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Mittwoch, 23. Dezember 2009

Weihnachten


Kurz und knapp: Allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, allen Lokfahrern und anderen Bahnern die daran beteiligt waren mich im vergangenen Jahr sicher und bequem durch Deutschland zu chauffieren: Vielen Dank - ich bin gerne mit Euch gefahren!

Und dem ganzen Rest: Lasst es Euch gut gehen.

Neue Treppen

Am Bahnhof Euskirchen geht es mit dem Umbau langsam weiter. Inzwischen sind schon die Fundamente für die neues Treppenaufgänge vom Tunnel zu den Bahnsteigen betoniert.



Freitag, 11. Dezember 2009

Laufbahn...

Ich lese in der Presse, dass es gestern früh zu einem so genannten "Personenschaden" zwischen Euskirchen und Köln gekommen ist. Der Zug kam nach dem Unfall mit sofortiger Notbremsung kurz hinter Derkum zum stehen. Die Pendler des vollen RE12 mussten aussteigen und über die Gleise zurück nach derkum laufen wo es mit Bussen weiterging.

Regionalexpress überrollt Mann

Von Paul Düster, 10.12.09, 13:07h, aktualisiert 10.12.09, 19:10h
Ein älterer Mann wurde am Donnerstagmorgen vom Regionalexpress bei Derkum erfasst und getötet. Die Passagiere mussten aussteigen, die Bahnstrecke zwischen Trier und Köln war bis 11 Uhr gesperrt. Die Polizei geht inzwischen von einem tragischen Unfall aus.

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1260197476152.shtml

Bahnstrecke wieder frei

Von Thomas Schmitz, 10.12.09, 10:07h, aktualisiert 10.12.09, 16:07h
Ein 58-jähriger Mann wurde am Donnerstagmorgen bei Derkum von einem Zug erfasst und getötet. Deshalb war die Bahnverbindung von Köln nach Trier stundenlang gestört. Mittlerweile fahren die Züge wieder.

http://www.ksta.de/html/artikel/1260197475907.shtml

Wirklich tragisch und traurig für alle Beteiligten - aber Glück für mich. Ich habe geradeso die eine halbe Stunde früher verkehrende RB24 genommen um nach Köln zu fahren.

Licht aus - Durchzug!

Dass Züge ja nicht an Bahnhöfen halten dürfen an denen die Bahnsteigbeleuchtung ausgefallen ist, habe ich ja auch schon am eigenen Leib erfahren. Einzig das "Krisenmanagment" hat an diesem Abend schlicht versagt. Es wurden Versprechungen gemacht, die nicht gehalten wurden.

Gestern gab es wohl - dem Bericht eines Pendlerkollegen zu Folge - einen ganz ähnlichen Vorfall am Bahnhof in Kall. Das in so einem Fall nunmal aus Sicherheitsgründen nicht angehalten wird ist eben so und soll auch nicht wegdiskutiert werden. Nur die Ansagen die in so einem Zusammenhang dann von sich gegeben werden, sind manchmal ein wenig fragwürdig. So auch in der Schilderung des Eifelbahners:

Es ist wirklich unglaublich, was ich eben im RE11409 in Kall um 17:20Uhr Richtung Gerolstein erlebt habe.

Vor dem Einfahrtsignal blieb der RE halten, dann kam eine Durchsage an die Fahrgäste: "Wegen ausgefallener Bahnsteigbeleuchtung in Kall kann der Zug den Bahnhof zur Zeit nicht anfahren, wir werden mal 5 bis 10 Minuten hier warten bis sich eventuell etwas mit der Beleuchtung getan hat".

Große Verwunderung im Zug...

Dann nach guten 10 Minuten eine erneute Durchsage: "Wir werden den Bahnhof Kall ohne Halt bis Urft durchfahren".

Noch mehr Verwunderung im Zug und verärgerte Reaktionen der Fahrgäste, die in Kall aussteigen wollten.

Der Zug fuhr an und blieb nach kurzer Fahrt wieder stehen, aber immer noch vor dem Bf.

Weitere Durchsage: "Nach Drohungen (!) einiger Fahrgäste wird der Zug in Kall doch halten, es muß aber das Eintreffen der Bundespolizei abgewartet werden, die den Bahnhof sichern wird".

Leichte Beruhigung im Zug...

Nach ein paar Minuten eine weitere Durchsage: "Die Bundespolizei ist jetzt da, wir fahren in den Bf".

Dann aber das Unglaubliche: Der Zug fuhr über Gleis 2 einfach ohne Halt in Kall und dann mit Beschleunigung des Triebwagens einfach weiter.

Eingie Fahrgäste lachten, waren verwundert oder ärgerten sich.

Erneute Durchsage: "Wegen ausgefallener Bahnsteigbeleuchtung in Kall fährt der Zug ohne Halt bis Uft, dort wird versucht mit Taxis einen Fahrdienst zurück nach Kall zu organisieren".


Mir fehlten da ehrlich gesagt die Worte: Aus Sicherheitsgründen kann ich zwar verstehen, dass man die Fahrgäste nicht im dunklen Bahnhof aussteigen lassen kann, aber so dunkel war es da zum einen gar nicht, da die Beleuchtung direkt am Bahnhofsgebäude brannte und nur die direkte Bahnsteigbeleuchtung ausgefallen war, und zum zweiten kann man doch nicht die Durchsage machen, das gehalten wird und fährt dann doch weiter. Die Reaktionen und Durchsagen waren wirklich irreführend, beschämend und lachhaft.

Ich denke mal, das der in Netterheim wartende "Gegenzug" (RE12), der ja durch diese Aktion einiges an Verspätung bekommen hatte auch nicht in Kall gehalten hat.

Das ist übrigens auch der Zug, mit dem ich gestern von Köln nach Euskirchen gefahren bin - bis Euskirchen im übrigen ohne nennenswerte Vorfälle :o)

Freitag, 4. Dezember 2009

Bahnhofsschamane

Die Tage muss wohl der Bahnhofszauberer in Euskirchen gewesen sein. Er hat sich wohl am Gleis 1 unterhalb des Stellwerks aufgebaut und sprach zu den Gleisen folgenden folgenschweren Imperativ:

"Weiche, Weiche!".

Und zack, war sie weg.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Siehe da: Antwort von der SVE

Nach dieser Aktion hier habe ich gleich eine kurze Nachricht an die SVE geschrieben um mich zu beschweren. Nicht mehr an eine Reaktion glaubend erhielt ich tatsächlich Antwort:
... vorab möchten wir uns für die lange Bearbeitungszeit Ihrer Beschwerde entschuldigen.


Die Fahrer des Verkehrsunternehmens, welches in unserem Auftrag tätig ist, wurden zu dem von Ihnen geschilderten Vorfall befragt.


Der Fahrer der Regelfahrt sagt aus, dass er aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens keine Fahrgäste mehr aufnehmen konnte und daher die Haltestelle nicht angefahren habe. Der Fahrer der Verstärkerfahrt sagt aus, dass er Sie darauf hingewiesen habe, dass er als Verstärkerfahrt die Regelfahrt entlassten würde.


Wir können Ihre Verärgerung sehr gut nachvollziehen, jedoch ist es aus versicherungstechnischen Gründen nicht erlaubt, weitere Fahrgäste aufzunehmen wenn der Bus bereits voll ist. Trotzdem hätte der Fahrer anhalten und Sie auf den nächsten Bus verweisen müssen. Der Fahrer wurde diesbezüglich ermahnt.


Wir hoffen, dass Sie zukünftig unsere Stadtbusse zu Ihrer Zufriedenheit nutzen können.

Der Fahrer des zweiten Busses hat nur zu mir gesagt, dass er keinen Stempelautomaten für 4er Karten hat und ich bitte durchgehen soll. Das wär schon okay so. Mehr nicht. Von Verstärkerfahrt und Regelfahrt hat der keinen Ton gesagt. Ich möchte unterstellen, dass er schlicht nicht befragt wurde und das hier einfach nur eine Kunden-Beruhigungs-Floskel ist.

Mittwoch, 25. November 2009

Fast 20% Fahrpreiserhöhung - und 20 Minuten zu spät...

Heute früh bin ich nochmal auf den Bus ausgewichen, der - wenn er denn mal fährt - quasi direkt vor meiner Haustüre anhält.
Normalerweise um ein paar Minuten nach 8 fährt der 869 und ist dann ca. 10 Minuten später am Bahnhof. Man kann noch eine Zeitung kaufen, Kaffee trinken und dann gemütlich zum Gleis 5 rübersteigen um die RB24 um halb 9 zu kriegen.

Dieser 869er, der nur in der Schulzeit um 8 Uhr fährt, hat aber neben seiner chronischen Verspätung von bis zu 10 Minuten auch oft einen sehr vor- und umsichtigen Busfahrer an Bord. Zudem galt es für den Fahrer heute eine weitere Herausforderung zu meistern: Er musste mir ein Ticket verkaufen. Der Bus ist automatenlos. Er hat von seinem Abreißblöcken eine Karte abgerissen und wollte 2,40 Euro von mir haben. Das Suchen und Abreissen der Karte hat schon gefühlte 5 Minuten gedauert. Ich habe ihm 5 Euro gegeben und gemeint, dass ich bisher immer nur 2 Euro bezahlt hätte für eine Stadtfahrt. Er guckte komisch, zog eine Tupperdose (!) mit Wechselgeld hervor und gab mir 3 Euro zurück. Er wüsste auch nicht was das kostet.

