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Samstag, 24. Juli 2010

Die liebe Wagenreihung

Am vergangenen Samstag sollte es samt Tochter und Fahrrad per IC ins schöne Sachsen-Anhalt gehen. Einziger Zug, der noch einen Fahrradhaken durchgängig von Köln bis zum Zwischenziel Köthen hatte, war der IC2141 Köln-Leipzig.

Wagen 5 hat Fahrradplatz und per Wagenstandanzeiger habe ich mich in Köln mit Gepäck, Tocher und Rad am Bahnsteig zum Gleis 2 im Abschnitt A positioniert.

Es kam, wie es kommen musste - Ansage: "Bitte beachten Sie, der Zug IC2141 verkehrt heute in umgekehrter Wagenreihung. Ich wiederhole, der Zug..."

Juchu. Einmal den ganzen Bahnsteig mit dem Gerümpel und Nachwuchs zurücklaufen. Schnauf. Ungefähr im Bereich, in dem der rotmützige Abfertiger in Köln sitzt, kommt wohl das Fahrradabteil des umgereiherten Zug zum stehen.

Wir warten, der Zug kommt rein und man darf mal eben raten was war? Geeenau - er kam richtig herum an den Bahnsteig gefahren. Fahrradabteil in Wagen 5 ist doch im Abschnitt A. Aaaaahhhhhrgk. Selbst der Rotmützenmann schüttelt den Kopf. Ok, also wieder mit dem kompletten Geraffel zurück zum Abschnitt A.

Bis Magdeburg gab's dann keine weiteren Vorkommnisse. Der Zug fuhr - ein paar Minunten dem Plan hinterher - in Richtung Leipzig. Und das obwohl wir in Hamm ca. 10 Minuten Verfrühung hatten (wegen der Loveparade ist der Halt in Dortmund ausgefallen).

Laut dem Faltblatt "Ihr Reiseplan" ändern wir in Magdeburg die Fahrtrichtung. Aus irgendwelchen Gründen tun wir das aber nicht. Es geht Steuerwagen voraus nach MD Hbf rein und auch Steuerwagen voraus wieder weiter. Seltsam. Jetzt müsste der Zug ja falschherum gereiht sein - hat die Ansagerin in Köln vielleicht in einem Riß im Raum-Zeit-Gefüge gesessen und die Situation vorausgesehen?

Wir werden es nie erfahren. Aber trotzdem, dass wir einen Halt ausgelassen hatten und in MD der Lokfahrer nicht ans andere Zugende eilen musste, sind wir natürlich zu spät in Köthen gewesen und mein Anschluss war weg. So hat sich meine persönlcihe Verspätung auf über eine Stunde angestaut. Mal sehn obs einen Zehner gibt.

Dienstag, 20. Juli 2010

Gleis 1 wir gebürstet

Von Fahrbier

Plakate am Bahnhof künden davon: Ab dem 2.8. wird wieder vom Gleis 1 gefahren bzw. angekommen.
Nachmdem die Behelfsüberführung am 03.12.2008 in Betrieb genommen wurde und es am 26.Januar 2009 mit der Gleisverwechslung am Bahnhof Euskirchen losging, ist jetzt - etwa 20 Monate später - das Gröbste geschafft. Die neuen Bahnsteige sind da, der neue Tunnel ist begehbar und erste Bahnsteigausstattung steht auch schon bereit.



Von Fahrbier
An den Aufzügen wird fleißig gebaut und auch die Bahnsteigüberdachungen sind runderneuert. Jetzt noch ein paar Uhren, Zugzielanzeiger, Geländer,... dann ist der Kern des Bahnhofs saniert.

Gleis 1 jedenfalls wird saubergefegt...




Mal sehen, ob ich die Fertigstellung des kompletten Bahnhofsumfelds noch mitkriege...

Donnerstag, 15. Juli 2010

Konstruktionsfehler?

Von Fahrbier

Aus dem neuen Tunnel der Bahnhofsunterführung: Man sieht hier den Aufgang zu Bahnsteig 2 am Gleis 2+3. Links im Bild sieht man deutlich eine handelsübliche Abflussrinne für Oberflächenwasser. Rechts im Bild, man sieht es leider nicht so deutlich, ist vor der ersten Stufe eine große Pfütze zu sehen.

Hier scheint es, dass ein Fehler beim Platten legen passiert ist - das Gefälle fällt in die falsche Richtung. Das Wasser staut sich vor der Treppe anstatt in den Gulli zu fließen.

Hier muss man sicher nochmal ran - das kann's ja so nicht sein.

