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Montag, 25. Januar 2010

Optimal abgestimmter ÖPNV in Köln

Heute früh hätte ich mir einen Kameramann im Nacken gewünscht. Ein Reschisör hätte den Weg aus dem RE22 bis hin zur Piusstrasse nicht besser inszenieren können und hätte dafür sicher mehrere Tage Probe gebraucht.

Ich steige aus dem RE22 aus. Der Aufzug runter zum U-Bahnsteig ist oben auf dem Bahnbahnsteig. Einsteigen. Den Knopf mit dem großen blau hinterlegten U drücken. Unten setzt der Aufzug zur Landung an und bremst sanft ab. In dem Moment fährt eine Bahn der Linie 3 ein. Die Türen des Aufzugs und des Zugs öffnen sich quasi zeitgleich.

Ohne Hast aber direkten Weges gehe ich durch die letzten Tür in die Bahn und spaziere drinnen weiter in Fahrtrichtung bis zur ersten Tür des Wagens. Der Zug hält in der Piusstraße an - mit der von mir gewählten Ausgangstür genau vis a vis der Rolltreppe. Rolltreppe funktioniert. Wow.

Oben im verschneiten Ehrenfeld angekommen springt die Fußgängerampel, die mich die Venloerstraße kreuzen lässt, just in diesem Moment auf grün und ich kann sofort rüber.

Das alles fand in weniger als 3 Minuten statt! So müsste das jeden Tag laufen.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Ein "Hoch" auf die KVB...

...hat ein wohl nicht so ganz zufriedener Fahrgast in die U-Bahnstation Hans-Böckler-Platz notiert:



KVB = großer Haufen SCHEISSE

Donnerstag, 12. November 2009

Verwirrung im Netz - Nachwirkung vom Elften im Elften?

In Köln am U-Bahnsteig am Hans-Böckler-Platz, der die Bahnen stadtauswärts für die Mitfahrer bereit hält, angekommen. Eine 5 kommt, lädt Leute ein und macht sich auf ihre kurze Reise gen Ossendorf.

Eine 3 folgt ihr auf den Fuß Puffer. Als die Bahn in Sichtweite kommt, sieht man schon die Beschilderung "Nicht einsteigen." Es sind zwar Leute drin, aber offenbar sind keine weiteren Fahrgäste erwünscht. Um das zu unterstreichen greift der Bahnführer auch während des Ankommens zum Mikrophon und teilt den Wartenden am Bahnsteig mit, dass dieser Zug hier endet. Man möge bitte nicht einsteigen. (Interessant übrigens, dass er aus dem Zug heraus Ansagen über die Lautsprecheranlage am Bahnsteig machen kann. Sehr nützlich, das.)

Jedenfalls wechselte der Straßenbahnfahrer dann das Führerhaus und teilte den Pendlern noch im Vorbeigehen mit, dass der nächste Zug nach Bocklemünd schon im Tunnel hinter ihm steht. Der Zug zeigte nun "Holweide" als Ziel an und Zug eine Wagenlänge vor und wartete ein paar Minuten. Auge in Auge sozusagen mit der Linie 4 die im Tunnel lauerte. (Gibt's eine Weiche zwischen Hans-Böckler- und Frieseplatz, dass der Zug auf's richtige Gleis fahren kann?)

Nach ca. 5 Minuten Wartezeit ist dann der Lokführer der falsch rum stehenden 3 wieder ausgestiegen und ins stadtauswärts zeigende Führerhaus gestiegen. Schlüssel rein, Gas, wegfahren. Leer.

Am Bahnsteig standen inzwischen recht viele Leute rum: Das normale Pendlervolk, das stetig von der Oberfläche über die Treppen und den Aufzug auf den Bahnsteig sickerte und die Portion Pendler aus der 3, die hier endete und soeben weggefahren ist.

