimmt, der richtig rum fährt - oder vielmehr so rum, dass die 2.Klasse gen Köln fährt.
An dieser Stelle musste ich mich aber mit einem "Das hab ich aber nicht im Computer." vom Servicemitarbeiter abfinden. Ich solle nach Köln fahren und mir anhand der Wagenstandanzeiger einen passenden Zug aussuchen. Toll. Das kann es doch nicht gewesen sein mit der kundenfreundlichen Bedienung am Schalter. Auch ein nochmaliges fragen und bitten brachte keinen Erfolg.
Etwas frustriert habe ich mich dann mit Hilfe von Google im Netz umgesehen, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt herauszufinden welcher Zug wie herum fährt. Und siehe da, es gibt eine Seite www.fernbahn.de die diese Informationen in einem PDF zusammengefasst bereit hält.
Ich habe mir also ein paar Züge rausgesucht die für mich infrage kommen und bin - da ich gerade in Köln war - ins Kölner Reisezentrum um dort die Reservierungen zu buchen.
Nach ca. 40 Minuten Warteschlange war ich dann dran und trug mein Begehren der Servicedame vor. Zunächst nur die Bitte, dass ich einen Zug brauche, der mich hinter dem Lokfahrer in der 2.Klasse mit Blick nach vorne nach Köln bringt. Sie rieb sich sofort die Hände und begann mit der Recherche. Sie erklärte mir, dass der Computer leider nicht weiss, wie herum welcher Zug fährt. Ich weiss, dass der das nicht weiss. "Ich habe mir mal im Internet was rausge...". Die Frau hörte mir garnicht zu. Sie zog ein paar ausgedruckte Internetseiten aus der Schubladen, Notizen und ein kleines Fahrplanbuch. Dann begann Sie laut zu denken:
Rumms. Fahrplan zu, 2 Plätze reserviert und fertig.
So wünscht man sich das doch! Eine Mitarbeiterin die sich mir und meinem Kundenwunsch annimmt und versucht ihn zu lösen. Das ist der Mehrwert den ich erwarte wenn ich mich eine Dreiviertelstunde in der Schlage anstelle: Ich erhalte kompetente Auskünfte und kriege nicht gesagt, dass ich das selber machen muss.
Ich habe insgesamt 16 Euro für alle Reservierungen bezahlt - aber die Frau hat sich auch echt angestrengt und mir genau das verkauft, was ich haben wollte. Perfekt. So muss das sein!
Das Euskirchener Reisezentrum kann von mir aus geschlossen werden. Das was man dort geboten kriegt, kann man sich auch per Internet oder Fahrkartenautomat besorgen. Schade - alle Beschweren sich, dass an den kleinen Stationen die Fahrkartenverkaufsstellen geschlossen werden. Allerdings: Bei der Motivation, die manche Mitarbeiter an den Tag legen, kann man dann noch nichteinmal auf eine Welle der Entrüstung unter den Fahrgästen hoffen.
Da das Platzreservierungsprogramm im Internet einfach nur einen beliebigen freien Platz bucht, bin ich also zum Reisezentrum am Euskirchener Bahnhof. Und ja, man bestätigte mir: Man kann mich gezielt auf einen Platz buchen. Super. Dann wollte ich noch, dass man natürlich einen Zug nimmt, der richtig rum fährt - oder vielmehr so rum, dass die 2.Klasse gen Köln fährt.
An dieser Stelle musste ich mich aber mit einem "Das hab ich aber nicht im Computer." vom Servicemitarbeiter abfinden. Ich solle nach Köln fahren und mir anhand der Wagenstandanzeiger einen passenden Zug aussuchen. Toll. Das kann es doch nicht gewesen sein mit der kundenfreundlichen Bedienung am Schalter. Auch ein nochmaliges fragen und bitten brachte keinen Erfolg.
Etwas frustriert habe ich mich dann mit Hilfe von Google im Netz umgesehen, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt herauszufinden welcher Zug wie herum fährt. Und siehe da, es gibt eine Seite www.fernbahn.de die diese Informationen in einem PDF zusammengefasst bereit hält.
Ich habe mir also ein paar Züge rausgesucht die für mich infrage kommen und bin - da ich gerade in Köln war - ins Kölner Reisezentrum um dort die Reservierungen zu buchen.
Nach ca. 40 Minuten Warteschlange war ich dann dran und trug mein Begehren der Servicedame vor. Zunächst nur die Bitte, dass ich einen Zug brauche, der mich hinter dem Lokfahrer in der 2.Klasse mit Blick nach vorne nach Köln bringt. Sie rieb sich sofort die Hände und begann mit der Recherche. Sie erklärte mir, dass der Computer leider nicht weiss, wie herum welcher Zug fährt. Ich weiss, dass der das nicht weiss. "Ich habe mir mal im Internet was rausge...". Die Frau hörte mir garnicht zu. Sie zog ein paar ausgedruckte Internetseiten aus der Schubladen, Notizen und ein kleines Fahrplanbuch. Dann begann Sie laut zu denken:
"So. hm, der ICE 0815 startet in München, hmmm, wendet.... Stuttgart. Hmmmm. Ne, der geht nicht. ... Der ICE 4711 kommt aus Dingens .... wird in Köln getrennt... hmmm. Der kommt über die Brücke... Abschnitt F.... " sie raschelte etwa 5 Minuten mit ihrem Fahrplan und den Listen, tippte am Computer und zack...:"Ich hab's. Mit dem Zug ICE-Schnaselbrasel kommen Sie von Frankfurt aus richtig rein und sie sitzen hinterm Lokfahrer."
Rumms. Fahrplan zu, 2 Plätze reserviert und fertig.
So wünscht man sich das doch! Eine Mitarbeiterin die sich mir und meinem Kundenwunsch annimmt und versucht ihn zu lösen. Das ist der Mehrwert den ich erwarte wenn ich mich eine Dreiviertelstunde in der Schlage anstelle: Ich erhalte kompetente Auskünfte und kriege nicht gesagt, dass ich das selber machen muss.
Ich habe insgesamt 16 Euro für alle Reservierungen bezahlt - aber die Frau hat sich auch echt angestrengt und mir genau das verkauft, was ich haben wollte. Perfekt. So muss das sein!
Das Euskirchener Reisezentrum kann von mir aus geschlossen werden. Das was man dort geboten kriegt, kann man sich auch per Internet oder Fahrkartenautomat besorgen. Schade - alle Beschweren sich, dass an den kleinen Stationen die Fahrkartenverkaufsstellen geschlossen werden. Allerdings: Bei der Motivation, die manche Mitarbeiter an den Tag legen, kann man dann noch nichteinmal auf eine Welle der Entrüstung unter den Fahrgästen hoffen.
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