Dienstag, 13. Juli 2010

Fundstück: Die neue Bahncard 50° ohne Schwitzplatzgarantie

Netzfundstück: Die neue Bahncard 50° ohne Schwitzplatzgaran... on Twitpic

Gerade zwitschert mir meine Timeline dieses nette Netzfundstück. Schön gemacht, wer auch immer hier den Photoshop angesetzt hat :)

Bin gerade ne Runde mit der 18 durch den Kölner Untergrund gefahren und muss sagen, da isses ähnlich warm. Aber es waren noch genügend Schwitzplätze frei.

Montag, 12. Juli 2010

Das liebe Wetter...

...von dem alle reden, nur die Bahn nicht. Zumindest einer Werbekampagne aus dem Jahr 1966 zufolge.

Am vergangenen Wochenende mussten dehydrierte und überhitzte Fahrgäste aus einem ICE geborgen werden weil die Klimaanlage kaputt war und die Temperaturen im Zug wohl jenseits von Gut und Böse waren.

Heute dann gibt es hier um Köln herum einen kurzen, heftigen Regenschauer, und der ganze Bahnverkehr von Köln in Richtung Norden und Westen erliegt größtenteils. Ich war gerade drüben am Hauptbahnhof. Andauernde Durchsagen, dass nichts mehr in Richtung Düsseldorf fährt und Züge aus dem Süden die hier enden. Schimpfende Fahrgäste, voller Bahnhof, ...

Welche Jahreszeit kann dem Bahnverkehr denn eigentlich nichts anhaben? Im Winter friert schonmal eine Weiche ein oder die Oberleitung ist vereist, im Herbst liegt Laub auf den Schienen und man kann nicht bremens oder losfahren...

Hm, der Frühling. Was ist denn im Frühling - oder ist da nicht mit witterungsbedingten Betriebsstörungen zu rechnen?


Ich selber hatte mit meiner gestrigen Verspätung ja richtig "Glück". Nur etwas mehr als eine Stunde. Unser aus Ulm kommender ICE musste ab Frankfurt durch das Weltkulturerbe Mittelrheintal umgeleitet werden, da auf der Hochgeschwindigkeitsstrecken mal wieder eine Person beschädigt worden ist.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Abrüsten

Kalter Krieg bei viel zu heißem Wetter? Krieg ich ein kaltes Bier? Abrüsten? ...

Das Morschgesicht und ich waren in Frankfurt auf einer Schulung und der Zug um 18.10 gen Deutz sollte uns nach Hause bringen. Vorher im Büro haben wir schon nachgeschaut, dass der ICE622 wohl 5 Minuten Verspätung am Frankfurter Hauptbahnhof hat. Ok, also keine überstürzte Hektik nötig. Am Hbf haben wir uns noch ein kühles Becks gekauft und sahen am Gleis 7 schon den ICE nach Dortmund stehen. Ahja. Offenbar sind aus den 5 Minuten Verspätung 10 Minuten Verfrühung geworden - zugegeben: Sehr unwahrscheinlich.

Mit kühlem Bier - das bei 35°C Umgebungstemperatur so eine Art Erste-Hilfe-Ausrüstung ist - sind wir den Bahnsteig entlang geschlendert und warfen einen Blick auf den Wagenstandanzeiger. Hm - Donnerstag verkehrt der Zug nur einteilig. Auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig steht aber, dass er heute 2-teilig unterwegs sein wird. Im Vorbeigehen bemerkte das M, dass der Zug der am Bahnsteig steht nicht unserer ist. Hier wartet ICE624 der auch aus München kommt und nach Dortmund fährt. Aus reservierungstechnischen Gründen sind wir dann ganz vor gelaufen, da der ICE622 vorne vorgespannt wird. Und siehe da, der war tatsächlich mit 5 Minuten Verspätung angezeigt.

Also gut. Er kam dann mit etwa 10 Minuten Verspätung an, aber wir wollen ja mal nicht kleinlich sein. Wir also rein in der Wagen 22 und uns an einen vis-a-vis Platz gesetzt.

Am Nachbargleis 6 fuhr derweil der ICE26 los, der sich auch nach Dortmund aufmacht aber dabei den Umweg über Koblenz nimmt. Den Zug habe ich ja auch schon öfter benutzt um mitten im Weltkulturerbe zu erzählen, zu essen und ein lecker Bierchen zu trinken.