Dann legte er ab und steuerte sein Schiff in Richtung Innenstadt. Am alten Rathaus muss der Bus scharf links fahren. Hier hat man das Gefühl, der Fahrer würde am liebsten aussteigen und des Bus hinten rum heben. Gleiches in der Haltestelle am C&A. Hier fährt er auch im Kartoffelgang rein. Ich meine, ich könnte das auch nicht - ich kann nichtmal vernünftig Einparken mit meinem kleinen Reiskocher - aber ich bin ja auch kein Busfahrer. Ich muss das nicht können. Die Russen, die ansonsten das Gros der Busfahrer hier stellen, sind da deutlich resoluter unterwegs. Da macht es richtig Laune mitzufahren :).

Jedenfalls war es am Ende wieder sehr sportlich. Durch die obligatorische Verspätung von einer Viertelstunde bevor der Bus überhaupt ankam, der lahme Fahrkartenverkauf und das Geschleiche auf der Fahrt waren wir zeitgleich mit der RB24 gen Köln am Bahnhof. Ich musste nun einen kleinen Spurt über die Bautreppe hin zum Gleis 5 hinlegen. Und tatsächlich: Gerade drin im Zug fuhr der auch los - es hätte keine halbe Minute länger dauern dürfen.

Donnerstag, 19. November 2009

HLB fällt aus - oder doch nicht?


Heute war ich in der Wetterau unterwegs. Die Reise sollte um 17:29 von Büdingen aus starten. Eine der wenigen Verbindungen die mich - wenn alle Anschlüssen klappen - in nur ca. 3,5 Stunden nach Hause bringt.

Mein Zug aus Gießen kam auch pünktlich in Büdingen an. Soweit, sogut. In Büdingen gab's zudem eine Ansage, kurz bevor der Zug ankam: "Die Regionalbahn nach Gelnhausen hat Einfahrt nach Gleis 2. Die Regionalbahn nach Gießen fällt aus wegen Triebfahrzeugschaden."

Nundenn, ich satz drin im Zug und wurde schon etwas nervös als es nicht losging. Ich habe am ersten Umsteigepunkt - Gelnhausen - nur kanpp 10 Minuten Zeit um den RE nach Frankfurt zu erwischen. Andernfalls sind die 3,5 Stunden nicht zu halten.

Am Bahnsteig knackten erneut die Lautsprecher und die Fahrdienstleiterin sprach zum Volk: "Meine Damen und Herren, die Regionalbahn nach Gießen wird doch fahren. Vorraussichtliche Ankunftszeit 17:29 Uhr. Unsere eigentlich Abfahrtszeit - die aber schon seit einigen Minuten verstrichen ist.

Gegen 17:41 kam dann die Bahn nach Gißen angeschlichen und unser Zug nach Gelnhausen fuhr mit ca. 10 Minuten Verspätung los. 10 Minuten die ich zum Umsteigen gebraucht hätte.

In Glenhausen angekommen war der RE nach Frankfurt natürlich weg. Ich musste ca. 40 Minuten warten bis ich eine RB nach Frankfurt nehmen konnte um dann dort schnell in den leicht verspäteten ICE10 zu steigen.

Unterm Strich war ich ca. 45 Minuten zu spät zu Hause - wieder knapp am 10er Schein vorbei. Doof.

Donnerstag, 12. November 2009

Verwirrung im Netz - Nachwirkung vom Elften im Elften?

In Köln am U-Bahnsteig am Hans-Böckler-Platz, der die Bahnen stadtauswärts für die Mitfahrer bereit hält, angekommen. Eine 5 kommt, lädt Leute ein und macht sich auf ihre kurze Reise gen Ossendorf.

Eine 3 folgt ihr auf den Fuß Puffer. Als die Bahn in Sichtweite kommt, sieht man schon die Beschilderung "Nicht einsteigen." Es sind zwar Leute drin, aber offenbar sind keine weiteren Fahrgäste erwünscht. Um das zu unterstreichen greift der Bahnführer auch während des Ankommens zum Mikrophon und teilt den Wartenden am Bahnsteig mit, dass dieser Zug hier endet. Man möge bitte nicht einsteigen. (Interessant übrigens, dass er aus dem Zug heraus Ansagen über die Lautsprecheranlage am Bahnsteig machen kann. Sehr nützlich, das.)

Jedenfalls wechselte der Straßenbahnfahrer dann das Führerhaus und teilte den Pendlern noch im Vorbeigehen mit, dass der nächste Zug nach Bocklemünd schon im Tunnel hinter ihm steht. Der Zug zeigte nun "Holweide" als Ziel an und Zug eine Wagenlänge vor und wartete ein paar Minuten. Auge in Auge sozusagen mit der Linie 4 die im Tunnel lauerte. (Gibt's eine Weiche zwischen Hans-Böckler- und Frieseplatz, dass der Zug auf's richtige Gleis fahren kann?)

Nach ca. 5 Minuten Wartezeit ist dann der Lokführer der falsch rum stehenden 3 wieder ausgestiegen und ins stadtauswärts zeigende Führerhaus gestiegen. Schlüssel rein, Gas, wegfahren. Leer.

Am Bahnsteig standen inzwischen recht viele Leute rum: Das normale Pendlervolk, das stetig von der Oberfläche über die Treppen und den Aufzug auf den Bahnsteig sickerte und die Portion Pendler aus der 3, die hier endete und soeben weggefahren ist.

Man sah im Tunnel die Bahn stehen - und das nochmal ca. 5 Minuten lang. Nichts rührte sich. Die Anzeige am Bahnsteig konnte sich auch nicht entschließen etwas einheitliches zu zeigen und zeigte abwechselnd Ossendorf und Mengenich an. Stadtbahnlotto :).

Als die wartende 4 dann endlich Fahrt aufnahm, gab es einen lauten Knall als sie in die Station kam und man sah im Gegenlicht der Innenbeleutung der Bahn ein paar Schattenrisse schwanken und nicken. Die Bahn hat - warum auch immer - ein unvermittelte Vollbremsung hingelegt.

Nachdem sie dann an den Bahnsteig gekrochen ist, die Pendler verschlungen hat - haben wir (wie soll es anders sein) noch ein paar Minuten bei offener Tür gewartet und sind dann ohne weitere Vorkommnisse abgefahren.

Mittwoch, 11. November 2009

Alle Jahre wieder


Nichts Böses ahnend bin ich wie fast immer zum RE22 der mich um 9.00 Uhr nach Köln bringen sollte am Bahnhof in Euskirchen erschienen. Auf dem Pendlerparkplatz alles normal, im Tunnel nichts auffälliges zu sehen aber dann, am Gleis 1 angekommen, blickte ich rüber zum Bahnsteig wo die Züge in Richtung Köln festmachen:

Bären, Tiger, Piraten, Kapitäne, Katzen, Krankenschwestern, Müllmänner, Hunde,...

Verdammt, es ist 11.11. - Karnevalsbeginn im ach so lustigen Rheinland. Hatte ich irgendwie gar nicht auf dem Schirm. Ich schlich also vorsichtig hinter 6 in bunte Clownskostümen gehüllten, Alkohol konsumierenden Jecken her um mich am Gleis 5 zwischen all den Jecken einzufinden.


Es war schon fünf vor neun, und der Bahnsteig und die meisten der dort wartenden wurde(n) immer voller. Normalerweise lauert am Westende des Bahnhofs immer ein leerer Triebwagen um sich dann an den meist schon sehr vollen Zug aus der Eifel ranzuhängen. Dieser Triebwagen stand natürlich heute nicht bereit. Ich ahnte schlimmes.

Um neun Uhr dann die Ansage, dass der RE22 ca. 20 Minuten Verspätung hat. Jucheissasa, zu spät wegen schon am frühen morgen besoffener Karnevalisten.


Um zwanzig Minuten nach Neun knackte es wieder aus den Ansagelautsprechern und die Bahnhofsmoderatorin sprach zur inzwischen stetig weiter wachsenden Narrenmenge: *knarks* "...bitte beachten Sie, dass in Euskirchenen keine weitere Triebwageneinheit angehangen wird." *knarks* Die Narrenmenge mit Pendlerschaft raunt, seuftz und stöhnt. Einzelne antworten: "Scheisse. Mist. Ohnein... Alaaf." *knarks* Bahnhofsmoderatorin: "...die weitere Triebwageneinheit hängt schon dran." *knarks*

Man glaubt es kaum, die Planer haben dran gedacht, dass heute etwas mehr los sein könnte. Immerhin läuft der Verstärkertriebwagen schon mit am Zug. Top wäre natürlich gewesen man hätte gleich zwei weitere angehangen, aber wir wollen mal nicht unverschämt sein. Aber es folgte eine weitere Ansage: *knarks* "Bitte steigen Sie nicht mehr in den eh schon überfüllten RE22 ein. Die RB24 folgt unmittelbar auf den Express und hat noch mehr Platz!" *knarks*

Ich glaube ich brauche nicht groß auzuführen, dass dieser Hinweis von keinem der kostümierten Zeitgenossen irgendwie als ernstzunehmender Tipp aufgefasst wurde. Zug hielt an, Türen gingen auf. Betrunkene Masse quetscht sich in den Zug.

Nachdem die Bahnhofsmoderatorin noch ein paarmal gesagt hat, dass die RB24 schon vorm Bahnhof steht und wartet, ist dann auch der letzte aus den noch offenen Türen zurückgetreten und eine schrecklich überfüllte Bahn machte sich auf die Reise ins jecke Köln.

Ohne mich, versteht sich.


