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Donnerstag, 3. September 2009

Entschleunigen

2 BC100 Inhaber auf dem Weg durch die Republik. Adam Bridge und Meinereiner sind heute aufgebrochen auf Gleisen unser Tagwerk zu verrichten und der Welt längstes, weil langsamstes, Orgelkonzert - zumindest in Teilen - zu hören.

Halberstadt war das Ziel des heutigen Tages. Im Buchardikloster wird das Konzert Organ²/ASLAP gegeben. Raus aus dem viel zu stressigen immer schneller werdenden Projektleiter- und Manageralltag rein in ein Stück Unendlichkeit.

starting 1st trainofiice session. ICE555 from K to H on Twitpicmissed ICE855 and finally catched IC 2141 on TwitpicAm frühen Morgen holte uns die Entschleunigung schon ein. Es war geplant den ICE555 ab Köln zu nehmen, der uns zunächst nach Hannover und dann über Braunschweig und Vienenburg nach Halberstadt Hbf bringen sollte. Allerdings wollte Bridges Zubringer S-Bahn nach Köln einen anderen Zeitplan diktieren. ICE555 machte sich ohne uns auf die Reise gen Nordosten. Wir wählten - getreu dem Tagesmotto - anstatt eines schnellen ICE einen entschleunigten IC. IC2141 sollte uns nun zunächst nach Magdeburg bringen.

Frühstückend und Kaffee trinked saßen wir zunächst an unseren Arbeitsgeräten im Bistro uns ließen uns über die Gleise treiben. Gastronomietechnisch ereilte uns das schon bekannte Schicksal: Der Ofen funktioniert nicht - es können keinen Brötchen aufgebacken werden. Nachdem die Stromspeicher der tragbaren Computer langsam leer wurden, mussten wir in Ermangelung einer Steckdose in einen Wagen mit vis a vis Platz und 2 Steckdosen umziehen.

ravioli zwischen braunschweig und magdeburg on TwitpicUngefähr eine Stunde vor unserem Etappenziel Magdeburg trieb es uns erneut in die gastronomische Einrichtung. Mittagspause. Wir orderten Ravioli. Bio Ravioli. Die kamen auch prompt. Mit sehr öligem Pesto das das Öl bereits über den Aufwärmvorgang verloren hatte. Das Essen war jetzt nicht wie frisch vom Italiener aber ich muss sagen, es war auch nicht zum verachten widerlich. Für Bahnverhältnisse durchaus okay.

reached magdeburg and changed into HEX train to thale... on TwitpicIn Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt angekommen haben wir fix den Bahnsteig gewechselt und sind mit einem HEX (HarzExpress) über Oschersleben nach Halberstadt gefahren, wo wir etwa eine Stunde später ankamen. Die HEX Züge sind sehr sauber und gepflegt und es gibt mindestens einen Kontrolleur der immer an Bord ist. Die Toilette ist angenehm sauber und nichts ist mit Edding oder ähnlichem verschmiert. Alle Achtung. Man spart sich also durch Einsatz von Presonal unterm Strich die Reparatur und Reinigungskosten in den Zügen. Eine Rechnung die aufzugehen scheint!

In Halberstadt angekommen haben wir uns im Reichhaltigen Linienangebot der örtlichen Straßenbahn die Haltestelle "Voigtei" ausgesucht. Linie 2 fährt da lang. Linie 2 fährt auch am Bahnhof ab. Perfekt. Linie 2 kommt, und wir 2 rein. Eine nette Eingeborene hat uns dann unterwegs - nachdem wir uns wunderten wie groß Halberstadt doch ist - darauf aufmerksam gemacht, dass die Linie 2 zwar zu unserem Zielort fährt aber dazu einen Umweg um die ganze Stadt herum macht. Wir sollen für die Rückfahrt am Rathaus in die Linie 1 umsteigen, dann sparen wir 10 Minuten. Allerdings fährt die Linie 1 um 10 Minuten versetzt zur Linie 2. Unterm Strich kommen wir also zur gleichen Zeit am Hbf an.

Nach einem - völlig im Gegensatz zum Tagesmotto stehenden - schnellen Besuch auf dem Konzert im Buchardikloster ereilte uns ein kleines Hüngerchen. Wir haben also am Rathaus den Umsteiger gemacht und uns im nahegelegenen EKZ mit Döner und einem Sixpack Hasseröder versorgt. Mit der Verpflegung unter dem Arm hieß es bei verlassen des EKZ zum ersten mal laufen. Die 1 bog nämlich um die Ecke (16:52) und wir wollten um 17:03 den RE nach Hannnover kriegen.

Nachhausefahrbier im RE nach Hannover... on TwitpicAbgekämpft haben wir die Strassenbahn erreicht und die Uhr lief gegen uns. Um kurz nach 17 Uhr kam die Tram dann am Hbf an und wir sahen zeitgleich den RE am Gleis 5 (natürlich dem von der Strab am weitest entfernten Bahnsteig) ankommen. Der zweite Sprint stand an. In letzter Sekunde und völlig außer Atem haben wir uns in die Size des RE fallen lassen. Ich brauchte bis Wernigerode um dann endlich genußvoll in meinen (bereits kalten) Döner zu beißen und ein Hasseröder zu exen.

scheduled arrival in cologne 2309... Connecting trains home 2... on Twitpicvon den zisterzienserinnen zu den franziskanern. on TwitpicNachdem wir wieder bei Atem und gesättig in Hannover angekommen sind, sind wir nach einem kurzen Aufenthalt in der Lounge in den ICE 854 gestiegen um wieder in Richtung der Domstadt am Rhein zu fahren. Hier war nochmal kurz Gelegenheit ein bißchen was zu arbeiten - als die Sonne aber weg war und wir inzwischen mehr als 12 Stunden auf den Beinen bzw. auf Gleisen waren, haben wir dann das Tagwerk langsam beendet und uns einer Flasche Franziskaner Weißbier gewidmet. Leider darf der Bordgastronom keine Gläser mit in den Fahrgastraum geben - aber nun gut, in der Not geht's auch aus der Flasche.

