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Montag, 31. Dezember 2007

2007

Hallo meine lieben 2-3 Blogleser. Viel zu erzählen gibts in diesem Jahr nicht mehr. Ich war bis vor kurzem noch in den Weihnachtsferien im Harz. Bin aber leider nicht mit den da rumdampfenden Bahnen (hsb) gefahren.

Es sei noch anzumerken, dass wohl der eine oder andere Triebwagen hier ein Ansagenverdreher in der Software hat. Mancher Zug sagt immer als erstes die Seite an, an der ausgestiegen werden kann und dann erst den nächsten Halt.

Und damit es hier nicht ganz so leer ist: In G-Büllesheim sind es 22 Stufen hinab in die Unterführung und ebensoviele wieder rauf. Toll, nicht?

Leute, einen schönen Silvesterabend wünsch ich und alles Gute für 2008! Wenn ich dann wieder ein Fotohändi habe gibt's auch ganz viele Bilder vom Bahnhofsumbau in Euskirchen.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Gedanken zu Weihnachten

Text geliehen von Karl-Erich Weber

Nun ist sie wieder da, die Zeit, in der Friede, Freude, Eierkuchen gebacken, verbreitet, vermarktet wird.

Die Vereine feiern sich selbst, die Firmen versenden Ihre Präsente in der Hoffnung auf bessere Zeiten, die Kaufhäuser und Briefkästen quellen über von Angeboten und Vorschlägen das Haushaltsgeld zu vermindern. Bettelbriefe von allen möglichen Organisationen flattern ins Haus mit vorgedruckten Überweisungsbelegen, steuerlich absetzbar. Advent, Advent!

Unser Pfarrer erzählte uns damals, als ich Konfirmand war, die Geschichte von einem Jungen der träumte er hat Geburtstag.

Eine Menge Kinder besuchten ihn, Verwandte und Bekannte brachten ein ganzes Warenhaus an Geschenken. Die Wohnung war geschmückt, Kerzen und bunte Lichter brannten, der Tisch war reich gedeckt und es duftete (selbst im Traum), daß ihm das Wasser im Munde zusammenlief. Endlich war es dann soweit, die Geschenke wurden ausgepackt.

Sein bester Freund Jürgen schenkte aber dem Heinz das soeben ausgepackte Feuerwehrauto. Seine Schwester bekam die Puppe, die sie sich schon solange wünschte. Die Mutter schenkte Vati eine goldene Krawattennadel, sie bekam von ihm eine Handtasche undsoweiter. Sie küßten sich, alle umarmten sich und sangen Lieder wie froh sie sind.

Als alles ausgepackt war, merkte er, daß für ihn selbst überhaupt nichts dabei war. Seine Freunde spielten untereinander mit den tollen Spielsachen, die Alten tranken Bier, Wein und die ersten Schnäpse und dann schlugen sie sich den Bauch voll und er selbst schaute zu.

Er weinte, - natürlich, welches Kind würde nicht weinen und sagte nur schluchzend: Aber es ist doch mein Geburtstag!

Als ihn seine Mutter weckte, weil sie das Jammern hörte, wischte sie ihm die Tränen ab und setzte sich neben ihn ans Bett. Siehst du, sagte sie zu ihm als er ihr den Traum erzählt hatte, das war ein schlimmer Traum für dich, aber wenn alle Menschen einmal im Jahr so träumen würden, sähe die Welt viel schöner aus.

Soweit die Geschichte über die Geburtstagsparty eines Menschen der vor knapp 2000 Jahren den Mächtigen seiner Region ganz gehörig auf die Finger klopfte. Die weltweit größte Verkaufsschlacht ist ein Geburtstag an dem wir an alles mögliche denken müssen, nur nicht an ihn. Warum, habe ich mich schon als kleiner Junge gefragt, müssen Weihnachtslieder immer so traurig klingen. Stille Nacht!

Und wie sieht das Fest der Liebe und Freude bei uns aus? Mal ehrlich, macht es wirklich noch Spaß von Kasse zu Kasse zu laufen, bis man dem Krempel zusammen hat, den man für sich nie kaufen würde? Es soll tatsächlich eine Familie geben, bei der es zu Weihnachten keinen Streit gibt. Jedenfalls liegen am 24. abends bei den meisten die Nerven blank. Die Sirene vom Polizeiauto aus dem Kinderzimmer kann durchaus ein Familiendrama mittlerer Kategorie auslösen. Wer das Glück hat seine ganze Verwandtschaft um sich zu versammeln, was spätestens die Tage darauf erfolgt, macht auch noch den Generationenkonflikt immer wieder aufs neue durch. Ihr Kinderlein kommet!

Aber das alles läßt sich bis zu einem gewissen Punkt noch ertragen. Schlimmer ist das was außen herum passiert. Im Büro wünschen dir die frohe Weihnachten, die dich gestern noch denunziert und im neuen Jahr endgültig fertiggemacht haben. Mit breitem Grinsen überreicht dir der Chef die Weihnachtsgratifikation und weiß genau, daß er dich in drei Monaten rausschmeißt. In irgendeinem Waldstück finden sie die Leiche eines mißbrauchten Kindes und um die Ecke wird ein Mann zusammengeschlagen, weil seine Hautfarbe dunkler ist als meine. 50 sterben im Weihnachtsverkehr, Tausende und Abertausende in Kriegen, Unruhen. Dazu Mord und Totschlag in Form von Spielen unterm Tannenbaum und im Fernsehen. Macht hoch die Tür!

Wenn wir aus der temporären Betäubung erwachen, müssen wir dann wie jedes Jahr feststellen, daß sich so gut wie nichts verändert und leider schon gar nichts verbessert hat. Ist aber auch kein Wunder wenn wir nur an uns denken. Allein die Kosten für das Verpackungsmaterial die zu Weihnachten entstehen werden ca. 500 Millionen DM betragen, da gibt es bestimmt sinnvollere Möglichkeiten zum Beispiel: 80 Kindergärten zu bauen oder 7000 Menschen in Arbeit zu bekommen. Das kommerzielle Weihnachten ist auch eine beispiellose Umweltverschmutzung. In diesen drei Tagen entsteht ein Müllberg wie sonst in einem Monat. Es gibt bestimmt hundert Gründe gegen Weihnachten und nur einen dafür: Das Christuskind!

Und wo bleibt der Sinn von Heiligabend, der Geburt des Erlösers? Vielleicht wäre es nach 2000 Jahren doch wieder mal an der Zeit, eine Aktualisierung der Geschichte vorzunehmen. Doch was würden die Regierungen unternehmen, sollte der Heiland wiedergeboren werden. Welches Vertreibungsschicksal, welche Kriege würden heraufbeschworen, wäre er plötzlich wieder da? Dürfte er überhaupt nach Deutschland einreisen?

Sollten wir nicht an diesen Tagen über den Mut dieses Mannes berichten, der in einer Zeit des Absolutismus eine sozial denkende Klasse errichtete, der mit seinem persönlichen Einsatz für arme, schwache, kranke und behinderte Menschen eine Masse mobilisierte, die nach Irrungen und Wirrungen den Grundstock für eine soziale demokratische Lebensart bedeutete. Sollten nicht auch wir, mit persönlichem Einsatz, für unsere und die Ziele unserer Mitmenschen einstehen. Haben nicht die, die sprechen können, das Wort für die Stummen zu ergreifen. Müssen nicht wir, die wir sehen können, den Blinden den Weg freihalten. Es ist unsere Aufgabe, die Schwachen zu stützen, die Alten zu pflegen, die Kranken zu heilen und denen die haben, zu erklären, daß es besser ist einen Freund zu haben, als zwanzig Neider.

Wie wäre beispielsweise ein Fest bei dem die Eltern mit ihren Kindern spielten, ein Fest bei dem man seinen Partner oder die Partnerin in die Arme nimmt und Ihr zeigt wie sehr man/frau sie/ihn liebt? Ein Fest, bei dem der Nachbar mit dem gestritten wurde hereingewunken wird, den Kollegen im Betrieb einmal gesagt wird, daß ihre Leistung super war und ihr Weihnachtsgeld kein Geschenk, sondern hochverdient ist?