In der darauf folgenden RB24 waren zwar auch verkleidete Jecken drin, und es wurde gesungen und getrunken, aber es konnte jeder sitzen. Nur auf mein Buch konnte ich mich wegen des Lärms nicht konzentrieren. Egal, ich habe gesessen und meine gegenüber sitzenden Fastnachter beim Whisky-Cola mischen beobachtet. Oh wei, wie viele andere werden die um 11.11 schon so blau sein, dass sie vom eigentlichen Akt des Sessionseröffnung am Alter Markt nicht mehr viel mitbekommen werden.

Jahaaa - das ist Köln. (Ich muss hier dringend weg - bald und dauerhaft)


Donnerstag, 5. November 2009

Zu spät - überfüllt - vorbei gefahren

Heute früh stand ich um kurz vor 7 Uhr an der Bushaltestelle und hab ein bißchen vor mich hin gefroren. Mein Begehr war, den um 7:03 verkehrenden Bus zu nehmen. Gegen 7:15 - also bereits mit einer Verspätung von über 10 Minuten - kam der Bus angefahren. Voll mit Schülern - wie immer. Aber nicht so voll, als dass ich nicht hätte da noch reingekonnt.

Da der Busfahrer keine Anstalten machte anzuhalten, habe ich schließlich zitternd und zeternd an der Haltestelle gestanden und dem Bus hinterhergewunken. Scheisse. Ich muss um 7:29 die RB nach Köln kriegen. Termine, Termine, Termine. Und der Bus fährt einfach vorbei! Schei-ße. Aber gut, eine kleine Chance bleibt mir noch. Es gibt frühmorgens einen zweiten Bus, der 2 Minuten später fährt. Allerdings fährt der nur bis zum Ring den Linienweg der 869 und ab da den (längeren) der Linie 872. Dieser planmäßig um 7:04 verkehrende Bus kam dann ca. 2 Minuten später als sein Vorausfahrender gegen 7:17 an und nahm mich dann dankenswerter Weise mit.

Des längeren Wegs wegen bin ich natürlich knapp zu spät am Bahnhof angekommen: 8:30 Uhr. Die RB24, die auch noch wegen der Bauarbeiten am entferntesten Bahnsteig 5 ablegt, dockt gerade am Bahnhof an. Ich renne über die Straße, Treppe hoch, Treppe runter und stolpere schnaufend in die Bahn.

Es ist natürlich klar, dass an solch Tagen Murphy immer dabei ist, und den Zug noch 5 Minuten stehen lässt, da noch ein Triebwagen vorne vorgehangen wird. Letztendlich gings dann mit 10 Minuten Verspätung in der Bahn los in Richtung Köln.

Unterm Strich hat's also gepasst. Aber entspannt den Arbeitstag beginnen geht definitiv anders - und der Busfahrer, der mich heute hat stehen lassen wird nicht in mein Gute-Nacht-Gebet eingeschlossen. So.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Ende vom Lied...

So, bin zu Hause. Sogar noch halbwegs so wie ich es geplant hatte. Der RE12 der zunächst mit +40 angezeigt war kam dann an Stelle der ausgefallenen RB24 mit etwas mehr als 80 Minuten Verspätung an. Schnell bei der AST Zentrale in Euskirchen angerufen anrufen lassen (mein Händi pfiff akkutechnisch auf dem letzten Loch und es war nur noch ein Chat mit dem geliebten Weib daheim möglich) und dann mit +105 in Euskirchen ins AST gewechselt. So war ich jetzt unterm Strich etwa 15 Minuten zu spät daheim.

Und wie ich gerade schon aus den Kommentaren lesen konnte: Es war ein Personenschaden in Mechernich. Wohl ein Mann, der bei geschlossener Schranke die Schienen überquert hat und so eben vom Zug erfasst wurde. Daraufhin war die Strecke mehr als eine Stunde gesperrt.

Nachtrag: Presseschau

Kölner Rundschau: "72-Jähriger von Zug überrollt"
Kölner Rundschau: "72-Jähriger von Zug erfasst"
Kölner Stadtanzeiger: "Mann wurde vom Zug erfasst"

Zug fällt aus



Ja Scheisse man... der Zug, den ich nehmen wollte fällt komplett aus und der davor ist nun auch weg. Somit das letzte AST für mich gestorben. Gibt's für den Fall sowas wie nen Taxigutschein von der Bahn?

Notarzteinsatz am Gleis



Der letzte RE12 sollte mich in Euskirchen ins AST spucken... den RE12 hab ich leider verpasst. Jetzt sehe ich, dass der Zur 40 Minuten Verspätung hat. Ich würde ihn also noch kriegen und wäre - die Verzögerung einkalkuliert - ca. 20.40 in Euskirchen.
Macht aber auch nicht so richtig Sinn - das nächste AST fährt erst 21.15 Uhr. Kann ich auch ein bis zwei Züge später fahren. Aber kommen die dann pünktlich?

Und Notarzt am Gleis... das riecht nach Personenschaden. Schade.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Kurz vor dem Gleiswechsel

Nachdem so langsam wieder Leben in die Baustelle am Euskirchener Bahnhof kommt, hat man heute Gleis 3 und dem dazugehörigen Bahnsteig den letzten Schliff verpasst. Ein bißchen Schotter, ein paar Meter Kabel etc. Laut der Plakatierung am Bahnhof wird nämlich ab morgen wieder der Verkehr von und nach Bonn vom Gleis 3 abgewickelt.

Neben dieser Änderung kommt hinzu, dass (fast) alles was bis heute noch das Gleis 2 benutzt hat ab morgen bis Mitte Januar vom Gleis 5 losfährt. Also wer nach Köln will fährt ab morgen früh vom bereits erneuerten Bahnsteig am Gleis 5 ab. Das einzige was da allmorgendlich eng werde wird, ist die Treppe von der provisorischen Überführung hinunter zum Bahnsteig. Die ist nämlich nur halb so breit wie di runter zum Gleis 2. Wenn also morgens die Züge aus der Eifel kommen und man noch nicht unten am Bahnsteig ist, wird man es schwer haben sich den Weg nach unten zu bahnen.

Denn gewöhnlich steigen in Euskirchen ähnlich viele Leute aus dem Zug aus wie ein. Mal sehn was das für ein Geschiebe werden wird. Gerade auch bei den Umsteigern die aus Richtung Bonn kommend in die Züge nach Köln wollen. Das allmorgendliche Nadelör wird diese eine Treppe werden - fürchte ich.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Reiseruf im Regionalexpress

Heute früh bin ich mit dem RE22 9:01 ab Euskirchen in Richtung Domstadt aufgebrochen, mein Tagwerk zu verrichten. Im Zug war wieder einer dieser redseeligen Lokfahrer, die das ganze Programm an Ansagenspektrum runterbeten:

"Guten Morgen meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir begrüßen alle in Euskirchen zugestiegenen Fahrgäste im RE0815 auf der Fahrt nach Köln Messe/Deutz mit Unterwegshalt in Weilerswist, Erftstadt, Köln-Süd, Köln-West und Köln Hauptbahnhof. Unser nächster Fahrplanmäßiger Halt ist Weilerswist. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise."


Es ist zwar nett und hat ein bißchen Fernreiseverkehrsfeeling, aber ich finde diesen ellenlangen Text für einen normalen, ungeputzten Regionalzug eigentlich ein bißchen zu lang. Aber sei's drum. Wenn nicht informiert wird, wird gemeckert und wenn zuviel erzählöt und informiert ja offenbar auch. Dem gemeinen Bahnfahrer ist es einfach nicht recht zu machen - und mir schon garnicht! ;)

Aber das wars ja garnicht was ich erzählen wollte. Es ging um einen "Reiseruf" der alsbald folgte. Unser ansagenaffiner Lokfahrerfreund griff kurz hinter Weilserswist erneut zum Mikrofon und gab folgendes zum Besten (Name geändert, Ort nicht):

"Meine Damen und Herren ein Reiseruf. Herr Hubert Becker aus Birresborn, bitte einmal beim Lokführer melden. Herr Hubert Becker aus Birresborn, bitte einmal beim Lokführer melden. Danke."


Da scheint wohl ein Bekannter/Kollege des Lokfahrers im Zug gewesen zu sein... :)

Dienstag, 6. Oktober 2009

Erneut Zählgeist gesichtet

Heute früh im RE12 ab 10:01 in Eu in Richtung Köln war heute wieder ein Zähler an Bord und hat die Pendler befragt. Indentische Fragen wir im Mai - macht ja auch Sinn.

Mittwoch, 30. September 2009

Bahnhof Weilerswist - Fußgängertunnel

In Weilerswist geht's mit großen Schritten vorwärts. Der ehemalige Pendlerparkplatz direkt neben dem Bahnhofsgebäude ist inzwischen gesperrt und dort wird fleißig gebuddelt. Das alte, schon seit Jahrzehnten geschlossene, Toilettenhäuschen in dem wohl auch mal ein Kiosk zu Hause war ist bereits dem Erdboden gleich gemacht. Spundwände sind in den Boden getrieben und die Bagger stehen bereit sich ins Erdreich zu fressen.Auf der anderen Seite der Gleise ist schon der Tunnel in Beton gegossen und inzwischen sogar mit einer Decke versehen. (Das Foto rechts ist schon ein paar Tage alt - hab's am 16.9. im vorbeifahren mit dem mobilen Kommunikationsgerät angefertigt.
Inzwischen ist auch der Bahnsteig am Gleis 1 gesperrt. Es wird jetzt auch aus Kölm kommend am Mittelbahnsteig ausgestiegen - dieser wurde dazu mit Kanthölzern und Split auf der Seite zum Gleis 1 auf gleiche Höhe gebracht wie an Gleis 2.