Man sah im Tunnel die Bahn stehen - und das nochmal ca. 5 Minuten lang. Nichts rührte sich. Die Anzeige am Bahnsteig konnte sich auch nicht entschließen etwas einheitliches zu zeigen und zeigte abwechselnd Ossendorf und Mengenich an. Stadtbahnlotto :).

Als die wartende 4 dann endlich Fahrt aufnahm, gab es einen lauten Knall als sie in die Station kam und man sah im Gegenlicht der Innenbeleutung der Bahn ein paar Schattenrisse schwanken und nicken. Die Bahn hat - warum auch immer - ein unvermittelte Vollbremsung hingelegt.

Nachdem sie dann an den Bahnsteig gekrochen ist, die Pendler verschlungen hat - haben wir (wie soll es anders sein) noch ein paar Minuten bei offener Tür gewartet und sind dann ohne weitere Vorkommnisse abgefahren.

Montag, 29. Juni 2009

Musik in der U-Bahn

Das kleine Köln wird weltstädtisch! Heute früh war in der U-Bahn (Linie 4) ein kleiner Junge mit Akkordeon der schön, schnell russisch klingende Musik auf seinem Instrument zum Besten gab. Ein kurzes und schnelles Stück - kaum 30 Sekunden lang. Danach schnell eine Runde mit dem Pappbecher durch den Zug und an der nächsten Station schnell den Wagon wechseln.

So hab ich das hier in Köln noch nicht erlebt - ich kenne das aus den Metros in Paris und London. Dort stehen die Musiker auch mit Vorliebe unter den Schildern, die das Musizieren und Betteln verbieten :)

Straßenmusik find ich toll - immerhin war ich lange Zeit selber einer derer - nicht weil ich's nötig hatte sondern weil es sauviel Spaß macht (Gruß an Peterchen)!

Von mir aus kann öfter ein Musiker die Stille in den morgendlichen Zügen vertreiben kommen. Natürlich nicht zur Rush-Hour ;).

Dienstag, 18. November 2008

Neue Anzeigen auf Linie 3/4




Nachdem die Bahnhöfe entlang der 3/4 jetzt ein paar Tage anzeigenlos waren, gab es heute neue Anzeigen die mehr Informationen für den Fahrgast bereit halten.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Halb 3 morgens um viertel vor 10

Ich fuhr mit dem überlichtschnellen Aufzug am Westbahnhof vom Bahnsteig runter zur U-Bahn und erlebte das in der Überschrift bezeichnete Phänomen - nein, die Fahrt in den Untergrund hat keine Krümmung im Raum verursacht und auch die Zeitumstellung vom Wochenende ist nahezu verdaut.

Als ich unten ankam, war der Bahnsteig voller Leute - und zwar richtig voll. Kölns U-Bahnsteig wirkte erstmals richtig städtisch, fast wie London oder Paris zur Rush-Hour. Viele Leute und ein Zug der Linie 3 der nur halb am Hochbahnsteig stand. Der hintere Teil war noch am nicht mehr genutzten Niederflurbahnsteig.

Zunächst ahnte ich Schlimmes - Personenschaden mit abgetrennten Gliedmaßen und viel Blut.

Aber zum Glück war nichts dergleichen passiert. Da stand ein leere Zug. Der Lokfahrer kam angerannt machte die erste Türe auf und wieder zu und fuhr los - ohne Reisende. Warum das ganze erschloss sich mir nicht.

Im Tunnel Richtung Friesenplatz sah man schon die nachfolgende Bahn, die aber irgendwie nicht losfahren wollte. Da schaltete sich einmal das Licht aus und wieder an und dann rollte sie langsam los und kam in die Station gefahren.

Dann das nächste Maleur - der Zug war ungefähr mit dem ersten Wagen zur Hälfte am Bahnsteig, da machte die Bahn eine Vollbremsung. Der Fahrer, der wie alle Kölner Straßenbahnfahrer ziemlich Rückenunschonend aber betont locker in seinem Stuhl hing und den Joystick festhielt, nickte heftigst nach vorne und die Leute im Zug hinten kamen sich unfreiwillig näher. Spätestens jetzt macht auch das Ess- und Trinkverbot in den Zügen Sinn!