Weihnachten braucht überhaupt nichts materielles, nur Zeit, Ruhe und den Mut zum Nachdenken.

Und ich wünsche mir die Liebe meiner Familie, eine Neujahrsrede in der man uns die Wahrheit sagt, eine Zeitung der man glauben kann, Nachrichten die auch welche sind, gerechte Richter und Politiker die unser Vertrauen rechtfertigen.

Das wünsche ich Ihnen auch.

Das kostet gar nichts und ist wertvoller als alle gekauften Geschenke.

--

Hiermit wünsche ich meinen 3 treuen Lesern ein frohes Fest und melde mich bis nach den "tollen Tagen" ab.

Bahnhofsumbau Euskirchen

Es scheint heute tatsächlich loszugehen. Man hat ein großes Schild vor den Euskirchener Bahnhof gestellt das über die Modernisierungsoffensive informieren soll. Es hat sich ja schon seit Wochen abgezeichnet, dass irgendetwas passieren wird. Die im Bahnhof gewesenen Kleingewerbe wurden bis auf 3 allesamt geschlossen und die Ladenlokale ausgeräumt.

Weg sind der Kiosk in der Wartehalle (vis a vis zum Reisezentrum), der Kiosk im Nebengebäude und der Dönerladen im Nebengebäude. Das Nebengebäude ist damit quasi leer und könnte theoretisch abgerissen werden.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Effizenter Transfair auf Strassenniveau

Es gibt Situationen die bringen einem selbst keinen Vorteil aber dafür anderen einen Nachteil. Nichts schlimmes, aber doch fürs Blog bemerkenswertes :).

Es dreht sich um die Nutzung des Aufzugs vom Regionalbahnsteig hinunter zur U-Bahn. Der Aufzug legt bei Bedarf einen Unterwegshalt auf Höhe der Strasse ein. Da er von Haus aus schon nicht der schnellste ist, dauert einmal Anhalten auf Strassenniveau entsprechend länger: bremsen, Tür auf, Leute rein, Leute raus, Tür zu, weiterfahren. Alles in allem fast 20 Sekunden. Im Vergleich zur Gesamtfahrzeit von 34 Sekunden eine sehr große Verzögerung. Eigentlich kann man niemandem übel nehmen den Aufzug für eine kurze Fahrt bis zur Strasse zu nutzen. Schon gar nicht alten Leuten, Kinderwagenfahrer, Radfahrer, Gehbehinderte, ... davon soll mal nicht die Rede sein. Aber es gibt auch durchaus unbehinderte ohne Mitfahrzeug die bedeutend schneller an der gleichen Stelle auf der Strasse wären wenn sie denn nur zu Fuß die Treppe runtergingen. Wie gesagt, der Aufzug ist nicht der schnellste.

Wenn also nun ein solcher mit denen die ganz runter wollen in die Kabine steigt und die Fahrt unnötig verlängert - das auch noch zu seinem Nachteil - und dann die auf U-Bahnanschluss angewiesenen Mitpendler bei der Landung im Keller nur noch die sich schließenden Türen ihrer Bahn sehen, dann ist das ärgerlich. Mehr aber nicht. Kommt ca. 1x pro Woche vor und ich wollte es mal erzählen.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Hundterführung

Gestern Abend war im Tunnel vom Bahnhofsvorplatz zum P&R Areal in Euskirchen wohl ein Hundetraining im Gange. Etwa 10 Hunde mit ihren Herrchen und Frauchen (oder wie der Rheinländer sagt: Herrschen und Frauschen) warteten - teils mit dem Schwanz am edeln - im Tunnel.

Offensichtlich trainierte man dem besten Freund des Menschen wohl an, mit großen Ansammlungen von Mitbürgern klar zu kommen ohne sofort die Hundenerven zu verlieren.

Der Fortgeschrittenenkurs sollte dann morgens zwischen 7 und 8 Uhr in der Früh stattfinden :)

Sonntag, 9. Dezember 2007

Montag, 3. Dezember 2007

Mikrokosmos Aufzug

Der ewig gleich Trott. Immer die gleichen Leute die sich morgens am Tor zur Unterwelt versammeln um die 34 Sekunden dauernde Reise hinab anzutreten. Man wirft bange Blicke in den Schacht, sehnsüchtig nach der gläsernen Gondel. Jede Sekunde zählt.

Als wir nun drin standen blickten sich alle erwartungsvoll an. Es dauerte heute ungewöhnlich lange bis die Türe schloss. Ob jemand mit seiner Tasche oder seinem Mantel in der Sicherheitslichtschranke ist? Nein. Es dauert lange. Endlich, kostbare Sekunden später schloss sich die Tür.

Und es passierte das Unfassbare. Der Aufzug bewegte sich nicht. Nichts geschah. Fassungslosigkeit. Dann die erlösende Frage eines Mitfahrers: "Hat schon jemand gedrückt?"

Nein, natürlich nicht. Jeder hat sich darauf verlassen, das ein anderer sich schon kümmert. Ein Spiegel unserer Gesellschaft im Mikrokosmos Aufzug ;)

Mittwoch, 28. November 2007

Endstation Köln-Süd










Heute Morgen endete der RE aus Trier im Vorstadtbahnhof Köln-Süd. Und das, weil wohl das Leben eines Menschen am Bahnhof Köln-West endetet. Personenschaden am frühen Mittwochmorgen. 2 Talente voller Pendler enterten die 9 und 18 der KVB.

Meine Fahrt verlängerte sich durch das Mißgeschick um etwa 20 Minuten.

Dienstag, 27. November 2007

Neun auf einen Streich

Wir standen zu fünft im aufwärts fahrenden Aufzug und einer der Mitfahrer erzählte, wohl um den Mitfahrern das unangenehme Gefühl der Enge zu nehmen, dass er es schon erlebt habe, dass in diesem Aufzug neun Leute - und das waren keine schlanken - mitgefahren sind.

Ich sach da nur: Nie im Leben. Nichtmal an Karneval.

Samstag, 17. November 2007

Aushilfsfahrer?

Auf der Heimreise heute hat der Zug 2x aus ganzem Herzen und auf freier Strecke eine Vollbremsung gemacht. Einmal kurz vor Süd und dann zwischen Süd und kurz vor Hürth. Zwische Süd und Hürth haben wir sogar mehrere Minuten gestanden. Einfach so, ohne Ansage aner dafür im warmen, beleuchteten Triebwagen.

Auch ansonsten hat der Lokfahrer an den Bahnsteigen derart ruppig gebremst, dass man auf die Idee kommen könnte, die Bahn setzt gerade jeden der "Bitte von den offenen Türen zurücktreten" sagen kann ans Lenkrad.

Wie dem auch sein, wir sind sicher am Ziel angekommen.

Fehlansage

Tja, dann zeigt die Anzeige mal genau das Richtige an, sogar dass der Zug nicht wie immer bis Kall sondern nur nach Euskirchen fährt, da erzählt der Ansager den wartenden Fahrgästen, dass jetzt die RB24 nach Kall einfährt. Dieses Verwirrspiel ist ja noch heimtückischer als der Streik :)

Donnerstag, 15. November 2007

Ich find den Streik super

Kein Gedränge und anrempeln am Kölner Hauptbahnhof. Die Züge sind angenehm leer, man kriegt auch mitten in der so genannten Stoßzeit einen Sitzplatz. Herrlich. Und das beste ist: Die Züge sind pünktlicher! Keine Störenden Fahrgäste die den Türschließmechanismus blockieren. Alles funktioniert irgendwie Reibungsloser.

Ich finde den Streik echt super.

Verdammter Mist

Die KVB verbietet ab sofort in allen Bussen und Bahnen den Verzehr von warmen Speisen und den Genuß alkoholischer und nicht-alkoholischer Getränke.