Wird es eigentlich auch etwas mit ohne Barrieren geben? Also wird ein Rollstuhlfahrer oder ein Kinderwagen schiebendes Elternteil auch eine Chance haben ohne weiteres in Richtung Köln zu fahren? Wird's ein Aufzug? Gibt's eine Rampe? Oder beides?

Wird des Bahnhof Weilerswist früher fertig sein als der in Euskirchen?

Dienstag, 15. September 2009

Probebahncard 25

Heute fragte man mich (per E-Mail), ob ich nicht Interesse hätte die Probebahncard 25 einmal zu testen. Hmm. Ja,... ich denke mal drüber nach.

Montag, 14. September 2009

Kleine Thalysfrau im Zug geboren

Bei Ankunft Niederkunft. Im Thalys auf der Fahrt nach Köln ist heute zwischen Paris und Brüssel ein kleines Mädchen auf die Welt gekommen. Als Geschenk darf das kleine Menschlein auf Lebenszeit alle Thalyszüge kostenlos benutzen.

Darauf und auf das Wohl des kleinen Mädchens ein Fahrbier. Wie mag sie wohl heißen? Thamara-Lynn? Thatiana-Lyselle? Thanja-Lysa? Weitere Vorschläge...? :-)

Brüssel/Köln - Bei 300 km/h: Kind im Thalys nach Köln geboren

Ob da Pariser dran beteiligt waren?

Ja, der gute Thalys... 2003/2004 habe ich den Zug von und nach Paris auch sehr oft genutzt. Einmal sogar wegen einer kurzfristigen Umbuchung durch meinen Arbeitgeber in der Confort 1. Das war schon fast Metropolitan-Niveau: 2x lecker Essen, Getränke incl. und ein sehr gemütlicher Zug - in der ersten Klasse.

Sonntag, 6. September 2009

Bitte in Fahrtrichtung rechts einsteigen

Neulich in Frankfurt-Hauptbahnhof. Personal kommt an Bord des ICE. Ein Zugbegleiter kommt angeschlurft und begrüßt den Zugchef (der mit der roten Binde am Arm) mit: "Guten Tag, mein Führer."

Tststs...

Freitag, 4. September 2009

Presse: Sorgenkind Eifelstrecke

Eine Diskussionsrunde im City-Forum befasste sich mit der Neuordnung der Bahnlinie Köln-Euskirchen-Trier im Jahr 2013. Die Nahverkehrsgesellschaft Rheinland will die Mängel beseitigen. (von Thomas Schmitz via Kölner Stadtanzeiger)

Euskirchen - Zugfahrgäste haben auf der Bahnlinie Köln-Trier, der Eifelstrecke, nicht viel zu lachen. Beschwerden, beispielsweise über den Fahrplan und die Zuglänge, häufen sich. Und das wird wohl auch noch ein paar Jahre so bleiben. Erst im Jahr 2013 läuft der aktuelle Dieselnetzvertrag aus. Eine europaweite Neuausschreibung wird von der Nahverkehr Rheinland (NVR) derzeit vorbereitet. „Das ist die Chance, den Verkehr neu zu ordnen“, meinte Dr. Klaus Groß, Vorsitzender des Pro-Bahn-Regionalverbandes Rhein-Sieg, am Mittwochmittag. Die Bezirksgruppe Euskirchen um Dieter Sauermann hatte ins City-Forum zu einer Informationsveranstaltung geladen.



Vollständiger Artikel aus dem Kölner Stadanzeiger.

Donnerstag, 3. September 2009

Entschleunigen

2 BC100 Inhaber auf dem Weg durch die Republik. Adam Bridge und Meinereiner sind heute aufgebrochen auf Gleisen unser Tagwerk zu verrichten und der Welt längstes, weil langsamstes, Orgelkonzert - zumindest in Teilen - zu hören.

Halberstadt war das Ziel des heutigen Tages. Im Buchardikloster wird das Konzert Organ²/ASLAP gegeben. Raus aus dem viel zu stressigen immer schneller werdenden Projektleiter- und Manageralltag rein in ein Stück Unendlichkeit.

starting 1st trainofiice session. ICE555 from K to H on Twitpicmissed ICE855 and finally catched IC 2141 on TwitpicAm frühen Morgen holte uns die Entschleunigung schon ein. Es war geplant den ICE555 ab Köln zu nehmen, der uns zunächst nach Hannover und dann über Braunschweig und Vienenburg nach Halberstadt Hbf bringen sollte. Allerdings wollte Bridges Zubringer S-Bahn nach Köln einen anderen Zeitplan diktieren. ICE555 machte sich ohne uns auf die Reise gen Nordosten. Wir wählten - getreu dem Tagesmotto - anstatt eines schnellen ICE einen entschleunigten IC. IC2141 sollte uns nun zunächst nach Magdeburg bringen.

Frühstückend und Kaffee trinked saßen wir zunächst an unseren Arbeitsgeräten im Bistro uns ließen uns über die Gleise treiben. Gastronomietechnisch ereilte uns das schon bekannte Schicksal: Der Ofen funktioniert nicht - es können keinen Brötchen aufgebacken werden. Nachdem die Stromspeicher der tragbaren Computer langsam leer wurden, mussten wir in Ermangelung einer Steckdose in einen Wagen mit vis a vis Platz und 2 Steckdosen umziehen.

ravioli zwischen braunschweig und magdeburg on TwitpicUngefähr eine Stunde vor unserem Etappenziel Magdeburg trieb es uns erneut in die gastronomische Einrichtung. Mittagspause. Wir orderten Ravioli. Bio Ravioli. Die kamen auch prompt. Mit sehr öligem Pesto das das Öl bereits über den Aufwärmvorgang verloren hatte. Das Essen war jetzt nicht wie frisch vom Italiener aber ich muss sagen, es war auch nicht zum verachten widerlich. Für Bahnverhältnisse durchaus okay.

reached magdeburg and changed into HEX train to thale... on TwitpicIn Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt angekommen haben wir fix den Bahnsteig gewechselt und sind mit einem HEX (HarzExpress) über Oschersleben nach Halberstadt gefahren, wo wir etwa eine Stunde später ankamen. Die HEX Züge sind sehr sauber und gepflegt und es gibt mindestens einen Kontrolleur der immer an Bord ist. Die Toilette ist angenehm sauber und nichts ist mit Edding oder ähnlichem verschmiert. Alle Achtung. Man spart sich also durch Einsatz von Presonal unterm Strich die Reparatur und Reinigungskosten in den Zügen. Eine Rechnung die aufzugehen scheint!

In Halberstadt angekommen haben wir uns im Reichhaltigen Linienangebot der örtlichen Straßenbahn die Haltestelle "Voigtei" ausgesucht. Linie 2 fährt da lang. Linie 2 fährt auch am Bahnhof ab. Perfekt. Linie 2 kommt, und wir 2 rein. Eine nette Eingeborene hat uns dann unterwegs - nachdem wir uns wunderten wie groß Halberstadt doch ist - darauf aufmerksam gemacht, dass die Linie 2 zwar zu unserem Zielort fährt aber dazu einen Umweg um die ganze Stadt herum macht. Wir sollen für die Rückfahrt am Rathaus in die Linie 1 umsteigen, dann sparen wir 10 Minuten. Allerdings fährt die Linie 1 um 10 Minuten versetzt zur Linie 2. Unterm Strich kommen wir also zur gleichen Zeit am Hbf an.

Nach einem - völlig im Gegensatz zum Tagesmotto stehenden - schnellen Besuch auf dem Konzert im Buchardikloster ereilte uns ein kleines Hüngerchen. Wir haben also am Rathaus den Umsteiger gemacht und uns im nahegelegenen EKZ mit Döner und einem Sixpack Hasseröder versorgt. Mit der Verpflegung unter dem Arm hieß es bei verlassen des EKZ zum ersten mal laufen. Die 1 bog nämlich um die Ecke (16:52) und wir wollten um 17:03 den RE nach Hannnover kriegen.

Nachhausefahrbier im RE nach Hannover... on TwitpicAbgekämpft haben wir die Strassenbahn erreicht und die Uhr lief gegen uns. Um kurz nach 17 Uhr kam die Tram dann am Hbf an und wir sahen zeitgleich den RE am Gleis 5 (natürlich dem von der Strab am weitest entfernten Bahnsteig) ankommen. Der zweite Sprint stand an. In letzter Sekunde und völlig außer Atem haben wir uns in die Size des RE fallen lassen. Ich brauchte bis Wernigerode um dann endlich genußvoll in meinen (bereits kalten) Döner zu beißen und ein Hasseröder zu exen.

scheduled arrival in cologne 2309... Connecting trains home 2... on Twitpicvon den zisterzienserinnen zu den franziskanern. on TwitpicNachdem wir wieder bei Atem und gesättig in Hannover angekommen sind, sind wir nach einem kurzen Aufenthalt in der Lounge in den ICE 854 gestiegen um wieder in Richtung der Domstadt am Rhein zu fahren. Hier war nochmal kurz Gelegenheit ein bißchen was zu arbeiten - als die Sonne aber weg war und wir inzwischen mehr als 12 Stunden auf den Beinen bzw. auf Gleisen waren, haben wir dann das Tagwerk langsam beendet und uns einer Flasche Franziskaner Weißbier gewidmet. Leider darf der Bordgastronom keine Gläser mit in den Fahrgastraum geben - aber nun gut, in der Not geht's auch aus der Flasche.