Presse: Alles neu, nur die Dächer nicht

Der Tiefbauausschuss ließ sich die 8,3 Millionen Euro teuren Arbeiten im Bahnhof erläutern. Als „Lachnummer“ bezeichneten die Vertreter der Stadt die Nachricht, dass die Eternit-Dächer über den Bahnsteigen bleiben sollen, wie sie sind.
(von Johannes Bühl via Kölner Stadtanzeiger)


Euskirchen - Neue Bahnsteige, ein heller, sieben Meter breiter Fußgängertunnel, gläserne Personenaufzüge, ein verbessertes Wegeleitsystem - all das wird dazu beitragen, dass sich der Euskirchener Bahnhof vom nächsten Sommer an mit einem modernen Gesicht präsentiert. Wenn, ja wenn da nur nicht die jahrzehntealten Eternitdächer über den Bahnsteigen wären.


Vollständiger Artikel

Dienstag, 1. September 2009

Öffnen verboten

Ich war gestern Abend noch auf 3 Glas Kölsch mit Arbeitskollegen in Köln die Restsommersonne genießen. Gegen 20 Uhr habe ich mich dann in Richtung Hbf aufgemacht und kam etwa 20 Minuten zu früh am Bahnsteig an. Was macht man an so einem herrlischen Kölner Sommerabend als jemand der sein Blog "Fahrbier" nennt? Richtig, man besorgt sich ein ebensolches. Da ich den Abend bereits mit lecker Kölsch gestartet hatte, wollte ich auf er Heimfahrt auch mit einem gleichartigen Getränk weiter machen. Die kleinen roten Wurstbuden direkt am Gleis in Köln haben ja eingedostes Gaffel-Kölsch in ihrem Sortiment. Also hin zum Wurstverkäufer und einmal Kölsch geordert.

Ein Griff in den Kühlschrank und er hielt mir eine Flasche Dom Kölsch vor die Nase und wies mich gleich darauf hin: "Aufmachen darf ich die Ihnen aber nicht." Nachdem ich auch nach längerem Suchen keinen Öffner fand um selber öffnend tätig zu werden, fragte ich gezielt nach Dosenbier. Es gab allerdings nur in Blech gehülltes Becks. Nunja, ist ja auch nicht das Schlimmste (genauer gesagt, sogar um Läääängen besser als Dom-Kölsch) und ich habe ihm den Bremer Gerstensaft abgekauft.

Was dieser Quatsch mit den Bierflaschen soll die der Kunde nicht aufmachen kann - zumindest nicht mit vorhandenen Mitteln im Kiosk - ist mir überhaupt nicht klar. Garnicht. Ich glaube, es gibt in Deutschland ein Gesetz, das es den Kioskbetreibern verbiete Getränke zu öffnen... Aber unabhängig davon was man von derartigen Vorschriften hält: Warum nimmt der Wurstbudenhäuptling denn dann Flaschen ins Programm wenn seine Kunden, die durstigen Reisenden, nicht an den Inhalt kommen? Das macht so keinen Sinn!

Montag, 31. August 2009

Weilerswist wird auch umgebaut...

...ok, nicht ganz Weilerswist. Der Bahnhof wird modernisiert. Seit ein paar Tagen gräbt sich östlich des Schienenstrangs ein Bagger in die Erde.

Südlich vom Bahnhofsgebäude scheint hier der neue Fußgängertunnel gegraben zu werden. Damit wird der Bahnhof Weileswist nicht nur für die Bahnhfahrer attraktiver, auch die Lokführer dürfte es freuen. Im Moment ist Weilerswist noch einer der Bahnhöfe, in die im Normalbetrieb nur ein Zug reinfahren darf. Mit der Unterführung - die Leute müssen also nicht mehr die Gleise überqueren um ans Gleis 2 zu gelangen - wird es also ein wenig unproplematischer in Weilerswist.

Mittwoch, 26. August 2009

Betonpumpe

Nachdem sich das Gros der Baustelle seit ein paar Tagen in einer Art Sommerpause zu befinden scheint, ist heute früh nochmal eine Betonpumpe angerückt um die neue Unterführung weiter auszugießen.

Samstag, 22. August 2009

Halber Preis von Nix...

...wird wohl nix. Am Nachmittag hat sich eine E-Mail vom bahn.comfort Service bei mir eingefunden in der steht unter anderen...

Zwischenzeitlich wurde Ihnen eine BahnCard 50 2. Klasse comfort zugesendet. Bitte senden Sie diese an die unten genannte Adresse zurück.


...ok, man hat die Sinnlosigkeit des eigenen Tuns offenbar bemerkt. Aber ich werde so frech sein und den netten Kofferanhänger behalten. Ich investiere höchsten 55 Cent in Porto zu Gunsten der Schusseligkeit der Bahn und stecke das Silberkärtchen in einem Umschlag in einen Briefkasten.

*Kopfschüttel*

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