Was wird denn nun aus meinem Fahrbier? Menno!

Samstag, 10. November 2007

Fehlanzeige

In West hängen ja neue Anzeigen. Heute haben die Dinger sich wieder einen Fauxpas geleistet. Man wartete auf die RB Richtung Eifel. Um 18:51 Uhr hätte es laut Plan losgehen sollen. Zunächst kam ein um etwa 10 Minuten verspäteter Zug nach Bonn. Das war auch korrekt an der Anzeitafel zu lesen. Der fuhr weiter und unser zug wurde angekündigt. Inzwischen war es 18:55 Uhr. Plötzlich wechselte die Anzeige auf den nächsten Zug. Eine Bahn nach Koblenz um 19:00 Uhr. Ohne dass unserer gen Eifel schon da gewesen wäre.

Nungut, es kam wie es kommen musste - als nächstes fuhr die Eifelbahn ein und das Pendlervolk flüchtete vom kalten Bahnsteig in den warmen Zug. Auf dem Weg Richtung Süd merkten aber schon die erten Mitfahrer - und zwar die, die sich aufmerksam die Anzeigen im zug durchlasen - dass der Lokfahrer nicht vor hatte in Hürth links abzubiegen und nach Koblenz zu fahren. Es wurde wieder fleissig ausgestiegen. Soweit, so gut.

Es gab aber auch noch das eine oder andere mp3-hörende Mitfahrerexemplar, das mit geschlossenen Augen die Ansagen überhörend und Anzeigen übersehend, auf seinem Sitz saß. Diese fuhren, von der Bahnsteiganzeige in West getäuscht, im falschen Zug in die falsche Richtung. Nunja, einer merkte es dann doch noch - kurz vor Euskirchen. Wieviele mögen ihren Freitagabend fälschlicherweise in Gerolstein verbracht haben?

Ein schöner Start ins Wochenende :). Gut das ich im Richtigen Zug sass.

Dienstag, 6. November 2007

Frei Schnauze 2

Heute morgen, kurz vor der Einfahrt in Süd sprach's zu uns: "Verehrte Fahrgäste. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse haben wir derzeit eine Verspätung von etwa 15 Minuten. Sie hätten diese Strecke auch mit dem Auto fahren und das Glück haben können in einer Kurve geradeaus zu fahren und von einem großen dicken Baum aufgefangen zu werden. Diesen Service können wir Ihnen leider nicht bieten, daher fahren wir lieber etwas langsamer. Wir bitten um Ihr Versändnis."

Mittwoch, 31. Oktober 2007

7 Bahnen auf einem Klumpen

U-Bahnstau vom feinsten. Angekommen auf dem U-Bahnsteig an Hans Böckler Platz vernahm ich noch die Ansage "Wegen eines Stellwerkausfalls kann es auf alles Strecken zu Verzögerungen kommen."

Es stand auf dem Gleis in Richtung Innenstadt eine Bahn am Bahnsteig, eine Bahn war im Tunnel in Fahrtrichtung zu erkennen und zwei Bahnen standen aus der anderen Richtung und wollten rein in die Station. An dieser Haltestelle laufen 2 Linien zusammen, daher 2 Bahnen die gleichzeitig rein wollten.

Gottseidank war das Gleis stadtauswärts frei und eine 3 kam recht bald. Auf dem Weg zur Piusstrasse standen im Tunnel noch 2 weitere Züge und natürlich einer in der Station Piusstrasse. Weiter bin ich heute leider nicht gefahren.

Insgesamt also 7 Züge zwischen und in 2 U-Bahnstationen. :)

34 Sekunden

Genau 34 Sekunden braucht der Aufzug der in West vom Regionalbahnsteig runter zur stadtauswärts fahrenden U-Bahn fährt.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Neue digitale Anzeigetafeln

In West hängen sei ein paar Wochen neue Anzeiger auf denen der jeweils nächste Zug angezeigt wird. Soweit, so gut. Der Probebetrieb scheint vorbei und die Geräte funktionieren.

Was ich persönlich aber suboptimal finde, ist dass die Teile offenbar nur ganz stur den Fahrplan, wie er auch vielerorts auf gelbem Papier steht, anzeigen können. Heute stand mein Zug nach Hause schon angezeigt und es waren nur noch 5 Minuten bis zu geplanten Abfahrt. Etwa 10 Minuten später kam ein Zug angefahren. Nachdem der dann am Bahnsteig hielt hat der Ansager angesagt, dass das der verspätete Zug nach Bonn sei.

Doof, sowas sollte doch eine neue, moderne Anzeige hinkriegen. Wirklich den Zug anzukünden, der auch dann als nächstes kommt. Ist mir echt unverständlich sowas.

Eine weitere nette Funktion wäre eine Warnung wenn ein Zug vorbeifährt. In West donnern nämlich zwischen den Regionalbahnen die uns Pendler transportieren, recht viele IC und ICE ungebremst am Bahnsteig lang.

Nunja, kann man machen. Muss man aber nicht.

Ab vom Hauptthema aber unter Verzicht auf einen eigenen Blogeintrag bleibt noch zu erwähnen, dass in Süd mal wieder wer den Türschließvorgang verhindert hat. Es kam eine freundliche und vor allen Dingen deutliche Ansprache des Lokführers: "Liebe Fahrgäste. Der Zug kann erst losfahren wenn sich alle Auusentüren automatisch geschlossen haben. Damit das funktioniert müssten alle an den offenen Türen stehenden Mitfahrer einen Schritt zurück treten. Herzlichen Dank!" An dieser Stelle ein Lob an den Ansager.

Freitag, 26. Oktober 2007

Falsche Ubahnen

Heute am Hans Böckler Platz. Eine Ansage - man stelle sich vor, der Ansager hat ein Kissen zwischen Mund und Mikro - die ungefähr so klang:

"Liebe Fa..äste. Hier sp... eit...lle. ...triebe. Wegen ei...r ...rung im.... Verkehrsunf.... ...ftrten"

Und es fuhr ein Zug mit viel zu niedrigen Türen am Bahnsteig vorbei, ich glaube diese Züge fahren sonst nur oberirdisch als Strassebahn. Dieser Zug war allerdings als Fahrschule gekennzeichnet.

Und es fuhr gleich dahinter ein roter Werkstattzug (?) entlang.

Und es fuhr eine Linie 18, allerdings mit dem Hinweis "nicht einstigen", durch die Haltestelle durch und auch an einem roten Signal vorbei.

Ansonsten nix bemerkenswertes.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Allgegenwärtiger Streik

Nein, ich schreibe nicht über das Für und Wider zum Thema Lokführerstreik. Das Thema wir hinreichend dikutiert. Ich bin/war Gott sei Dank noch nicht betroffen vom Streik. Alle Züge ich ich benutzen wollte sind auch gefahren. Ein positiver Nebeneffekt des ganzen war allerdings, dass die Züge die fuhren allesamt sehr leer waren. Es hat wohl keiner so recht daran geglaubt, dass 'was fährt.

Allerdings haben auf meinem Weg zur Arbeit heute morgen...

...der Postbank Geldautomat in Euskirchen,
...der Lift vom Bahnsteig zur U-Bahn in West,
...die oberer Rolltreppe am Hans-Böckler-Platz,
...die untere Rolltreppe an der Körnerstrasse,
...meine Mailbox am Arbeitsplatztelefon,

... ihre Arbeit verweigert.

Ärgerlich.

Montag, 22. Oktober 2007

Nette Busfahrer

Heute morgen fuhr ich mal wieder mit dem 872. Auf dieser Linie sind wohl die nettesten Busfahrer unterwegs die das Unternehmen zu bieten hat. Heute morgen haben wir ein Ömchen (für die Elektriker unter uns: kleiner Widerstand) mit Rollator unterwegs aufgesammelt weil sie es wohl nicht mehr bis zur Haltestelle geschafft hätte. Sehr nett ,das.