Presse: Alles neu, nur die Dächer nicht

Der Tiefbauausschuss ließ sich die 8,3 Millionen Euro teuren Arbeiten im Bahnhof erläutern. Als „Lachnummer“ bezeichneten die Vertreter der Stadt die Nachricht, dass die Eternit-Dächer über den Bahnsteigen bleiben sollen, wie sie sind.
(von Johannes Bühl via Kölner Stadtanzeiger)


Euskirchen - Neue Bahnsteige, ein heller, sieben Meter breiter Fußgängertunnel, gläserne Personenaufzüge, ein verbessertes Wegeleitsystem - all das wird dazu beitragen, dass sich der Euskirchener Bahnhof vom nächsten Sommer an mit einem modernen Gesicht präsentiert. Wenn, ja wenn da nur nicht die jahrzehntealten Eternitdächer über den Bahnsteigen wären.


Vollständiger Artikel

Dienstag, 1. September 2009

Öffnen verboten

Ich war gestern Abend noch auf 3 Glas Kölsch mit Arbeitskollegen in Köln die Restsommersonne genießen. Gegen 20 Uhr habe ich mich dann in Richtung Hbf aufgemacht und kam etwa 20 Minuten zu früh am Bahnsteig an. Was macht man an so einem herrlischen Kölner Sommerabend als jemand der sein Blog "Fahrbier" nennt? Richtig, man besorgt sich ein ebensolches. Da ich den Abend bereits mit lecker Kölsch gestartet hatte, wollte ich auf er Heimfahrt auch mit einem gleichartigen Getränk weiter machen. Die kleinen roten Wurstbuden direkt am Gleis in Köln haben ja eingedostes Gaffel-Kölsch in ihrem Sortiment. Also hin zum Wurstverkäufer und einmal Kölsch geordert.

Ein Griff in den Kühlschrank und er hielt mir eine Flasche Dom Kölsch vor die Nase und wies mich gleich darauf hin: "Aufmachen darf ich die Ihnen aber nicht." Nachdem ich auch nach längerem Suchen keinen Öffner fand um selber öffnend tätig zu werden, fragte ich gezielt nach Dosenbier. Es gab allerdings nur in Blech gehülltes Becks. Nunja, ist ja auch nicht das Schlimmste (genauer gesagt, sogar um Läääängen besser als Dom-Kölsch) und ich habe ihm den Bremer Gerstensaft abgekauft.

Was dieser Quatsch mit den Bierflaschen soll die der Kunde nicht aufmachen kann - zumindest nicht mit vorhandenen Mitteln im Kiosk - ist mir überhaupt nicht klar. Garnicht. Ich glaube, es gibt in Deutschland ein Gesetz, das es den Kioskbetreibern verbiete Getränke zu öffnen... Aber unabhängig davon was man von derartigen Vorschriften hält: Warum nimmt der Wurstbudenhäuptling denn dann Flaschen ins Programm wenn seine Kunden, die durstigen Reisenden, nicht an den Inhalt kommen? Das macht so keinen Sinn!

Montag, 31. August 2009

Weilerswist wird auch umgebaut...

...ok, nicht ganz Weilerswist. Der Bahnhof wird modernisiert. Seit ein paar Tagen gräbt sich östlich des Schienenstrangs ein Bagger in die Erde.

Südlich vom Bahnhofsgebäude scheint hier der neue Fußgängertunnel gegraben zu werden. Damit wird der Bahnhof Weileswist nicht nur für die Bahnhfahrer attraktiver, auch die Lokführer dürfte es freuen. Im Moment ist Weilerswist noch einer der Bahnhöfe, in die im Normalbetrieb nur ein Zug reinfahren darf. Mit der Unterführung - die Leute müssen also nicht mehr die Gleise überqueren um ans Gleis 2 zu gelangen - wird es also ein wenig unproplematischer in Weilerswist.

Mittwoch, 26. August 2009

Betonpumpe

Nachdem sich das Gros der Baustelle seit ein paar Tagen in einer Art Sommerpause zu befinden scheint, ist heute früh nochmal eine Betonpumpe angerückt um die neue Unterführung weiter auszugießen.

Samstag, 22. August 2009

Halber Preis von Nix...

...wird wohl nix. Am Nachmittag hat sich eine E-Mail vom bahn.comfort Service bei mir eingefunden in der steht unter anderen...

Zwischenzeitlich wurde Ihnen eine BahnCard 50 2. Klasse comfort zugesendet. Bitte senden Sie diese an die unten genannte Adresse zurück.


...ok, man hat die Sinnlosigkeit des eigenen Tuns offenbar bemerkt. Aber ich werde so frech sein und den netten Kofferanhänger behalten. Ich investiere höchsten 55 Cent in Porto zu Gunsten der Schusseligkeit der Bahn und stecke das Silberkärtchen in einem Umschlag in einen Briefkasten.

*Kopfschüttel*

"Reisen Sie ganz einfach mit mehr Komfort"

Heute habe ich erneut ein Päckchen von der Bahn erhalten. Ein silbernes. Mit einer silbernen Bahncard 50 comfort.
Öhm... ich bin gerade etwas ratlos. Meine normale unkomfortable Bahncard 50 habe ich vor etwa 2 Wochen zurückgeschickt um den Restwert erstattet zu bekommen. Mit Erhalt der Bahncard 100 bin ich ohnehin comfort Kunde. Und was ich jetzt mit der Bahncard 50 machen soll - ich zahl ja eh nix und jetzt zahl ich nicht nur nix sondern sogar nur die Hälfte von nix. Wenn das mal kein guter Deal ist.

Sonntag, 16. August 2009

E-Lok auf der Eifelbahn

Heute Nachmittag bin ich von Köln in Richtiun Heimat unterwegs gewesen. Per RB24 um 14.46 ab Hauptbahnhof.

Zunächst war alles wie immer. In Erftstadt allerdings stellte der Lokfahrer den Motor ab. Dachte ich zumindest. Nach etwa einer Minute zündete er wieder und die Fahrt ging weiter.

Kurz vor Weilerswist musste der Zug dann anhalten, da das Signal noch Halt anzeigte, Während wir ganz langsam auf das Signal zurollten, ist der Motor schonwieder ausgegangen. Somit war klar, dass der Zug ein Problem hatte und bei zu niedriger Drehzahl der Motor einfach nicht mehr wollte.
Das Bemerkenswerte war allerdings, dass der Zug trotzdem weiterfuhr - und zwar nicht ausrollenderweise, sondern er beschleunigste sogar noch.

Gleiches im Bahnhof Weilerswist. Der Zug hielt an, Motor ging aus. Allerdings fuhr der Loführer wieder los, ohne den Motor zu starten. Schön leise alles...

Das liegt wohl daran, dass die Talentzüge per Elektromotor angetrieben werden und dieser wiederum per Dieselaggregat mit Strom versogt wird. Und es scheint so, dass neben dem Stromerzeuger an Bord auch noch Strom aus Akkus vorhanden ist, die man nutzen kann um den Zug zu bewegen. Ich vermute, dass Bremsenergie im Strom gewandelt wird und in diesen Akkus gespeichert wird.

Wie gesagt: Vermutungen. Experten mögen das gerne richtig stellen oder mich in meiner Ahnung bestätigen.

Freitag, 14. August 2009

Ein Einschreiben von der Bahn.

Sollte es wirklich wahr sein? Die Postbotin hat mir ein kleies Päckchen von der Bahn überreicht. Nach nur 46 Tagen habe ich nun den "...Luxus grenzenloser Mobilität." Wunderbar. Ich hab ja mit dem Pappkameraden (der vorläufigen Karte) schon ein paar Reisen unternommen, aber das kleine Schwarze Kärtchen birgt ja noch ein paar mehr Vorteile.
Ich kann jetzt z.B. im Gegensatz zu, VRS Abo, ohne weitere Kosten zu jeder Tageszeit ein Fahrrad mitnehmen...

Morgen früh geht's gleich mal bis zum Sonntag nach Hamburg. Speicherstadt, Dom und Hafen...

Mal seh'n wo mich die Karte in der Zukunft noch so hinführen wird - ich werde berichten!

Donnerstag, 6. August 2009

Post von der Bahncardzentrale

Kurzer Zwischenbericht: Heute schrieb meine Frau mir, dass ich einen Brief von der Bahn hätte in dem eine Karte zu fühlen sei...

Juchu! Das kleine schwarze Ding scheint endlich da zu sein. :o) Am Abend bin ich ganz erwartungsvoll zur (täglich wechselnden) Postablage zu Hause geschlendert um meine neue Errungenschaft endlich mein Eigen zu nennen.

*Ratsch* Brief auf:

Sehr geehrter Herr ...blafasel,
heute möchten wir Sie mit einem erstklassigen Schnupper-Angebot...exklusiv...erste Klasse. Zusammen mit Ihrer BahnCard50 und der Schnupper Card können Sie bis zum 30.09.09 die erste Klasse testen.

Jau - nur habe ich seit heute frühe keine BC50 mehr - die habe ich nämlich zwecks Erstattung weggeschickt.

Ende vom Lied: Zu früh gefreut: Leider immer noch kein kleines schwarzes Kärtchen für mich.

Dienstag, 4. August 2009

Aller guten Dinge sind 3...

...auf meinem Weg zum Mobility Bahncard 100 Besitzer ist ja bisher nicht alles so richtig glatt gelaufen. Zu guter letzt hatte sich das Blatt ja gewendet und man bestätigte mir, dass alle Unterlagen nun vorliegen und ich habe bereits nach 3 Tagen eine vorläufige Bahncard erhalten.

Ich verweise an dieser Stelle auf...
...Teil 1: Maß nehmen für's "Kleine Schwarze"
...Teil 2: Maß nehmen für's kleine Schwarze... die Rückkehr


Soweit, sogut. Der 1.8. nahte und siehe da, am 1.8. hatte ich einen Brief vom Bahncardservice im Briefkasten. *Freude* Punktlandung für's kleine Schwarze. Gleich mal aufreissen, auspacken und anprobieren - dachte ich.