Ob dem leeren Zug vorher das gleiche passiert war?

Wenigsten nahm dieser hier, Linie 4, die wartenden Fahrgäste auf und fuhr dann auch ohne weitere Vorkommnisse weiter.

Dienstag, 9. September 2008

Untergrundmusik im 3/4 Takt

Ich stand, noch ein wenig vor mich hin dösend, in der Haltestelle "Hans-Böckler-Platz" und wollte in Richtung Körnerstrasse auf Arbeit fahren. Auf einmal drang ein liebliches lautes Stimmchen in mein Ohr. Es klang so ähnlich wie Pottsens Paul, der ja allgegenwärtig im Fernsehn für die Telekom "Nessum Dorma" singt. Nunja, ähnlich wäre geschmeichelt. Es klang schräg, laut, hallig. Scheußlich. Aber es sollte wohl eine Imitation des Liedes sein - werden.

Was war also los, im Kölner Untergrund? Ich wandte meinen Höhrorganträger nach rechts, wo ich die Schallquelle vermutete. Und richtig. Von da kams.

Gleisarbeiter im Tunnel. Auf den Gleisen der Linien 3/4 sangen um die Wette. Weils vermutlich so schön hallig klingt, in der Betonröhre.

Exkurs:
Aus meiner Tontechnikerzeit weiss ich noch, dass der Hallregler am Mischpult gerne mal zum "Ausbessern" unschöner Stellen im Gesamtwerk genutzt wird. Den gleichen Effekt machten sich heute morgen also die singenden Gleisbauer zu nutzen. Mit Hall klingt alles besser :)
Selbst der recht kurze Hall in einer Durschkabine animiert ja viele Menschen dazu zu singen - obwohl sie es eigentlich garnicht können :)
Diese Ausbesserung funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad - danach gibts nur noch eins: rausschneiden, leise drehen oder bei zukünftigen Aufnahmen ein Holzmikro nutzen.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

7 Bahnen auf einem Klumpen

U-Bahnstau vom feinsten. Angekommen auf dem U-Bahnsteig an Hans Böckler Platz vernahm ich noch die Ansage "Wegen eines Stellwerkausfalls kann es auf alles Strecken zu Verzögerungen kommen."

Es stand auf dem Gleis in Richtung Innenstadt eine Bahn am Bahnsteig, eine Bahn war im Tunnel in Fahrtrichtung zu erkennen und zwei Bahnen standen aus der anderen Richtung und wollten rein in die Station. An dieser Haltestelle laufen 2 Linien zusammen, daher 2 Bahnen die gleichzeitig rein wollten.

Gottseidank war das Gleis stadtauswärts frei und eine 3 kam recht bald. Auf dem Weg zur Piusstrasse standen im Tunnel noch 2 weitere Züge und natürlich einer in der Station Piusstrasse. Weiter bin ich heute leider nicht gefahren.

Insgesamt also 7 Züge zwischen und in 2 U-Bahnstationen. :)

Mittwoch, 29. August 2007

Urlaubs - Fahrbier


Bevor ich mich ins lange Wochenende verabschiede gab's ntürlich noch ein obligatorisches, leckeres Fahrbier. Prost, meine nicht vorhandenen Leser :)

Freitag, 24. August 2007

"Gut, dass Sie da sind..."

Ich hatte noch etwas Zeit und bin mit der 3 rüber nach Deutz gefahren. Einfach so. Hoch zum Bahnsteig und auf den Zug Richtung Gerolstein gewartet. Immerhin kann ich so einen Wunsch-Sitzplaz ergattern da der Zug in Deutz eingesetzt wird.

Ich komme also die Treppe hoch als ein mir unbekannter, mitwartender Mitfahrer, ein Mittfünfziger, mich ansprach "Gut, dass Sie da sind... fährt hier am Gleis der Zug in Richtung Eifel?".

Ob das an meinem Rucksack lag?

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