Mir selber ist ähnliches vor etwa einem Jahr passiert. Da wohnte ich noch am anderen Ende der 872 und an der Haustüre vorbei ging die Linie 872. Ich war morgens auf dem Weg zum ersten Bus und recht spät dran. Als ich aus der Tür trat bog der Bus schon um die Ecke. Und meine nächste Haltestelle war noch etwa 500m weit weg. Auf ein kurzes Winken hin hield der Bus aber an und sammelte mich auf. Auch sehr nett, das.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Mit dem Schienenbus nach Ulmen

Heute gab es einen Ausflug mit einer befreundeten Familie per Bahn von Gerolstein nach Ulmen.
Die bereits seit 1991 vom Personenverkehr befreite Eifelquerbahn wird derzeit von der Vulkan-Eifel-Bahn betrieben und in der Sommersaison mit nostalgischen Triebwagen im 2h Takt befahren. Einmal pro Woche wird sogar eine Dampflok angeheizt, um Touristen und andere Eisenbahnfreunde durch die Eifelhoehen zu kutschieren.

Lange Rede, hier ein paar Fotos von der heutigen Tour - leider Herbstwetter.

Bahnhof Daun im vorbeifahren

Pilot und Purser, oder wie es bei im Schienenverkehr heisst: Triebfahrzeugfuehrer und Zugbegleiter

Ein Blick auf die Steuerinstrumente des Schienenbus.

Bildunterschrift hinzufügenIn Ulmen angekommen, ein Blick zurueck in Richtung Daun/Gerolstein.

Gleiche Blickrichtung, diesmal auf's Gleisfeld ohne Zug.

Blick in Fahrtrichtung Kaisersesch/Mayen

Betreiberschriftzug am Wartehaeuschen in Ulmen


Nachdem wir uns ein paar Stunden im Doerfchen rumgetrieben haben, kam auch schon der Zug, der uns nach Hause bringen sollte angeknattert.


Blick nach hinten aus dem Zug - man erkennt rechts vom Gleis die Einfahrtsignaltafel des Bahnhof Ulmen. 
Ende des Ausflugs am Abend in Gerolstein, bevor der Zug ein letztes mal kehrt macht um hoch nach Dockweiler und dann weiter nach Ulmen zu fahren.

Samstag, 20. Oktober 2007

Gleiswechselbetrieb

Definition: Wenn kurz vor der geplanten Abfahrtzeit eine Durchsage kommt, dass der Zug den man erreichen möchte heute ausnahmsweise von Gleis 9 statt von Gleis 7 fährt, dann setzt sich meist recht hastig die Ladung von drei Triebwagenzügen in Bewegung und drängt die Stufen hinunter durch die A-Passage nach links und die Treppe zum Bahnsteig an Gleis 9 wieder hoch. Das ist Gleiswechselbetrieb.

Wegen einem hoffnungslos überfülltem Hauptbahnhof, also jetzt zugtechnisch gesehen, kam es gestern wieder zu einer solchen Aktion. Menschenmassen drängen sich durch 2 Treppenaufgänge auf einen anderen Bahnsteig. Der Hauptbahnhof war gestern so voll, dass in vielen Gleisen gleich 2 Züge standen die abgefertigt wurden. Entsprechen viele Fahrgäste warteten auch auf den Bahnsteigen.

Insgesamt hatten wir mit unserem Zug gut 15 Minuten Verspätung. So muss das Wochenende beginnen.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Richtig voll...

...wird es zum Beispiel dann, wenn ein Zug mitten im Berufsverkehr soviel Verspätung hat, dass er plötzlich in der Fahrplanlage des darauf folgenden Zuges fährt. Die Regionalbahn die laut Plan um 16h51 an West in die Eifel fahren soll kam erst um 17h07 an. Der für dann geplante Express in die Eifel entsprechend später.

Der erste Zug hat also nicht nur die Fahrgäste an Bord die genau diesen Zug wollten, es sind auch noch die mit drin, die den nächsten auf dem Plan hatten.

Es war richtiges Tube-in-london-um-17h00-fahren-feeling. Warm, kuschlig, keine Sauerstoff und natürlich das Bitten des Fahrers man möge aus den offenen Türen zurücktreten. Gut, sowit das irgendwie möglich war.

"Stand clear of the closing doors".

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Frei Schnauze

Die Lokfahrer lassen sich oft von ihrer Verärgerung über das blöde Pendlervolk zu eigenene Ergänzungen hinreißen die sie dann in ihrem Heimatdialekt über die Ansageanlage verlauten lassen. So auch heute. Nach längerer Standzeit in Süd sprach's in tiefstem Rheinlanddialekt: "Bitte aus den offenen Türbereischen zurücktreten. Sons stehma morgen früh noch hier."

Dienstag, 9. Oktober 2007

Seltener Besuch im Bus

Heute Morgen in 869er, der während der Schulzeit um 8:00 Uhr nochmal verstärkt wird, hat sich heute Morgen tatsächlich ein Kontrolleurspärchen verirrt.

Und ausgerechnet heute war das nicht ein klassischer Linienbus, sondern ein normaler Reisebus der keinen Fahrkartenautomat hatte und auch der Fahrer schien offensichtlich nichts Fahrkartenähnliches an Bord zu haben.

Jedenfalls konnten so alle zeitkartenlosen Mitfahrer eine Runde umsonst fahren. Also widmenten die Kontrollis den Zeitkarteninhabern und steckten jede einzelne in ihren Gameboy.

Mit Schülerkarten gabs offentsichtlich Probleme. Die konnte ihr Handcomputer nicht lesen. Also mussten die 5 Schüler die im Buis saßen alle den Ausweis zücken und den Ks versprechen zum SVE Büro zu laufen um die Karten überprüfen zu lassen.

Donnerstag, 27. September 2007

Frühstück, flüssig?


Ein ganz normal voller Zug. Im 4er Sitz rechts von mir stand - schön säuberlich am Boden aufgereiht - ein Sixpack eines Bier-Cola-Mischgetränks. Leer natürlich. Ob da schon jemand gefrühstückt hat oder ob die Flaschen im Zug übernachtet haben?

Jedenfalls kam es wie es kommen musste: Ein Mitfahrer trat aus versehen mit dem Fuß dagegen. Er ärgert sich über die Flaschen und tritt die restlichen ganz bewußt unter den Sitz in Richtung Nachbarsitzgruppe. Die würdigen ihn eines bösen Blickes, tun aber auch nichts weiter. Jedenfalls kullern die Flaschen die ganze Fahrt lang im Abteil hin und her. Nerv. Wie der verlassene Rollator der durch den Zug rollte ... vor 3 Wochen ... und über den ich noch nichts schrieb.

Desweiteren wurde heute Morgen mindestens 5 Mal die Bitte ausgesprochen, man möge an den offenen Türen zurück treten. Tja und was soll ich sagen, ein Kontrolleur war auch an Bord.

Bei Zeiten muss ich auch mal über die Zeitungsmitleseschmarotzer schreiben. Hatten wir heute auch :).

So, bin in China - Transrapid fahren!

Dienstag, 25. September 2007

Pfeife!

An jedem Halt, kurz vor der Abfahrt, hat der Mann am Mikrofon nichts besseres zu tun als aus voller Brust ins Ansagenmikrophon zu pfeifen. Der ganze Zug zuckt jedes Mal zusammen. Schrecklich. Ob er das wirklich extra gemacht hat oder nur aus versehen den Ausschaltern nicht gefunden?

Im übrigen hatte mein Sitznachbar beim Halt in Erftstadt auch wieder mal die Füße in der Lichtschranke, sodass der Fahrer bevor er ins Mikro pfoff, seinen Bitte-aus-den-offenen-Türen-zurücktreten-Spruch zum Besten gab.