In der Wohnung dann habe ich den Brief zunächst einer haptischen Prüfung unterzogen. Es müsste sich ja irgendwas wie eine Plastikarte anfühlen wenn ich an dem Schriftstück herumknicke. Nichts. Einfach ein Brief. Nicht besnders dick - er scheint keinen weiteren Inhalt als ein Blatt Papier zu haben.

Ich öffnete ihn also Erwartungsvoll und ahnte schon, dass ich immer noch kartenlos sein werde.

Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Bahncardservice machte mich in dem Brief darauf aufmerksam, dass mein Auftrag nicht ausgeführt werden könne, da noch Bilder meiner Kinder fehlen. Ich soll die bitte nachreichen.

Hmm. Was sollte denn das nun schon wieder? Ich zitire aus Teil 2 dieser Serie:
Die CCA meinte noch, dass ich mir die Fotos der Kinder schenken soll, da die ja eh mit unter 6 Jahren umsonst mitfahren und keine kostenlose Bahncard 25 erhalten. Immerhin.


Nunja. Aufregen nützt nix - die vorläufige Bahncard ist da - schreib ich halt mal wieder ne Mail an den Service.

Montag Abend gegen 20.00 Uhr klingelte dann mein Telefon und eine weitere CCA aus dem Kompetenz- und Servicezentrum der Bahn meldete sich bei mir. Mir wurde erklärt, dass das alles automatisiert von Statten ginge und der Computer nicht in der Lage ist das Alter der Kinder "abzuschätzen" 1) und daher der Brief automatisiert verschickt wurde. Ich soll den Brief einfach wegwerfen und nicht weiter beachten.

Mit meiner BC100 Order ist nach wie vor alles in Ordnung und alles geht seinen Gang. (Und das jetzt schon seit über einem Monat - aber was solls, so hab ich wenigstens immer was zu schreiben hier!)

Randbemerkung:
1) Im abschätzen sind Computer im allgemeinen nicht so gut - die können besser Sachen ausrechnen:
Das Alter zum Beispiel so(hier mySQL):

select
IF(DATE_FORMAT(curdate(),'%m%d')>=DATE_FORMAT(t.GebDat,'%m%d'),
DATE_FORMAT(curdate(),'%Y' )-DATE_FORMAT(t.GebDat,'%Y' ),
DATE_FORMAT(curdate(),'%Y' )-DATE_FORMAT(t.GebDat,'%Y' )-1) as alter
from
tabelle as t
Das ist gerade so präsent weil ich es in einem Projekt selber machen muss ;)

Donnerstag, 30. Juli 2009

Bahnsteig 2 - Gleis 3

Ich habe auf meinem Handy noch ein paar Fotos gefunden die den Baufortschritt am Bahnsteig 2 in Euskirchen ein bißchen dokumentieren.







10.Juli 2009 Blickrichtung Osten, Ausfahrt in Richtung Köln, Bonn und Bad Münstereifel.






21.Juli 2009 Blickrichtung Westen








30.Juli 2009 Blickrichtung Westen. Die "Oberteile" der Bahnsteigkanten werden aufgesetzt.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Bahntrampen

Heute früh in der Zeitung gelesen und sofort für sehr gut und absolut nachahmenswert befunden! Würde ich nicht zum Monatsende mein Abo abgeben, wäre einem Button "Ich nehm' JedeN mit!" ein Platz an meinem Revers sicher!



Beitrag in der Lokalzeit des WDR
Wer umsonst Straßenbahn fahren will, kann sich von Leuten mitnehmen lassen, die ein Job-Ticket oder ein Studenten-Ticket haben. Zu erkennen sind einige der freundlichen Ticket-Besitzer neuerdings an einem Daumen auf der Brust.


Aber immerhin kann ich hier an dieser Stelle für dieses tolle Projekt ein bißchen Werbung machen!

Montag, 27. Juli 2009

Voll, warm, stinkend...

...nein, nicht die Windel meines kleine Sohnes.

Voll, warm,´und stinkend war heute früh der RE22 9.01 ab Euskirchen. Der Hinweis am Bahnsteig "Der Zug wird heute nicht um eine Triebwageneinheit verstärkt." lies erahnen, dass es an diesem schwülwarmen Sommermorgen wieder eine Herausforderung für die Klimaanlage im Zug werden wird.

Nachdem in Weilerswist noch mehr Fahrgäste aufgenommen wurden und der Lokführer uns noch darauf hinwies, dass er nicht losfahren kann weil noch ein Zug auf der Strecke steht, ahnten wir schon schlimmes. Aber Gott sei Dank ging es recht zügig weiter in Richtung Köln.

Kurz vor Erftstadt stand auch auf dem Gegengleis der Schuldige der heutigen Misere. Die RB24 die eigentlich schon um 8.30 in Euskirchen hätte ankommen sollen stand hier auf weiter Flur und bewegte sich nichtmehr von der Stelle. Dieser 3-teilige Zug wird nämlich normalerweise in Euskirchen zerlegt. 2 Triebwagen fahren weiter in die Eifel und einer wird an den RE22 angehangen und fährt zurück nach Köln. Somit war auch klar, warum wir heute früh nicht verstärkt wurden - es war einfach keine Munition da um unseren Zug auf eine angemessene Größe zu bringen.

Im Bahnhof Erststadt selbst wartete in Richtung Weilerswist der RE22, der 8.59 in Euskirchen hätte abfahren sollen. Er konnte nicht, da die Strecke ja gesperrt war wegen der kaputten RB24.

In der Zwischenzeit nahmen wir dann in Erftstadt nochmal Volk an Bord und ab jetzt war umfallen nicht mehr möglich. Der Zug war überfüllt.

Am Erftstädter Einfahrtsignal aus Richtung Köln wartete im übrigen schon der nächste Zug. Es staute sich also ein wenig. Immerhin waren wir mit unserem Zug mit nur einer Minute Verspätung am Westbahnhof an und somit im Prinzip pünktlich. Und schön warm war's :)

Samstag, 25. Juli 2009

Maß nehmen für's kleine Schwarze... die Rückkehr

Nachdem im ersten Teil unserer Abenteuergeschichte "Ich will ne Bahncard 100" schon einiges nicht so optimal verlaufen ist, gibt es noch ein weiteres Episödchen zu erzählen.

Wir erinnern uns: Meine Antragsunterlagen sind irgendwo im Konzern versickert weil ich sie an falscher Stelle abgegeben habe bzw. mich dazu überreden hab lassen, die Unterlagen dort abzugeben. Mich trifft also auch eine, wenn auch nur geringe, Mitschuld.

Nach anraten der CCA hatte ich also meine Antragsunterlagen nochmals zusammengestellt. Dabei die notwendigen Kopien, die liebe Frau in den Fotofix gesetzt - das letzte verfügbare Paßbild der letzten Viererserie war natürlich im ersten Versuch verwandt worden - und alles ordnungsgemäß ausgefüllt. Die CCA meinte noch, dass ich mir die Fotos der Kinder schenken soll, da die ja eh mit unter 6 Jahren umsonst mitfahren und keine kostenlose Bahncard 25 erhalten. Immerhin.

Mit den fertigen Unterlagen, mit einem zusätzliche netten Brief an die Bahn, dass ich nicht zufrieden war, bin ich zunächst nach Hause gefahren um alles nochmal von meiner Frau durchlektorieren zu lassen.

An diesem Abend, gegen halb sechs erhielt ich dann eine E-Mail von: bahncorporate-online@bahn.de:

Sehr geehrter Herr ...,

vielen Dank für Ihren BahnCard 100 Antrag.

Bitte teilen Sie uns den Gültigkeitsbeginn für Ihre BahnCard 100 mit.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr bahn.corporate Team von www.bahn.de


Mein erster, verloren geglaubter, Antrag ist also wieder aufgetaucht. Hallelujah! Okay, Zeit und Geld verbraten für nix. Ich habe aber sicherheitshalber nochmal nachgefragt ob jetzt alles vorhanden ist was man braucht um mir die langersehnte "Mobility Bahncard" auszustellen. Immerhin lief mir jetzt langsam die Zeit davon.

Das anonyme Gegenüber vom Bahncardservice mailte zurück, dass alles da sei und dass man nur den Startbeginn wissen muss - das Datum ist unleserlich.

Ich betrachtete das Problem damit für mich als erledigt. Mein Antrag war dann doch da wo er hin soll, alles war vollständig. Alles sollte nun seinen Gang nehmen.

Es ging jetzt auch wirklich zackig: Nach nur 4 Tagen kam per Post ein Einschreiben das 3 vorläufige Bahncards enthielt. Eine 100er für mich, eine 25er für mein Weib und eine 25er für das große Tochterkind. Da hab ich mir keine weiteren Gedanken drüber gemacht - sie ist zwar erst 4, aber wenn sie eine Karte kriegen soll, dann soll es eben so sein.

Freitag, 24. Juli 2009

Ein Fall für den Gleichstellungsbeauftragten?

Auf der Heimfahrt im RE22 (18h25 ab West) ist mir heute Abend aufgefallen, dass die Haltestellen sowohl von einer männlichen Stimme als auch von einer weiblichen angesagt wurden.
"Nächste Station" von einer männlichen Stimme und "Weilerswist" (und alle anderen Orte natürlich) von der altbekannten Dame.

Zudem hat sich auch das Wording geändert - hieß es früher noch "Nächster Halt" spricht's heute "Nächste Station" von der Decke. Passend hierzu ist auch die Anzeige im Zug geändert. Dort liest man jetzt auch "Nächste Station: Weilerswist".