Nachdem ich mich laut gefragt hatte, wieso es von München aus 2 Züge gibt die nach Dortmund fahren und die nur ein paar Minuten auseinander sind, der eine vielleicht über Nürnberg, der andere über Ulm und dann ab Frankfurt wieder gemeinsam weiter...? Nix war. Ein weiterer Mitfahrer klärte auf: Der ICE624 der schon am Bahnsteig stand ist in München mit fast einer Stunde Verspätung losgefahren und war wohl so langsam unterwegs, dass der nachfolgende ICE622 bis Frankfurt so dicht auf den Fersen war, dass man sich wohl entschloss die beiden Züge zusammen zu hängen.

Nun ja, sollte nicht unser Problem sein. Oder vielleicht doch? Der Schaffner machte eine Ansage, dass es beim Kuppeln zu Problemen gekommen ist. Man müsse den 2. Zug (in dem wir saßen) komplett abrüsten und neu starten. Vorher würden die Türen zwangsgeschlossen. Es dauerte ein paar Minuten und dann war der Zug "aus". Kein Licht, keine Anzeigen, keine Ansagen und - was das Schlimmste war - keine Klimaanlage. So saßen wir nun da in einem Zug der in der prallen Sonnen parkte, und keine Klimaanlage an hatte.

Es hätte mich sehr gewundert, wenn das mit dem abrüsten und aufrüsten der Triebwagen tatsächlich schnell gehalten gewesen wäre. ("Have you tried turning it off and on again?")

Es passierte 20 Minunten lang nix. Alle schwitzten. Immerhin, es klappt ja selten etwas so wie die Bahner es planen (sonst wärens ja auch Planer): Beim Zwangsschließen ist wohl eine Tür aufgeblieben, denn immer mehr Mitreisendeschwitzende packten ihre Sachen und stiegen aus. Zumal der Schaffner ansetzt uns zu erzählen, dass es schwerwiegende Probleme gegeben hat. Der Bordcomputer ist beim ankuppeln beschädigt worden. Aha, was bauen die den auch auf die Kupplung?

Immerhin deutete das Funktionieren des Ansagegerätes darauf hin, dass wir wieder Strom im Zug haben. Nur die Klimaanlage ist immer noch aus.

Inzwischen haben wir schon 40 Minuten Verspätung und wir schwitzen, schwitzen, schwitzen. Dann nach 5 Minuten Die Ansagen: „Wir haben das Problem gelöst.“ „We seolved the problem.“ „Über ihre Anschlusszüge…“ sprach's noch, dann lachte der Ansager sich weg und hörte auf anzusagen.

Jedenfalls gings nun endlich los. Mit 45 Minuten Verspätung – für die eine Zughälfte. Die andere muss ja dann 105 Minuten Verspätung auf der Uhr gehabt haben. Nachdem wir den Fernbahnhof verlassen hatten, bin ich mal in Richtung Bistro gelaufen um nochmal ein kühles Blondes nachzukaufen. Das M. wollte nix, weil noch eine Autofahrt auf dem Plan stand.

Im Bistro angekommen, ich hatte mich bin auf eine Person vor mir zur Theke vorgewartet, griff der Schaffner mal wieder zum Mikrofon und hat mal eben den ganzen Zug auf ein alkoholfreies Getränk ins Bordbistro eingeladen. Als kleine Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Wie schön. Konnte ich dem M. dann doch noch was mitbringen. Eine Cola und Bier orderte ich beim überbreiten Speisewagenpersonal.

Bier musste ich zahlen – ok, und die Cola gab’s umsonst. Wenn denn genügend Cola da gewesen wäre! Das Fass war wohl leer. Es reichte noch für einen halben Becher Cola. Ich ließ Limo rein pumpen und konnte dem M. so ein Dieselchen servieren. Prost.

Auf dem Weg zurück musste ich mich an einer Schlange, die für das kostenlose Getränk im Bistro anstand und durch mindestens anderthalb Waggons reichte, vorbeiquetschen.

Ich kam jedenfalls dann irgendwann in Deutz an und spurtete hoch zum Gleis 7 wo eine RB24 abfahrbereit wartete in die Eifel zu dieseln. Rein im Zug und kurze Zeit später fuhr der auch schon los. Es hätte keine Minute länger dauern dürfen mit dem ICE. Wir kamen genau 300 Meter weit und dann blieben wir auf der Hohenzollernbrücke stehen. Für abermals mindestens 10 Minuten. Whoohoo… heute läufts aber mal wieder mit der Bahn.

Während ich so nach links aus dem Fenster schaute, kam mit ein alter Bekannter entgegen. Der ICE26 auf seinem Weg nach Dortmund, der sich unbehelligt vom hektischen Treiben der weißen Brüder auf der Strecke über Siegburg gemütlich am Rhein entlang geschlängelt hat und wohl alle Fahrgäste pünktlich abgesetzt hat. Tja…

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