Kommunikationsprobleme

Zwischen Weilerswist und Erftstadt sprach's von der Decke zu den Fahrgästen: "Liebe Mitfahrer, wer auch immer am Notrufmelder drückt und nicht spricht... ich rede ab jetzt auch nicht mehr mit Ihnen. Wenn Sie das noch einmal machen, werde ich in Erftstadt stehen bleiben und durch den ganzen Zug gehen um alle Notruftasten zu überprüfen. Daraus wird dann eine erhebliche Verspätung resultieren. Dankeschön"

Montag, 24. September 2007

Kiss & Ride


Was ist das nun wieder? "Kiss & Ride". Küssen und reiten. Sowas unanständiges ... oder doch nicht?

Zwei Schaffner

Gleich zwei uniformierte Schaffner, bzw. eine Schaffnerin und ein Schaffner, haben heute Morgen Ihre Runde gemacht und kontrolliert.

Vielleicht ist das bei den Expresszügen aber auch normal, dass diese beschaffnert sind.

Freitag, 21. September 2007

Sicherheitsdienst

Im Zug heute Mittag habe ich zum ersten Mal eine Patroullie "DB Sicherheitsdienst" gesehen. Mit Uniform, Schiffchen und breiten Schultern. Sie schritten den Zug ab, haben jeden grimmig angeschaut und haben sich dann vis a vis des Fahrkartenautomaten hingesetzt und Löcher in die Luft gestarrt.

Mittwoch, 19. September 2007

Aufzug - Zugweg

Da ich knapp dran war den Zug nach Hause zu kriegen wollte ich mich nicht darauf verlassen zur U-Bahn runterzusteigen und sofort eine Bahn zu kriegen die nach West fährt. Meist fährt einem ja genau eine vor der Nase weg und man steht doof rum und vergeudet 5 Minuten.

Ich also gleich schnellen Schrittes Richtung Westbahnhof gelaufen. In unter 5 Minuten war ich da - okay, sämtliche Fußgängerampeln waren mir wohlgesonnen, sodass ich quasi grüne Welle hatte.

Stehend am Sch***aufzug der schonwieder die "Außer Betrieb"-Lampe an hatte musste ich nun schnell die Straße kreuzen um zum betreppten Haupteingang des Westbahnhofs zu kommen.

Der vorausschauende Leser kann sich denken was passierte. Die letzte auf meinem Weg liegende Fußgängerampel, die mich die um diese Zeit sehr viel befahrene Vennloerstr. kreuzen lässt, war rot.

Die Bahn fuhr ein, die Ampel wurde grün. Wie aus dem Nichts kamen mir (gefühlte) hundert Fußgänger entgegen. Ich konnte nicht schneller.

Ich erreichte die Treppe und vernahm vom untersten Tritt schon das Piepen des Türschließvorgangs an der Bahn.

Warum steht heute keiner mit seiner Tasche auf dem Personenfußmelder? Irgend ein Doof veranlaßt doch sonst immer die Ansage "Bitte aus den offenen Türen zurücktreten.".

Nix. Der Zugfahrer gibt Gas und fährt mir vor der Nase weg.

Kacke. Verf*ckter Sch***aufzug.

Die Fahrscheine bitte.

Na was soll ich sagen. Sie waren wieder da, die voll krassen Ticket Checker ;).

Gähn.

Dienstag, 18. September 2007

108

108 Stufen muss man runter wenn mann in West vom Bahnsteig der Regionalbahnen runter zu U-Bahn will.

108 Stufen über 4 verschiedene Treppen. 2 im Bahnhofsgebäude und 2 in der U-Bahnstation vorm Bahnhofsgebäude.

Und das hätte die Welt nie erfahren, wäre dieser Sch***aufzug der direkt vom Bahnsteig in den Untergrund fährt nicht eine Woche kaputt gewesen.

Montag, 17. September 2007

Wir wurden angehalten weiterzufahren

Der Zug heute Abend war normal besetzt, nicht zu voll, zwei Triebwagen. Einer mit "Gerolstein" und einer mit "Trier" beschildert. Also war wohl geplant, den Zug auf halber Strecke zu teilen und nur noch mit einem Wagen bis ans Ende zu tuckern.

Egal. Das ist wohl so normal - auch die Fahrgastverwirrung die die Bahn bisweilen schonmal recht gut drauf hat.

Süd: Ansage vom Piloten, dass in Kierberg der Strom ausgefallen ist und man bitte bis Erftstadt sitzen bleibt soll. Dort stehen Busse, die zurück nach Kierberg fahren.

<lautes raunen im zug>Hmpf...</lautes>

Hürth: Ansage vom Piloten - schon leicht verwirrt ob der lange Texte die er heue sprechen muss: "Verehrte Fahrgäste, hier nochmals der Hinweis auf ... wir wurden angehalten, äh <pause> hm, wir wurden von der Transportleitung angehalten, äh <pause> hm, in Kierberg weiterzufahren." Offenbar war zu diesem Thema kein vom Marketing abgenommener Text im Ausredenkatalog der Bahn vorhanden. Daher der lustige Satzbau.

Jedenfalls sind wir natürlich durch Kierberg durchgefahren und kurz vor Erftstadt meldet sich der Pilot erneut mit der Information, dass der Zuglotse in Erftstdt ihn angerufen hat um zu sagen, dass es keinen Bus gibt.

<lautes raunen im zug>Hmpf...</lautes>

Man solle bitte, nachdem man in Erftstadt angekommen war, nach vorne zum Lokfahrer kommen damit der zählen kann wieviele Leute nach Kierberg wollen. Die Bahn spendierte wohl Taxis. Immerhin hat sie das Volk nicht im Regen stehen lassen.

Nach etwa 5 Minuten Volkszählungsaufenthalt nahmen wir wieder Fahrt auf. Kurz vor Euskirchen griff unser Freund am Mikrofon abermals zum Durchsagengerät um die Passagiere darauf aufmerksam zu machen, dass der zweite Zugteil mit Ziel "Nicht einsteigen" in Euskirchen bleibt und nicht (wie in Köln per Anzeige versprochen) nach Gerolstein weiterfährt.

<lautes raunen im zug>Hmpf...</lautes>

Absturzfahrt 2007

Gleich zwei Schulklassen haben sich heute Morgen zur Abschlußfahrt aufgemacht. Natürlich mit extra angefertigten T-Shirts, viel Gegröhle und wahrscheinlich die eine oder andere Dose (Fahr-)Bier im Gepäck.

Eine der Gruppen hat den Zug in Richtung Bonn bestiegen und die anderen fuhren, den T-Shirts nach, nach Berlin. Offensichtlich über Köln. Als besonders kreatives Wortspiel prangte in großen Lettern "Absturzfahrt 2007 - Berlin wir kommen."

Man gruppierte sich bereist am Bahnsteig zu 4er Gruppen. Die coolsten standen zusammen. Ich bin sehr erstaunt darüber, dass man auch heute noch die gleichen flachen Sprüche hört wie vor 15 Jahren, also ich selber am Bahnsteig stand um in den Zug zur Abschlussfahrt zu steigen.

Im Zug war ein fröhliches, ausgelassenes Gröhlen und Geplapper zu hören. Wie vor - oh man, so lange ist das her - vor 15 Jahren. An den folgenden 3 Stationen stiegen wohl noch mehr Klassenkameraden zu die allesamt mit einem lauten Beifall auf der "Absturzfahrt" begrüßt wurden. Herrlich.

Die Kinderchen werden wahrscheinlich die Woche über ein Kiste Bier zu sich nehmen und sich als absolute Outlaws fühlen. Die Eltern werden das wohl oder über mitkriegen und sich darüber aufregen wie man mit 15 Jahren sich eine ganze Woche lange derart betrinken kann. Ja und ich, ich denke mir. Man, 15 Jahre danach weiss ich, dass man in einer Woche mit 15 Jungs doch deutlich mehr als eine Kiste Bier verarbeiten kann.

Hm, und nochwas. Wären die Kinder nach Berlin geflogen, wäre der Begriff "Absturzfahrt 2007" vielleicht doch noch lustig geworden. In diesem Sinne, viel Spass in der Hauptstadt.