Dienstag, 21. Juli 2009

Baufortschritt Bussteig

Die Busspurrestaurierung geht mit großem tempo voran. Die Seite zur Straße hin ist schon neu geteert und kann schonwieder bebusst werden.



Zwischen Bussteig und Bahnhof werden inzwischen die alten Pflastersteine entfernt und der Unterbau neu gemacht.

Ich würde mal vermuten, dass die Kollegen von der Busfirma schneller mit dem Umbau fertig sind als die von dern Bahnfirma. :)

Sonntag, 19. Juli 2009

Maß nehmen für's "Kleine Schwarze"

Am 30.6.2009 war es endlich soweit. Ich hatte Paßfotos meiner Familie zusammengetragen, 4 Seiten Antrag ausgefüllt, unterschrieben, die erforderlichen Kopien vom Personalausweis und Kindergeldbescheid angefertigt und beigelegt. Da noch einige Fragen zum begehrten Produkt "Mobility Bahncard 100" offen waren und ich obendrein noch etwas Zeit hatte, habe ich mich mit meinem Papierberg in der Warteschlange des Kölner Reisezentrums angestellt. Nach nur einer Stunde bin ich dann zu einem Fahrkartenverkäufer vorgedrungen, dem ich auch gleich meine Unterlagen vorgelegt habe. Meine Fragen wurden größtenteils beantwortet und der Mann hat den Antrag auch gleich dabehalten. Er meinte, er leitet alles weiter. Auf meine abschließende Frage, ob bis Ende Juli alles abgewickelt sei, lachte er nur und meine: "Ja sischer dat. Suu lang dauert dat nett." Mit einem leicht unguten Gefühl aber froh trotz nicht völlig umsonst in der Schlange gewartet zu haben, bin ich also wieder von dannen gezogen.

Dem online Niedergeschriebenen auf www.bahn.der zu Folge sollte mich bereits am dritten Tage auferstehen von den Toten eine vorübergehende Bahncard erreichen. Nachdem ich nach 10 Tagen noch kein Lebenszeichen von der Bahn hatte, habe ich beim Bahncardservice per E-Mail vorgesprochen und meine Situation geschildert. Mein Nahverkehrsabo ist ja immerhin schon gekündigt. Ausserdem sind schon div. Geschäftstermine vereinbart zu deren primären Zweck die Reiseflatrate abgeschlossen werden sollte. Nach 3 Tagen, am Samstag den 11.7. erhielt ich einen Anruf von einem Mitarbeiter der meinen Antrag nicht finden konnte. Ich solle bitte Montag früh in Frankfurt anrufen, da werden die Anträge zentral bearbeitet.

Montag früh, 7.15 Uhr. Anruf in Frankfurt. Die Mitarbeiterin fragte meine Daten ab und teilte mir nach kurzer Recherche mit, dass kein Antrag da sei. Ich wurde wiederum an den Bahncardservice verwiesen. Dadurch, dass ich meine Sachen am Schalter abgegeben habe kann es sein, dass der Antrag schonmal einen anderen internen Postweg beschreitet. Ich rief also bei der 0180er Servicenummer an um mich nach dem Verbleib zu erkundigen. Eine CCA nahm sich meiner an und sagte mir auch nach kurzer Recherche, dass kein Antrag vorläge. Soweit, so geduldig. Als ich mir dann aber anhören musste, dass ich selber Schuld bin - und das is einem sehr belehrenden, wenig freundlichen Ton - war's um meine Fassung fast geschehen. Ich durfte mir anhören: "Auf dem Antrag steht doch eine Frankfurter Adresse drauf. Den können Sie nicht am Schalter abgeben. Die Kollegen haben da keine Ahnung von."

Jetzt musste ich mal kurz meine Gedanken sortieren und mit einem beherzten Biß in die Tischkante wieder auf normale Flughöhe kommen. Es würde jetzt auch nichts nützen hier am frühen Montagmorgen eine Call Center Agentin blöd von der Seite anzumachen.

Ich meldete mich also (mürrisch aber nicht frech) am Telefon zurück: "Ich als Bahnkunde mit ein paar Fragen auf dem Herzen würde mich eigentlich immer ans Reisezentrum wenden wenn ich mehr Service brauche als das Internet mir bieten kann. Und wenn die Bahncardabteilung gerne hätte, dass die Anträge unbedingt und ausschließlich per Post eingereicht werden, dann schreibe ich das zum einen unmißverständlich auf den Antrag und zum anderen verdonnere ich die Kollegen im Reisezentrum per Dienstanweisung dazu, keine Anträge anzunehmen." Aber wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist dem Kunden zu sagen, es ist seine eigene Schuld ist, gelinde gesagt, eine Frechheit. Und es ist auch nicht sehr nett, wenn die Kollegen des Bahncardservice dem Kunden sagen, dass "die im Reisezentrum davon keine Ahnung haben." Solche unverblümten Aussagen stärken nicht das Vertrauen in die Servicekompetenz des Gegenübers.

Der Service war bisher nicht so dolle. Es geht hier immerhin um eine Fahrkarte die mal eben schlappe 3.650 Euro kostet! Ich finde ein bißchen mehr kann man da schon erwarten - und wenn es nur die Leistung ist den Antrag an die richtige Adresse zu schicken. Immerhin steht ja sogar die Adresse drauf - wie ich mir auch habe sagen lassen müssen.

Wie gesagt, wenn der Schaltermitarbeiter mir sagt ich soll ihm ruhig den Antrag geben, er leitet ihn weiter - dann gehe ich auch davon aus, dass er das tut. So wie es jetzt hier gelaufen ist hat mir alles nur nochmal Rennerei, Mehrarbeit und Mehrkosten verursacht - immerhin hätte ich die Fahrkarte bereits gebrauchen können.

Man riet mir nochmal alles auszufüllen und dieses Mal selber zu Post zu bringen, damit alles an der richtigen Stelle ankommt.

Schnauf.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Vornerum wird auch gebaut

Nicht nur die Gleisseite des Euskirchener Bahnhofs wird renoviert - auch die Kollegen von der SVE haben vor ein paar Tagen begonnen die Bussteige und die Fahrbahn daneben zu sanieren.



Die Bushaltestelle ist zwar noch recht neu, aber der Belag - Pflastersteine - war schon sehr geschunden.

Wenn im kommenden Jahr dann alles fertig ist, wird der Bahnhof wohl endlich das schöne Eingangstor zur Stadt sein, das dann auch gut zur neu gestalteten Bahnhofstraße passt.

Dienstag, 7. Juli 2009

Vorhängeschlösser an der Hohenzollernbrücke

Als ich vor ein paar Wochen früh auf dem Weg nach Hanau war, saßen neben mir im ICE zwei Kollegen (eine sie und ein er) gegenüber die sich unterhielten. Als wie die Hohenzollernbrücke querten fragte sie ihr Gegenüber, was es mit diesem vielen hundert Schlössern auf sich hat, die hier scheinbar sinnlos an den Absperrzaun gehängt sind.

Ich wagte auch einen kurzen Blick aus dem Fenster und da waren tatsächlich Vorhängeschlösser en gros. Einfach in den Zaun gehangen. Jetzt war auch meine Neugierde geweckt. Ich habe kurzerhand mein Smartphone gezückt und ein paar Cent in GPRS investiert um kurz zu recherchieren, was das mit den Schlössern soll.

Google hat auch sogleich geantwortet und ich war schlauer. Eine Tradition aus Italien. Ein (frisch) verliebtes Paar stellt hängt als Zeichen der gegenseitigen Zuneigung ein Schloß an eine Brücke und versenkt alle Schlüssel dazu im Fluß darunter. So soll die Zusammengehörigkeit für die Ewigkeit besiegelt werden. In Litauen ist es obendrein noch so, dass der Mann seine Frau danach noch über die Brücke trägt. Daher findet man die Schlösser dort vornehmlich an kurzen Brücken. In Köln, an der Hohenzollernbrücke verzichtet man sicher auf diesen Teil des Rituals.

Die Idee an sich fand und finde ich auch ganz nett, sodass ich kürzlich auch meine Liebste unter einem Vorwand auf die Brücke gelockt habe. Danach haben wir dann ein Schloß gelocked, die Schlüssel in den Rhein geworfen und so weiter... :o) Über die Brücke getragen habe ich sie allerdings nicht - der kleine Herr Sohn wollte nicht laufen - darum gab ich ihm den Vorzug.

Fotos: © Stefan Beckmann

Montag, 6. Juli 2009

Verspätung

Heute Abend sollte mich abermals der letzte RE12 des Tages nach Hause bringen. 19.25 ab West. Ich war schon um viertel nach am Bahnhof und sortierte mich zwischen die übrigen Wartenden.

Der Anzeiger versprach uns bereits 5 Minuten Verspätung. Ungewöhnlicherweise kam etwa um 19:20 ein RE12 aus Richtung Süd angefahren. Ich ahnte schon, dass hier die 5 Minuten Verspätung zu optimistisch gewählt wurden. Der RE12 der in dem Moment seine Fahrgäste am Bahnsteig entlud war nämlich genau der, der in 5 Minuten hier wieder die Fahrt in die Eifel antritt bzw. um 19.15 - also vor 5 Minuten - in Deutz startet.

Dieser Zug hatte also schon fast 50 Minuten Verspätung aus der Eifel mitgebracht (was war los? Unwetter?) und wendete in Deutz wohl sofort und ohne Reinigung und Pipipause für den Fahrer auf den RE12, der so sehnlich von den immer mehr werdenden Reisenden erwartet wurde.

Keine 5 Minuten später folgte dem Verspäteten eine RB24 in Richtung Hauptbahnhof/Deutz - auch mindestens 35 Minuten zu spät. Um das Eifelbahntrio komplett zu machen kam auch sogleich der RE22. Abfahrt 19.35 ab West in Richtung Dom. Also: planmäßig!

Unser RE in Richtung Feierabend kam dann mit noch (nur) 20 Minuten Verspätung in West an und machte sich sogleich auf seinen für heute letzten Weg nach Gerolstein.

Ein Anekdötchen aus dem Zug noch zum Schluß: "Ein fahrkartenloser Reisender versuchte sich bei der Fahrkartenkontrolle durch die Schaffnerin herauszureden indem er sagte, er wäre zu spät in Köln angekommen und hätte keine Zeit mehr gehabt sich ein Ticket zu kaufen." Eine denkbar schlechter Versuch dem Kontrollorgan eine Ausrede zu präsentieren!

Donnerstag, 2. Juli 2009

Abo gekündigt

Nachdem ich jetzt fast 2 Jahre Nutzer eines VRS Abos bin, habe ich heute früh das kleine graue Kärtchen zum Ende des Monats bei der SVE gekündigt.

Somit werde ich über 3500 Euro an den Verbund gezahlt haben um mich 2 Jahre lang mit (zum Teil überfüllten und/oder verspäteten) Bahnen und Bussen durch die Kölner Bucht chauffieren zu lassen.
Ob das Auto billiger gewesen wäre? Vermutlich unterm Strich nicht. Es ist schon sehr entspannend sich keinen Parkplatz suchen zu müssen oder nach Feierabend mal 2 Kölsch zu trinken und sich dann von der Bahn nach Hause fahren zu lassen.

Die zwei Jahre als VRS-Abo-Pendler gingen rasend schnell vorbei - fast 230 Episödchen fasst dieser Blog mitlerweile. Aber ich bleibe auch in Zukunft der Schiene treu. Und was zu schreiben wird's sicherlich auch geben.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Bewehrter Tunnelbau, viel zu munieren.

Der neue Fußgängertunnel in Euskirchen nimmt so ganz langsam auch Formen an. Nachdem vor ein paar Wochen bereits die Bodenplatte gegossen wurde, tüdelt man jetzt die Muniereisen (=Bewehrungsstahl) zusammen und bastelt einen schönen Käfig der wohl auch die Tage mit Beton verfüllt werden wird:

Montag, 29. Juni 2009

Musik in der U-Bahn

Das kleine Köln wird weltstädtisch! Heute früh war in der U-Bahn (Linie 4) ein kleiner Junge mit Akkordeon der schön, schnell russisch klingende Musik auf seinem Instrument zum Besten gab. Ein kurzes und schnelles Stück - kaum 30 Sekunden lang. Danach schnell eine Runde mit dem Pappbecher durch den Zug und an der nächsten Station schnell den Wagon wechseln.

So hab ich das hier in Köln noch nicht erlebt - ich kenne das aus den Metros in Paris und London. Dort stehen die Musiker auch mit Vorliebe unter den Schildern, die das Musizieren und Betteln verbieten :)

Straßenmusik find ich toll - immerhin war ich lange Zeit selber einer derer - nicht weil ich's nötig hatte sondern weil es sauviel Spaß macht (Gruß an Peterchen)!

Von mir aus kann öfter ein Musiker die Stille in den morgendlichen Zügen vertreiben kommen. Natürlich nicht zur Rush-Hour ;).

Donnerstag, 25. Juni 2009

Bahnsteig 3 wieder komplett nutzbar

Seit heute früh wird der Bahnhsteig 3 in Euskirchen wieder von beiden Seiten mit Zügen "benutzt". Bis auf Kosmetikarbeiten ist soweit alles fertig gestellt.

Seit heute ist dann das Gleis 3 am Bahnsteig 2 gesperrt. Züge nach von Euskirchen nach Bonn fahren in der Zeit vom Gleis 4 ab.










Mittwoch, 24. Juni 2009

Türschlußpanik

Der eh schon 5 Minuten verspätetet RB24er, der um 18.15 ab West fährt, kommt angekullert und alle steigen ein. Der Zug, eh schon voll, wird noch voller - auf dem Bahnsteig waren bestimmt auch schon ein paar Pendler die den RE12, der 10 Minuten später kommt, nehmen wollten.

Letztendlich war dann alles verstaut und - wie üblich - eine Tür schloß sich nicht. Der Lokfahrer ließt die Türen piepen, machte Durchsagen, hing aus dem Fenster und nichts geschah. Um weiter zu fahren hatte er wohl nur die Möglichkeit auszusteigen und die Tür von Hand zuzumachen. Er kam angelaufen und derweil huschten weitere Fahrgäste in den wartenden Zug, der inzwischen in der Fahrplanlage des RE12 war.

Mit 12 Minuten Verspätung gings dann nach manuellem Schließen weiter. Kaum war die RB24 auf dem Weg, kam auch schon der RE12 an, in dem ich dann auch einen Platz fand. Leider mussten wir nun mit dem Express hinter der verspäteten RB24 herfahren und vor fast jedem Blockabschnitt warten. Yeah!

Ich glaube, ich hatte irgendwann schonmal geschrieben, dass ich es ungeschickt finde einen langsameren Zug auf die Strecken zu schicken, der einen Express nur 10 Minuten hintern sich im Nacken hat...

Sonntag, 21. Juni 2009

ICE26: Eine zweite Chance für die Bordgastronomie

Beim letzten Versuch sich gemütlich im Restaurant des ICE26 zwischen Frankfurt und Bonn niederzulassen um zu Essen, Trinken und zu Quatschen haben wir ja eine Pleite erlebt. Die Küche blieb kalt und leer.

Aber auch die Bahn und ihre fahrenden Gaststätten haben eine zweite Chance verdient. So verabredet man sich wieder an einem Freitag den ICE26 zu nehmen um in der mobilen Gastronomieeinrichtung zwischen Frankfurt und Bonn, direkt am Rhein entlang fahrend, zu Essen, zu Trinken und auch zu Quatschen.

2. Chance am 19.06.2009 im ICE26 zwischen (Hanau)-Frankfurt und Bonn:

Um auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen und zur Not noch selber für Verpflegung zu sorgen bin ich gleich in Hanau (war dort 3 Tage in der Gegend unterwegs) in den Zug gestiegen um evtl. noch Bier und Nüßchen in Frankfurt beim Zusteiger nachzuordern.

Erstes Problemchen... der Zug war außerplanmäßig nur einteilig unterwegs. An einem Freitagnachmittag ist zudem ohnehin eine hohe Zugauslastung zu erwarten. Ich ahnte also schon schlimmes. Der Zug kam 1 Minute später als geplant in Hanau an und ich bin gleich ins Restaurant gestiegen. Alle Tische belegt - aber noch Platz. Ich setze mich wo dazu und frage gleich, ob das Restaurant noch Ware hat. Der in sein Buch vertiefte Mitfahrer schaute mich verständnislos und fragend an und meinte nur: "Ich glaube schon."

Inzwischen schon die erste Nachfrage per Mobiltelefon aus Frankfurt. Ich konnte nichts sagen, kein Kellner zu sehen und die Rolladen im Restaurant/Bistro sind zu. Eieieie - was nun? Da öffnete sich die Tür zur Kombüse in der 3 blau berockte Bahner standen und zusammenräumten. Auf Nachfrage, ob der Kühlschrank noch was hergibt erwiderte man: "Das Team wechselt und in Frankfurt gibt's frische Ware."

Ok, das hat man ja schonmal versucht. Aber gut. Wir waren so mutig die 2.Chance zu geben, jetzt sollten wir auch darauf vertrauen, dass es neues Futter in Frankfurt gibt.

In Frankfurt füllte sich der eh schon sehr volle Zug noch mehr, da ein vorausfahrender ICE wohl einen Motorschaden hatte und dessen Reisende auch in den unsrigen wollten. Gut, immerhin saßen wir, eine Bedienung machte sich auf Bestellungen aufzunehmen. Bisher scheint alles gut.

Kurz vor dem Fernbahnhof am Flughafen war die Dame mit dem Block dann bei uns und wir bestellten zwei Käseplatten und zwei Bier. Sie schrieb und ging.

Ein paar Minuten später kam die Damen mit dem Block wieder an und nahm Kurs auf unseren Tisch. Mein Gegenüber, der sie kommen sah, meinte nur zu mir: "Pass auf, sie sagt uns jetzt, dass es nur eine Käseplatte gibt." Er lachte. Ich auch. Sie kam. "Meine Herren, es tut mir leid. Darf ich einem von Ihnen eine Wurstplatte anbieten? Dann können Sie ja mal jeder von jedem. Geht das? Ich habe nur noch eine Käseplatte da...", sprach sie.

Kurzes Schweigen - Haare raufen und noch lauteres Lachen. Verständnisloser Blick vom Blockmädchen - aber wir akzeptierten das Angebot.

Immerhin gab es dann kurz vor Mainz 4 frisch aufgebackene Brötchen, Butter, 4 Scheiben Körnerbrot, eine Wurstplatte und eine Käseplatte. Frisch gezapftes Pils und wir waren im Prinzip mit dem rollenden Lokal wieder versöhnt.















In Frankfurt wurden eben keine Käseplatten nachgeladen. Nur Bier und Nüßchen, die es im späteren Verlauf - ich glaube ab Oberwesel, auch noch gab. Geröstet Mandeln bekamen wir geschenkt und NickNacks. Die mussten allerdings bezahlt werden.

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