Donnerstag, 13. September 2007

Sich selbst im Weg stehen

Mir wird es ja schon selber langweilig, aber heute früh muss ich wieder meine beiden Top-Themen vorkramen.

Gleich in Büllesheim sprach's wieder von der Decke mit genervter Stimme: "Bitte aus den offenen Türen zurücktreten."

Ich lukte, am rechten Fenster sitzend nach draussen und bemerkte am anderen Triebwagen einen halben Menschen. Also, ein Bein im Zug und ein Bein auf dem Bahnsteig. Nach ein paar Sekunden sprangs dann raus und lief zu dem Triebwagen in dem ich saß.

Der Mann kam rein, trug eine für seinen Berufsstand typische Tasche und ein graues Fahrkartenverkaufsundkontrollierundausdruckundallesmöglichegerät.

"Guten Morgen, die Fahrscheine bitte." sprach es und versah seinen Dienst.

Mittwoch, 12. September 2007

Pünktlich!

Ich will ja nur über die kleinen Sachen schreiben die im Pendleralltag ungewöhnlich und bemerkenswert sind. Heute gab es wieder eine Aussergewöhnliche Begebenheit:

RE 12087 war pünktlich in West um das Pendlervolk nach Hause zu bringen.

Etwas getrübt wurde das Glücksgefühl durch die Tatsache, dass statt 3 Wagen nur 2 Wagen angefahren kamen.

Montag, 10. September 2007

Bomben basteln?

Irgendwas liegt wohl da vorne rum. Ein älteres Ehepaar setzt sich zwei Reihen vor mich hin. Sie guckt und steht auf geht nach vorne. Bückt sich und schaut ganz neugierig. Die kommt zurück und der Ehemann schüttelt nur den Kopf und blickt auf den Boden. "Man muss doch schauen was da ist. Ist heute ja alles nicht mehr so einfach." Ein junger engagierte Mitfahrer, 30+, springt auf und ruft: "Sie haben völlig recht, ich laufe vor zum Fahrer."

Der aber, im anderen Triebwagen sitzend, schloss die Türen und fuhr los. Nunja. Pech gehabt. Der junge 30+ Mann (Brillenträger, alternativer Kreuzberg-Look) traut sich mutig nach vorne zu "der Sache". Es sind wohl zwei Plastiktüten, wie ich mitbekomme. Er öffnet todesmutig die eine und spricht erleichtert: "Aha. Mein geschulter Vaterblick sagt mir sofort - das sind Bastelsachen."

Ein echter Profi.

Getarnte Kontrolle im Zug

Irgendwie scheint sich das Kontrolleursthema zu einem Dauerbrenner zu entwickeln. Aber im Moment passiert echt sonst nix erwähnenswertes. Wobei genau das ja eigentlich genau den Reiz beim bloggen ausmacht? Nunja. Back to the topping, wie der Deutsche sagt: Kontrolle im Zug.

Dieses mal durch zwei ganz ausgefuchste Exemplare. Sie sassen bereits im Triebwagen, schräg links von mir in einer Vierersitzgruppe zwei Reihen weiter. Ihre Fahrkarten-Lese-Gameboys aber so deponiert, dass man dieses im allgemeinen sichere Kontrolleurs-Erkennunsmerkmal nicht wahrnehmen konnten. Das Bähnchen ist auch noch 2 Stationen gefahren bis die Jungs aufsprangen und ihrern Spruch aufsagten: "Zugestiegene bitte die Fahrkarten".

Ich habe erstmal garnicht reagiert sondern in meiner Zeitung weitergelesen und versucht eins dieser Scheiss Sudokos zu lösen. An mir ging der eine Kontrollmann dann auch bis zu meinem Endbahnhof noch zweimal mit dem "Zugestiegene bitte die Fahrkarten"-Spruch vorbei. Ich habe ihn einfach ignoriert. Und er mich auch.

Ob das an meinem Rucksack lag?

Freitag, 7. September 2007

Komplette Bandbreite

Heute bin ich mit einem RE am späten Vormittag gefahren. Was soll ich sagen, voll bis auf den letzten Platz. Schulklassen - offensichtlich. Andauern rennt wer auf Klo. Andauernd steht wer in den Türen, sodass die nette Lokführerin an je-der-ver-damm-ten Haltestation zum Mikro greifen musste um die Bitteausdentürenzurücktretenbitte zu äußern. Nerv.

Kontrolleure an Bord! Gleich zwei auf einmal die in Zivil den Triebwagen abschreiten. Müssen die Burschen sich eigentlich nicht Ausweisen? Gut, man erkennt sie an ihrem Lesegerät. Aber dann hol ich mir nen alten Tischrechner in dunkelgrau und ziehe auch als Kontrolleur durch. Ich glaube beim nächsten Mal möchte ich zuerst mal einen Dienstausweis sehen *hähähä

Mittwoch, 5. September 2007

Kontrollör

Kurz und schmerzlos: Ein (kostümierter) Fahrkartenkontrolleur war an Bord. Mehr ist nicht passiert.

Mittwoch, 29. August 2007

Personenfußmelder

Es kommt ja ab und an vor, dass irgendwer immer die Türen blockiert. So auch heute Abend wieder. Wir standen in West und der Zugfahrer erklärte, dass jemand "...auf dem Personenfußmelder steht ..." und er nicht losfahren könne.

Er erklärte es drei mal. Immer sehr freundlich und ausführlich. Mit Ost-Dialekt-Einschlag, am Rande bemerkt.

Nachem der Kutscher endlich alle Luken zu hatte und losfuhr, setze er erneut an und sprach zum Volk:

"Liebe Fahrgäste. Lassen Sie mich das mit den offenen Türe nochmals erklären. An den Türen befinden sich Personenfußmelder, die verhindert dass die Türe beim Zugehen einen ein- oder aussteigenden Passagier verletzt. An vielen Türen wir der Sensorenbereich mit einer schwarz-gelben Markierung gekennzeichnet. Bitte achten Sie darauf, dass sich dort niemand und nichts befindet, damit ich die Türen zu machen kann. Ich kann sonst nicht losfahren. Zur Pünktlichkeitsverbesserung beachten Sie das bitte bei weiteren Halten."

Hat er schön gesagt. Und tatsächlich, bis Eu gab's keine weiteren Türstörer mehr.

Urlaubs - Fahrbier


Bevor ich mich ins lange Wochenende verabschiede gab's ntürlich noch ein obligatorisches, leckeres Fahrbier. Prost, meine nicht vorhandenen Leser :)

Montag, 27. August 2007

Schüler - Mütter - Rentner


Ich habe ja schon eininge Fahrplanlagen durch. Mal um 7 Uhr, mal um 8. Gegen 9:30 oder um die Mittagszeit. So richtig alleine ist man nie. Ausnahme: Schulferien. Starte ich morgens um 7 Uhr kann man vor Schülern kaum treten. Bus ranvoll, Bahnhof übervoll, Zug ziemlich voll.

Fährt man so gegen 9 Uhr los sind die Schüler von der Strasse und die Rentner machen mobil, nunja - was man so mobil nennt. Heute morgen war der Multifunktionsstellplatz im Bus mit 3 Rollatoren samt dazugehörigem Rentner belegt. Wo morgens coole Klingetöne und raubkopierte Spiele den Besitzer wechseln wird am Vormittag dann "Mein Bandscheibenvorfall, meine Arthrose und mein Blutbild" gespielt. Wer hat die meisten Zipperlein und werd muss zu welchem Arzt. Alle Rentner sind auf den Beinen, bzw. Rädern um einmal quer durch die Stadt hin zu Ihrem Medizinmann zu fahren.

Sitzen dann gegen 11:00 Uhr alle alten Menschen in Wartezimmern sind versorgt und lesen, kommen die Mütter. Schnell was zum Mittag kaufen, eine Runde auf den Spielplatz oder einfach nur den öffentlichen Nahverkehr mit voll gepackten Kinderwagen blockieren und Mitfahrern das nervige gequengel ihrer Plagen zuzumuten.

Als nächstet muss ich dann mal testen was so los ist wenn ich schon um 6 Uhr losziehe. Da stehen sich vermutlich die Pendler selber im Weg. :)

Nur der Vollständigkeit halber

Heute wurde wieder kontrolliert. Allerdings nur bis EU. Da ist der Zivilschaffner mit einer geschnappten Fahrpreiszahlungsversäumerin ausgestiegen.

Samstagabend, nach dem Gig ist vor dem Gig

Nicht nur um mein täglich Brot zu verdienen nutze ich in die Bahn, auch meist um meinem Privatvergnügen nachzukommen. Und an diesem Abend war es wieder einmal so weit, wir hatten einen Gig mit Bahnanschluß - oftmals kommt man garnicht mit den Öffentlichen zum Ziel. Auf dem Land werden am WE nicht nur die Bürgersteige hochgeklappt - die Schienen werden offenbar auch eingerollt.

Nunja, nach getaner "Arbeit" sitze ich also mitsamt einem lecker, kühlen Fahrbier im Zug nach Hause.



Ich nehme im Fahrradabteil platz, da kann man besser die Beine lang machen ohne die Fahrgäste oder den Türschließmechanismus zu stören. Auf dieser Fahrt haben offensichtlich andauernd irgendwelche Mitfahrer ihre Gliedmaßen in Sensorenreichweite der Türen gehabt. So oft habe ich den Ansager noch nie "Bitte aus den offenen Türen zurücktreten" sagen hören. An jeder Station mindestens zweimal den Spruch über Lausprecher.

Ansonsten - wir wurden auf unserer Fahrt nach Gerolstein auf's herzlichste vom Fahrer begrüßt. Da war er offensichtlich noch nicht so genervt von den Türblockieren, es klang freundlich und nett.

Vis a vis nahm ein nettes Paar (30+) platz, jeder mit ein paar Büchsen Fahrcolabier und mächtig guter Laune. Er hat wirklich jeden angestrahlt und nett angequatscht und somit fast den ganzen Zugteil unterhalten. Nun gut, das kann man sich mal 25 Minuten lang Zugfahrt geben, aber länger...?

Der seltsame Typ (Glatzenträger), den ich schonmal morgens im Zug beobachtet habe aber noch nicht über ihn schrieb, war auch heute Abend da. Er wurde natürlich auch von meinem "lustigen Gegenüber" angequatscht und mit einem fröhlichen "Hallo Fleischmütze" in tiefstem Eifeldialekt begrüßt. Der angesprochene war sehr irritiert und offensichtlich nicht sehr erfreut nur auf eines seiner äußerlichen Attribute reduziert zu werden. Wobei mir sein Blick verriet, dass er das so bestimmt nicht gedacht hatte. ;)

Auf jeden Fall sind wir alle gut am Ziel angekommen, ohne dass es Blutvergießen o.ä. gab. Ich habe sogar noch einen Bus gekriegt und bin Heim ins Bett um Bericht zu erstatten.

Freitag, 24. August 2007

Gemischtes am Freitag

5 Fotofreaks in West. Scheint eine Tradition unter Eisenbahnfotografen zu sein sich am Westbahnhof am Freitagnachmittag die Beine in den Bauch zu stehen. 4 Am südlichen Ende und 1 Fotomann am Nordend des Bahnhofs.

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Ein Junge mit einem Böhse Onkelz Sweatshirt zieht sich ein Snickers aus dem Wurlitzer Automaten.

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Horden laut singender 1.FC Fans steigen aus allen am Westbahnhof haltenden Zügen. Fahrbier in der Hand, Schal um den Hals und "Deutscher Meister FC" am singen. Unbeschwertes Fanvolk. Beneidenswert ;)

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Ein, dem Tonfall und einigen Äußerungen nach, schwuler Mitfahrer telefoniert im Zug die ganze Zeit mit dem Jochen. In einer Lautstärke, dass er durch meinen Kopfhörer - der mich mit Musik berieselt - deutlich zu hören und verstehen ist. Er hat übrigens gerade eben einen Job im ersten Kölner Subway Restaurant angeboten bekommen. Eine Teilzeitstelle - kein Aushilfsjob. Eine richtige Teilzeitstelle. [..ganz.viel.sülz..] Der Jochen scheint besorgt, dass er wegen sowas sein Studium aufgibt/unterbricht/nicht beginnt.

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Schöne Wochenende!

"Gut, dass Sie da sind..."

Ich hatte noch etwas Zeit und bin mit der 3 rüber nach Deutz gefahren. Einfach so. Hoch zum Bahnsteig und auf den Zug Richtung Gerolstein gewartet. Immerhin kann ich so einen Wunsch-Sitzplaz ergattern da der Zug in Deutz eingesetzt wird.

Ich komme also die Treppe hoch als ein mir unbekannter, mitwartender Mitfahrer, ein Mittfünfziger, mich ansprach "Gut, dass Sie da sind... fährt hier am Gleis der Zug in Richtung Eifel?".

Ob das an meinem Rucksack lag?

Dienstag, 21. August 2007

Ich war's nicht :)

RB11171 war dabei mich in den wohlverdienten Feierabend zu bringen. Mal wieder in Erftstadt gab's einen kleinen, unbedeutenden Zwischenfall. Diesmal wollten aber die Türen garnicht erst aufgehen. Am letzten Freitag gingen sie ja aus bekannten Gründen nicht zu ;).

Schon viele Kilometer vor einem Bahnhof bilden sich ja bekannterweise im Zug vor den Ausgängen die Pendlertrauben aussteigewilliger Mitfahrern. So auch heute. Letztendlich kamen wir dann am Bahnsteig zum Stehen und die am vorderen Ende der Pendlertraube stehenden Menschen drücken auf den Türöffner. Etwa 5 Sekunden lang passierte nichts. Dann setze der Pendlertraubenwechsel ein. Wie bei "1,2 oder 3" - die Aussteigewilligen mischten sich neu an anderen Türen. Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn die Tür aufgeht. :D

Immer noch nichts. Mittlerweile sind kostbare 30 Sekunden verstrichen. Die ersten ungeduldsgeplagten Pendler fangen an zu lamentieren. Die Luft wird stickig. Die Stimmung scheint zu kippen.

Doch da, das erlösende grüne Licht an der Türöffnerknöpfen. Es kann ausgestiegen werden.

Da hat sich der Lokfahrer einen Fauxpas erlaubt. 45 Sekunden gewartet bevor man raus kam aus dem roten Gefährt. Frechheit :)

Zivilstreife

Noch lange bevor ich professioneller Pendler wurde und nur gelegentlich die Bahn genutzt habe, habe ich die These aufgestellt, dass sich Schwarzfahren lohnt. Die 5 Mal pro Quartal in denen ich im Zug nach Köln bin kam irgendwie nie ein Kontrolleur.

Nungut, jetzt bin ich seit gut einem Monat auf dem Gleis und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es recht viele Fahrten gibt auf denen auf einmal jemand aufspringt und meine Fahrkarte sehen will.

Um jetzt mal eine statistische Betrachtung des ganzen zu machen und meine These entweder zu widerlegen oder zu untermauern, nutze ich diesen kleinen Blog dazu die Kontrollgänge der Zivilschaffner zu protokollieren.

Also, heute morgen in der RB 11158 gab's zwei Kontrolöresse.

Montag, 20. August 2007

"Achten Sie bitte auf die örtlichen Ansagen am Bahnhsteig..."

sprach's im Zug als wir am ersten großen Taktknoten ankommen. Der Zug steht noch nicht ganz, da hört man schon von draußen ein dumpfes Erzählen durch die Druckkammerlautsprecher tönen. Die "örtliche Ansage" ist bereits in vollem Gange.

Eventuell sagt man ja sogar wichtige Sachen insbesondere für ortsunkundige Mitfahrer. Aber wenn man dann den Bahnsteig erreicht, machts bratzel-knacks und der Ansager ist durch mit seinem Text.

Für wen hat er oder sie jetzt eigentlich all die netten Sachen erzählt?

Das ist übrigens immer so, und kein einmaliger Vorfall. Selbst die Profis am Kölner Hbf und auch die digitale Frau in Düx sind meist zu früh dran mit ihrem Text.

Kon-troll-ör

Der Zug ist bis auf den letzten Platz besetzt, im Gang steht das Pendlervolk hört Musik, liest Zeitung, schwitzt vor sich hin, nestelt an der Fahrkarte rum, will nach Hause - und das ohne weitere Unannehmlichkeiten. Der Zug ist einfach voll und an den 4 Kölner Stationen die wir anfahren schieben sich immer mehr Heimfahropfer in den Zug und knautschen die Fahrgäste im unklimatisierten Triebwagen zusammen.

Abfahrt aus Süd, kurz vor der Abzweigung in die Eifel da ist eine gut spürbare Weiche, wegen der es einen schönen Ruck gibt, sieht man die Abteiltür am anderen Wagenende aufgehen und ein Schaffner macht sich auf den Weg die Karten zu kontrollieren.

Ein kleiner, pflichtbewußter Fahrkarten-Troll der sich wie durch ein Nadelör durch die schwitzenden Massen hindurch will und alles mit deiner Zange stempeln will was er zu beißen kriegt.

Nerv.

Freitag, 17. August 2007

RB 11175 - schon wieder zu spät

Das Wochenende ist bereits mit zwei Flaschen Pre-Fahrbier eingeläutet, ich sitze in einem normal gefüllten Zug in Richtung Heimat auf einem dieser Notklappsitze direkt an den Türen.

Schön Musik hören, Augen zu aber dennoch darauf bedacht, dass ich meine lange Gräten nicht zu sehr in den Gang strecke damit die übrigen Fahrgäste nicht über mich drüber steigen müssen.

Die ersten Haltestellen an dieser Strecke sind im übrigen in Fahrtrichtung links und ich habe rechts gesessen.

Nungut, es kam wie es kommen musste. Die erste Haltestelle mit Fahrgastwechsel rechtsseitig. Ich hab's spätestens an der Portion Frischluft bemerkt die mir ums Näschen weht. Augen kurz auf und gerade hingesetzt, so dass die Leute rein und raus konnten.

Nachdem alle Fußgänger weg waren merkte ich, dass es nicht weiter ging. Die Tür war auf und wir standen schon fast eine Minute blöd rum. Aber egal. Es war Wochenende, ich hörte Musik, hatte einen Sitzplatz und da war Frischluft.

Plötzliche stand der Zugfahrer draussen an der Tür und fuchtelte wild mit den Armen. Ich satz, trotz angezogener Beine wohl immer noch im Sicherheitsbereich der Tür, sodass der arme Kerl sie nicht zu machen konnte. Es ging also nicht weiter. Er hat wohl auch schon eine (von mir auf anderen Fahrten oft gehörte) Durchsage "Bitte von den offenen Türen zurücktreten" gemacht. Nun gut, hab' nKopfhörer aufgehabt, nix gehört.

Aber alles nicht so tragisch, niemand verletzt und nach weniger als 2 Minuten gings auch weiter nach Hause - ins Wochenende.

PS: Lieber Personenschaden von gestern: Du siehst, man kann auch eine Verspätung verursachen ohne sich weh zu tun!

Gleich 6 auf einmal...

Wochenende! Ich stehe in West und warte aufnzuch. Ich beobachte ja oft in West den einen oder anderen Zeitgenossen der da sitzt, Kamera ummen Hals und immer wenn ein Zug vorbei kommt wird der fotografiert. West scheint ein begehrter Fotobahnhof zu sein.

Aber heute waren 6 Fotoleute gleichzeitig da und haben alles auf Zelleleut gebannt was auf Schienen daher kam.

Freaks.

Donnerstag, 16. August 2007

RE 12087 Personenschaden

Hätte die Person geahnt, dass sie sich nicht nur ins Jenseits katapultiert sondern mir auch noch einen abendlichen Spaziergang aufnötigt?

Der 12078 wurde als unbestimmt verspätet angesagt. Gut, nicht zu ändern. Man kann's der Bahn nicht vorwerfen wenn sich da wer vor wirft. Bin ich halt noch zu einem Fahrbier im stehen losgezogen und habe dann die nächste Bahn genommen. Die war auch noch etwa 20 Minuten zu spät und mit derart vielen Leuten besetzt, dass sie kaum vom Fleck kam. Jedenfalls fuhr mir am Zielort der letzte Bus raus zum heimatlichen Anwesen vor der Nase weg. Also hieß es 2km laufen.

Mittwoch, 8. August 2007

Der Sudokumann

Den gibt es bestimmt überall. Der unscheinbare Mensch mit Stift und Sudokurätsel auf den Knien. Natürlich habe ich auch einen auf meiner Route. Sogar Morgens und Abends. Er sieht aus wie ein Religions- oder Geschichtslehrer. Steht am Bahnsteig, steigt ein, setzt sich, Tasche aufn Schoss, Bleistift raus, Radierer raus und ein paar A4 Blätter mit selbst ausgdruckten Sudokos.

PS.: Ich war auch einen Zeit lang (2 Wochen?) mal ein Sudokumann. Aber ich war's recht schnell leid mit diesen komischen Rätseln.

Dienstag, 7. August 2007

Die Buttons-Mashing-Frau

Morgens, wenn wir in West ankommen sammelt sich vor dem Aufzug zur U-Bahn nach Ossendorf immer eine Traube von Mitpendlern und Mitpendlerinnen die ungeduldig auf die Kabine warten, die uns in den Kölner Untergrund bringt.

Eine Mitpendlerin ist grundsätzlich schlecht drauf und meckert den Aufzug an. Wie zu den alten C64 Summergameszeiten drischt sie auf den Aufzugsknopf ein in der Hoffnung das Ding beeilt sich ein wenig.

Sie lernt es nicht. Jeden Morgen der gleiche Aufzug, jeden Morgen wird rumgemeckert und jeden Morgen Buttons Mashing.


Dienstag, 17. Juli 2007

869

Diese nicht so häufig bediente Linie liegt meiner Haustüre etwas näher als die 872. Heute hatte ich aber Gelegenheit einen 869 zu erwischen.

Da kam er an, in ganz weiß und schißneu. Leer. Der Fahrer steuert in die Haltebucht und ich gehe nach vorne zur noch geschlossenen Tür.


Er schaut mich durch die Scheibe an und bekreuzigt sich. Nach kurzem Innehalten öffnet er die Tür und ich setze mich hin.


Scheisse, ein Busfahrerfreak am frühen Dienstagmorgen.


Er erzählt mir, dass diese neuen Busse länger sind und....

Er erzählt mir, es ist eine große Verantwortung mit den neuen Bussen zu fahren.

Jahaaaaa. Das darf noch lange nicht jeder.

Er regt sich auf, - wir schaukeln gerade am C&A vorbei - dass diese Hubbel auf dem Boden (nein, kein Weltraumfernglas) nix sind und der neue Bus nicht beschädigt werden darf. Er flucht.

Ich bin immer noch alleine mit ihm im Bus. Der nächste Halt ist zum Glück der Bahnhof. Hoffentlich hält der da auch an und entführt mich nicht und erzählt mir den ganzen Tag lang komische Sachen.

Freak.

Montag, 16. Juli 2007

872


Das Abenteuer ÖPNV-Pendler kann beginnen. Für knapp 140 Euro im Monat lasse ich mich jetzt durch die Gegend fahren, beobachte meine Mitfahrer, freue mich über bekannte Gesichter und hoffe auf nette kleine Geschichten die ich hier aufschreibe.

Montag, 2. Juli 2007

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